Sowohl Espressif als auch Shenzhen Xunlong arbeiten an neuen Produkten, die mittlerweile – wenn auch in beschränkter Stückzahl – allgemein verfügbar werden. Hier zwei kurze Hands-On-Berichte zu ESP32-C5 und OrangePi RV2 samt Kauf- und Mitmachanleitungen und praktischen Hinweisen.
ESP32-C5 – Verfügbarkeit über Wireless-Tag, Programmierung mit ESP_IDF
Sowohl mit dem ESP32-C5 als auch mit dem ESP32-P4 hat man im Hause Espressif seine liebe Not – beide waren als Prototypen einige Zeit über wireless-tag erhältlich. Die Verfügbarkeit des P4 ist derzeit wieder pausiert (Auguren rechnen mit mindestens 120 Tagen Verspätung), während der C5 derzeit über https://www.alibaba.com/product-detail/esp32-esp32-c5-2-4G-5G_1601251918870.html?spm=a2747.product_manager.0.0.594871d2U01ATW zu erwerben ist. Das dort feilgebotene Produkt ist indes ein reines Modul – zu seiner Inbetriebnahme ist erstens eine Trägerplatine und zweitens ein USB-Seriell-Wandler erforderlich. Für zweiteres empfiehlt sich ein FT2232-MiniModule, während der Autor unter https://www.pcbway.com/project/shareproject/ESP32_C5_board_for_wireless_tag_modules_e850606a.html ein primitives Evaluationsboard hochgeladen hat. Im Prinzip handelt es sich dabei um eine Platine, die das Boot-Pin des ESP32 ansprechbar macht und so die Aktivierung des Bootloaders erlaubt. Das genaue Pinout des Moduls präsentiert sich wie in der folgenden Abbildung gezeigt; eigene Trägerdesigns sind natürlich erwünscht. Der Autor hat ein DXF-File mit dem Layout sowie eine T3001-Datei, und stellt diese auf Email-Anfrage zur Verfügung.

Bildquelle: Autor
Die Verbindung mit dem Kommandogerät erfolgt dann wie in der Abbildung gezeigt. Zu beachten ist, dass die 3V3-Quelle des MiniModule nicht zur Versorgung des ESP32 ausreicht, wenn dieser sein Funkmodul aktiviert.

Bildquelle: Autor
ESP32-C5 – Programmierung mit ESP_IDF
Für die Programmierung des resultierenden Boards ist eine brandaktuelle Version von IDF erforderlich – die im Repositorium befindliche Codebasis unterstützt diese in der Variante Master. Im Interesse der Stabilität ist es empfehlenswert, eine weitere Variante von ESP_IDF in einem eigenen Ordner herunterzuladen.
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Die restliche Installation verläuft dann im Allgemeinen so, wie man es erwarten würde. Wichtig ist lediglich, in install.sh nach folgendem Schema das Herunterladen der Tools für den C5 zu avisieren:
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Im eigentlichen Projekt ist es dann erforderlich, nach folgendem Schema den C5 als Zielsystem zu deklarieren:
Nach dieser Arbeit kann beispielsweise Hello World kompiliert werden, was zur in der Abbildung gezeigten Ausgabe führt.

Bildquelle: Tamoggemon Holding k.s.
ESP32-C5 – zu beachtendes!
Bei Verwendung des weiter oben genannten Moduls ist zu beachten, dass es sich dabei um Prototypenmaterial handelt. Im Rahmen der “Finalisierung” ist – siehe Screenshot – davon auszugehen, dass ESP_IDF diese Halbleiter nicht mehr weiter unterstützt.

Bildquelle: Tamoggemon Holding k.s.
Außerdem gibt es derzeit – wie in der Abbildung gezeigt – ein vergleichsweise umfangreiches Erratasheet zu beachten.

Bildquelle: Tamoggemon Holding k.s.
OrangePi RV2 – RISC/V, zur Zweiten
Mit dem RV2 schickt man im Hause OrangePi die zweite Variante eines auf RISC/V basierenden Einplatinencomputer ins Rennen. Intention ist nach wie vor das Ermöglichen von Experimentieren mit RISC/V-Linux, ohne dabei große Umkosten zu verursachen. Im Bereich der Hardware findet sich dabei – Stichwort eMMC-Modul und zwei M2-Speicherplätze – so ziemlich alles, was man als Anhänger des Industrial Computing begehrt.

Bildquelle: Tamoggemon Holding k.s.
Als Betriebssystem steht eine Variante von Ubuntu zur Verfügung, die sich wie in den Abbildungen gezeigt identifiziert.


Bildquelle: Tamoggemon Holding k.s.
OrangePi RV2 – der Fluch der fehlenden Pakete
Interessant ist, dass das Herunterladen von Paketen per apt-get eine Verbindung zur Cloud von Huawei herstellt – dies lässt sich beispielsweise anhand von iperf überprüfen:
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Nicht alle von ARMBian und Co bekannten Pakete stehen dabei auch für den RISC/V-Kern zur Verfügung. Ein prominentes “Fehlzeichen” ist Sysbench – wer das System selbst kompiliert, wird nach folgendem Schema abgewiesen:
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OrangePi RV2 – einige Benchmarks
In Ermangelung von SysBench sind nur einige kleinere Tests möglich. Erstens die Ergebnisse von iperf, die auf gute Ethernet-Performance hinweisen:
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Als zweiter Test bietet sich die Verwendung von Stress-Ng an. Das System ist zwar per Se kein Benchmark, zeigt aber, dass die acht Kerne identisch aufgebaut sind:
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OrangePi RV2 – GPIO-Experimente
Der GPIO-Header des RV2 ist nur 26 Pins groß, wird allerdings schon jetzt vollständig von WiringOPI unterstützt. Die Abbildung zeigt das GPIO-Komplement.

Bildquelle: Tamoggemon Holding k.s.
Für einen kleinen Rauchtest bietet sich dann folgendes Programm an:
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Lohn der Mühen ist das in der Abbildung gezeigte Schirmbild.

Bildquelle: Tamoggemon Holding k.s.











