Nach der Espressif Devcon ist vor den allgemeinen Neuigkeiten. Sowohl Keysight als auch Yokogawa erweitern ihr Oszilloskopportfolio, während Danaher umstrukturiert. Was es sonst neues gibt, verraten wir hier.
Doktor-Ingenieur Tietze verstorben
Dieser Nachrichten-Roundup beginnt mit einem Trauerfall: Der für den Klassiker Halbleiterschaltungstechnik verantwortliche mit Autor Doktor Tietze ist - wie in der Abbildung gezeigt - vor wenigen Tagen verstorben. Der Newsautor verneigt sich in Dankbarkeit und Respekt vor dem Lebenswerk.

Restrukturierung im Danaherreich
Das für Elektroniker vor allem als Eigentümer von Fluke, Keithley und Tektronix relevante Konglomerat danach er hat soeben angekündigt, seine unter dem Namen Fortive ausgegliederte Messtechniksparte abermals zu zerlegen. Spezifischerweise ist die Gründung einer neuen Firma namens NewCo geplant, in der die diversen für Elektroniker relevanten Unternehmen unterkommen:
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Yokogawa DLM3000HD – neues Automotive-Oszilloskop
Im Hause Yokogawa gibt es meßtechnischen Zuwachs. Die neueste Version des in der Abbildung gezeigten DLM3000 verbessert diverse Spezifikationen des seit 2018 im Markt befindlichen Geräts.

Bildquelle Instagram, via https://www.instagram.com/p/C_3FQKhNFXr/
Neben einer Erhöhung der Auflösung der AD-Wandler auf 12bit wurde auch die Speichertiefe verdoppelt - das Gerät hat nun einen Gigapunkt an Speicher. Interessant ist im Rahmen der Ankündigung außerdem der Hinweis auf „Optimierungen“ für den Automobileinsatz:
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Interessant ist übrigens auch die Begründung dafür, warum Yokogawa diese Oszilloskop-Serie „hochhausartig“ stapelt. Dabei handelt es sich laut mehrfach wiederholten Aussagen von Stand-Mitarbeitern um ein Entgegenkommen an die Realitäten des japanischen Immobilienmarkts - ein Oszilloskop mit dem Bildschirm „über“ den Bedienelementen nimmt am Schreibtisch weniger Platz auf.
KeySight InfiniiVision HD3 mit MegaZoom V-ASIC
Neu-Oszilloskop Nummero zwei stammt aus dem Hause Keysight: Die einst als HP-Messtechniksparte begonnene Unternehmen nehmen setzt nach wie vor auf einen proprietären ASIC, der nun in der fünften Version vorliegt. Die wichtigste Erweiterung ist der ADC, der nun eine Auflösung von 14 Bit abbildet. Unter https://www.youtube.com/watch?v=amxBD2WzEA4 findet sich ein - vergleichsweise langatmiges - Demonstrationsvideo, dass die laut Keysight von den höheren Modellreihen abgeleitete Benutzerschnittstelle en Detail vorführt. Im Bereich der sonstigen Spezifikationen gilt, dass die mit zwei und vier Kanälen verfügbaren Geräte in einem Bandbreiten-Bereich von 200MHz bis 1GHz angeboten werden - die beiden Abbildungen zeigen die „Preisbereiche“, die Keysight für die neuen Produkte aufruft.

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/HD302MSO%2F200

Bildquelle: https://www.oemsecrets.com/compare/HD304MSO%2F01G
Arduino CLI-Version 1.0 mit stabilen Interfaces verfügbar
Über die im Hause Arduino entwickelte Kommandozeilen-Umgebung haben wir in der Vergangenheit schon öfters berichtet - problematisch war bisher, dass die APIs ob des Beta-Zustands immer unter dem Vorbehalt potentieller Änderungen standen. Vor wenigen Tagen wurde nun die finale Version 1.0 angekündigt.

Bildquelle: https://blog.arduino.cc/2024/09/05/arduino-cli-1-0-is-out/
Interessant ist, dass sich die Blog-Ankündigung auf Version 1.0.4 bezieht - die eigentliche Version 1.0.0 wurde indes ohne jegliche Publizität vor rund zwei Monaten erstmals an User ausgeliefert.
iFixit steigt in den Markt „portabler Lötstationen“ ein
Der Anbieter von aller Herren Reparatur-Bauteile steigt nun - analog zum Goldsucher und den Schaufeln - in das Geschäft mit Lötstationen ein. Spezifischerweise bietet man die in der Abbildung gezeigte Produkt-Sammlung an.

Bildquelle: https://www.ifixit.com/fixhub-eu
Besonders interessant empfand der News-Autor dabei die Spezifikationen der als Portable Power Station bezeichneten mobilen Arbeitsstation:
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Segger und Arrow: „Verstärkung“ der jeweiligen Hardware-Konsultationsaktivitäten
Dass Arrow seit längerer Zeit auch alle Arten von Design-Dienstleistungen anbietet, dürfte den meisten Lesern nicht entgangen sein. Nun „bündelt“ das eigentlich für Elektronikdistribution zuständige Unternehmen seine diversen Beratungsdienstleistungen in Form einer neuen Firmengruppe namens TRIA, die sich auf ihrer Webseite gleich folgendermaßen beschreibt:
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Im Hause Segger plant man mit SDS Ähnliches. Spezifischerweise handelt es sich dabei um einen Designservice, der Nutzer der hauseigenen embOS-Plattform - wie in der Abbildung gezeigt - gegen Bezahlung bei der Finalisierung von Hardware und Software unter die Arme greift.

Bildquelle: https://www.segger.com/segger-design-service
Interessant ist außerdem, dass sich auf der Webseite des Segger Design Service eine durchaus interessante „Würdigung“ von Android und Linux findet:
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Nach Ansicht des News-Autors ist zu evaluieren, wie man als Nutzer der jeweiligen Unternehmens-Dienstleistungen auf diese Ankündigungen reagieren möchte. Die Praxis lehrt, dass es unintelligent ist, gegen einen „Schlüssellieferanten“ direkt zu konkurrieren - ein gutes Beispiel dafür wären die Abenteuer um Novell DOS (siehe https://en.wikipedia.org/wiki/AARD_code). Natürlich ist anzunehmen, dass sich die beiden hier genannten Unternehmen perfekt korrekt verhalten – in der Praxis sollte man bei der Risikoevaluation ganz analog zur Evaluation von Lebensgefährtinnen allerdings immer vom schlechtestmöglichsten ausgehen.
Bluetooth 6.0 mit Channel Sounding-Positionierungstechnologie verfügbar
Schon auf der EmbeddedWorld gab es am Stand von NXP Prototypen von Chips zu sehen, die die von der Bluetooth SIG vorangetriebene Positionierungstechnologie Channel Sounding implementierten. Nun gilt, dass die offizielle Spezifikation zum Download bereitsteht.

Bildquelle: https://www.bluetooth.com/specifications/specs/core-specification-6-0/.
Wie immer ist zu beachten, dass man beim Besuch der Bluetooth SIG mitunter zum Anlegen eines Accounts aufgefordert wird - die dabei angebotenen EULAs könnten Fußangeln enthalten, die eine Unterwerfung in die Bluetooth SIG-Zertifikationsprogramme auslösen könnten (siehe hierzu auch https://www.youtube.com/watch?v=EKxAVufqDVY und https://www.youtube.com/watch?v=Mh4mDn2cFDo).
Wer mehr Informationen zu den „allgemeinen“ Änderungen in der neuesten Version des Kurzstrecken-Funksystems erhalten möchte, kann dies unter der URL https://www.bluetooth.com/core-specification-6-feature-overview/ tun. Unter der URL https://www.bluetooth.com/channel-sounding-tech-overview/ findet sich eine „spezifizierte“ Variante, die einen Überblick über die technische Implementierung der weiter oben erwähnten Channel Sounding-Technologie bietet.
Infineon – 300mm-Wafers im GaN-Prozess
Im Hause Infineon gibt es Neuigkeiten im Bereich der Fertigung von GaN-Halbleitern – es ist der Siemens-Ausgründung erstmals gelungen, 300mm-Wafer zu verarbeiten. Diese Vorgehensweise ist auch deshalb sinnvoll, weil sich viele “Hilfsgeräte” aus der allgemeinen 300mm-Waferverarbeitung nun auch für GaN-Halbleiter anwenden lassen:
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Lesestoff: Von der Geschichte von STMicroelectronics
Wer vor der Wahnsinnskongresswoche ein wenig durchatmen möchte, sollte die URL https://www.asianometry.com/p/the-creation-of-stmicroelectronics besuchen. asianometry bietet dort einen lesenswerten Rückblick auf die (lange und verworrene) Entstehungsgeschichte von STMicroelectronics.
In eigener Sache
Der Nachrichtenautor wird nach derzeitigem Wetterinformationsstand sowohl am in Wien stattfindenden OSS (siehe https://events.linuxfoundation.org/open-source-summit-europe/) als auch auf der Intertabac zu Dortmund sein. Wer sich treffen möchte, soll jederzeit unter der E-Mail-Adresse tamhan aeht tamoggemon dott com Laut geben.







