Im Hause Raspberry Pi gibt es einen offiziellen Programmiersockel für das CM5, während die Speicherkrise im Hause Pine für Unruhe sorgt. NXP lanciert einen neuen Microcontroller für Ethernetanwendungen, während ROHM im Terahertzbereich forscht. Was es sonst Neues gibt, vermelden wir hier.
Raspberry Pi: Programmieradapter für CM5
Prozessrechnerflotten sind so lange lustig, bis es an die effiziente Provisionierung geht. Im Hause Raspberry Pi gibt es nun einen – wohl von Eloprint inspirierten Programmieradapter, der CM5-Module ohne den sonst notwendigen Umweg über ein Carrier Board provisioniert.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/introducing-the-raspberry-pi-compute-module-5-programming-jig/
Technisch präsentiert sich das System dabei wie in der Abbildung gezeigt. Das zu belästigende Modul

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/introducing-the-raspberry-pi-compute-module-5-programming-jig/
Unter https://www.jeffgeerling.com/blog/2026/cm5-programming-jig/ und https://www.cnx-software.com/2026/08/19/raspberry-pi-compute-module-5-gets-an-official-programming-jig/ finden sich Hands On-Berichte zum System. Wie immer gilt, dass die Uptoniten ihre eigenen Distributoren zuerst beliefern. Unter der offiziellen Bauteilnummer SC2357 findet sich bei klassischen Distributoren derzeit – wie unter https://www.oemsecrets.com/compare/SC2357 ersichtlich – kein Lagerbestand.
PINE: Linux-Hardwareherstellung pausiert
Die meisten Hersteller von Einplatinencomputern erhöhen ihre Preise aufgrund der Speicherkrise. Im Hause PINE entschied man sich für eine andere Vorgehensweise: die Fertigung aller linuxbasierten Rechner ist auf absehbare Zeit pausiert.

Bildquelle: https://t.me/PINE64_News/288
Zu beachten ist, dass die Restbestände bei Distributoren normal abverkauft werden...
Offizielle Google Chrome-Version für arm64 leakt
Die meisten Prozessrechner auf Basis eines ARM-Kerns nutzen Chromium als Browserengine: der “alleinstehende Renderingkern” unterscheidet sich insofern von der auf X64 geläufigen Variante, als verschiedene Komfortfunktionen bzw Google-Dienste nicht implementiert sind. Per se plant Big G dabei seit einiger Zeit, eine ARM-Variante von Google Chrome für Linux anzubieten. CNX berichtet nun darüber, dass diese durch Manipulation der Download-URL beschafft werden kann.

Weitere Informationen zum Handling finden sich in der als Bildquelle angegebenen URL.
Luckfox Lyra PLC – RockChip-basierte SPS samt Informationen zum Sanktionshandling im Hause RockChip
RockChip hat sich mit Systemen wie dem OrangePi 6 Pro (siehe https://youtu.be/RyxSWJNOACw) eine durchaus erhebliche Stellung im Prozessrechnerbereich erarbeitet. Seit einigen Jahren gibt es allerdings permanent Gerüchte, dass sich der Hersteller aus diesem auch für UAV und Co geeigneten Bereich aus Sanktionsangst zurückzuziehen gedenkt. Weitere Informationen hierzu erfährt die Nutzerschaft im Rahmen der Auslieferung der auf einem RK3506B basierenden und in der Abbildung gezeigten Linux-SPS – aus hardwaretechnischer Sicht ist vor Allem der kleine Touchscreen auf der Vorderseite interessant.

Bildquelle: https://s.click.aliexpress.com/e/_c3kTvVCx
Interessant ist, dass die Produktbeschreibung die folgende und sehr eindeutige Passage enthält:
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NXP MCX A5 – Hardware-Sicherheitselement und 10BASE-T1S
Dass AI-Anwendungen durch vergiftete oder manipulierte Daten angegriffen werden können, ist per Se nichts Neues. NXP lanciert nun eine neue MCU, die auf die Absicherung von “industrieller Kommunikation aller Spielarten” optimiert ist. Aus technischer Sicht präsentiert sich das Bauteil wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: https://www.nxp.com/products/MCX-A5
Als erstes Schlüsselfeature hebt man die Vereinfachung im Bereich industrieller Vernetzung hervor – spezifischerweise findet sich unter https://www.nxp.com/company/about-nxp/smarter-world-blog/BL-SECURE-INDUSTRIAL-CONNECTIVITY-MCX-A5 folgende Passage:
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Die offizielle Verfügbarwerdung ist für das vierte Quartal des Jahres geplant. Mit dem FRDM-MCXA577 soll es auch eine in der FRDM-Serie ansässige Evaluationsplatine geben. Eine OEMSecrets-Preisanalyse (siehe https://www.oemsecrets.com/compare/FRDM-MCXA577) ergibt zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Newsmeldung allerdings noch keinerlei Listings.
Interessant ist außerdem, dass sich in der Ankündigung ein nach folgendem Schema aufgebauter Hat Tip an die Rust-Community wiederfindet:
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RUST am Weg auf die GPU
Der im Allgemeinen gut informierte Branchennewsdienst Phoronix berichtet unter https://www.phoronix.com/news/LLVM-Offload-Rust-Performance nach folgendem Schema über einen Versuch, RUST auf der GPU zur Ausführung zu bringen:
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Sinn dieses – auf den ersten Blick wenig sinnvollen – Verfahrens ist, dass die resultierenden Systeme auch im GPU-Teil ohne “raw pointers” auskommen sollen – zumindest in der Theorie stellt dies einen Sicherheitsvorteil dar.
Raspberry Pi x Google – LiteRT zur effizienten Ausführung von AI-Modellen
Dass die Uptoniten ihre Zukunft seit einigen Jahren auch im Bereich der AI-Modelle sehen, dürfte Leser von ucnet nicht wirklich überraschen. Google bietet mit LiteRT eine Runtime an, die AI-Modelle auf resourcenarmen Systemen zur Ausführung bringen soll. Im Raspberry Pi-Blog wächst nun zusammen, was zusammen gehört. Geneigte Leser finden unter https://www.raspberrypi.com/news/mastering-edge-ai-on-raspberry-pi-with-litert-and-gemma/ und https://www.raspberrypi.com/news/get-started-with-litert-on-raspberry-pi/ eine Artikelserie, die die Inbetriebnahme und praktische Verwendung illustriert.
PyBLE – MicroPython-Programmierung über Bluetooth LE
Desto niederschwelliger der Zugang zu einem Programmiersystem, desto bereitwilliger wird es – im Allgemeinen – von Kadetten und Schülern akzeptiert. An der Chulalongkorn-Universität zu Thailand arbeitet man seit einiger Zeit an einem System, in dem die Übertragung von MicroPython bzw Sketch-Code per Bluetooth LE erfolgt. Aus systemtechnischer Sicht präsentiert sich die Architektur der Software wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: https://github.com/PyBLE-dev/PyBLE/blob/main/docs/specifications/architecture.md
Zu beachten ist, dass das System derzeit noch in der Testphase ist – die Android-Applikation muss man zum Beispiel noch selbst kompilieren.
ROHM: mehr Ausgangsleistung für den Terahertz-Wellengenerator
Wenig bekannt ist, dass ROHM seit fast 20 Jahren auch im Bereich Terahertz-Wellen aktiv ist. Nun kündigt man eine neue Version der hauseigenen Hardware an, die vor Allem durch wesentlich höhere Ausgangsleistung beeindrucken soll.

Bildquelle, beide: https://www.presseagentur.com/rohm/detail.php?pr_id=7772&lang=en
Zu Leistungsdaten und Einsatzzweck vermeldet man folgendes:
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Interessant sind auch die Verfügbarkeitsdaten, die sich folgendermaßen präsentieren:
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HOLT – IP-Cores für MIL-STD-1553/1760
Dass man sich im Hause HOLT mit den diversen Bustranscievern für MIL-STD-Protokolle eine wunderbare Latifundie beschafft hat, ist nicht unbedingt neu. Interessant (und dem Autor bisher unbekannt) war, dass das Unternehmen auch – wie in der Abbildung gezeigt – eine Flotte von Softcores im Programm hat.

Bildquelle: https://www.holtic.com/mil-std-1553-ip-core
Aus der Community: Fachbuch veröffentlicht
Ein – dank Google Translate fleißig mitlesender – Kompatriot von ucnet hat ein Fachbuch veröffentlicht, das sich mit den diversen Aspekten des Betriebs von 4G- und 5G-Modulen auseinandersetzt.

Bildquelle: Autor
Wer einen tieferen Einblick in das Werk werfen möchte, findet unter https://youtu.be/rVyj0T1rH8k eine Rezension im Videoformat.
Lesestoff, zur Zweiten – Nutzung von FFT zur Ermittlung von Rippleströmen
Dass Rippleströme die Erwärmung (und damit die Zuverlässigkeit) von Kondensatoren direkt beeinflussen, wollen wir unter Lesern von mikrocontroller.net als bekannt voraussetzen, Analog Devices stellt nun einen durchaus umfangreichen Artikel online, der – wie in der Abbildung gezeigt – die Ermittlung der Ripplestromkomponenten unter Verwendung der FFT illustriert.

Bildquelle: https://www.analog.com/en/resources/technical-articles/using-fft-analysis-function-of-ltspice.html?











