Hallo,
ich möchte eine Schaltung entwickeln, die aus einem Drehstromnetz 220-690 V eine 24 V DC Spannung 2 A erzeugt.
Die Besonderheit: Es wird betriebsmäßig häufig über die AC Seite Ein und Ausgeschaltet.
Dabei muss die 24 V möglichst schnell unter Nennlast ebenfalls ein/ausgeschaltet werden.
Mein Gedanke wäre ein Step down Wandler:
Drehstromgleichrichterbrücke-Pufferelko-IGBT mit Schaltnetzteil IC- Spule/Trafo
Ob wir galvanische Trennung brauchen, wird noch geklärt.
Gibt es hier passende Schaltungen oder sogar Bausätze ?
bei der Ausgangsfrage erscheint mir jede tiefergehende Antwort als Zeitverschwendung.
Dennoch 3 Anmerkungen:
Wer würde sowas als Bausatz anbieten, ernsthaft? Womöglich sogar mit den Einzelteilen vom Trafo damit man sich Wickelkosten spart?
Wenn Dich sowas ernsthaft interessiert ackere die Datenblätter/ANs der Hersteller durch, da findest Du dann Schaltungen in ausreichender Vielfalt um Deinem Ziel ein bischen näher zu kommen... aber 1200VDC in einem Buck auf 24V/2A zu bringen ist nicht unbedingt trivial.
Wenigstens weißt Du dann ungefähr (aber immer noch nicht genug) auf was Du dich einlassen würdest.
Ob wir galvanische Trennung brauchen, wird noch geklärt.
Und am besten auch, ob tatsächlich dieser extreme Spannungsbereich nötig ist.
BTW: wieviel Erfahrung hast du mit dem Design von Schaltnetzteilen? Wenn du "noch nicht so arg viel" davon weißt, dann wirst du bei diesem Projekt sehr viel lernen.
Der Knackpunkt sind die 690V AC. Den Rest kann man mit einer Drehstromgleichrichterbrücke und einem Zusatzrelais zur Abschaltung des Ausganges noch bei einem bestehenden SNT nachrüsten.
Zusätzlich zu den anderen genannten Punkten:
Warum muss der Eingang unbedingt 3-phasig sein?
Weil ich bei einer B6 Brücke weniger Glättungselko-Kapazität benötige
als bei B4 aus Wechselstrom.
Die 3 Phasen sind halt vorhanden......
Spielt das bei 48W Ausgangsleistung eine Rolle?
Das ist wie gesagt Wandwarzen-Liga. Bis auf die 690 VAC Eingang und 3-Phasig. 3-Phasig heißt automatisch dass Du eine höhere Zwischenkreisspannung bekommst, also noch höhere Eingangsspannung für Deinen Wandler und damit noch aufwendiger.
Weil ich bei einer B6 Brücke weniger Glättungselko-Kapazität benötige als bei
B4 aus Wechselstrom. Die 3 Phasen sind halt vorhanden......
Ähhh... ja. Toll. Und dafür kauft man sich dann die Probleme mit den 690Vac bzw. nach Gleichrichtung 975Vdc ein? Würde ich lassen... aber ist nur meine Meinung.
Weil ich bei einer B6 Brücke weniger Glättungselko-Kapazität benötige
als bei B4 aus Wechselstrom.
Die 3 Phasen sind halt vorhanden......
Die 50µ die du sparst werden von den beiden Extradioden locker aufgefressen.
Sicher, das es für 50W Ausgangsleistung nichts fertiges gibt, das man einfach an zwei Phasen oder Phase/Null klemmen kann und das man einfach so mit Garantie, allen nötigen Prüfzeichen und Zulassungen und vernünftiger Leistung preiswert kaufen kann?
So ein Ding zu entwickeln ist jedenfalls nichts für Anfänger.
Weil ich bei einer B6 Brücke weniger Glättungselko-Kapazität benötige
als bei B4 aus Wechselstrom.
Falsch abgebogen ?
Du hast keine 48kW sondern 48W.
Du kannst ein Netzteil für 230V bauen und an 1 Phase des Drehstrombetzes hängen, wenn ein Neutralleiter vorhanden ist.
Damit reduziert sich der Aufwand auf ein ganz einfaches 24V Netzteil von der Stange.
Deine einzige Sonderanforderungvist ein schnelles Abschalten. Das wird sowieso nichts mit kleinen Elkos, denn ohne Last halten die die Ausgangsspannung länger aufrecht als unter Volllast.
Also eine einfache Extraschaltung, die die Netzspannung überwacht und bei Ausfall innerhalb 10ms den Ausgang elektronisch abschaltet, per Schalttransistor, sofort.
Ingenieure haben es nicht so sehr mit qualitativen Angaben wie "viel" und "wenig" oder "schnell" und "langsam". Ganz arg wird es dann, wenn noch eine Steigerungsform wie "möglichst" davor steht. Und das zu allem Übel auch noch unbedingt passieren "muss".
Sie lieben es aber, wenn einfach ein definierter Grenzwert mit Zahl und Dimension angegeben wird. Und neugierigen Ingenieuren gefällt es, wenn ein Grund für diesen Wert angegeben ist. Denn dann können sie selber abschätzen, wie wichtig und richtig diese Vorgabe ist.
Ingenieure haben es nicht so sehr mit qualitativen Angaben wie "viel"
und "wenig" oder "schnell" und "langsam". Ganz arg wird es dann, wenn
noch eine Steigerungsform wie "möglichst" davor steht. Und das zu allem
Übel auch noch unbedingt passieren "muss".
Ich hätte das BLOCK PC-0224-050-0 vorgeschlagen:
https://www.block.eu/de_DE/produktvariante/pc-0224-050-0
Eingang: 200…500 VAC nominal
tatsächlicher AC-Eingangsbereich: 180…550 VAC
1- oder 2-phasig 44…66 Hz
Ausgang: 24 VDC / 5 A 120 W
Ausgang einstellbar: 23…28,5 V
Wirkungsgrad ca. 89 % -25…+70 °C
DC-OK-Signalisierung
Das AC-good getrennt mit einem Phasenwächter-Relais erzeugen.
Ansonsten zweigleisig fahren: zwei Spannungswächter schalten ein Netzteil, ggf. bei zu hoher Spannung mit einem Vorschalt-(Spar)trafo
Von einer Einschaltzeit war bisher keine Rede.
Das ebenfalls im Datenblatt erwähnte PM-0224-038-0 hat eine Ausschaltzeit von 18..60ms, fast wie gewünscht.
Und einen noch weiteren Eingang: 180 - 575 Vac (254 - 812 Vdc)
Oder wie wäre es, wenn du einfach mal beschreibst, welche Aufgabe du mit
diesem Gerät lösen willst.
Mit der 3 phasigen Zuleitung wird ein Motor (3KW in Dreieckschaltung ohne herausgeführten Sternpunkt) ein und ausgeschaltet.
Im Klemmenkasten des Motors sollen aus der Zuleitungsspannung ein Magnetventil 24V versorgt werden.
Ja, Verzögerungszeit für schnelles Ein und Ausschalten des Magnetventils mit jeweils ca. 50 ms.
Taktzyklen > 2 Mio.
Sicher, das es für 50W Ausgangsleistung nichts fertiges gibt, das man
einfach an zwei Phasen oder Phase/Null klemmen kann und das man einfach
so mit Garantie, allen nötigen Prüfzeichen und Zulassungen und
vernünftiger Leistung preiswert kaufen kann?
Und der Motor hat ebenfalls einen 1:3,14-Weitbereichs-Eingang?
Oder werden vielleicht unterschiedliche Motoren je nach Spannung eingebaut? Dann könnte man auch den passenden Trafo einzubauen. Dann macht ein 3-phasiger Gleichrichter ohne Elko die kurzen Schaltzeiten gratis. Bonus: keine Elektronik, hält 100 Jahre.