Nach der Espressif DevCon gibt es Detailveröffentlichungen, die die praktische Nutzung der neu angekündigten Software zu illustrieren suchen. Außerdem gibt es Erweiterungen für die Raspberry Pi-Produktfamilie und einige andere Evaluationsboards; eine Anpassung des Gehäuses des Compute Module-Trägers könnte für Ärger sorgen. Was es sonst Neues (z.B. in Sachen SPE) gibt, verrät - wie immer - unser Round-Up.
Raspberry Pi – undokumentierte Anpassung der Hardware in Sachen Compute Module
All die Verfügbarkeitsversprechen nutzen wenig, wenn undokumentierte Änderungen die Abwärtskompatibilität ad Absurdum führen. Genau so etwas ist in Sachen Compute Module passiert – auf Reddit findet sich unter https://old.reddit.com/r/raspberry_pi/comments/1pgkbut/benchmark_for_the_official_cm5_io_rev2_and_rev2/ folgendes, durchaus interessantes Kommentar:
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SPE: nun mit mehr Energie-Lieferfähigkeit
Power over Ethernet erleichtert die Platzierung von Sensoren und anderen Kleinverbrauchern – bisher galt, dass die per Single Pair Ethernet lieferbare Energiemenge sehr beschränkt war. Unter https://profinews.com/2025/12/unified-single-pair-ethernet-standard-unlocks-new-opportunities/ findet sich nun die folgende Passage:
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ProfiNet 2.5 verfügbar
Wenige Minuten vor der Fertigstellung sendete die hinter ProfiNet stehende Spezifikation eine Meldung, dass die Version 2.5 des Protokolls durchspezifiziert ist. Weitere Informationen hierzu finden sich unter https://profinews.com/2025/12/profinet-v2-5-a-significant-step-toward-the-future/.
ESP RainMaker Phone App Development Kit - mit TypeScript zur Companion-App
Wer eine Companion-App realisiert, steht vor Problemen im Bereich der Verbindungseinrichtung - da mittlerweile eine Bluetooth LE-Bibliothek eines Drittanbieters zur Verfügung steht, hat sich .net und sein MAUI-GUI-Stack in diesem Bereich eine durchaus schöne Latifundie erwirtschaftet. Espressif möchte von diesem Kuchen nun ein Stück abhaben, und setzt auf die in der Abbildung gezeigte TypeScript-Architektur.

Bildquelle: https://developer.espressif.com/blog/2025/12/esp-rainmaker-phone-app-dev-kit/
In der Detailbeschreibung verkündet Espressif erstens die Verwendung von TypeScript und zweitens die „obligatorische“ Nutzung von Rainmaker - es dürfte mit dem SDK nicht möglich sein, komplette Standalone-Lösungen unter Nutzung der Bluetooth LE-Schnittstelle zu realisieren:
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ESP-ZeroCode - nun mit Dokumenten-Generator für RED DA.
Die Erfüllung der diversen EU-Vorschriften ist oft vor allem „Papierkrieg“, der in Großunternehmen“ ob seiner Wiederholbarkeit bald wegfällt bzw. an die Rechtsabteilung delegiert wird. Im Hause Espressif möchte man nun insofern für Waffengleichheit schaffen, als der ZeroCode-Codegenerator fortan auch zur Erzeugung dieser Dokumente befähigt ist. Spezifischerweise findet sich unter der URL https://developer.espressif.com/blog/2025/12/red_da_matter_esp_zerocode/ die folgende Ankündigung:
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Espressif, zur Dritten - AI-Assistenten-Framework und ESP-EDF-Buildkonfigurationen.
Im Bereich der “Ökosystem-Erweiterungen“ war Espressif auch sonst nicht faul. Unter der URL https://developer.espressif.com/blog/2025/12/cmake_presets/ findet sich die Beschreibung eines Konfigurationsmanagers, der - Ähnlichkeiten zum in Android Studio implementierten Flavour-System dürften rein zufällig sein - das Erzeugen von „Varianten“ von ESP32-Firmware erlaubt. Unter der URL v findet sich dann eine kurze Beschreibung des als Private AI Agents Platform bezeichneten Frameworks. Es handelt sich dabei um ein System, das die Realisierung von in der AWS-Cloud lebenden AI-Assistenten mit hauseigener Wissensbasis zu erleichtern sucht. Die grundlegende Architektur des Systems präsentiert sich dann wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: Espressif
WaveShare: HDMI-Breakout für Raspberry Pi 5
Die Nutzung von MicroHDMI-Ports ermöglicht Raspberry Pi höhere Packungsdichte am Prozessrechner, setzt in den meisten Labors allerdings die Verwendung von Adaptern voraus. Im Hause WaveShare bietet man nun ein System an, das - wie in der Abbildung gezeigtv - als eine Art Breakout Board zu fungieren gedenkt.

Bildquelle: https://www.waveshare.com/pi5-connector-adapter-c.htm
Wer das optionale Flachbandkabel einsteckt, kann auch eine SSD unterbringen - in diesem Fall präsentiert sich die Struktur wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: https://www.waveshare.com/pi5-connector-adapter-c.htm
Wer schon immer Ärger mit den MicroHDMI-Anschlüssen hatte, könnte hier eine attraktive Lösung finden - der Verkaufspreis von rund zehn Dollar plus Versand liegt nach Ansicht des Newsautors im erträglichen Rahmen.
WaveShare, zur Zweiten – 2.5 GBit-Internet für Raspberry Pi 5
Die Verfügbarkeit von preiswerten Ethernet-Controllern (Stichwort RTL8125) aus dem Hause RealTek animiert Anbieter von Raspberry Pi-Peripheriegeräten zur Erzeugung verschiedenster Erweiterungsplatinen, die der Nutzerschaft des Prozessrechners den Zugang zu schnelleren Ethernetverbindungen zu ebnen suchen. Das neuste Produkt stammt aus dem Hause WaveShare, und präsentiert sich wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: WaveShare.
Im offiziellen, unter der URL https://www.waveshare.com/pcie-to-2.5g-eth-board-c.htm bereitstehenden Store kostet die Platine dabei abermals zehn US-Dollar. Wer bequemeren Import schätzt, findet bei AliExpress verschiedenste Reseller, die allerdings etwas teurer sind - ein Beispielkandidat, der zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels nach Österreich verwendet, findet sich unter der URL https://s.click.aliexpress.com/e/_c3wmeI7b.
OLIMEX: HDMI-Outputdongle für ESP32-P4.
Espressif wird nicht müde, den ESP32-P4 als „Werkzeug zur Realisierung aller Arten von HMI“ zu bewerben. Mit ESP-HDMI steht seit einiger Zeit ein Referenzdesign zur Verfügung, das die Realisierung eines HDMI-Ausgangs aus den vorhandenen mi Pi-Schnittstellen ermöglicht. Im Hause OLIMEX gibt es nun ein auf dem Lontium Semiconductors LT8912B basierendes Board, das „schlüsselfertig“ zur Verfügung steht und sich wie in der Abbildung gezeigt präsentiert.

Bildquelle: https://www.olimex.com/Products/IoT/ESP32-P4/MIPI-HDMI/open-source-hardware
Der im Allgemeinen gut informierte Branchennewsdienst CNX bietet unter der URL https://www.cnx-software.com/2025/12/04/olimex-lt8912b-based-mipi-hdmi-adapter-board-adds-hdmi-output-to-the-esp32-p4-devkit-board/ die folgende Kompatibilitätsliste an, die das „Zusammenarbeiten“ der Erweiterung mit verschiedenen Drittanbieter-Evaluationsboards zum Thema hat:
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Nordic nRF7002 EBII - WiFi 6 für NRF54L-Entwicklungsboards
Nordic Semiconductor ist als Anbieter von Bluetooth-Chips präsent. Das Unternehmen bietet seit langer Zeit auch WLAN-Kompagnon-Chips an, die bei Bedarf das Hinzufügen der doch etwas energiehungrigen WLAN-Verbindung ermöglichen. Für die „neue“ nRF54-Familie steht nun eine Erweiterung zur Verfügung, die auf Basis des nRF7002-Chips Dual Band-WiFi 6 nachzurüsten sucht. Spezifischerweise gilt, dass sich die Platine - wie in der Abbildung gezeigt - direkt auf kompatible Evaluationsboards stecken lässt.

Bildquelle: https://docs.nordicsemi.com/bundle/ug_nrf7002_eb2/page/UG/nrf7002_EK/intro.html
Zur Bepreisung dieses Hilfsmittels schweigt sich Nordic Semiconductor derzeit noch aus. In der unter der URL https://www.nordicsemi.com/Nordic-news/2025/12/Nordic-Semiconductor-expands-nRF54L-Series-development-options-with-nRF7002-EBII bereitstehenden Ankündigung findet sich allerdings die folgende Passage, die das Verfügbarkeitsdatum verkündet:
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Linux-Kernel: mehr RISC/V und mehr I3C
Linux 6.19 bringt für Embedded-Entwickler die eine oder andere Neuigkeit. Erstens erweitert NXP die Unterstützung für I3C um den High Data Rate Mode, der - wie unter https://www.phoronix.com/news/I3C-HDR-Linux-6.19 en Detail beschrieben – schnellere Datenübertragung ermöglicht. Zweitens gibt es – siehe https://www.phoronix.com/news/Linux-6.19-RISC-V – Erweiterungen in Sachen Unterstützung für RISC/V-basierte SoCs.
Elektra Awards - Liste der Gewinner verfügbar.
Die insbesondere im angelsächsischen Bereich sehr populären Elektra-Awards haben vor wenigen Tagen ihre Gewinner angekündigt. Die Abbildung zeigt, wer einen Preis nach Hause schleifen durfte.

Bildquelle: Elektra Awards
Venture Capital: IGP kauft Marki Microwave
Danahers Übernahme von Tektronix und Fluke zeigte die Auswirkungen von Other Peoples Money auf Messtechnikfirmen – danach war einige Zeit Ruhe. Unter der URL https://www.microwavejournal.com/articles/45090-industrial-growth-partners-acquires-marki-microwave finden sich nun Informationen über eine weitere Kooperation:
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Lesestoff: Dmitry Grinberg portiert Palm OS
Wer – wie der Autor – mit Palm OS aufgewachsen ist, wird den unter https://dmitry.gr/?r=05.Projects&proj=27.%20rePalm#_TOC_663662b91f36a398f3dd1022569cb7e1 bereitstehenden Artikel interessant finden. Dmitry Grinberg präsentiert dort verschiedenste Informationen zur internen Architektur des Betriebssystems.







