Ja, das wäre auf jeden Fall sinnvoller!
Wissenschaftliche Darstellung:
Je schneller du abtastest, desto näher wandern die Pole richtung
Einheitskreis ohne diesen jemals zu erreichen. Mit der Folge, dass die
Parameter immer länger werden. Das bedeutet, du brauchst eine immer
größere Auflösung um die gewünschte Genauigkeit zu erreichen. Digitale
Systeme arbeiten aber halt nunmal mit einer begrenzetn Auflösung, so
dass dein System durch Rundungsfehler trotzdem instabil werden kann.
Anschauliche Darstellung:
Digitale Übertragungsfunktionen (Differenzengleichungen) basieren ja
auf der Gewichtung vorangegangener Abtastwerte. Man kann sich gut
vorstellen, dass sich diese um so weniger voneinander unterscheiden, je
schneller ich abtaste. In Folge dessen müssen die Parameter
(Gewichtungen) auch immer genauer werden um das System richtig zu
beschreiben.
Aus diesen Überlegungen ergibt sich, dass es eine sinnvolle Obergrenze
für die Abtastgeschwindigkeit gibt. Ich denke 10 mal schneller als die
dominierende Zeitkonstante ist ein guter Anfang.
Aus regelungstechnischer Sicht ergibt sich der Nachteil, dass man die
Verstärkung kleiner wählen muss, das System also langsamer wird.
Aus Signalverarbeitungstechnischer Sicht sehe ich erstmal keine
Nachteile.
Aber bei deinen Vorgaben ist sowiso noch viel Spielraum, bis
irgendwelche Nachteile eine Rolle spielen.
Alternativ (ich weiß ja nicht, wiso so schnell abgetastet wurde) kannst
du ja auch downsamplen, also mehrere Werte zusammenfassen und den
Mittelwert bilden.
Rock'n'Roll,
Thomas