Ich hätte eine Verständnisfrage zum Thema Drehstrom. Aufgrund der 120 ° Phasenverschiebung ist ja die Summe aller Strangspannungen zu jedem Zeitpunkt 0V. Welchen Vorteil bzw. welche Bedeutung hat das genau?
Ist es nur, weil dadurch bei symmetrischer Last der Strom im Neutralleiter 0 ist oder hat es noch eine andere Bedeutung?
Ich hätte eine Verständnisfrage zum Thema Drehstrom.
Aufgrund der 120 ° > Phasenverschiebung
Das ist eine willkürliche Festlegung und nicht von Natur aus so gegeben.
ist ja die Summe aller Strangspannungen zu jedem
Zeitpunkt 0V.
Welchen Vorteil bzw. welche Bedeutung hat das genau?
Ist es nur, weil dadurch bei symmetrischer Last der Strom im
Neutralleiter 0 ist oder hat es noch eine andere Bedeutung?
Welchen Vorteil bzw. welche Bedeutung hat das genau?
Ein Drehstrommotor dreht sich nur so. Große Drehstrommotoren waren eine Hauptanwendung. Und der Vorteil von 3 gegenüber 2 oder 1 oder Gleichstrom ist überragend.
Dass man den Nullleiter auch mitführen kann und 3 * "Licht"-Strom nutzen kann, ist nur ein Nebeneffekt und nicht wirklich soo wichtig.
Vor allem ist bei rotierenden Maschinen das Drehmoment über eine
Umdrehung konstant. Es gibt keine Ruckler/Totpunkte.
Ich frage mich, warum man das Prinzip nicht bei Verbrennungsmotoren
nicht konsequenter ausgenutzt hat, außer bei Stern-Motoren.
Vor allem ist bei rotierenden Maschinen das Drehmoment über eine
Umdrehung konstant. Es gibt keine Ruckler/Totpunkte.
Ich frage mich, warum man das Prinzip nicht bei Verbrennungsmotoren
nicht konsequenter ausgenutzt hat, außer bei Stern-Motoren.
Ich frage mich, warum man das Prinzip nicht bei Verbrennungsmotoren
nicht konsequenter ausgenutzt hat, außer bei Stern-Motoren.
Das Prinzip wird befolgt, soweit es geht, nämlich dadurch, dass man mehr als einen Zylinder hat und die Zündfolge geeignet wählt.
Ein Sternmotor ruckelt prinzipiell genauso. Weil aber beim Viertakter jeder Zylinder genau zwei Kurbelwellenumdrehungen pro Zündung braucht, ruckelt es bei kleinen Zylinderzahlen stärker.
Vor allem ist bei rotierenden Maschinen das Drehmoment über eine
Umdrehung konstant. Es gibt keine Ruckler/Totpunkte.
Ich frage mich, warum man das Prinzip nicht bei Verbrennungsmotoren
nicht konsequenter ausgenutzt hat, außer bei Stern-Motoren.
Nicht jeder möchte einen 12-Zylinder bezahlen.
Habt ihr noch nie was von Hr. Wankel gehört?!
Funst leider nicht so wirklich...
Letztlich geht es NUR um das liebe Geld. Sonst nichts!
Hatte ich in einscheibig in den 80ern lange Jahre als Rasenmäher, bis ich keine Lust mehr hatte, dauernd Öl nachzufüllen, Sprit ja sowieso..
Hab auch leihweise Ro 80 gefahren (zweischeibig) oder später den Mazda RX.
Mit einem 12-Zylinder und erst recht E-Motor können die aber auch in der Laufruhe lange nicht mithalten.
Das liegt daran, dass das Verdichtungsverhältnis Epsilon eines Wankelmotors konstruktionsbedingt geringer ist, als das Verdichtungsverhältnis eines Hubkolbenmotors.
Nochmal zurück zum eigentlich Kern meiner Frage: Dass die Summe der Momentanwerte der drei Phasen zu jedem Zeitpunkt 0 V ergibt, ist sozusagen ein netter Nebeneffekt des Drehstromsystems, hat aber an sich keine wirkliche technische Bedeutung bzw. bringt keinen Vorteil in sich mit?
In den 80ern hatte ich mir aus vier Stück CD40XX einen 32Hz Dreiphasendrehfeldgenerator gebastelt und damit über drei Stück BUZ11 drei um jeweils 120° versetzt positionierte Elektromagnete aus einem Elektromechanikbaukasten aus den 50ern angesteuert, so dass der zentral drehbar gelagerte Eisenstab in Rotation gebracht werden konnte.
Der Schaltplan ist im Laufe der Jahre leider verloren gegangen.
hat aber an sich
keine wirkliche technische Bedeutung bzw. bringt keinen Vorteil in sich
mit?
Es ergibt sich. Ist aber auch notwendig, um mit 3 Leitern statt 4 zu arbeiten, wenn Du im Stern laufen möchtest. Im Dreieck ist die Summe per Definition 0.
hat aber an sich keine wirkliche technische Bedeutung bzw. bringt keinen
Vorteil in sich mit?
Natürlich bringt das Vorteile, wenn zwei Wicklungen eines Elektromotors jeweils um 90° versetzt sind und die dritte Wicklung um 180°, dann würde der Rotor im Motor ruckeln und nicht mehr rund laufen. Es sei denn, die EVUs liefern den Drehstrom ebenfalls passend im versetzten Zustand.
Nochmal zurück zum eigentlich Kern meiner Frage: Dass die Summe der
Momentanwerte der drei Phasen zu jedem Zeitpunkt 0 V ergibt, ist
sozusagen ein netter Nebeneffekt des Drehstromsystems, hat aber an sich
keine wirkliche technische Bedeutung bzw. bringt keinen Vorteil in sich
mit?
Ich sehe es z.B. als Vorteil an, dass man einen Drehstrommotor dadurch ohne Neutralleiter sowohl in Stern-, als auch auch im Dreieckmodus betreiben kann.
Nochmal zurück zum eigentlich Kern meiner Frage: Dass die Summe der
Momentanwerte der drei Phasen zu jedem Zeitpunkt 0 V ergibt, ist
sozusagen ein netter Nebeneffekt des Drehstromsystems, hat aber an sich
keine wirkliche technische Bedeutung bzw. bringt keinen Vorteil in sich
mit?
Nochmal zurück zum eigentlich Kern meiner Frage: Dass
die Summe der Momentanwerte der drei Phasen zu jedem
Zeitpunkt 0 V ergibt, ist sozusagen ein netter
Nebeneffekt des Drehstromsystems, hat aber an sich
keine wirkliche technische Bedeutung bzw. bringt
keinen Vorteil in sich mit?
Gegenfrage: Was stellst Du Dir als Alternative vor?
Mögliche Antwort 1: Die Summe könnte eine konstante,
von Null verschiedene Spannung ergeben.
Einwand darauf: Wie soll das physikalisch mittels
Induktion klappen? Die ÄNDERUNG des Magnetfeldes
gibt Strom bzw. elektrisches Feld. Wie soll da auf
der elektrischen Seite etwas Konstantes entstehen,
wenn auf der magnetischen Seite das Feld nicht über
alle Grenzen wachsen kann?
Mögliche Antwort 2: Die Summe könnte eine zeitlich
periodische Spannung ergeben.
Einwand darauf: Genau das passiert, wenn die drei
Phasen keine reine Sinusform haben. Will man nicht
haben, weil es eine Abweichung vom gleichmäßigen
Leistungsfluss ist und zusätzliche Beanspruchung
und Verluste bewirkt.
Dass die Summe der
Momentanwerte der drei Phasen zu jedem Zeitpunkt 0 V ergibt, ist
sozusagen ein netter Nebeneffekt des Drehstromsystems, hat aber an sich
keine wirkliche technische Bedeutung bzw. bringt keinen Vorteil in sich
mit?
Natürlich hat das auch praktischen Nutzwert. Wurde ja schon mehrfach gesagt. Abgesehen davon kann man natürlich auch mit 4, 5 oder noch mehr Phasen ein Drehfeld erzeugen. Und wenn die Strangspannungen unterschiedlich sein dürfen, dann auch mit verschiedenen Phasenverschiebungen.
Mit N Phasen, die jeweils 360°/N Versatz haben, kriegt man für jedes N>=2 hin, daß sich die Momentanwerte zu 0 addieren. Elementare Geometrie. Mit nur 2 Phasen kriegt man aber kein Drehfeld, sondern nur ein Wackelfeld. Also braucht man N=3 als Minimum. Mehr wäre aufwendiger.
Drehstrom kommt ja ursprünglich aus einen (Drehstrom-) Generator ("Nein! Doch! Ohh!"). Und den wollte man sicher nicht mit mehr als mit 3 Phasen bauen. Oder die Phasen anders als mit 120° Versatz aufbauen.
Last not least: die Frage nach einem Vorteil verlangt immer nach einer Alternative. Du hast aber keine genannt.
Gewöhnlicher Fahrraddynamo an Experimentiertransformator
mit um die 5 V~ angeschlossen, angeworfen:
läuft als Synchronmotor.
Ja, aber die Anwurfrichtung gibt vor, in welche Richtung sich der Dynamo letztes Ende dreht. Von selber kann er das nämlich nicht entscheiden, der zuckt nur auf der Stelle im 50Hz Rhythmus lustig hin und her.
Mit nur 2 Phasen kriegt man aber kein Drehfeld, sondern nur
ein Wackelfeld. Also braucht man N=3 als Minimum. Mehr wäre aufwendiger.
Ein technisch sinnvolles Zweiphasensystem weist aber keine Phasenverschiebung von 180° auf, sondern eine von 90°, wie es der bereits erwähnte Kondensatormotor nutzt.
Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiphasenwechselstrom
Betrunkener Kneipengänger a schwankt nach Hause. Sein Schwanken hat eine Amplitude von 1m, wobei er für einen Schwankungsvorgang 10 Schritte braucht.
Betrunkener Kneipengänger b schwankt nach Hause. Sein Schwanken lässt sich nur mit rosa Rauschen, brownscher Bewegung oder anderweitigen stochastischen Prozessen beschreiben.
Naja, im Kraftwerk haben die Monteuere halt nur drei Pole montiert an ihrem tollen großen Generator und deswegen reichen drei Phasen aus, um die entstandene elektrische Leistung in die weite welt hinaus zu schicken.
Finde den Fehler: Die Generatoren haben deutich mehr Pole als nur drei.
Schaut man sich die Hochspannungsmasten an, sind dort auch wieder die drei Phasen zu erkennen.
Dreiphasen-Drehstrom ist wahrscheinlich das effektivste, was es gibt.
Beste Ausnutzung des Leitermaterials im Vergleich zum Aufwand.
Wenn man nur die mindestens notwendigen Leiter betrachtet, braucht man bei Wechselstrom 2 und bei Drehstrom 3. Obwohl nur 1 Leiter mehr benutzt wurde, lässt sich schon die dreifache Leistung übertragen.
Bei einem Drehstromtrafo lässt sich im Vergleich zu einem Wechselstromsystem ebenfalls Material einsparen. Problematisch ist allerdings eine unsymmetrische Belastung wenn man keine Zick-Zack Schaltung oder ähnliches hat.
Obwohl nur 1 Leiter mehr benutzt
wurde, lässt sich schon die dreifache Leistung übertragen.
Das ist ein Missverständnis: Bei einer gegebenen Spannung ist die Leistung U*I und der Summenstrom 0. Die Verlustleistung hängt vom verwendeten Querschnitt ab, egal ob auf 2, 3 oder 17 Leiter aufgeteilt. Und egal ob Stern, Dreieck oder sonst wie verschaltet.
Finde den Fehler: Die Generatoren haben deutich mehr Pole
als nur drei.
Grosse Generatoren (z.B. 1000 MVA) laufen meist mit 3000/min,
haben also 1 Polpaar; die größten Einheiten haben 2 Polpaare
(wg. Umfangsgeschwindigkeit).
Generatoren für Wasserkraft haben ggf. niedrigere Drehzahlen.
Kupfer(oder ein anderes Metall) ist teuer.Mit 2 Adern kann man eine betimmte Leistung übertragen. Mit 3(bzw 4 mit Nullleiter bei unsymmetrischer Last)kann man die 3 Fache Leistung übertragen, spart also viel Metall.
Plus 50%(100%) Metall ergibt 200% MEHR Leistung.
Kupfer(oder ein anderes Metall) ist teuer.Mit 2 Adern kann man eine
betimmte Leistung übertragen. Mit 3(bzw 4 mit Nullleiter bei
unsymmetrischer Last)kann man die 3 Fache Leistung übertragen, spart
also viel Metall.
Da hat aber das Milchmädchen gerechnet. Der Faktor beträgt nur sqrt(3).
Tatsächlich verwendete der erste von Nikola Tesla patentierte Mehrphasenmotor 2 um 90° versetzte Wechselströme, war also eigentlich ein 4-Phasen-Motor
Freidrich August Haselwandler konstruierte als Erster einen 3-phasigen Generator, hatte aber keinen Erfolg, weil der Betrieb ihm behördlich verboten wurde.
Michail Doliwo-Dobrowolsky entwickelte dann bei AEG dann den Drehstrom-Asynchronmotor sowie den dreischenkligen Trafo zur Marktreife. Er erkannte auch als erster das Prinzip der Kompensation bei symmetrischer Belastung der 3 Phasen und den damit möglichen Verzicht auf einen mitgeführten Neutralleiter.
Die weltweit erste Fernübertragung von elektrischer Enregie von Lauffen am Neckar nach Frankfurt am Main verwendete 1891 bereits den Dreiphasenstrom.
In den USA wurde die 3-Phasen-Übertragungstechnik dadurch behindert, dass 3 Einphasentrafos verwendet werden mussten, um das Patent der AEG zum 3-Schenkel-Trafo nicht zu verletzen. Bis heute sind dort Endverbraucher meist nur einphasig ans Netz angeschlossen.
Kupfer(oder ein anderes Metall) ist teuer.Mit 2 Adern kann man eine
betimmte Leistung übertragen. Mit 3(bzw 4 mit Nullleiter bei
unsymmetrischer Last)kann man die 3 Fache Leistung übertragen, spart
also viel Metall.
Plus 50%(100%) Metall ergibt 200% MEHR Leistung.
Nicht ganz: es sind 1,73 (Wurzel3) statt 1,5. Also 15% (1,73/1,5) mehr Leistung.
Den gleichen Anteil hat die höhere Spannung. Darum gibt es den "Verkettungsfaktor" und dessen Konfusion. (Die natürlich jede abstreitet, der die Verwendung eingetrichtert bekommen)
Die 15% mehr ergeben sich daraus, dass die Spannung bei Drehstrom "gleichmäßiger verteilt" ist (Keine Ahnung, ob es dazu einen Fachbegriff gibt). Mit Gleichstrom (oder Rechteck) @ Spitzenspannung (Z.B. 565V im 400V-Drehstromnetz) ließe sich nochmals die doppelte Leistung über das gleiche Kupfer übertragen.
(Edit, sorry, 1.73 hate Hinz schon ausgeführt, wahr wohl zu lange im Browser offen)
Kupfer(oder ein anderes Metall) ist teuer.Mit 2 Adern kann man eine
betimmte Leistung übertragen. Mit 3(bzw 4 mit Nullleiter bei
unsymmetrischer Last)kann man die 3 Fache Leistung übertragen, spart
also viel Metall.
Da hat aber das Milchmädchen gerechnet. Der Faktor beträgt nur sqrt(3).
Als user "sqrt(-1)" erkenne ich sofort die Komplexität dieser Diskussion.
Bei el. Maschinen ist eine höhere Phasenzahl besser, da man damit die Ausnutzung steigern kann (die Spannung an der Klemme ist die geometrische Summe der Windungsspannungen, die Maschine muss man aber für die algebraische Summe bauen - zB be 2~ sind tw. auch Nuten unbewickelt, da nutzlos).
Es gab vor Jahrzehnten auch 5~ Maschinen, hatte aber nur den Sinn den Umrichter besser ausnutzen zu können.
==> 3~ dürfte damit das Optimum für Übertragung und Umwandlung sein.
Nein.
Für alle größeren Querschnitte bei Erdkabeln9 und für Freileitungen
sowieso wird Aluminium verwendet.
Freilleitungen mit Stahlkern.
Bei langen Übertragungswegen für 50 Hz Ströme rechnen die ÜNB natürlich jede Optimierung ein, also auch den Skineefekt, worauf die Freileitungen einen tragenden Stahlkern und als Übertrager den Aluminiummantel in der auf den Skineefekt optimierten Wert haben.
Einzelne "Seile" der unterschiedlichsten Systeme haben daher meist gleiche oder ähnliche Werte bzgl. der Aluummantelung.
Der Stahlkern richtet sich nach Tragweite zwischen den Masten.
Alu liegt mit seinen Werten bzgl. Gewicht, Preis, Leitwert, usw. vorne.
Bei Erdkabeln sieht das anders aus.
Erdkabel in den Dimensionen der ÜNB bestehen idR. aus einem grossen Kupferkern pro Phase, der selber aber aus einzelnen durch Lack gegenseitig isolierten Einzellitzen/Adern besteht, um dem Skineffekt Rechnung zu tragen.
Bei HGÜ bleibt die "interne" Isolierung" weg.
Erdkabel in den Dimensionen der ÜNB bestehen idR. aus einem
grossen Kupferkern pro Phase, der selber aber aus einzelnen
durch Lack gegenseitig isolierten Einzellitzen/Adern besteht,
um dem Skineffekt Rechnung zu tragen.
Macht man auch an EVU-Transformatoren,
sozusagen Wicklungen aus HF-Litze. ;-)
Diese Wicklungen liegen natürlich im Eisen, die daher wirksame,
grosse µ(r) bewirkt viel stärkere Stromverdrängung.
(Bei 3~Asynchronmotoren nützt man die Stromverdrängung zum Teil
aus -im Läufer-, und erreicht damit 'weicheres' Anlaufverhalten.)