News Quelloffene Spracherkennung, LoRA am Raspberry Pi, neue Jetson-Module uvam


von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Das Wochenende brachte der Embeddedwelt Neuerungen: sowohl für Linux als auch für Mikrocontroller stehen neue Spracherkennungssysteme zur Verfügung. Introspect Technologies lanciert einen “Logikanalysator” für DDR-Speicher – was es sonst Neues gibt, verraten wir hier.

Uptoniten-News: Liste von LoRa-Erweiterungen für Raspberry Pi veröffentlicht

Trotz aktiver Versuche im Hause Fraunhofer – Stichwort Mioty – gilt, dass LoRa und die diversen dazugehörigen Technologien wie Meshtastic insbesondere im Maker-Bereich nicht mehr wirklich zu stoppen sind. Interessant ist, dass man im Hause der Uptoniten bisher nur vergleichsweise wenig diesbezügliche Hardware vorstellte.

Im offiziellen Blog der Raspberry-Pi-Anhängerschaft erschien vor wenigen Stunden ein durchaus interessanter Artikel, der – wie in der Abbildung gezeigt – verschiedenste LoRa-Drittanbieterhardware vorzustellen sucht.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/lora-radio-communication-devices-for-raspberry-pi/

Obwohl dies natürlich keinesfalls als „Vorankündigung“ gelesen werden soll, ist trotzdem interessant, dass die Uptoniten Fährte aufnehmen. Wie sich dies langfristig auswirkt, steht noch in den Sternen.

pico-usb-wifi – Raspberry Pi Pico als USB-WLAN-Adapter

Die als Bildquelle angeführte GitLab-URL führt zu einem durchaus interessanten Projekt, das den Raspberry Pi Pico in der W-Variante als treiberloses USB-zu-Wi-Fi-Dongle nutzbar macht.

Bildquelle: https://gitlab.com/baiyibai/pico-usb-wifi

Interessant ist, dass das System aufgrund der Art der Realisierung des USB-Interfaces ohne hostseitige Treiber für den Infineon-Chip ans Ziel zu gelangen verspricht. Weitere Informationen finden sich im Quellcode.

Angriffe auf Rohde-&-Schwarz-Firmware unter Nutzung künstlicher Intelligenz

Der von Rohde & Schwarz entwickelte AMIQ mag nicht mehr aktiv unterstützt werden, ist im Labor aber nach wie vor nützlich. Vor einigen Wochen kam ein Entwickler auf den Gedanken, das Cracken der in der Firmware implementierten Optionsverwaltung an ein KI-Modell auszulagern.

Bildquelle: https://tomverbeure.github.io/2026/04/12/AMIQ-License-Key-Generation.html

An dieser Stelle sei nur noch so viel verraten, dass das Experiment höchst erfolgreich verlief – weitere Informationen finden sich unter der als Bildquelle angegebenen URL.

Rochester und Qorvo arbeiten zusammen

Wer in der Vergangenheit beispielsweise Bauteile aus dem Hause Active-Semi verwendet hat, erfuhr nach der „Übernahme“ durch Qorvo die wahre Bedeutung des Wortes „Qorvo Cares“. Nun wurde eine Meldung verschickt, nach der sich der Obsoleszenz-Spezialist Rochester fortan auch um das Qorvo-Portfolio kümmern würde. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Newsmeldung gilt allerdings, dass sich hinter dieser Meldung nur vergleichsweise wenig Fleisch verbirgt – die Abbildung zeigt, was derzeit zur Verfügung steht.

Bildquelle: https://www.rocelec.com/category/all-parts?manufacturer=Qorvo

Zephyr Developer Summit 2026 in Prag

Wer im Oktober noch nichts vorhat und sich für die „Weiterentwicklung“ von Zephyr interessiert, sollte versuchen, an der OSS teilzunehmen. Das Zephyr-Entwicklerteam hat nämlich angekündigt, dass im Rahmen der OSS auch ein Zephyr-Entwicklertreffen geplant ist beziehungsweise stattfinden wird.

Bildquelle: https://events.linuxfoundation.org/open-source-summit-europe/

NVIDIA Jetson T2000 / T3000 leaken via AAEON

Die NVIDIA-Jetson-Module haben sich aufgrund ihrer Rechenleistung und der exzellenten Integration in das CUDA-Ökosystem mittlerweile in verschiedensten Embedded-Aufgaben gut etabliert. Mit dem T2000 und dem T3000 sind nun „preiswertere“ Varianten geplant, die für verschiedenste Robotikanwendungen vorgesehen sind. Interessant beziehungsweise pikant an der Sache ist, dass es von NVIDIA selbst bisher noch keine offiziellen Informationen zur Thematik gibt. Die in der Abbildungstabelle gezeigten Spezifikationen der beiden Neulinge fand ein aufmerksamer Mitarbeiter des Branchennewsdienstes CNX Software stattdessen beim Prozessrechnerhersteller AAEON.

Bildquelle: https://www.cnx-software.com/2026/07/16/nvidia-jetson-t2000-and-t3000-modules-for-edge-ai-and-robotics-applications/

Wie im Fall vieler Leaks stellt sich natürlich auch hier die Frage, ob dies nicht intendiert war. Interessierte Personen finden bei der Quelle jedenfalls mehr Lesenswertes.

Ungarn: Anpassungen im Frequenznutzungsplan für 4-GHz-Applikationen

Auch in Ungarn gibt es manchmal „legislative Änderungen“, die den Elektroniker beziehungsweise Amateurfunker interessieren. Die im Allgemeinen gut informierte internationale Anwaltskanzlei Schönherr berichtet unter der URL https://www.schoenherr.eu/content/digital-law-monitor-2-2026 jedenfalls nach folgendem Schema über eine Anpassung des Frequenznutzungsplans:

1
·       Decree No. 7/2026. (V.26.) of the President of the National Media and Infocommunications Authority (NMHH) amending NMHH Decree No. 1/2011. (III.31.) on radio spectrum reservation and usage fees was published in the Hungarian Gazette No. 2026/58 on 26 May 2026. The NMHH Decree establishes radio spectrum fees for newly planned radio applications and designated frequency bands and refines the existing fee determination rules. Most notably, it introduces a new dedicated fee regime for wireless broadband (WBB) local networks in the 41004200 MHz band, clarifies the scope of exemptions, and updates related terminology and annexes.

NVIDIA: Analyse zur Auswirkung von Display-Refresh-Raten auf Spieler

Dass im Bereich der Aktualisierungsrate von Displays seit längerer Zeit ein Krieg zwischen den Herstellern tobt, dürfte im Allgemeinen bekannt sein. Im Hause LG hat man nun versucht, die Auswirkungen zu „quantifizieren“. Spezifischerweise berichtet man unter der URL https://news.lgdisplay.com/en/2026/07/lg-display-reveals-experimental-study-results-ongaming-oled-performance/?ckattempt=1 nach folgendem Schema über die Ergebnisse:

1
For the experiment, 31 aaah ddu u ldd (Änderung durch Autor) males described as general gamers experienced four different refresh rates  60Hz, 240Hz, 360Hz, and 480Hz  in random order while playing a first-person shooter (FPS) game. Quantitative indicators included hit score (number of successful hits) and event interval time (time elapsed from target appearance to elimination), while qualitative indicators included smoothness, ease of tracking, and overall preference.
2
In terms of hit score, the gamers win rate improved by 38% at the highest level of 480Hz compared to the lowest level of 60Hz.
3
Despite significant gains being achieved even at 240Hz, the win rate increased by an additional 10% at 480Hz. This indicates that gaming performance continues to scale consistently as the refresh rate increases.

Im Hintergrund steht außerdem ein durchaus umfangreiches PDF-Paper zur Verfügung, das zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Newsmeldung unter der URL https://research.nvidia.com/publication/2026-06_monitor-refresh-rate-impacts-fps-video-gamers-perceptions-display-smoothness bei NVIDIA kostenlos heruntergeladen werden kann.

Arduino: Hervorhebung eines Designs für eine automatisierte Styropor-Schneidemaschine

Bei der Erzeugung von Drohnen und Co. kann es sehr hilfreich sein, Flügelkomponenten aus Styropor zu schneiden. Im Blog des Arduino-Entwicklerteams findet sich nun ein Verweis auf die in der Abbildung gezeigte Baubeschreibung, die eine automatisierte und nach Ansicht des Autors sehr leistungsfähige Schneidemaschine realisiert.

Bildquelle: https://blog.arduino.cc/2026/07/16/this-cnc-hot-wire-cutter-was-created-specifically-for-making-airplane-wings/

Espressif: esp-aliro-SDK für Aliro angekündigt

Im Hause Espressif arbeitet man permanent daran, die „Integration“ der hauseigenen Mikrocontroller in die diversen im Smart-Home-Bereich beliebten Ökosysteme zu erleichtern. Nun steht ein neues SDK zur Verfügung, das sich mit der Aliro-Technologie auseinanderzusetzen sucht.

Bildquelle: https://github.com/espressif/esp-aliro/tree/main

Spracherkennungstechnisches, Teil 1 – Vocalinux für unixoide Betriebssysteme

Nach dem „Zusammenbruch“ von Lernout & Hauspie gilt, dass die Spracherkennung am Desktop für „Neueinsteiger“ nur wenig attraktiv erscheint. Der im Allgemeinen gut informierte Branchennewsdienst Phoronix berichtet nun – wie in der Abbildung gezeigt – über das Erscheinen eines „neuartigen“ Spracherkennungssystems, das sich vollständig und ausschließlich auf die Bedürfnisse von Linux-Nutzern richtet.

Bildquelle: https://www.phoronix.com/news/Vocalinux-0.14-Beta

Trotz des noch vergleichsweise frühen Entwicklungsstands des Systems gilt schon jetzt, dass herstellerunabhängige Hardware- beziehungsweise GPU-Beschleunigung zur Verfügung steht.

Spracherkennungstechnisches, Teil 2 – Moonshine als „Wake-Word-SDK“ für Mikrocontroller

Während Systeme wie Lernout & Hauspie Dragon die vollständige Spracherkennung zum Ziel haben, gibt es auch verschiedene Aufgaben, die mit einem reduzierten Funktionsumfang zurechtkommen. Moonshine kümmert sich um diese – als Referenzplattform dient ein RP2350.

Bildquelle: https://github.com/moonshine-ai/moonshine/tree/main/micro.

Introspect M7030 DDR/LPDDR Protocol Analyzer zur Analyse des Systemverhaltens moderner DDR-Interfaces

Einer der wichtigsten Anwendungsszenarien von TLA- und HP 16900-Logikanalysatoren war die Realisierung von Speicherinterfaces. Da sowohl der Danaher-Konzern als auch Keysight an der Logikanalyse nur noch wenig Interesse verspüren, streben nun spezialisierte Anbieter in den Markt.

Bildquelle: https://introspect.ca/product/m7030-ddr-lpddr-protocol-analyzer/

: Bearbeitet durch NewsPoster
Beitrag #8075868 wurde vom Autor gelöscht.
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Trotz aktiver Versuche im Hause Fraunhofer – Stichwort Mioty – gilt,
> dass LoRa und die diversen dazugehörigen Technologien wie
> Meshtastic insbesondere im Maker-Bereich nicht mehr wirklich
> zu stoppen sind.

Naja, Bastler sind ja ganz nett, bin ja auch einer, aber viel wichtiger, 
ich hab jetzt schon mehrmals industrielle Messtechnik mit Lora in den 
Fingern gehabt. Wenn man bedenkt wie konservativ und lahm die Branche 
ist, immer noch gerne 4-20mA von 1970, dann heisst das wohl das der Zug 
da abgefahren ist. Lora ist Standard und fertig.

Oder auch das ST sich genoetigt hat einen Chip von Semtec in ihre MCUs 
zu integrieren. Denke das sagt auch schon einiges...

Vanye
: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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Tam H. schrieb:
> Im Hintergrund steht außerdem ein durchaus umfangreiches PDF-Paper zur
> Verfügung, das zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Newsmeldung unter der
> URL
> 
https://research.nvidia.com/publication/2026-06_monitor-refresh-rate-impacts-fps-video-gamers-perceptions-display-smoothness
> bei NVIDIA kostenlos heruntergeladen werden kann.

Da wäre auch ein Video dazu nett gewesen. So grundsätzlich ist die 
Sachlage eher trivial - man kennt doch so einige Zusammenhänge schon vom 
Diablo2 Spiel.
von Jemin K. (jkam)


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Wie immer ganz herzlichen Dank für Deine tollen Beiträge hier! 👍🏻👽
von Alexander W. (Firma: AW-Elektronik) (alexanderwalter)



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Tam H. schrieb:
> Liste von LoRa-Erweiterungen für Raspberry Pi veröffentlicht

Freunde der Technik, ich grüße Euch!

Ich mach einfach mal die Quellcodes:
https://github.com/loraham

Unter:
https://github.com/LoRaHAM/LoRaHAM_Daemon
gibt es einen fertigen Gerätetreiber unter Linux (Raspberry Pi OS) für 
LoRa-Module.

Passende (und getestete) Hardware:
https://www.loraham.de/

Das
https://www.loraham.de/produkt/loraham-cartridge/
wird direkt in einen Pi400/Pi500 gesteckt und das
https://www.loraham.de/produkt/loraham-pi/
wird auf einen Raspberry Pi 2/3/4/5 gesteckt (1 nicht getestet).

Cartridge und Pi HAT sind beide pinkompatibel und werden direkt vom 
Treiber (Daemon) unterstützt!

73!
: Bearbeitet durch User
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