Die Arduino-Gruppe aktualisiert ihren Bestseller Nano 33 BLE, und erweitert das Ökosystem an anderer Stelle. Renesas kauft seinen Funkmodul-Partner nicht, während Infineon einen neuen PsoC und eine Partnerschaft mit Qt ankündigt. Emteria aktualisiert derweil sein Benutzerinterface - was es sonst zu wissen gibt, verraten wir hier.
Arduino Nano 33 BLE - Version 2 offiziell angekündigt.
Der seit einigen Tagen durch die „Gerüchteküche“ wabernde Arduino Nano 33 BLE Rev2 wurde - wie in der Abbildung gezeigt - soeben offiziell angekündigt.

Bildquelle: https://blog.arduino.cc/2024/02/27/not-bigger-just-better-introducing-the-nano-33-ble-rev2/
Während Formfaktor und Hauptprozessor identisch bleiben, führte die Arduino-Gruppe Optimierungen durch, um eine bessere Fertigbarkeit des Boards zu erreichen. Spezifischerweise stehen die folgenden Änderungen ins Haus:
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Laut dem unter https://support.arduino.cc/hc/en-us/articles/11729186296476-Use-the-new-sensor-libraries-for-Nano-33-BLE-Rev2-and-Nano-BLE-Sense-Rev2 bereitstehenden „Umstiegs-Tutorial“ ist die Weiterverwendung von Sketches vom Vorgängermodell im Allgemeinen unproblematisch. Kritisch ist lediglich der Austausch der Bibliotheken für das IMU - laut der Arduino-Gruppe reicht es dabei allerdings aus, das Include #include <Arduino_LSM9DS1.h> durch das Include #include <Arduino_BMI270_BMM150.h> zu ersetzen. Dass an dieser Stelle naturgemäß ein sorgfältiger Test dieser Lösung nicht fehlen darf, sei im Interesse der didaktischen Ehrlichkeit angemerkt.
Arduino: PLC-Ersatz OPTO erhält und besteht Sicherheitsaudit.
Die Arduino-eigene Variante des Themas SPS haben wir in der Vergangenheit unter Beitrag "Arduino OPTA – SPS aus dem Hause Arduino" detailliert vorgestellt.

Bildquelle: https://blog.arduino.cc/2024/02/29/opta-enhanced-cybersecurity-after-hwg-sababas-testing/
Arduino-Neuerung Nummero zwei ist, dass das ja konsequent für die Cloud-Kommunikation vorgesehene Produkt durch ein Computersicherheitsunternehmen analysiert wurde:
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Unter der URL https://www.hwgsababa.com/en/case_studies/arduino-cybersecurity-in-automation/ verspricht Arduino außerdem zusätzliche Informationen zum Thema, den versprochenen Testbericht konnte der Autor zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Nachricht allerdings nicht vorfinden.
Arduino zur dritten: Neue Version der Portenta Machine Control-Bibliothek „vereinfacht“ Steuerungen.
Dem Hause Arduino gelang in dieser Newsmeldung ein Hattrick: Die dritte Meldung betrifft den an sich seit einiger Zeit im Markt verfügbaren und in der Pro-Linie angesiedelten Portenta. Die für die Steuerung verschiedener Industrie-Systeme vorgesehene Bibliothek wurde soeben „aktualisiert“ - Spezifischerweise verspricht man die folgenden Neuerungen:
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Wilderness Labs: Stabilitätsverbesserungen für die Meadow-Plattform.
Wer .net-Code in einem Embeddedsystem ausführen möchte, hat wenig Alternative zur Meadow-Plattform. Die vor wenigen Tagen auf den Markt gebrachte Version 1.9 des Produkts bringt vor allem Stabilitäts Verbesserungen, außerdem gibt es fortan auch die Möglichkeit, SPI-Transfers per DMA abzuwickeln und so die CPU-Belastung zu reduzieren. Spezifischerweise präsentiert sich der Change Log folgendermaßen:
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Emteria: Redesign der Benutzeroberfläche. Auch im Hause der Industrie-Android-Distribution Emteria gibt es „Zuwachs“. Spezifischerweise wurde der als Device Hub bezeichnete Geräteverwaltungsdienst mit einem neuen Benutzerinterface ausgestattet, das sich wie in der Abbildung gezeigt präsentiert.

Bildquelle: Emteria.
Interessant ist außerdem eine in der Ankündigung befindliche Passage, die nach folgendem Schema auf das baldige Auftauchen „neuer“ Funktionen für den Cloud-Teil hinweist:
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QT for MCU fortan auch auf Infineon-Chips.
Das „QT for MCU“ mit QT eigentlich nur den QML-Parser und den Namen gemein hat, haben wir in der Vergangenheit schon mehrfach besprochen. Sei dem wie es sei, darf sich das einst von Nokia „verwaltete“ Cross-Plattform-System an einem neuen Opfer erfreuen. Infineon unterstützt das System fortan in den für den Automotivebereich vorgesehenen TRAVEO -Mikrocontrollern. Interessant ist außerdem, dass man im Rahmen der Ankündigung nach folgendem Schema die „hohe Entwickler-Produktivität“ betont:
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Renesas kauft Funkmodul-Spezialist Sequans doch nicht.
Das japanische Halbleiterunternehmen Renesas war in der letzten Zeit unter anderem ob der Übernahme von Altium im Gespräch. In der „Hinterhand“ arbeitete man derweil an einigen weiteren Deals, darunter auch der Übernahme des französischen Funkmodul-Herstellers Sequans. Laut im Allgemeinen gut informierten Branchennewsdienst RCR (siehe https://www.rcrwireless.com/20240227/internet-of-things-4/deal-off-renesas-249m-takeover-of-sequans-collapses-for-tax-reasons) wird diese Übernahme nun doch nicht stattfinden. Ursache dafür ist eine „negative“ Reaktion des japanischen Finanzministeriums auf die Steuer-Planung im Hause Renesas:
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Infineon: PSoC™ Automotive 4100S Max mit Capsense-Unterstützung.
Auch im Hause Infineon gibt es neue Mikrocontroller: Spezifischerweise arbeitet das Unternehmen an einer neuen Variante des PSoC, der „fortgeschrittene“ Unterstützung für Capsense mitbringt:
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Interessant ist, dass der Chip auch in einer AEC Q-100-zertifizierten Variante verfügbar sein wird. Die „Basisversion“ ist dabei schon jetzt verfügbar, während die zertifizierte Variante alsbaldig erwartet wird:
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Flux.AI: AI fortan auch zur Generierung von Footprints befähigt.
Die Erzeugung von Footprints ist und bleibt eines der „größten“ Ärgernisse im Leben des Elektronikers. Der Cloud-basierte PCB-Editor Flux.AI bietet dabei seit einiger Zeit verschiedene intelligente Funktionen an, die Datenblätter auswerten. Mit der vor wenigen Tagen angekündigten Funktion „finalisiert“ man das System - fortan ist es auch möglich, automatisiert Footprints aus Datenblatt-Informationen zu erzeugen.

Bildquelle: Flux.
Alps Alpine: wir verkaufen unsere ICs fortan auch “roh”
Alps Alpine ist unter Anderem für das umfangreiche Portfolio elektromechanischer Komponenten bekannt. Die in ihnen verbauten integrierten Schaltkreise plant man fortan auch “alleinstehend” anzubieten:
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ROHM: Thermodruckkopf mit 3,6 V Betriebsspannung
Rom entwickelt nicht nur Audio-Controller, sondern hat auch eine (durchaus erfolgreiche, aber wenig bekannte) Abteilung, die sich mit Druckköpfen für Thermo-Drucker auseinandersetzt. Mit dem KR2002-Q06N5AA steht nun ein neues Produkt am Start, das sich von seinen „Vorgängern“ durch die geringere Betriebsspannung und den geringeren Energieverbrauch auszeichnet.

Bildquelle: ROHM.
In der Ankündigung findet sich die folgende Passage:
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STMicroelectronics: Neuer TOF-Sensor mit kinectartiger Auflösung.
Microsofts Kinect machte Tiefenkameras „allgemein“ verfügbar. STMicroelectronics bietet in der ITOF-Produktfamilie seit längerer Zeit verschiedene „Analogons“ an - mit dem neu angekündigten XXX ist man nun in der Lage, Kinect-artige Auflösungen zu erreichen. Spezifischerweise verspricht STM in der Ankündigung folgende Leistungsmerkmale:
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Über die Verfügbarkeit wird derweil folgendes vermeldet:
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Literatur: Chip-Sicherheit
Zu guter Letzt sei die unter https://spectrum.ieee.org/hardwired-to-self-destruct bereitstehende Liste von Papers erwähnt, die sich mit Methoden zur “Absicherung” des auf Chips befindlichen IP gegen Reverse Engineering auseinandersetzt.




