oha schrieb:
> @Brain 2.0
> Welchen Kondensator müsste man verwenden?
> Ich konnte noch keine konkrete Info finden.
>
> Im Kaptel 4.1 des Hardware Design Guides
> (https://usermanual.wiki/Pdf/Sim800CHardwareDesignV102.1284175741/html)
> ist geschrieben, dass 4 Kondensatoren (+ Diode) sehr wichtig sind.
Naja, da steckt auch ne gute Portion Voodoo drin.
Immerhin sagen sie direkt, daß das Modul satte 2A beim Senden zieht. Die
müssen irgendwo herkommen, ohne daß die Versorgungsspannung nennenswer
absackt, sagen wir max. 100mV. Ob das EIN 100uF Kondensator kann, wage
ich zu bezweifeln, denn der macht
dU/dt = I / C = 2A / 100uF = 20.000V/s = 20V/ms = 100mV/5us
Ergo, wenn der Rest der Versorgung da nicht SEHR SCHNELL die 2A für
längere Sendezeiten leifert, wird das nix. Und die Sendezeiten bei GSM
SIND deutlich länger!
Auch ein fetter 1000 oder 2200 uF Elko mit wenig ESR verbessern die lage
nur unwesentlich, denn auch die fallen mit 0,1V / 500us bzw. 1000us.
Allerdings kann das reichen, um ein lahmes Netzteil zu puffern.
Was für ein 3A Netzteil hast du denn? Kann schon sein, daß dieses zu
lahm ist und zuviel Zeit braucht, um den Strom hochzureglen. Dann
könnten die 1000uF reichen. Die müssen nicht ULTRAnah an dem Board dran
sein, 20-50mm reichen, wenn die Zuleitungen ausreichend dick sind. Noch
besser sind Kupferflächen auf einer Platine, die haben sehr wenig
Induktivität). Aber Draht sollte hier reichen.
Auf deinem Steckbrett kann das Probleme machen, wenn die Kontakte dort
vergammelt sind. Also pack den Kram besser auf eine Lochrasterplatte und
verdrahte mit 0,5mm Draht und dem Lötkolben. Die 33pF und 10pF sind
vollkommener Unfug! Die empfohlenen 1-10uF als Keramikkondensator
reichen dicke, wenn der mit kurzen Drähten angelötet ist, auf jeden Fall
näher als der Elko. SMD ist noch besser, aber nicht zwingend nötig.
> Ebenso, dass diese möglichst nah am Chip platziert werden sollen. Dachte
> daher, dass die Kondensatoren + Diode daher schon auf der Platine sein
> müsste.
Nein. Die Diode ist ein einfacher Überspannungsschutz, der in der Praxis
im ERNSTFALL so oder so nicht funktioniert, denn eine 5,1V Z-Diode
klemmt bei nennenswertem Strom von vielleicht 1A+ locker bei 6-7V. Da
ist das Modul längst im Eimer. Lass sie weg. Eine Crowbar-Schaltung wäre
hier Overkill.
> Ist es noch nah genug, wenn diese Bauteile daneben am Steckbrett
> platziere?
Siehe oben. Nimm Lochraster.
> Dann bleibt aber noch unklar, welche/ob Kondensatoren breits auf der
> Platine vorhanden sind...
Unwichtig. Die Empfehlungen oben sind für die Außenbeschaltung.
Nimm einen 1000uF/6,3V Low ESR Elko und 10uF/25V Keramikkondensator. Das
reicht. 1000uF dehalb, weil der hier ca. 150mR hat, das ist auch ein
Wert, der im Datenblatt für das Modul gefordert wird. Der
Keramikkondensator hat hier eine recht hohe Nennspannung, damit dessen
Kapazität nicht zu sehr einbricht, das ist ein dreckiger Nebeneffekt
dieser hochkapazitiven Keramikkondensatoren. Gibts bei Reichelt alles
nur als SMD, läßt sich aber bei der Größe leicht auf Lochraster löten.
https://www.reichelt.de/elko-smd-1-000-f-6-3v-105-c-1000h-low-esr-fc-v-1-0m-6-3-p200103.html?&trstct=pol_0&nbc=1
https://www.reichelt.de/smd-vielschichtkondensator-g1206-10-f-25v-x7r-g1206-10-25-p89741.html?&trstct=pol_0&nbc=1