Zum Monatsende gibt es Nachrichten aus der RISC/V-Welt: die quelloffene ISA ist vom Mikrocontroller über den FPGA bis zu Android am Vormarsch. Renesas liefert derweil einen Cortex M85-Mikrocontroller, während Microsoft Windows CE ins Altenteil schickt.
RISC/V: Android-Port und Kongress ante Portas.
Im Bereich der quelloffenen Mikrocontroller-Architektur gibt es mehrere Neuigkeiten. Erstens kündigt Google nun an, dass die (seit einiger Zeit laufenden) Arbeiten an der Android-Portierung für die quelloffene ISA erste Ergebnisse liefern. Spezifischerweise gibt es ab sofort Basis-Images, die in virtuellen Maschinen das „Anwerfen“ einer RISC-V-Variante von Android ermöglichen. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels gilt allerdings, dass der Funktionsumfang noch vergleichsweise ärmlich ausfällt:
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Außerdem steht der RISC/V Summit ante Portas. Verschiedenste Unternehmen von Canonical bis GigaDevice haben ihre Teilnahme zugesagt - wer sich selbst anmelden möchte und in Santa Clara ist, kann dies unter der URL https://events.linuxfoundation.org/riscv-summit/ tun.

Bildquelle: https://events.linuxfoundation.org/riscv-summit/
RISC/V-Emulator ermöglicht Scratch das Booten von Linux.
Der vergleichsweise „simple“ Aufbau einer grundlegenden RISC-V-ISA animiert Entwickler seit jeher zur Nutzung von Emulatoren. Im Zusammenspiel mit der immer besser werdenden Unterstützung im Linux-Kernel ist es - in der Theorie, aber auch in der Praxis - möglich, diese Emulatoren zur Ausführung von Linux heranzuziehen. Das wohl „wahnsinnigste“ Projekt steht unter der URL https://scratch.mit.edu/projects/892602496 bereit. Es nutzt einen für die Programmiersprache Scratch (das blockbasierte System) optimierten RISC-V-Emulator, um Linux zu starten.

Bildquelle: Autor.
Neben der extrem langen Startzeit findet sich auf der Webseite folgende Beschreibung:
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IAR: Educational-Lizenzen fortan kostenlos.
Im Piratenschiff macht man sich offensichtlich um Nachwuchs Sorgen. Unter der URL https://www.iar.com/educational kündigt der Anbieter von Kompilations-Werkzeugen nun an, sowohl für Arm als auch für RISC-V kostenlose Education-Lizenzen zur Verfügung zu stellen:
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Wer an einem Fortbildungsinstitut arbeitet und Kadetten oder Schüler unter Nutzung von IAR-Produkten ausbilden möchte, kann die Produkte fortan kostenlos nutzen. Weitere Informationen finden sich unter der oben genannten URL.
Gowin: Neue RISC-V-Kombinations-FPGAs.
Der FPGAs-Anbieter Gowin Semiconductor bietet mit der Arora V-Familie seit einiger Zeit FPGAs an, die neben dem klassischen FPGA-Bereich auch einen RISC-V-Mikrocontroller mitbringen.

BILDQUELLE: GoWin
In einer am 15. November stattfindenden Präsentation verspricht das Unternehmen, „neue“ Chip-Größenklassen anzubieten:
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Wer an diesen neuen Produkten Interesse hat, kann sich unter der URL https://register.gotowebinar.com/rt/8776656290389901150 für die kostenlose Teilnahme am Webinar anmelden.
Konjunktur im Chipmarkt scheint sich zu verlangsamen.
Obwohl SGS Thomson und Infineon durchaus gute Zahlen gemeldet haben, ist dies - schon jetzt - nicht mehr überall der Fall. Ein gutes Beispiel dafür ist die ON Semiconductor, deren Aktie in den letzten Stunden mehr als 20 % an Wert verlor.

Bildquelle: https://www.etoro.com/markets/on
Wie so gut wie alle anderen Halbleiter-Unternehmen wies auch ONSemi im Rahmen der Präsentation der Quartalszahlen darauf hin, dass es im vierten Quartal des Jahres „steil nach unten“ gehen würde. Diese Aussagen decken sich auch mit Informationen, die der Autor seit fast einem Jahr aus dem Bereich der Chip-Herstellerhardware zur Verfügung gestellt bekommt - im Bezug auf die Konjunktur im Halbleiterbereich kann es als empfehlenswert sein, im Moment an „guten“ Angeboten festzuhalten.
Sehr kleines Linux-Board auf Basis von Rockchip RV1103.
Die „Verkleinerung“ vollwertiger Linux-Boards geht immer weiter - mit dem Luckfox Pico Mini RV1103 steht nun eine Platine am Start, die ungefähr münzgroß ist.

Bildquelle: https://www.waveshare.com/luckfox-pico-min.htm?sku=25722.
Als Hauptprozessor kommt dabei ein Arm Cortex-Chip zum Einsatz, für die „Basisvariante“ werden folgende Spezifikationen genannt:
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Käuflich zu erwerben ist das Board in zwei Größen - um sieben Euro ohne Flashspeicher, um rund neun Euro mit Flash-Speicher. Weitere Informationen finden sich unter https://www.waveshare.com/luckfox-pico-min.htm?sku=25722.
Renesas: Mikrocontroller auf Basis von Arm Cortex-M85 lieferbar
Der japanische Chiphersteller Renesas setzt seit einiger Zeit „alles“ auf Arm - die Presseaussendung der Japaner fokussiert immer wieder darauf, dass die hauseigenen Chips „als erstes“ neue von Arm lancierte Mikroarchitekturen unterstützen. Mit dem RA8M1 setzt sich dieser Trend insofern fort, als es nun eine auf dem Cortex M85 basierende Variante des Chips im Portfolio gibt.

Bildquelle: Renesas.
Im Bereich der „sonstigen“ Spezifikationen verspricht man folgendes:
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Interessant ist außerdem, dass Renesas - schon jetzt - die Chips produktiv ausliefert:
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Windows CE – Ende der Updatepflege, Verkauf läuft weiter
Als letzte Meldung dieses Monats wollen wir uns von einem Evergreen verabschieden: Microsoft kündigt an, dass Windows CE ab sofort keine Updates mehr bekommt. In der Ankündigung findet sich allerdings auch ein Hinweis darauf, dass man in Redmond erstens bis 2028 weiter Geld für Windows CE nimmt und zweitens nicht plant, Windows CE „basierte“ Geräte zu deaktivieren:
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Interessant ist, dass Microsoft der „bezahlten Weiterpflege“ von Windows CE nicht interessiert gegenübersteht. Spezifischerweise weist die Ankündigung sogar darauf hin, dass selbst bei Bezahlung keine weitere Unterstützung zu erwarten ist:
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Insbesondere für ältere Knochen wie den Newsaffen ist dies traurig: Nach dem „Niedergang“ von Palm OS erwies sich Windows Mobile 5 als eine mehr als alternative attraktive „Alternative“ - Geräte wie das Sony Ericsson XPERIA X1 waren unvergessen, bis der immer schlechter werdende Kundensupport von Sony die Geräte (mutwillig) eliminierte. Deshalb ein Glas auf Windows Mobile.





