Hallo erstmal :), ich bin absolut neu in diesem Forum.
Ich veranstalte regelmäßig ein kleines Quiz in einer Kneipe und habe mir
überlegt, dass eine Buzzerrunde das ganze sehr auffrischen würde. Leider
kenne ich mich in der Technik alles andere als gut aus.
Im Internet finde ich Schaltungen für 4 Spieler, die ich nicht verstehe
oder große Holzkisten mit Mushroom Buzzer aus amazon etc.
Wie teuer wäre es für, sagen wir eine variable Anzahl von bis zu 10
Teams so eine "Buzzervorrichtung" herzustellen? Dabei würde ein kleiner
Schalter, den man zur Not mit dem Daumen o.ä. betätigt völlig
ausreichen. Diese Vorrichtung wird lediglich dafür benötigt, dass ich
feststellen kann, welches Team zuerst gedrückt hat, ohne lautes
durcheinander Schreien. Ich brauche weder Lichter noch Töne. Das ganze
würde mit langen Kabeln verbunden werden? (Eine Übertragung ohne Kabel
würde wahrscheinlich die Kosten sprengen?)
Ich bedanke mich schonmal recht herzlich für alle Antworten!
Liebe Grüße,
Stephan
Wenn du die gängigen Schaltungen mit 4 Tastern schon nicht verstehst,
dann wird eine größere Schaltung sicher noch unverständlicher sein.
Bei 10 Tastern und loser mobiler Anwendung würde ich keine Kabel mehr
verwenden. Mit ESP8266 Modulen kannst du das per WLAN machen, es gibt
auch andere geeignete Funkmodule. Die sind jedenfalls billiger als Kabel
+ Stecker.
In diesem Tutorial wird am Ende eine Buzzer Schaltung mit Relais gebaut.
Diese kann man ganz problemos auf beliebig viele Taster erweitern.
http://stefanfrings.de/klippklapp/index.html
Ich würde das allerdings nicht mit 24V machen, sondern vielleicht 6V und
Batterien.
In diesem Buch wird auch eine Buzzer Schaltung gebaut, jedoch mit
Mikrocontroller.
http://stefanfrings.de/mikrocontroller_buch/index.html
Aber wie gesagt, was drahtloses würde mir persönlich eher gefallen. Bei
meinem heutigen Kenntnisstand würde mir das mit ESP8266 Module wohl am
schnellsten gelingen. Infos dazu:
http://stefanfrings.de/esp8266/index.html
Ich fürchte allerdings, dass all diese Anleitungen für dich
unverständlich sind. Möchtest du das als komplette Entwicklung in
Auftrag geben?
Ich habe sowas mal für die Jugendfeuerwehr mit 8 Spielern gebaut. Ganz
ohne Mikrokontroller.
Also so richtig teuer waren die Gehäuse, Taster und Steckverbinder, weil
alles sich mit 8 oder sogar 9 multiplizierte.
Danach kam mit ca. 50 € die Leiterkarte.
Stefan U. schrieb:>> Ich fürchte allerdings, dass all diese Anleitungen für dich> unverständlich sind. Möchtest du das als komplette Entwicklung in> Auftrag geben?
Danke für die schnelle und ausführliche Antwort! Ich werde mir die Links
heute Abend ansehen, da ich es jetzt gerade nicht kann. Nur, dass ich
mal einen groben Überblick habe, was würde die komplette Entwicklung mit
"Wlan-Buzzer" denn in etwa Kosten, falls du das ohne großen Aufwand
abschätzen kannst?
Stephan K. schrieb:> was würde die komplette Entwicklung mit "Wlan-Buzzer" denn in etwa Kosten
Wenn du sie extern vergeben würdest?
BTW: ich wäre mit WLAN in einer Kneipe mit vielen Handys vorsichtig.
BTW2: dann wäre mit WLAN auch noch die Frage nach der Zulassung des neu
geschaffenen Funkgeräts. Mindestens die Modulintegrationsmessungen
werden dafür wohl anfallen.
Oder andersrum: wer Funk kennt nimmt Kabel...
> was würde die komplette Entwicklung mit "Wlan-Buzzer" denn in etwa Kosten
Ich mache sowas für 20 Euro pro Stunde, weil es mir Spaß macht. Einen
Gesamtpreis kann ich Dir nur nennen, nachdem die Anforderungen konkret
zusammengetragen wurden.
Es fängt schon damit an, dass man Taster ab 10 Cent aber locker auch für
über 10 Euro kaufen kann. Ähnlich extrem sind die Preisspannen bei
Gehäusen. Und dass eine Entwicklung mit Funkübertragung erheblich mehr
Zeit beansprucht, als ein paar Relais zusammenzulöten sollte auch klar
sein.
Schau Dir erstmal meine Webseiten an, danach hast du sicher eine klarere
Vorstellung, wie das Ganze enden soll.
> die Frage nach der Zulassung
Stellt niemand bei einem einzelnen Aufbau aus der Hobbykiste - solange
es keine Probleme macht.
Ich würde 10 Tret-Zwischenschalter (Ebay: 1,99€) nehmen. Die sind robust
und man kann ordentlich draufhauen.
Der Spielleiter hat auch ne Taste zur Freigabe, die dann eine LED oder
einen Summer einschaltet.
Die Auswertung macht dann ein MC (z.B. ATmega88), damit es gerecht
zugeht und keiner schummeln kann. Da es Schalter sind und keine Taster,
wertet der MC die erste Flanke nach der Freigabe aus.
Bei Funk weiß ich nicht, wie da die Reaktionszeiten sind. 100ms Delay
können schon merkbar sein und zu Ärger führen. Außerdem braucht dann
jeder Taster seine eigene Batterie und es können leicht Taster
"verloren" gehen.
> Bei Funk weiß ich nicht, wie da die Reaktionszeiten sind.> 100ms Delay können schon merkbar sein und zu Ärger führen.
Gutes Argument, sollte man bedenken.
Stefan U. schrieb:>> Aber das gibt's doch alles zu kaufen. 10 fach "Lockout" Buzzers>> kabellos. Gibt's bei Amazon.>> Für 1000 Dollar!?
Ja und? Eine Auftragsentwicklung + Material wird sicher nicht billiger.
Nicht mal vom Student.
> Eine Auftragsentwicklung + Material wird sicher nicht billiger.
Ja da hast Du wohl Recht. Aber für ein fertig-Produkt finde ich diesen
Preis schon hammerhart.
Das ist wohl die Sache mit Angebot und Nachfrage...
Wie viele Leute brauchen wohl so eine Kiste für über 4 Mitspieler.
Für 4 gibt's ja sowas für die Daddelkonsole. Und das wird so oft
verkauft, dass es inklusive Spiel erschwinglich ist.
Ich hatte auch versucht, die Materialpreise zu drücken. Die Taster waren
von Ebay. Eigentlich gedacht für Spielautomaten. Deshalb auch mit
Led-Beleuchtung, welche gleich als Anzeige herhalten muss, wer den
Zuschlag erhalten hat. Bzw. die Taste vom Spielleiter leuchtet, so lange
noch kein Spieler gedrückt hat.
Pilztaster kann man sich in der Menge einfach nicht leisten.
Die Buchsen und Stecker (damit man auch mal weniger Mitspieler-Boxen
nutzen kann) sind CB-Funk Mikrofon-Steckverbinder. Für die Eigenschaften
echt günstig. Schade ist allerdings, dass es nur Einbaustecker gibt.
Die Verbindungskabel waren mal Netzwerkkabel, bis die RJ-Stecker
aufgegeben haben.
Die Gehäuse waren von der Pollin-Reste-Rampe.
Irgendwann habe ich nachträglich noch ein MCP2210 Eval-Board in der
Kiste des Spielleiters versenkt, weil beim Bilderraten der Wunsch
aufkam, dass der PC, der das Bild Stück für Stück anzeigt, automatisch
stoppt, wenn ein Mitspieler drückt. Bzw. dass der Spielleiter nicht
vergessen kann, die Knöpfe wieder frei zu geben.
Wenn du Interesse hat, den Auftrag zu vergeben, schreib mir mal eine
Nachricht hier über's Forum.
Was ich dir anbieten würde:
- simpeleste Schaltung (letztendlich eine Platine)
- du klemmst/lötest nur noch die Taster mit der "langen Leitung" an
- kein Gehäuse o.ä. - hier kannst du ja dann selbst kreativ werden
- Der Aufwand sollte sich in Grenzen halten, sodass der Preis
maßgeblich durch die verwendeten Taster beeinflusst wird :-D
Alles Weitere per PN wenn Interesse besteht.
Die Buzzer für die Playstation-Spiele-Reihe "Buzz!" bekommt man
gebraucht mittlerweile sehr günstig.
Die haben einen grossen roten Buzzer, den man auch leuchten lassen kann
(wer hat zuerst gedrückt?), sowie vier zusätzliche Tasten (üblicherweise
für vier Antwortmöglichkeiten).
Die klassische Variante besitzt einen USB-Anschluss, an dem vier Buzzer
mit langen Kabeln angeschlossen sind. Für maximal 12 Teams bzw. Buzzer
bräuchte man also drei Buzzer-Sets sowie drei freie USB-Anschlüsse.
Die Dinger können problemlos in gewöhnlicher PC-Software genutzt werden;
ich selbst habe mit zwei solchen Sets vor ein paar Jahren mal ein Quiz
in Python programmiert.
Später gab es davon auch (etwas teurere) Wireless Buzzer, mit denen habe
ich allerdings keine persönliche Erfahrung.
Mein Tipp daher: 2-3 fertige Sets von solche Buzz!-Buzzern kaufen und
mit einem Notebook verbinden, auf dem eine kleine, selbst programmierte
Software läuft.
Sobald jemand den Buzzer drückt, leuchtet dieser Buzzer auf.
Und weil's ein spassiger Effekt ist, ordnet man am besten jedem Buzzer
am besten noch einen individuellen Sound zu, der dann automatisch
abgespielt wird.
Stefan U. schrieb:> Ich mache sowas für 20 Euro pro Stunde, weil es mir Spaß macht. Einen> Gesamtpreis kann ich Dir nur nennen, nachdem die Anforderungen konkret> zusammengetragen wurden
Meinst du das ernst? Betreibst Dumping für deine Selbstausbeutung und
bist dann auch noch stolz darauf?
Naja, ich sag immer you get what you pay for.
Selbst ein Freundschaftspreis liegt bei mir nicht unter 80€/h.
Motorrad-Didakt schrieb:> Elfriede schrieb:>> Selbst ein Freundschaftspreis liegt bei mir nicht unter 80€/h.>> Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.
Beste Kumpel zahlen einen Kasten Bier für eine Kleinigkeit oder sonst
was in die Richtung, ist es eine kommerzielle Entwicklung dann sprich
nichts dagegen klare Konditionen festzulegen. Ansonsten braucht man
später Juristen um das dann vor Gericht zu klären. Denn dann ist auf
einmal die Freundschaft vorbei, gerade bei Leuten wie dir.
Ich kenn so Leute wie dich, kennen einen von zweimal sehen und wollen
dann alles geschenkt haben. Dann wird immer gerne mit Werbeeffekt
argumentiert der selbstverständlich ausbleibt weil Helden wie du überall
rumposaunen wie wenig/gar nichts sie gezahlt haben - die dadurch
"geworbenen" Kunden erwarten weil sie dich über ihren Kumpel kennen auch
gleich mal 100% Rabatt.
Da kommt nichts dabei raus. Privat und beruflich muss man trennen. Mal
schnell einem Kumpel bei einem Umzug oder so helfen? Ehrensache. Mal
schnell ein Projekt für irgendjemanden mit 100 Arbeitsstunden umsonst
durchführen? Höchst zweifelhaft. Denn Leute wie du kommen dann
anschließend angeschissen mit einer Mängelliste und ihrem Anwalt und
dann hat man nicht nur nichts verdient, nein, man soll auch noch
draufzahlen und Schadensersatz leisten.
PS: Meine Freunde wissen was meine Arbeit wert ist. Von den besten
Kumpel kommt keiner an "kannst du mir hier was mit 100 Arbeitsstunden
für lau entwickeln" weil sie genau wissen, dass das 100 Stunden Freizeit
sind und wieviel das eigentlich kosten würde, wer "kannst du das nicht
für lau machen" ankommt zeigt so nur seine Geringschätzung der Leistung
anderer.
Falls Du es noch brauchst: Ich habe einen Buzzer gebaut, der auch
drahtlos funktioniert und von den Kosten unter 100 € liegt.
Anleitung: https://sichling.de/quiz-buzzer-selber-bauen/
Vorteil:
- Kosten unter 100€ (je nach Bauteilquelle)
- Drahtlos ohne Problebe für Frequenz-Lizenzen, da 2,4 GHz
- Problemlos erweiterbar oder anpassbar
Dominik,
bei deinem Buzzer vermisse ich eine gegenseitige Verriegelung mit
Leuchtanzeige bei demjenigen, der zuerst gedrückt hat.
Die Idee mit dem Tastaturcontroller finde ich gut. Ich kenne für solche
Projekte bisher den KeyWarrior und den MakeyMakey - beide sind teurer
und nicht drahtlos.
Stefanus F. schrieb:> bei deinem Buzzer vermisse ich eine gegenseitige Verriegelung mit> Leuchtanzeige bei demjenigen, der zuerst gedrückt hat.
Doch das ist vorhanden. Der Monitor/Beamer zeigt die entsprechende Farbe
an und verriegelt das, bis der Reset Knopf gedrückt wird.
Die Buttons selbst leuchten nicht. Zwar haben diese eine LED eingebaut,
diese habe ich jedoch nicht angeschlossen, da die Leuchtkraft so gering
war, dass es verschwendete Lebensmühe gewesen wäre, diese wirklich
anzuschließen.
Letztlich ist der ganze aufbau nur eine umgebaute Tastatur und den Rest
übernimmt die software am PC. die funktioniert auch einfach mit einer
herkömmlichen Tastatur.