Terminkollisionen gehören in der Elektronikindustrie mittlerweile zum guten Ton. Parallel zur EmbeddedWorld haben sowohl Shenzhen Xunlong als auch Espressif neue Produkte vorgestellt. Xunlong erweitern die OrangePi 5-Linie um Varianten mit integriertem Funkmodul, während die auf der EmbeddedWorld präsente (!!!) Espressif ein an den Ur-ESP32 erinnerndes Modul mit einem Dual-Core-RISC/V lanciert.
ESP32-H4 – 96MHz-Dualcore mit Funkmodulen und Optimierungen für Bluetooth Audio
Gravierendes „Problem“ der ersten ESP32-Gehversuche war nur allzu oft die Arbeit mit den beiden Kernen: was anfangs für Aufwand und Ärger sorgte, erwies sich später als wertvoller Quell von Rechenleistung. Bisher gab es zweikernige Chips im Hause Espressif allerdings nur mit XTENSA-Kern – ein Zustand, dem der H4 abhilft.

Bildquelle: https://www.espressif.com. TSE EHN /en/news/ESP32-H4
Zu den Leistungsdaten des Kerns vermeldet Espressif folgendes:
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Interessant ist, dass die Ankündigung die besondere Eignung des Chips für die Arbeit mit Bluetooth bzw Bluetooth LE hervorhebt. Neben Bluetooth LE Audio implementiert man auch die als PAwR bezeichnete Ortungstechnologie:
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Im Bereich der GPIOs rüstet Espressif auf 35 auf, 14 davon unterstützen die hauseigene Touch-Technologie. Schade ist, dass sich im Bereich der Peripheriegeräte noch kein I3C findet:
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Als Arbeitsumgebung avisiert Espressif ESP_IDF, Unterstützung für das Matter-SDK aus dem eigenen Hause ist naturgemäß ebenfalls geplant. Schade ist, dass es keinerlei Angaben zur Verfügbarkeit gibt – wann das Produkt auf den Markt kommt, steht noch in den Sternen.
OrangePi 5 Pro – RK3588S und WiFi / Bluetooth
Der RK3855S bietet ob seiner big.LITTLE-Architektur in gut parallelisierbaren Workloads bis zu 50% mehr Performance als der am Raspberry Pi 5 verbaute Prozessor. Shenzhen Xunlong nutzte den Chip in der Vergangenheit beispielsweise am Beitrag "Orange Pi 5 Plus - Shenzhen Xunlongs Antwort!" – problematisch daran war, dass die Platine kein integriertes Funkmodul mitbrachte. Mit dem in den Abbildungen gezeigten neuen Prozessrechner wetzt Shenzhen Xunlong diese Scharte aus. Zu beachten ist, dass sich im Bezug auf das Pinout und die mechanischen Dimensionen Änderungen ergeben haben – die neue Variante ist mit keinem der OrangePi 5-Varianten baugleich.


Bildquelle: http://www.orangepi.org/html/hardWare/computerAndMicrocontrollers/details/Orange-Pi-5-Pro.html
Das wie OrangePi-üblich mit einer externen Antenne ausgestattete Funkmodul kommt aus dem Hause Ampak, spezifischerweise handelt es sich um das AP6256. Zu den Preisen berichtet der im Allgemeinen gut informierte Branchennewsdienst CNX folgendes – zu beachten ist, dass anfangs nur die 16GB-Variante in den Verkauf kommt:
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