Bißchen Erfahrung hab ich schon gesammelt. Beim Gefrierschrank ist der LNK304GN explodiert, die Drossel sieht nicht mehr gut aus und der 3W Widerstand ist tot. Die Teile sind bestellt, ich hoffe, daß er dann wieder geht.
Bei der Gefriertruhe ist ein Kondensator tot und ein 5W 100 Ohm Widerstand. Mal gucken, ob die dann wieder lebt.
Bei der Spülmaschine wird es nun schwieriger. Auf der Rückseite der Platine ist eine Leiterbahn verdampft. Die geht an den Varistor, der hat Kurzschluss.
Das macht mir noch keine Bauchschmerzen.
Aber der eine Chip ist explodiert und die Reste sind nicht auffindbar. Sieht von der Bauform ja auch aus wie ein LNK304GN, aber da gibt es ja auch 305 und 306...
Inwiefern es die SMD Bauteile unter dem LNK??? überlebt haben ist natürlich auch fraglich.
Wie ich gelesen habe, könnte man wohl einfach einen LNK306GN nehmen, da
sich die Bauteile nur durch die mögliche Leistung unterscheiden
Nein, weil der Trafo dafür nicht ausgelegt ist.
Du musst schon bei der Leistung bleiben.
Die Elektronik der Maschine bleibt aber doch bei der Leistungsaufnahme für die sie ursprünglich gebaut wurde. Dass der Transistor in dem Wandler jetzt mehr könnte, spielt für den Trafo keine Rolle wenn nicht mehr Energie abgerufen wird.
Ja klar kann ich für ca. 200 EUR ne neue Platine kaufen. Die Versicherung hat ja auch gezahlt.
Aber man kann es ja versuchen, ob es auch anders geht. Wenn meine Diagnosen an Gefrierschrank und -truhe richtig sind, dann kostet die Reparatur am Ende je 10 EUR statt 150...
Man kann natürlich die Hardcore-Variante nehmen, Ersatzteil bestellen, angucken, altes Teil reparieren und Ersatzteil zurückgeben. Da bin ich aber nicht so ein Freund von.
Man kann natürlich die Hardcore-Variante nehmen, Ersatzteil bestellen,
angucken, altes Teil reparieren und Ersatzteil zurückgeben. Da bin ich
aber nicht so ein Freund von.
Der klassische Fall ist selber dran rumfummeln, dann Ersatzteil kaufen und einbauen, dann feststellen, daß noch mehr kaputt ist, und dann neues Gerät kaufen.
Aber man kann es ja versuchen, ob es auch anders geht. Wenn meine
Diagnosen an Gefrierschrank und -truhe richtig sind, dann kostet die
Reparatur am Ende je 10 EUR statt 150...
Kann man machen bei einfachen Platinen mit wenigen Bauteilen.
Aber bei einer Platine mit Microcontroller und zahllosen anderen (empfindlichen) ICs und sonstigen Halbleitern brauchst du schon eine gewaltige Portion Glück, um die wieder zum Laufen zu bringen.
Tja die Frage ist halt, wie weit die Überspannung gekommen ist. Wenn es relativ weit vorne PUFF gemacht hat und dann war es erledigt, dann besteht natürlich die Hoffnung, daß der Rest noch lebt. Aber klar, man weiß es nicht.
Einen WLAN-Repeater hab ich schon repariert, da war nur ein Elko aufgebläht, getauscht, läuft.
Wie sieht es mit Gebrauchtteilen bei eBay oder Kleinanzeigen aus? Oder ist da nichts zu bekommen? Ist manchmal der pragmatischere Weg, den ich bei einem Recht üppigen Schaltnetzeil für einen Fernseher auch schon mal gegangen nachdem der Tausch des VipEr Hilfsnetzteils weitere Fehler aufplopoen ließ. Die Ausschlachtfirmen für Haushaltsgeräteteile haben zwar teils happige Preise, bei denen ein Neupreisvergleich angebracht ist. Aber man bekommt teils die seltsamen Teile.
Die Elektronik der Maschine bleibt aber doch bei der Leistungsaufnahme
für die sie ursprünglich gebaut wurde.
Nein.
Im Einschaltmoment ist der Elko am Ausgang entladen und der Regler versucht ihn mit vollem Strom aufzuladen.
Das ist bei einem Regler für höhere Leistung aber mehr als die Spule für ausgelegt ist. Die geht in Sättigung, der Strom steigt pro Impuls schneller an als der Regler abschalten kann.
Das ist bei einem Regler für höhere Leistung aber mehr als die Spule für
ausgelegt ist. Die geht in Sättigung, der Strom steigt pro Impuls
schneller an als der Regler abschalten kann.
Das kenne ich anders. Schon so alte Möhrchen wie der UC3842 hatten Cycle-by-Cycle Current Limiting, neuere Modelle erst recht. Wenn da der Trafo in die Sättigung geht, dann schalten die sofort, innerhalb des Pulszyklus, ab. Meinetwegen passiert das ein paar Zyklen über, dann ist der Ausgangskondensator aufgeladen und der Regler läuft normal weiter.
Natürlich gibts da ne Grenze. Wenn die Ausgangskondensatoren zu groß sind, schlägt die Kurzschlusserkennung zu bevor der Kondensator geladen ist. Der Regler macht dann vielleicht ne halbe Sekunde Pause oder so zum Schutz vor Überhitzung und in der Zeit ist der Ausgangskondensator durch die Last wieder so weit entladen dass das Spiel wieder von vorne beginnt.
Deswegen haben fertige Wandlermodule von besseren Herstellern auch meist einen Wert für die maximale Kapazität am Ausgang im Datenblatt.
Das kenne ich anders. Schon so alte Möhrchen wie der UC3842 hatten
Cycle-by-Cycle Current Limiting, neuere Modelle erst recht. Wenn da der
Trafo in die Sättigung geht, dann schalten die sofort
Ja, so arbeiten die auch, aber was beim 384x noch durch einen externen Widerstand einstellbar ist, ist bei den moderneren fest intern vorgegeben.
Dein 'sofort' ist eben nicht sofort. Der Chip geht davon aus, dass der weitere Stromanstieg durch die Induktivität der Spule gebremst ist, so dass einige Mikrosekunden Verzögerung zwischen Überstromerkennung und Abschaltung kein Drama sind.
Eine Spule in Sättigung hat aber keine Induktivität mehr, der Strom steigt ungebremst an, in Mikrosekunden weit über alles für das der Chip gebaut ist.
Die Platine ist zwar nicht 100pro ident, aber doch sehr ähnlich. Würd ich jetzt sagen, die Vermutung daß auf meiner auch ein TNY274GN sitzt liegt nahe.
Die Platine ist zwar nicht 100pro ident, aber doch sehr ähnlich. Würd
ich jetzt sagen, die Vermutung daß auf meiner auch ein TNY274GN sitzt
liegt nahe.
Naja, bei Schaltnetzteilen reicht halt ähnlich nicht unbedingt. Aber ich würde es auch probieren, die Pinbelegung scheint zu passen. Bevor du einen bestellst prüfe aber ob die Primärwicklung des Trafos noch in Ordnung ist.
Die Elektronik der Maschine bleibt aber doch bei der Leistungsaufnahme
für die sie ursprünglich gebaut wurde. Dass der Transistor in dem
Wandler jetzt mehr könnte, spielt für den Trafo keine Rolle wenn nicht
mehr Energie abgerufen wird.
Das ist leider falsch. Diese Art von Netzteilen ist bis auf den letzten Cent Herstellungskosten ausgereitzt. Ersetzt man den Schaltwander-IC durch den nächst stärkeren ist damit zu rechnen, dass die, entsprechend höher dimensionierte Strombegrenzung, nicht mehr verhindern kann dass der knapp bemessene Übertrager irgendwann in die Sättigung geht.
Und dann macht es "Puff" und alle Bäume und Kühe fallen um.
Laberkopp hat es schon richtig erklärt. Was natürlich gewisse ForenDeppen nicht davon abhält ihn down zu voten.
Die Elektronik der Maschine bleibt aber doch bei der Leistungsaufnahme
für die sie ursprünglich gebaut wurde. Dass der Transistor in dem
Wandler jetzt mehr könnte, spielt für den Trafo keine Rolle wenn nicht
mehr Energie abgerufen wird.
Das ist leider falsch. Diese Art von Netzteilen ist bis auf den letzten
Cent Herstellungskosten ausgereitzt. Ersetzt man den Schaltwander-IC
durch den nächst stärkeren ist damit zu rechnen, dass die, entsprechend
höher dimensionierte Strombegrenzung, nicht mehr verhindern kann dass
der knapp bemessene Übertrager irgendwann in die Sättigung geht.
ACK!
Und dann macht es "Puff" und alle Bäume und Kühe fallen um.
Der klassische Fall ist selber dran rumfummeln, dann Ersatzteil kaufen
und einbauen, dann feststellen, daß noch mehr kaputt ist, und dann neues
Gerät kaufen.
Oliver
Plan B eine gebrauchte 1:1 gleiche Maschine kaufen und die Defekte als Teilespender vorhalten!
Die Elektronik der Maschine bleibt aber doch bei der Leistungsaufnahme
für die sie ursprünglich gebaut wurde. Dass der Transistor in dem
Wandler jetzt mehr könnte, spielt für den Trafo keine Rolle wenn nicht
mehr Energie abgerufen wird.
Das ist leider falsch. Diese Art von Netzteilen ist bis auf den letzten
Cent Herstellungskosten ausgereitzt. Ersetzt man den Schaltwander-IC
durch den nächst stärkeren ist damit zu rechnen, dass die, entsprechend
höher dimensionierte Strombegrenzung, nicht mehr verhindern kann dass
der knapp bemessene Übertrager irgendwann in die Sättigung geht.
Und dann macht es "Puff" und alle Bäume und Kühe fallen um.
Diese Single-Chip Wandler für kleinere Leistungen haben meist gar keine klassische Regelung mit gleichmäßig angepassten Steuergrößen. Also nicht wie beispielsweise bei Spitzenstromregelung mit Stromgrenze proportional zu Leistungsanforderung.
Statt dessen läuft das eher so: Ist die Ausgangsspannung zu klein, dann wird ein Schaltpuls gestartet. Wenn eine feste Abschaltschwelle des Stroms durch die Induktivität erreicht ist, wird der Puls abgeschaltet. Ist die Ausgangsspannung groß genug, wird überhaupt kein Puls generiert. Damit spart man sich die Auslegung einer Regelschleife. Die Ausgangsspannung ist damit natürlich nicht fein geregelt und der Eingangsstrom mit allerlei niedrig-/mittelfrequenten Anteilen versehen.
Die erwähnte Abschaltschwelle ist unterschiedlich je nach Subtyp TNY274/TNY275/etc.
Der stärkere Typ wird also andauernd die Induktivität stärker belasten, als der ursprünglich eingesetzte Chip.
Und wie Laberkopp erklärt hat kommt dann dazu, dass die Chips bei Erreichen der Schwelle nicht beliebig schnell abschalten, der Strom also im Fall der Sättigung noch wesentlich weiter ansteigen kann. Im Datenblatt der TNY274/275/... ist sogar ein Graph angegeben, wie sich die effektive Schaltschwelle je nach Stromanstiegsgeschwindigkeit ändert.
(Diese Typen sind sogar schon recht fortschrittlich, die Stromschwelle wird bei Schwachlast/Teillast abgesenkt in festen Schritten. Aber halt nicht gleitend o.ä.)
Langer Rede, kurzer Sinn: Bei solchen Wandlern ist der "stärkere Chip" der Familie nicht einfach nur für größere Ströme geeignet, er verlangt auch immer eine stromtragfähigere Induktivität.
So, ich hab einen neuen TNY eingesetzt, nicht meine schönste Arbeit, aber sollte gehen.
Eine verdampfte Sicherungsleiterbahn hab ich auch überbrückt. 325 V liegen über S und D am TNY an, am BP stellen sich 5,8V ein, soweit also gut.
Wenn ich richtig sehe, sollten sich am EN/UV 1,2V einstellen? Das funktioniert nicht, da liegen eher so 0,12V...
Sollten sich da die 1,2V auch einstellen, wenn der Pin in der Luft hängt? Dann könnte ich ihn mal abtrennen um das zu überprüfen.
Ich war der Meinung beim unter Strom setzen der Platine hat es von der Stelle ganz kurz ein kleines Rauchzeichen gegeben.
Die Diodenübergänge des Transistors sind aber ok. Versorgungsspannung BP vom TNY ist auf 5,8V, auf EN/UV liegen 1,6V (die liegen da allerdings auch, wenn der Pin in der Luft hängt).
Aber beim Digitalteil der Platine kommt keine Spannung an. Der Trafo neben dem TNY ist ohne Spannung. Der kleine Kondensator neben dem TNY hat keine Spannung. Sieht nicht so aus, als ob da irgendwas passiert.
Ich fürchte ohne noch deutlich mehr Zeit dort rein zu stecken komme ich dort mit meinen beschränkten Kenntnissen nicht mehr weiter.
wenn da jetzt nicht dutzende verschiedene Spannungen
und total "schräge" Werte aus dem Netzteil kommen sollen,
könnte man ein Ersatznetzteil rein frickeln.
Digitalteil heisst 5V (oder 3,3?)
Die Relais bekommen 12V
Das wäre auch mein erster Ansatz gewesen: Trafo auslöten und sekundär mit einer/mehreren passenden Gleichspannung versorgen. Wenn das Gerät dann wieder funktioniert kann man immer noch entscheiden ob man den TNY/LNK Teil repariert oder ein komplett neues NT einsetzt.