Um mir einen Linearregler diskret aufbauen zu können, gibt es ja viele
Schaltpläne die Bipolar Transistoren verwenden. Wie sieht es aus mit
FET´s? Weiss jemand einen Schaltplan für eine Realisiation mit FET´s?
Fredi
Schaltplan, na klar. Die drucken die Hersteller integrierter Regler
sogar in ihren Datenblättern ab. Vielleicht bekomme ich ja hier ne
Anregung, wie ich meinen ARM-Controller in Zukunft aus diskreten
Transistoren aufbauen kann :)
Gruß
Dietmar
@Dietmar: Was hat das mit der Frage zutun?
@Fredi: Im Prinzip kann man bipolare Transistoren in den Schaltungen
durch FET ersetzen.
Vielleicht solltest du dir mal die Arbeitsweise eines Linear-Reglers
angucken:
Da gibt es einen Vergleich zwischen einer Soll- und der Ist-Spannung,
und der Regler steuert den Transistor entsprechend der Regeldifferenz
nach.
Du wirst vermutlich nicht um eine Eigenentwicklung herumkommen, denn
der Leistungsverlust ist bei beiden Arten von Linearregler etwa gleich
(Die Ansteuerleistung beim FET ist natürlich geringer).
www.elektronik-Kompendium.de
Auch die Bücher aus dem Europa-Verlag sind empfehlenswert.
Vielleicht will Fredi ein Linearregler-Netzteil bauen...
Was hat der diskrete Aufbau eines ARM-Controllers mit dem diskreten
Aufbau eines Linear-Spannungsreglers zutun?
Genau! Nichts.
Es gibt genug Leute, die sich ein (regelbares) Netzteil bauen wollen,
wobei bei den meisten Anleitungen/Schaltplänen immer noch bipolare
Transistoren verwendet werden.
Somit hinkt der Vergleich zwischen einem Linearregler und einem
ARM-Controller doch sehr.
Genau.
Ich will mir ein Linearregler Netzteil bauen. Das Problem ist, dass ich
bis ca. 140V gehen will. Es existieren zwar Regler (LR8) mit denen es
"relativ" einfach wäre. Leider liefern dir mir den Strom nicht. Das
Netzteil soll ca. 300mA liefern können.
Die Funktionsweise der Regler ist mir bekannt. Aber danke für den
Link.
Fredi
Ach, endlich erfährt man auch Details.
@Rahul:
"Was hat der diskrete Aufbau eines ARM-Controllers mit dem diskreten
Aufbau eines Linear-Spannungsreglers zutun?
Genau! Nichts."
Wie wahr, nichts!!! Auf Grund fehlender Details oben mußte mein erster
Gedanke sein, daß hier ein Wahnsinniger am Werk ist, der versucht,
einen LM317 diskret nachzubauen, und das ist mindestens ebenso absurd
:-)
Also, normalerweise tut man sich ja bei diskreten Aufbauten gegenüber
der integrierten Lösung nichts gutes bei den
Schaltungsparametern.
Gruß
Dietmar
@WM-Rahul:
Wie gesagt, bißchen mehr Info ist manchmal sehr hilfreich.
Also, absolut nichts gegen den Thread und die Anwendung! Nur sitze ich
hier am anderen Ende und reime mir aus wenigen Worten was zusammen,
d.h., kann mir unter Umständen überhaupt nichts vorstellen :)
Aber 140V und darin herummessen und Schulungszwecke? Na ja:)
Gruß
Dietmar
@WM-Rahul, Pieter:
Die guten alten BU Hochspannungstypen wurden millionenfach auch in
KFz-Zündungen verbaut, einfach aus dem Grunde, weil man an der
Zündspule keine Freilaufdiode gebrauchen konnte.
@WM-Rahul:
"Die geringere Ansteuer-Leistung?"
Digital ja!
Aber wo spart man denn in einer linearen Schaltung was?
Gruß
Dietmar
Das ist doch bei ner Schaltung die ja ohnehin von Haus aus heizt eher
ein Nachteil. Der extrem hochohmige Steuereingang ist doch anfällig für
jede Art von Störungen allem voran EM-Einstreuungen. Also ich würde
auch bei bipolar bleiben.
Aufgrund der Tatsache, dass man der hochohmigen Steuereingänge der FET´s
sich nur Schwierigheiten einfängt und dass man ja sowieso viel Leistung
verbraten wird werde ich das ganze bipolar aufbauen.
Den "hohen" Strom werde ich auf mehrere Transistoren aufteilen -
damit sie mir nicht abrauchen wenn die Strombegrenzung einschreitet.
Fredi
@WM-Rahul:
"Einen FET braucht man keinen Basis-Strom verpassen..."
Ich sehe so ne Begründung ja einerseits auch ein. Andererseits, wo
möchte man denn hin bei einem Regler, dessen Ruhestrom ein hundertstel
oder gar tausendstel des Betriebsstromes ist? Kein Hersteller von
Linearreglern verschwendet doch einen Gedanken, je einen Linearregler
in FET-Technik realisieren zu wollen.
@Gast ein Anderer:
Eben. Beim Miniaturisierungsgrad und eh nur einer Handvoll Transistoren
fallen die Basisströme verschwindend klein aus.
Fazit:
Integrierter Aufbau: bipolar
Diskreter Aufbau: FET
Gruß
Dietmar
@Simon:
Was ist denn daran neu erfunden???
Solche Schaltungen gibt es en Masse in 1970-er Literatur, aus der Zeit,
in der die integrierten Spannungsregler gerade aufkamen. Die Reglerdaten
werden nicht gerade vorteilhafter sein.
Gruß
Dietmar
Nix ist daran neu erfunden, habe ich auch garnicht behauptet du
Nasenbär!
Aber alle Beiträge hier in diesem Thema besagen, dass sowas nicht
möglich sei etc..
Arghs, Bei dem obersten Bild ist mir ein Fehler unterlaufen.
Hier korrigiert.
Achso: Am "?" Pin liegt /K1 (Kanal 1 invertiert) nochmals an. (warum
das?!)
K2 Min Ausschlag.
Was zu sehen ist: Die Länge der tlow vergrößert sich bei größerem
Ausschlag.
Annahme: Am IC müssen die "Kx" Pinnen mit den "/Kx" Pinnen
vertauscht werden, weil der IC absichtlich zum invertierien benutzt
wird.
Ja, das wäre besser!
"Nix ist daran neu erfunden, habe ich auch gar nicht behauptet du
Nasenbär!"
Kleine Sünden bestraft der liebe Gott immer sofort :-)
Gruß
Dietmar
Bipolartransistoren sind bei diesen Spannungen im Linearbetrieb nur
schwierig zu handhaben.
Das Zauberwort heisst second breakdown oder auf gut Deutsch zweiter
Durchbruch.
MOSFETs haben damit kein Problem.
moin moin,
anbei mal eine Schaltung mit FET, dieser kann durch einen Transi
ersetzt werden.
Bei der Simulation fallen bei Laständerungen in der FET Version kurze
Pikse auf.
Mit Gruß
Pieter
Zauberwort:
Ja, den Ausdruck "Second Breakdown" sollte man schon einmal gehört
haben, wenn man mit bipolaren Transistoren arbeitet. Bei richtiger
Dimensionierung kommt man damit aber nicht in Konflikt.
Aber klar, wenigstens für den Ausgangstreiber kann man bei dieser
Hochspannungsschaltung denn doch einen Leistungs-FET wählen.
Dennoch gut kühlen, denn Wärme bedeutet immer auch exponentiell
ansteigende Bauteilalterung und Ausfallwahrscheinlichkeit.
Gruß
Dietmar