Hallo,
im Datenblatt finde ich leider kein Prinzipschaltbild vom Innenleben des
LED Controllers.
Ich frage mich, ob hier tatsächlich Konstantstromquellen verbaut sind,
oder die Strombegrenzung über Vorwiderstände realisiert ist?
Wenn ich einen längeren LED Streifen absichtlich nur von einer Seite
versorge habe ich das Gefühl dass die LEDs über die Streifenlänge linear
dunkler werden.
Eine Konstantstromquelle würde den Spannungsabfall im Streifen ja über
einen gewissen Bereich abfangen, oder irre ich?
Müsste es aufgrund der unterschiedlichen Flussspannungen von R/G/B nicht
auch eine Farbverschiebung geben, weil blau als erstes schwächer wird?
Konnte ich nicht feststellen, es sieht so aus als würden die LEDs
einfach dunkler werden.
Gruß Sven
Die Helligkeit einer WS2812 ist stark abhängig von der Spannung. Ich
denke mal, dass hier aufgrund der PWM-Steuerung keine
Konstantstromquellen verbaut sind. Besonders bei Stripes ist das zu
sehen, wenn sie nur von einer Seite mit Strom versorgt werden. Und hier
merkt man auch ganz deutlich, dass der Farbton von weiß nach gelblich
wechselt, was darauf hin deutet, dass Blau als erstes schwächer wird.
WS2811 Datenblatt kann ich erst daheim checken...
Erst dachte ich es würde vielleicht was bringen die Spannung am Stripe
Eingang bis auf den zulässigen Höchstwert aufzudrehen statt die nominal
5v einzuspeisen. Dann hätten die KSQ mehr Luft gehabt.
Wenn keine KSQ verbaut sind bringt das aber nichts... die relativen
Helligkeitsunterschiede bleiben.
Sven schrieb:> Wenn ich einen längeren LED Streifen absichtlich nur von einer Seite> versorge habe ich das Gefühl dass die LEDs über die Streifenlänge linear> dunkler werden.
kann sein, das Band ist ja nicht extrem niederohmig.
Wieviel ist bei dir lang ?
Ich habe meine Wordclock erst mal mit 117 LED in 10/11 Streifen gelötet
aber an jedem Streifen eine Einspeisung mit 0,14mm² Schaltdraht von +
von links und - von rechts aus 1,5mm² mit möglichst gleichen Abständen
und kann das nicht bestätigen.
Ich würde ja an verschiedenen Stellen weitere 5V + & - einspeisen
Meine Frage entstand mehr aus theoretischem Interesse als aus
praktischer Notwendigkeit.
Ich habe hier einen 4m Strip mit 240 LEDs. Geplant hatte ich Einspeisung
an beiden Enden und einmal in der Mitte. Mittlerweile, nach längerer
Experimentierphase, denke ich dass ich auf die Mitteleinspeisung
verzichten werde, vermutlich wird es sogar reichen nur an einer Seite
einzuspeisen.
Allerdings muss ich dazusagen dass ich mir die Strips nicht gekauft habe
um damit volle Leistung Weiß zu beleuchten. Es geht um Effekte, bei
denen immer nur eine Teilmenge der LEDs aktiv ist.
Bei einer Word Clock leuchten vermutlich ja auch niemals alle LEDs volle
Helligkeit weiß.
Ich werde meine Stromversorgung (Netzteil & Zuleitung) nicht für den
theoretischen Worst Case auslegen, sondern auf die bei mir praktisch
vorkommenden Ströme.
Sven schrieb:> Ich habe hier einen 4m Strip mit 240 LEDs.
Dann rechne nach: Jede einzelne Farbe jeder einzelnen LED zieht bei
Vollaussteuerung ca. 20mA. Macht 60mA pro LED und somit 14,4A, wenn alle
LEDs auf 100% angesteuert sind. Und nun schau auf den Stripe, wieviel
Querschnitt in mm² die Versorgungsleitungen schätzungsweise haben. Dann
mußt du dich bei einseitiger Speisung nicht mehr über nachlassende
Helligkeit wundern. Selbst mit 50% Aussteuerung wäre der Strom noch viel
zu hoch für die dünnen Leiterzüge.
Danke, ich war aber gar nicht verwundert. Die Grundrechenarten sind mir
bekannt :-)
Verwundert war ich über die gleichmässige Helligkeitsabnahme da ich KSQ
erwartet hatte.
Sven schrieb:> Verwundert war ich über die gleichmässige Helligkeitsabnahme da ich KSQ> erwartet hatte.
wieso wundert dich das wenn der Strom mangels Spannung nicht aufrecht
erhalten werden kann ?
Ich habe hier 400 LEDs mit LPD8806 im Treppenhaus, die musste ich auch
in der Mitte versorgen weil sonst das Ende nicht mehr genug Saft bekam.
Ich vermute auch dass die Versorgungsleitungen nicht dick genug sind.
Gibt es hierzu eigentlich eine abschließende Erkenntnis?
Der WS2811 hat ja in der Tat eine Konstantstromquelle verbaut (sonst
könnte er nicht drei LEDs in Reihe treiben, siehe Applikationsbeispiel).
Wenn das beim WS2812b ebenfalls der Fall wäre, sollte er doch (in
Grenzen) die Spannungsunterschiede ausgleichen können?
Werde das mal mit einem WS2812 nachher testen. Wenn tatsächlich eine
Konstantstromquelle verbaut ist, sollte ja die Stromaufnahme mit
sinkender Versorgungsspannung in etwa gleich bleiben.
Grüße
Markus
Markus M. schrieb:> Wenn das beim WS2812b ebenfalls der Fall wäre, sollte er doch (in> Grenzen) die Spannungsunterschiede ausgleichen können?>> Werde das mal mit einem WS2812 nachher testen. Wenn tatsächlich eine> Konstantstromquelle verbaut ist, sollte ja die Stromaufnahme mit> sinkender Versorgungsspannung in etwa gleich bleiben.
komisch ist der schon, habe 110 LEDs an einem 4A Netzteil und merke nix
obwohl der eigentlich 6A brauchen sollte, aber es fliessen auch nur
gemessene 4A, aber OK was ich nicht gemessen hatte war die Spannung, nur
speise ich an beiden Enden jeder 10 LED Stripe ein, alle 110 nur
einseitig einzuspeisen wäre mir zu unsicher.
...also nach meinem Test mit 5x WS2812 (ohne B) kann es eigentlich keine
KSQ sein:
- Stromaufnahme von 5 LEDs mit einem bestimmten Muster an 5V ca. 80mA
- Veränderung der Versorgungsspannung auf 4V: Helligkeit nimmt sichtbar
ab, Strom sinkt auf 45mA
Markus M. schrieb:> - Veränderung der Versorgungsspannung auf 4V: Helligkeit nimmt sichtbar> ab, Strom sinkt auf 45mA
An einer baluen LED fallen ca. 3.2V ab, was wenn die KSQ mehr als 0.8V
braucht um korrekt zu arbeiten?
Laut Datenblatt ist die WS2812 für eine Betriebsspannung von 6-7V
spezifiziert, betrieben werden sie i.d.R. mit 5V. Prinzipbedingt (keine
Induktivität vorhanden) kann die KSQ eigentlich nur als simple PWM
gelöst sein. Die Flußspannungen der blauen und grünen LEDs liegen über
3V und an den Schalttransistoren fallen sicher auch nochmal einige 100mV
ab. So betrachtet wird es sehr eng, wenn die Speisespannung deutlich
unter 5V absinkt.
Markus M. schrieb:> ...also nach meinem Test mit 5x WS2812 (ohne B) kann es eigentlich keine> KSQ sein:>> - Stromaufnahme von 5 LEDs mit einem bestimmten Muster an 5V ca. 80mA>> - Veränderung der Versorgungsspannung auf 4V: Helligkeit nimmt sichtbar> ab, Strom sinkt auf 45mA
und was soll das?
die sind für 5V spezifiziert und nicht für 4V
Du kannst auch nicht mal eben dein Essen auf Gras umstellen, dir fehlt
der Vormagen.
Hallo Joachim,
Joachim B. schrieb:> die sind für 5V spezifiziert und nicht für 4V
Wo steht das?
Ich finde im WS2812B-Datenblatt VDD nur unter "Absolut maximum ratings:
+3.5~+5.3V" (und im WS2811-Datenblatt witzigerweise "+6.0~+7.0V").
Bei den "Electrical characteristics" fehlt dann VDD, es werden nur die
Rahmenparameter für die anderen Werte als "TA=-20~+70°C, VDD=4.5~5.5V,
VSS=0V, unless otherwise specified" genannt.
Bezüglich des Themas: Im Datenblatt wird eine Konstantstromquelle
erwähnt: "Also include a precision internal oscillator and a 12V voltage
programmable constant current control part, effectively ensuring the
pixel point light color height consistent." Allein, mir fehlt der Glaube
...
LG, Sebastian
Sebastian Wangnick schrieb:> Hallo Joachim,>> Joachim B. schrieb:>> die sind für 5V spezifiziert und nicht für 4V>> Wo steht das?>> Ich finde im WS2812B-Datenblatt VDD nu
Datenblatt der WS28xx habe ich mir nie angesehen, aber alle Stripes
werden für 5V geliefert.
Wenn jemand bei 4V schon Helligkeitsunterschiede sieht wirds wohl in
diesem Fall ausserhalb der Spez. sein, dazu kommt ja noch der
Spannungsabfall auf den Kupferstrippen, wie gesagt habe 110 LEDs
verschaltet aber immer in 10er Gruppen und merkwürdigerweise noch keinen
Helligkeitsunterschied gesehen.
Ich musste mal das Teil zerlegen und messen, weiss alle volle Helligkeit
und dann 1/3 weniger bei voller Helligkeit um mein 5V/4A Netzteil
optimal zu nutzen, denn bei 110 LEDs und 60mA müsste das Netzteil ja
6,6A bringen, aber es flossen nur 4A trotzdem habe ich nix bemerkt.
Wer sich mal den artikel LED fading reinzieht
http://www.mikrocontroller.net/articles/LED-Fading
wird merken das das Auge ein schlechter Indikator für Helligkeit ist.
Icke ®. schrieb:> Laut Datenblatt ist die WS2812 für eine Betriebsspannung von 6-7V> spezifiziert
Hier geht es aber um die WS2812B, wenn ich den Titel des Threads richtig
interpretiere. Und im Gegensatz zur WS2812 ist für die im Datenblatt
unter "Absolute Maximum Ratings" angegeben: "Power supply voltage VDD
+3.5~+5.3V", wie auch immer solch eine Angabe zu interpretieren ist.
Joachim B. schrieb:> Wer sich mal den artikel LED fading reinzieht> http://www.mikrocontroller.net/articles/LED-Fading>> wird merken das das Auge ein schlechter Indikator für Helligkeit ist.
Nur weil du eine logarithmische Kennlinie nicht verstehst, muss ein
Sensor mit einer solchen Kennlinie nicht unbedingt schlecht sein.
Es liegt nun man in der Sache, dass man für doppelte Helligkeit auch
doppelt so viel Licht braucht.
Mit einer PWM, die von Schritt zu Schritt einen konstanten Wert addiert,
kommt man da nicht weiter. Für gleichmäßige Helligkeitsstufen ist schon
ein konstanter Faktor notwendig.
Mike schrieb:> Nur weil du eine logarithmische Kennlinie nicht verstehst, muss ein> Sensor mit einer solchen Kennlinie nicht unbedingt schlecht sein.
ich verstehe deine Worte nicht, aber egal
es ging um Helligkeitsunterschiede wahrnehmen die Kollege bei 4V
feststellte und ich trotz 30% geringerem Strom eben nicht feststellt.
aber egal, mag nicht streiten, vielleicht reden wir nur aneinander
vorbei, Kuchenbacken != Popobacken.
Mike schrieb:> Hier geht es aber um die WS2812B, wenn ich den Titel des Threads richtig> interpretiere.
Ich bezog mich damit auf meinen Vorposter:
Markus M. schrieb:> ...also nach meinem Test mit 5x WS2812 (ohne B) kann es eigentlich keine> KSQ sein:
Und ja, die 6-7V sind die maximum ratings. Die könnte man evtl.
praktisch nutzen, um den Spannungsabfall in langen, einseitig gespeisten
Stripes ein wenig zu kompensieren.