Arduino USB Camera, OrangePi O1, mehr Kameras, SiC-Politik und Lesestoff

OP (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) #8104996
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Qualcomm greift mit einer neuen, auf AI-Aufgaben optimierten Webcam nach Anteilen im Zubehörgeschäft. Seeed Studio rüstet die Kamera für das XIAO-System mit Autofokus aus, während ein neuer OrangePi ein im SBC-Bereich bisher unbekanntes SoC enthält. Was es sonst Neues gibt, verraten wir hier.

Arduino USB Camera – USB-Webcam für Arduino Uno Q und Co.

Im Hause Arduino ist man immer gewillt, dem „Ökosystem“ als Ganzes eine Schnitte abzuschneiden. Aufgrund der Fokussierung auf verschiedenste ML-Aufgaben nicht unerwartet dürfte sein, dass die Italiener nun – wie in der Abbildung gezeigt – eine Webcam anbieten.

Bildquelle: https://store-usa.arduino.cc/products/usb-camera

In der Beschreibung spricht man ganz offen als wichtigsten Vorteil an, dass sich die Kamera direkt in Arduino Uno Q und Co. integriert – die bei Drittanbieter-Kameras notwendigen Treiber-Kämpfe entfallen ersatzlos. Zu den sonstigen Spezifikationen vermeldet man dann Folgendes:

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The Arduino® USB Camera is a compact camera accessory for the Arduino® UNO Q and VENTUNO Q boards. Built around the Sony IMX376 image sensor, it captures up to 3840 × 2160 (UHD 4K) video and connects over USB as a standard USB Video Class (UVC) device, requiring no drivers. It combines an autofocus lens, an integrated LED ring light, and a built-in microphone for video capture, streaming, and vision-based applications.

In der Dokumentation findet sich außerdem die folgende Passage, die auf die optischen Fähigkeiten und das Vorhandensein eines Autofokus-Objektivs eingeht:

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Autofocus from 20 cm to infinity, with an F/2.0 lens and an 80° diagonal field of view.

Arduino Nano Matter nun mit Zigbee-Unterstützung

Der im Arduino Nano Matter verbaute Silicon-Labs-Funkprozessor ist seit jeher für seine hohe Flexibilität bekannt. Gab es bisher schon Unterstützung für Matter over Thread und Bluetooth LE, so rüsten die Italiener nun auch Zigbee-Unterstützung nach. Die Aktivierung dieser neuen Funktion erfolgt dabei – wie in der Abbildung gezeigt – über das in der IDE integrierte Menü zur Auswahl des auszuliefernden Radio-Stacks.

Bildquelle: https://blog.arduino.cc/2026/10/15/your-arduino-nano-matter-board-now-speaks-zigbee/

Orange Pi O1 mit SOPHGO BM1688-SoC und 4G/5G-Funkmodul

Die Sanktions-Angst im Hause Rockchip hat dazu geführt, dass Platinenrechner-Hersteller wie Shenzhen Xunlong permanent auf der Suche nach neuen Herstellern von Hauptprozessoren sind. Mit dem Orange Pi O1 kommt nun eine neue Firma zum Zug.

Bildquelle: http://www.orangepi.org/html/hardWare/computerAndMicrocontrollers/details/Orange-Pi-O1.html

Im Rahmen der Ankündigung des neuen SoC hebt Shenzhen Xunlong vor allem die NPU hervor. Spezifischerweise liest sich die relevante Passage folgendermaßen:

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The OrangePi O1 is powered by the Sophgo BM1688 SoC. It features an 8-core ARM Cortex-A53 @ 1650Mhz, paired with a RISC-V C906 @ 1200Mhz. It integrates a SOPHGO Neural Network Acceleration Engine (TPU) with impressive performance of up to 16 TOPS@INT8. The board offers 8GB or 16GB LPDDR4/LPDDR4X memory and supports optional 16GB/32GB/64GB/128GB eMMC modules.

Zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Newsmeldung gibt es noch keine Preisinformationen, auf AliExpress ist die Platine noch nicht erhältlich. Fraglich ist allerdings, wie sich das System gegen den Allwinner A733 schlagen dürfte – wir hatten in der Vergangenheit beispielsweise unter https://www.mikrocontroller.net/news/orangepi-4-pro-orangepi-6-plus-einplatinencomputer-im-zeichen-der-leistung über die durchaus gute Performance, gepaart mit hoher thermischer Stabilität berichtet.

XIAO ESP32S3 Sense Camera nun mit Autofokus

Im Hause Seeed Studio erweitert man das hauseigene Sense-Kameramodul – wie in der Abbildung gezeigt – ebenfalls um Autofokus-Fähigkeiten.

Bildquelle: Seeed

Zu beachten ist, dass die neue, auf dem OV5640-Sensor basierende Variante anfangs „parallel“ zum schon vorhandenen Lagerbestand in den Handel kommt. Unter der URL https://wiki.seeedstudio.com/xiao_esp32s3_camera_usage/#ov5640-autofocus finden sich dann weitere technische Informationen, die die programmatische Bedienung des Sensors im Detail durchspielen.

Infineon und Wolfspeed „intensivieren“ Partnerschaft im Bereich Silicon Carbide

Die „Gefechte“ im Bereich neuartiger Feldeffekt-Transistor-Technologien dürften sich mehr und mehr auf einen geopolitischen Kampf China gegen Rest of World verschärfen. Anders ist nicht zu erklären, dass Infineon und Wolfspeed ihre Partnerschaft im Bereich der Silicon-Carbide-Fertigung zu verstärken suchen. Spezifischerweise vermeldet man unter der URL https://www.infineon.com/press-release/2026/infpr202610-008 nach folgendem Schema, dass Wolfspeed Infineon nun auch die Nutzung der neuen, größeren – und deshalb effizienteren – Wafer zu erlauben gedenkt:

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Infineon Technologies AG (FSE: IFX / OTCQX: IFNNY) and Wolfspeed, Inc. (NYSE: WOLF) have signed a new multi-year supply agreement for 200-millimeter silicon carbide (SiC) wafers, transitioning Infineon's existing Wolfspeed supply relationship from 150-millimeter to 200-millimeter substrate technology.
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The transition to 200-millimeter SiC wafers delivers large manufacturing economics compared to 150-millimeter production. Larger wafer diameter increases usable die area per wafer, reduces per-unit substrate cost, and improves overall manufacturing efficiency. Infineon operates a multi-source SiC substrate strategy to maintain supply chain flexibility and quality across its global manufacturing network, including its world-class 200-millimeter SiC fab in Kulim, Malaysia, which is designed to be the world’s largest and most competitive silicon carbide manufacturing facility.

LX Semicon verlässt SiC-Markt komplett

Während Infineon im Bereich SiC investiert, arbeitet man bei LX Semicon weiter daran, die Reste der einst von LG übernommenen Sparte abzustoßen. Der in Sachen neuartiger Feldeffekt-Transistoren immer gut informierte Ralf Higgelke berichtet unter der URL https://www.linkedin.com/pulse/ralfs-gan-sic-news-october-15-2026-ralf-higgelke-jtree/ nach folgendem Schema darüber, dass nun auch die Patente abgestoßen werden:

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LX Semicon, a South Korean fabless semiconductor company, is selling its patents related to silicon carbide (SiC) power semiconductors, marking the final stage of its exit from the SiC business

Nuvoton Nu-Link3-Pro – Programmiergerät mit Logikanalyse- und MicroPython-Funktion

Mikrocontroller-Debugger bzw. Programmiergeräte werden von ihren Herstellern mehr und mehr mit Komfortfunktionen aufgerüstet – die „fünfte“ Generation von Microchips Entwicklerwerkzeugen, die unter https://www.youtube.com/watch?v=yrM78fs-AR8&t=1 im Video im Detail dokumentiert ist, diente hier als „Einstieg“.

Im Hause Nuvoton gibt es nun ebenfalls ein neues Programmiergerät.

Bildquelle: Nuvoton

Die grundlegenden Leistungsdaten beschreibt Nuvoton folgendermaßen:

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The core technology architecture of the Nu-Link3-Pro is based on USB Type-C Interface, significantly enhancing connection stability. For the NuMicro® series microcontrollers, its ETM real-time instruction trace frequency is boosted to 110 MHz, allowing developers to capture system behavior more accurately in high-frequency applications, thereby greatly optimizing real-time system debugging efficiency. Additionally, the Nu-Link3-Pro supports multiple voltage ranges, including 1.8V, 2.5V, 3.3V, and 5.0V, catering to various Hardware requirements.

Erste neue Funktion ist dabei die im Screenshot gezeigte Logikanalyse-Funktion, die Nuvoton folgendermaßen beschreibt:

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The standout feature of the Nu-Link3-Pro is its built-in logic analysis function, enabling developers to perform digital signal capture and multi-protocol decoding without additional Hardware. This innovative design allows debugging, programming, and signal verification to be completed on a single platform, significantly reducing Hardware verification and debugging time.

Interessant ist außerdem, dass das Programmiergerät fortan mit einer MicroPython-Engine ausgestattet ist. Entwickler können so hauseigene Programmier-Logik in das Gerät laden und dynamisch festlegen, welches Programm unter welchen Bedingungen in die Ziel-MCU zu brennen ist:

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In terms of programming capabilities, the Nu-Link3-Pro supports MicroPython, allowing developers to achieve fully customized automated offline programming logic by simply storing a custom MAIN.PY script on a Micro SD card. This flexibility adapts to different automated testing platforms or mass production environments, making the Nu-Link3-Pro a powerful tool for USB to multi-protocol bridging, offering diverse application scenarios and significant advantages.

STMicroelectronics LPS27DEWO – Sensor für Höhen- und Tiefenmessung

Freunde des Extremsports geben sich oft mehr als nur einer Disziplin bzw. Spielart der Lebensmüdigkeit hin: ein Trend, dem Anbieter von Wearables und Co. bisher durch das Integrieren von zweierlei Höhen- bzw. Drucksensoren entgegenkommen mussten.

STMicroelectronics lanciert nun einen Sensor, der „beide“ Spielarten in einem Gehäuse unterbringt.

Bildquelle: STMicroelectronics.

Zu den sonstigen Leistungsdaten vermelden die Franco-Italiener dann Folgendes:

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Mit seinem erweiterten Unterwasserdruckbereich von 6060 hPa kann der Sensor präzise Informationen für Freizeit- und ambitionierte Taucher liefern, wenn sie aus Tiefen unter 40 Metern aufsteigen - der kritischen Tiefe für die Dekompression. Der Sensor bleibt auch bei Wasserdruck in Tiefen von bis zu 110 Metern robust.
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Der LPS27DEWO erleichtert zudem das elektrische Design mit 1,2-V-I2C-, SPI- und I3C-Digitalinterfaces sowie einem sehr niedrigen Betriebsstrom von nur 1,7 µA bei 3,8 Pa.
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Der LPS27DEWO ist ab sofort in Produktion und ab 2,18 US-Dollar bei Bestellungen von 1000 Stück erhältlich.

Smartclockmon – Schweizer Messer für GPS-Zeitgeber von HP bzw. Symmetricom

Der AI-Boom führte dazu, dass immer mehr mit der Companion-Software ihrer Messgeräte unzufriedene Elektroniker „hauseigene“ Verbesserungen bei ihrem AI-Assistenten in Auftrag geben. Für die GPS-disziplinierten Oszillatoren aus dem Hause HP bzw. Symmetricom gibt es nun eine neue, in Rust gehaltene Applikation. Sie nimmt über einen seriellen Port Kontakt mit den Geräten auf, und bietet dann – wie in der Abbildung gezeigt – verschiedenste Visualisierungs-Möglichkeiten.

Bildquelle: https://github.com/charlieh0tel/smartclockmon

HP / Agilent / Keysight 34420A – zusammengefasste Serviceinformationen

Im Rahmen der Umwandlung der HP-Messgerätesparte in Keysight passierte, was auch nach der Übernahme von Chrysler durch Daimler geschah: mehr und mehr Service Manuals wurden neu aufgelegt, den neuen Versionen fehlten durch die Bank die Service-Schaltpläne. Unter der URL https://github.com/JaredCabot/hp-34420a-manuals gibt es nun ein Repositorium, in dem ein Freiwilliger aus den diversen im Netz herumfliegenden Service-Informationen zum 34420A eine „definitive Sammlung“ zusammengestellt hat.

FCC: Testlabore außerhalb der USA fortan nur noch bei reziproker Anerkennung

Dass die EU in Sachen Regulierung der Elektronikbranche mitunter übers Ziel hinausschießt, müssten wir auf Mikrocontroller.net nicht wirklich besprechen. Mit der in älteren Versionen von Akenhurst on international law durchaus detailliert beschriebenen Maßnahme der Tit-for-Tat-Sanktion steht ausreichend großen Wirtschaftsräumen allerdings ein durchaus wirksames Mittel zur Einschränkung derartiger Ambitionen zur Verfügung. Der im Allgemeinen gut informierte Branchennewsdienst Consumer Electronics Test Development berichtet unter der URL https://www.consumerelectronicstestdevelopment.com/content/news/fcc-proposes-reciprocal-recognition-rules-for-overseas-electronic-device-testing-labs nun nach folgendem Schema darüber, dass die US-Administration der FCC den Einsatz dieses wirkungsvollen Mittels zu genehmigen gedenkt. Spezifischerweise findet sich ebenda die folgende Passage:

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FCC chairman Brendan Carr announced that the commission will vote on the final rules at its October 29 Open Meeting. If adopted, the requirements would take effect on December 1, 2028, requiring all testing, certification and accreditation activities to take place in the US or a qualifying reciprocal economy.

Ubuntu 26.10 nun mit Desktop-Images für RISC-V

Die Integration von RISC-V-Technologie in Ubuntu schreitet weiter und weiter voran. Unter der URL https://discourse.ubuntu.com/t/announcing-ubuntu-desktop-images-for-risc-v/89110 vermeldet Canonical nun nach folgendem Schema, dass die „neueste“ Version des Betriebssystems für RISC-V Desktop-Images zur Verfügung stellt:

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Ubuntu 26.10 (Stonking Stingray) brings desktop images to RISC-V. The riscv64 builds of Ubuntu Desktop are already available for testing, and we expect official images to come with the release itself on October 15. Unofficial and unsupported Xubuntu Minimal images are also available for testing in virtual machines.
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Until now, amd64 and arm64 had desktop images while riscv64 did not. As more and more powerful RISC-V platforms come out, that gap has started to matter. Closing it took a joint effort from the Foundations and Desktop teams, with a fair amount of plumbing in between.

Lesestoff, Teil 1 – von Viren für Palm OS

Dass es für frühe Handcomputer Viren gab, ist ein interessantes Detail der Geschichte. Unter der URL https://www.linkedin.com/pulse/palm-os-virus-never-lost-25-years-found-2026-aaron-ardiri-phnrf/ berichtet der dienstalten Entwicklern für seine Palm-OS-Emulator-Portierungen bekannte Aaron Ardiri nun über einen nie ausgelieferten Versuch, einen selbstreplizierenden Virus für Palm OS zu erzeugen.

Dass Elon Musk seinen satellitenbasierten Dienst auch als Alternative und Konkurrenz für klassische Netzbetreiber sieht bzw. dies von selbigen bemängelt wird, ist immer wieder interessant. Der diversen Netzbetreibern nahestehende Beratungsdienst Strand Consult bietet unter der URL https://strandconsult.dk/the-10-myths-about-starlink-a-reality-check-for-telecom-operators-investors-and-regulators/ nun ein Dokument an, das auf zehn häufige Fehleinschätzungen in Bezug auf Starlink eingeht.

Lesestoff, Teil 3 – vom „Binning“ von Leuchtdioden

Wer Leuchtdioden in großen Mengen verwendet, weiß über die Exemplar-Streuungen und die damit einhergehenden Probleme bestens Bescheid. SOS electronic bietet unter der URL https://www.soselectronic.com/en-gb/cracking-the-kingbright-code-visual-uniformity-with-led-binning-3209 nun einen Artikel an, der im ersten Schritt „allgemein“ auf das Problem des Binnings eingeht und im zweiten Schritt den Datecodes aus dem Hause Kingbright auf den Grund geht.

Angehängte Dateien:
: Bearbeitet durch NewsPoster

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