ich hab mir gerade KiCad installiert und versuche mich an meiner ersten Platine, um das Entflechten entspanntner zu machen, wäre es praktisch, ein Poti in drei unabhängig auf der Platine verschiebbare Pins zu zerlegen.
Ich hab mich vertrauensvoll an die KI gewandt, nachdem ich Google mein Problem nicht verständlich machen konnte... Die hat mir auch sehr kompetent erklärt "drück diesen und jenen Knopf, mach aus dem Poti Einheit A ohne Pins, Einheit B mit einem Pin usw". Für den Schaltplan hab ich dann auch unabhängige Pins, aber ich kann den Untereinheiten keine unabhängigen Footprints zuweisen -> Fehler.
Das sollte doch möglich irgendwie möglich sein? Kann mir jemand weiterhelfen?
Das Poti soll nicht auf die Platine, sondern abgesetzt ins Bedienteil. Ich sehe da die Einsparung von Leiterbahnkreuzungen, wo siehst du ein "Broken by Design"?
Kennst du dich mit der Bedienung von KiCad aus und kannst was zum gefragten Thema sagen?
Das Poti soll nicht auf die Platine, sondern abgesetzt ins Bedienteil.
Dann ist doch das Bedienteil eine eigene Schaltung, die du dann mit deiner Platine z.B. ueber drei Strippen verbinden willst. Also malst du in deinen Schaltplan halt 3 Stk einpolige Anschluesse. Kannst ja daneben noch was passendes hinschreiben oder in schickem Blau ein Poti dazu malen.
Zeichne im Schaltplan ein Poti. An jeden der Anschlüsse hängst du einen Testpunkt. Dann wählst du als Footprint für die Testpunkte einen "Testpoint" aus, der deinen Anforderungen entsprich (Lochdurchmesser etc). Schon hast du auf der Platine 3 einzelne Pads.
Besser wäre ein Stecker mit 3 Pins und da eine Lage meist sowieso GND ist und bei mehr als 2 Layern auch meist noch eine VCC Lage vorhanden ist, musst du eigentlich nur noch eine Leiterbahn ziehen und damit kannst du den Stecker ja wieder dahin machen, wo er am einfachsten zu routen ist.
Überleg dir warum dieses "Problem" so selten ist, dass es noch niemand hatte. Manchmal hat das einfach den Grund das es nicht der übliche Weg ist.
Vllt ist KiCad nichts für dich, sondern eher SprintLayout.
Zeichne im Schaltplan ein Poti. An jeden der Anschlüsse hängst du einen
Testpunkt. Dann wählst du als Footprint für die Testpunkte einen
"Testpoint" aus, der deinen Anforderungen entsprich (Lochdurchmesser
etc). Schon hast du auf der Platine 3 einzelne Pads.
Aber dann muss ich doch noch Leiterbahnen vom Testpoint zum Potipin ziehen, die "in echt" ja aber Kabel und eben keine Leiterbahn auf der Platine sind?
Dann ist doch das Bedienteil eine eigene Schaltung, die du dann mit
deiner Platine z.B. ueber drei Strippen verbinden willst.
Genau so ist es gedacht. Aber wie gefragt, wie mach ich KiCad dann klar, dass das Kabel sein sollen? Einfach im Schaltplan das Poti weglassen, und stattdessen die drei einzelnen Testpoints einfügen?
Zeichne im Schaltplan ein Poti. An jeden der Anschlüsse hängst du einen
Testpunkt. Dann wählst du als Footprint für die Testpunkte einen
"Testpoint" aus, der deinen Anforderungen entsprich (Lochdurchmesser
etc). Schon hast du auf der Platine 3 einzelne Pads.
Vorher noch auf das Poti im Schaltplan clicken, "e" drücken und dort im Dialog "exclude from board" anwählen. Sonst sind nämlich die Pads des Potis doch noch auf der Platine.
Aber dann muss ich doch noch Leiterbahnen vom Testpoint zum Potipin
ziehen, die "in echt" ja aber Kabel und eben keine Leiterbahn auf der
Platine sind?
Da hast du Recht. Das hatte ich vergessen zu erwähnen, aber Nick hat dran gedacht. Das Poti im Schaltplan ist nur Deko. An die Testpoints schließt du natürlich auch deine Signale an. GND, VCC und Signal.
Vorher noch auf das Poti im Schaltplan clicken, "e" drücken und dort im
Dialog "exclude from board" anwählen. Sonst sind nämlich die Pads des
Potis doch noch auf der Platine.
... um das Entflechten entspanntner zu machen, wäre es praktisch,
ein Poti in drei unabhängig auf der Platine verschiebbare Pins zu
zerlegen.
Dafür hast du dann den Ärger und die Fehlerträchtigkeit beim Bestücken.
Wer will schon irgendwelche Drähte irgendwo wild auf der Platine verlöten :-(
Lege einen Footprint fest (z.B. einen 3-poligen Stecker deiner Wahl) und gut ist. Falls du Tipps für das Routing brauchst, zeige deine Schaltplan und deine Platine.
Je nach Arbeitsablauf ist es durchaus sinnvoll, auch solches Zubehör auf einer separaten Schaltplanseite aufzuführen. Dann kann man nämlich über eine Variantenverwaltung o.ä. unterschiedliche Stücklisten für die verschiedenen Zwecke erstellen.
Einer meiner Kunden hatte immer das Problem, dass die ganzen Informationen wild verteilt und damit unauffindbar waren. Daher gab es die Anforderung, eine automatisch generierte Gesamtstückliste zu erstellen. Dies löste ich eben durch eine dedizierte Schaltplanseite (in Altium Designer) mit dem ganze Kleinkram:
Befestigungsschrauben für Steckverbinder, Kühlkörper, usw.
Montagematerial für die Baugruppe selbst
ESD-Tüte, Karton, Aufkleber
und ganz wichtig: die bestückte Baugruppe selbst
Da mein Kunde mit verschiedenen Auftragsfertigern arbeitete, konnte anhand solcher Gesamtstückliste auch gleich ein exaktes Angebot für alle Fertigungsschritte, einschließlich des Einpackens, erstellt werden, ohne dass noch irgendwelche anderen Stücklisten nachgereicht werden mussten.
Der einzige wirkliche Nachteil dieser Lösung besteht darin, dass bereits kleine Änderungen der Stücklisten zu Anpassungen einer Schaltplanseite und somit des gesamten Projektes führten, obwohl sich nichts layourrelevantes geändert hat. Mit sauberen Checkin-Kommentaren des Versionskontrollsystems hat man aber auch alles an einer Stelle gebündelt.
Wichtig ist dabei, für manche Kleinteile nur eine recht allgemeine Beschreibung UND interne Material- oder Dokumentennummer aufzuführen. Die genaue Spezifikation (Aufkleber 50*30 mm², Thermotransferdruck mit folgendem Audruck: "Blabla..") erfolgt dann in einem separaten Dokument.
Bei anderen Kundenprojekten und eigenen Projekten setze ich das teilweise auch so um, aber mit deutlich unterschiedlicher Ausprägung.
Apropos Stücklisten:
Es empfiehlt sich, auch für Software bzw. Firmware eine Stückliste mit den eingesetzten Komponenten, z.B. Bibliotheken, zu erstellen. Darüber kann man nämlich auch den Überblick über die teils recht unterschiedlichen Lizenzen behalten. Natürlich hat die detailierte Firmware-Stückliste nichts im Leiterplattenprojekt zu suchen, außer ggf. als wichtiges "Bauteil" namens Firmware. Letzteres ist wichtig, weil das "Brennen" der Firmware in die Baugruppe auch ein wichtiger Fertigungsschritt ist.
Dafür hast du dann den Ärger und die Fehlerträchtigkeit beim Bestücken.
Dafür hab ich den Bestückungsdruck, ist immer noch deutlich entspannter und weniger fehleranfällig, als auf Lochraster jede "Leiterbahn" als verlötenden Draht auszuführen.
Ich betreib das nur als Hobby, da kommt es auf das ganze Brimborium
nicht an.
Auch bei privaten Projekten ist es durchaus sinnvoll, eine ordentliche Stückliste zu erstellen, damit man auch viele Jahre später noch nachvollziehen kann, welche Teile man damals verwendet hat.
Ja das sicher, aber irgendeine Nachvollziehbarkeit nach DINsowieso und
EU-Norm brauchts da nicht.
Wann soll ich diese Anforderung behauptet haben?
Aus welcher Norm soll folgen, dass diese so wie von mir beschrieben erfüllt werden muss oder dass die von mir beschriebene Vorgehensweise solch eine Norm automatisch erfüllt.
Bitte kein allgemeines Geschwafel, sondern eine klare Nennung der betreffenden Norm und Textstelle.
Indirekt, mit der Erwähnung von deinen Kunden. Und in dem Bereich, wo man für Kunden arbeitet, soll es (dem Hörensagen nach zumindest) durchaus Situationen geben, in denen man nach irgendwelchen stupiden Normen arbeiten muss.
P.S.
Wenn ich wie du reagieren würde, wäre meine Antwort übrigens gewesen:
ich hab mir gerade KiCad installiert und versuche mich an meiner ersten
Platine, um das Entflechten entspanntner zu machen, wäre es praktisch,
ein Poti in drei unabhängig auf der Platine verschiebbare Pins zu
zerlegen.
Das sollte doch möglich irgendwie möglich sein? Kann mir jemand
weiterhelfen?
Man verwendet das Prinzip an wie man es bei digital IC mit mehreren gleichen Gattern macht. Symbol anlegen, Symbolname vergeben, Referenzbezeichner R, Anzahl der Einheiten pro Package 3. OK. Jetzt siehst du oben unter der Menüleiste Einheit A stehen. Kann man auswählen bis Einheit C. Du hast ja 3 Einheiten angegeben. In jeder Einheit platzierst du einen passiven Pin. A/1, B/2, C/3 als Namen/Nummer - so als Vorschlag. Damit hast du 1 Bauteil mit 3 "unabhängigen" Pins. Du musst nur für dich wissen das alle zusammengehören. Im Schaltplan kannst du alle 3 wie ein Poti platzieren mit Rahmen drumherum etc.. Im PCB Editor kannste alle 3 unabhängig voneinander platzieren.
Was besseres fällt mir nicht ein.
Das Poti soll nicht auf die Platine, sondern abgesetzt ins Bedienteil.
Doch wird benötigt. Wie soll man sonst das Poti auf der Platine kontaktieren? Das Poti steckt doch nur mechanisch in der Frontplatte. Die Anschlüsse müssen auf die Platine. Ob gesteckt, gelötet, geschraubt, völlig egal, 3 Kabel führen vom Poti auf die Leiterplatte. Deswegen kann er sich hier den Luxus leisten 3 "einzelne" Pins auf der LP zu verstreuen.
Anzahl der Einheiten pro Package 3. OK. Jetzt siehst du oben unter der
Menüleiste Einheit A stehen. Kann man auswählen bis Einheit C. Du hast
ja 3 Einheiten angegeben.
Ich glaub ich habs noch einfacher, aber möglicherweise unübersichtlicher gemacht.
Schaltplan erst mal mit den Potis erstellt, am Ende Potis wieder raufgelöscht und an die Leiterbahnenden wo die Potis waren jeweils drei Testpoints gesetzt und mit Poti_sowieso_1, 2 und 3 bezeichnet.
Wobei es auf Dauer vermutlich doch einfacher sein wird, sich das Bauteil mit den Subunits zu erstellen.
Die Anschlüsse müssen auf die Platine. Ob gesteckt, gelötet, geschraubt,
völlig egal, 3 Kabel führen vom Poti auf die Leiterplatte. Deswegen kann
er sich hier den Luxus leisten 3 "einzelne" Pins auf der LP zu
verstreuen.
Das waren exakt meine Gedanken, als ich von OpAmps umzingelt keinen Weg nach draussen mehr fand.
Ein ernst gemeinter Tipp für den Anfang: Mach es dir schwer. Nimm dir einen Stecker mit drei Pins, belege sie 1:1 wie das Poti und setze noch ein Doku-Symbol daneben. Keine faul & wild verteilten Lötpunkte, keine gekreuzten Kabel um 2 Vias zu sparen.
Denn kein Einsteiger-Projekt ist so dermaßen kompliziert, dass du absolut keine Chance hast diesen Stecker irgendwo unterzubringen. Aber wenn du jetzt schon anfängst du pfuschen, wirst du dich bald ärgern und spätestens bei größeren Projekten in eine Sackgasse manövrieren.
Danke, es gefällt mir bisher auch ganz gut. Es ist aber nicht die erste Platine die ich erstelle, sondern die erste mit KiCad. Ich hab ewig lang nix gemacht, früher mit Eagle rumgeast. Inzwischen nen hab ich nen neuen Rechner, mich dunkel erinnert das bei Eagle irgendwelche Einschränkungen waren die mich genervt hatten und jetzt nach Alternativen geschaut.
Ein ernst gemeinter Tipp für den Anfang: Mach es dir schwer. Nimm dir
einen Stecker mit drei Pins,
vom Prinzip haste ja recht, aber an der Stelle war es einfach zu verlockend, ich hab inzwischen auch noch nen Weg gefunden, den ich übersehen hatte, es ginge also auch mit Potifootprints.
Es wird ein ein wenig aufgepeppter LFO, aus Integrator und Schmidt-Trigger, aufgepeppt durch antiparallele Dioden im Eingang vom Integrator, das man von steigender Rampe über Dreieck über fallende Rampe erzeugen kann. Spielkrams halt.
kleiner Nachtrag, evtl kommts durch den DRC, weil meine "Testpads" dann irgendwie nen Connector-Pin als Footprint zugewiesen bekommen haben :-f, ob es dann mit Testpads als Footprint nicht durchkäme? Hab ich jetzt nicht weiter probiert.