Nutzen und Stand von Altium Circuit Maker

OP (Firma: CAD- und CAE-Konstruktion) #8079061
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Benutzt hier wer den Altium Circuit Maker? Ich habe das testweise installiert, auf der Suche nach einer Freeware von Altium, musste dann aber feststellen, daß der permanentes online erfordert.

Offenbar legt man die Dateien bei denen in der cloud an? So sieht das aus.

Auch sah ich dass Foreneinträge und Anleitungen von 2022 zu sein scheinen. Das Programm wurde direkt von der Altiumseite geladen.

Kann jemand beantworten wie ähnlich die sich sind?

Macht es Sinn, von dort auf das eigentliche Altium umzusteigen?

Als Hinweis: Ich bin bisher mit E-CAD-Programmen unterwegs, plane beruflich nur mechanische und kabeltechnische Sachen sowie Beleuchtungsversorgung.

PCB Design wäre vorwiegend privat.

Moderator Persönliche Seite #8079064
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Kai D. schrieb:

PCB Design wäre vorwiegend privat.

Dann hat ein Altium Designer ob seines Preises schätzungsweise keinen Sinn für dich.

Ich benutze Altium Designer beruflich und Kicad privat. Klar gibt es einige Dinge, die bei Kicad vielleicht noch nicht so schön sind, aber mehrere Tausender wären die mir nicht wert. Wenn ich etwas bei Kicad ganz dringend bräuchte, würde ich dann noch eher in Erwägung ziehen, selbst zum Projekt beizutragen (direkt oder als Plugin, falls es damit realisierbar ist).

Zu Circuit Maker kann ich dir nichts aus eigener Erfahrung sagen, kann mich aber dran erinnern, dass berichtet wurde, dass das nur mit Online-Zwang geht.

#8079113
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Circuit Maker war schon 2019 total tot, hatte ich damals kurz in Erwägung gezogen.

Auch wenn ich selbst noch viel Fusion nutze und die nahtlose Integration zwischen Elektronik und Mechanik sehr schätze:

Nutze einfach KiCad, alles andere hat aus Deiner geschilderten Perspektive keinen Sinn. Es sei denn Du machst mechanische Sachen eh mit Fusion, dann wäre Fusion Electronics als integraler Bestandteil eine Überlegung. Da gibt es auch eine Freeware für private Nutzung, inwieweit die eingeschränkt ist weiß ich nicht.

OP (Firma: CAD- und CAE-Konstruktion) #8079555
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Harald A. schrieb:

Du machst mechanische Sachen eh mit Fusion, dann wäre Fusion Electronics als integraler Bestandteil eine Überlegung.

Bisher her nicht, aber Fusion ist competitive und daher interessant. Und in der Tat haben die auch offenbar eine freie Version zum Einarbeiten.

Altium hat da ja leider nichts und den Circuit Maker habe ich verworfen.

Danke für den Hinweis!

Persönliche Seite #8080263
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Circuitmaker wird schon länger nicht mehr supportet. Die Dateien aus der Cloud zu bekommen war ein Krampf. Immerhin kann KiCad sie importieren. Das Anlegen von Bauteilen empfand ich immer recht hakelig. Also definitiv kein Program, mit dem ich ein neues Projekt anfangen würde. Du möchtest bestimmt ein Programm, welches auch in 10 Jahren deine Projekte noch öffnen kann, dich in Schaltplan / PCB-Größe nicht wirklich limitiert und eine solide Bibliothek mitbringt. Das ist Circuitmaker nicht. Persönlich nutze ich privat KiCad und beruflich Altium / Xpedition.

#8080701
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Ich kann auch nur KiCad empfehlen. Ich hab die letzten Jahre beruflich mit Altium gearbeitet, da die uns jetzt auf ein Abo-Modell zwingen wollten sind wir aber auch im Unternehmen jetzt auf KiCad gewechselt und spenden für die Weiterentwicklung. Privat nutze und genieße ich ebenfalls KiCad.

Gibt nen paar Kleinigkeiten die KiCad im Vergleich zu Altium vermissen lässt, für unsere Projekte ist da aber nichts bei was uns wirklich fehlt. Im Gegenzug läuft KiCad deutlich flüssiger und sauberer, macht schon wirklich Spaß. Demnächst wird KiCad sogar teilweise Features Altium voraus haben. z.B. hat das KiCad-Team bereits für die kommende Version 11 (Anfang 2027) den kompletten 2D Geometrie-Solver aus FreeCad eingebunden, sodass das Zeichnen von mechanischen Komponenten (wie z.B. etwas komplexere Outlines) ein Kinderspiel werden. In Altium war das schlichtweg immer ein absoluter Pain.

Persönliche Seite #8080711
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Kevin K. schrieb:

in Programm, welches auch in 10 Jahren deine Projekte noch öffnen kann, dich in Schaltplan / PCB-Größe nicht wirklich limitiert

Das war der Punkt auch bei mir. Mit dem circuit maker ist irgendwie dasselbe passiert, wie mit dem roten adler: Beide abgestürzt, da als "maker software" für Bastler vermarktet ohne langfristige Perspektive, weil die eigentliche Maker-Software ja Eagle war und solche Freeware wie FreePCB und EasyEDA längst aufgesogen hatte, dann aber durch das Verkaufen, Aufkaufen und Vermarkten vollständig verdaddelt wurde. Damit blieb nur KiCad und da das so mächtig war, hat das sozusagen "gewonnen".

Weitere Freeware wird es nie mehr brauchen. Damit lohnt der Invest nicht mehr und alle anderen werden auch wegsterben.

Als Folge ist alles, was man mit anderen Programmen anfängt, für die Katz.

Jörg W. schrieb:

Altium Designer beruflich und Kicad privat.

Ja, das machen einige so. Altium ist noch recht weit verbreitet, aber auch schon ein wenig auf dem Rückzug, wie mir scheint. Da ich gerade eine Anfrage hatte, habe ich mal bei einem Designer einiges nachfragen wollen, der in einem Projekt für uns gearbeitet hatte und alles mit Altium gemacht hatte. Seine Antwort: "Keine Ahnung" - er hat Ende 2024 angefangen, auf KiCad umzustellen, weil Layouter einiger seiner Kunden das auch zunehmend benutzen und er kompatibel bleiben wollte. Da er nun die Vorzüge von KiCad gesehen hat, kam dann der Entscheid, völlig umzuschwenken. Wieder einer weniger.

A. D. schrieb:

sind wir aber auch im Unternehmen jetzt auf KiCad gewechselt und spenden für die Weiterentwicklung.

Auch das ist eine oft gesehene Strategie. Man kann sich bei so einem open source Paket auch gerne mal einen Entwickler schnappen und ihn als Berater reinholen. Oder man lässt sich gleich einen passenden plugin schreiben.

: Bearbeitet durch User
#8085216
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A. D. schrieb:

...sind wir aber auch im Unternehmen jetzt auf KiCad gewechselt und spenden für die Weiterentwicklung.

Ich verstehe nicht, warum das nicht schon viel mehr Firmen so machen.... Bin mir sicher, dass KiCad für ein Großteil der Boards die da draußen so designed werden, ausreichend wäre. Wir dürfen KiCad in der Firma inzwischen auch für "nicht produktive" Projekte nutzen - also wenn wir mal schnell irgendwelche internen Testboards oder so brauchen. Ein Großteil der Kollegen nutzt für solche Sachen KiCad dann auch.

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