Hallo Heiko!
Erstmal Danke für Deine Antwort!
In der letzten Woche habe ich etwas mit dem Board rumgespielt und meine
noch offenen Fragen mir zum großen Teil selber beantwortet. :-)
Hoffe es hilft anderen ARM-Startern.
Also hier noch mal die alten Fragen + aktueller Kenntnisstand:
- Ist es möglich das auf dem Chip vorhandene MAPLE-System komplett
auszulesen und wegzusichern? (Im Netz habe ich keinen Download
gefunden.)
=> Ja, es ist möglich und kein Hexenwerk.
Der Maple-Bootloader ist nicht verdongelt. Der komplette Chip kann
ausgelesen und später wieder zurück gespielt werden.
- Ist das Maple-System ein Interpreter?
=> Kein Interpreter. Der Programmcode wird mit der Maple-IDE auf dem PC
erzeugt und von dort mittels des auf dem Chip befindlichen
Maple-USB-Boardloader in den Chip geflasht.
- Kann ich das Board direkt mit 3,3V oder 5V aus dem FT232 versorgen,
ohne die diversen Wandler zu schrotten?
=> Das Board hat auf der UB-Leiste einen Eingang für Vin. Dort sollten
laut Schaltplan 9-30V angeschlossen werden. Wenn dort die 5V vom FTDI232
angeschlossen werden, können keine 3,3V erzeugt werden. Da kommen dann
nur noch ca. 2,8V aus dem Wandler des ARM-Boards. Der ARM läuft damit
zwar, aber von genormten 3,3V ist mir das zu weit weg. Also eher nicht
sinnvoll.
Ein Trägerboard für das ARM-Bord sollte also mit einem Stecker-Netzteil
von z.B. 12V versorgt werden.
- Gibt es außer dem STM32PROG von
http://forum.diamex.de/content.php?26-programmierg...
noch andere GUI's zur seriellen Programmierung mit mehr Chip's?
=> Hier bin ich leider noch nicht weitergekommen. :-(
Zur Zeit fummel ich mir gerade mit EAGLE einen vollkommen galvanisch
getrennten universellen COM-Adapter zum seriellen Flashen der STMx und
LPCx (habe hier noch einen LPCXpresso rumliegen). Dabei hat sich aber
gezeigt, das die STM-µC's am BOOT0 einen H-Pegel haben wollen, die LPC's
jedoch einen LOW-Pegel. Also kommt da ein Umschalter ran (sonst müßte
man den FT232 ja jedesmal per MPROG umstellen).
Warum galvanische Trennung?
Bei abgeschalteter UB des ARM-Boards würden sonst ohne galvanische
Trennung Ströme über die Rx/Tx-Leitungen des FT232 zum ARM fließen. Wenn
das ARM-Board jedoch bestromt ist und der FT232 nicht am USB des PC's
angesteckt ist, dann wird der FT232 über die Rx/Tx-Leitungen mit Strom
versorgt. Beides finde ich sehr bedenklich.
Wenn ich mich beim Experimentieren zu später Stunde vertue und die 12V
irgendwo an den µC kommen, dann stirbt mir wenigstens nicht auch noch
der PC -> sicher ist sicher. :-)
Im nächsten Schritt wird dann noch ein angepasstes Trägerboard (mit
EAGLE oder Lochraster?) gehäkelt.
Wenn daran Interesse bestehen sollte, könnt ich's ja hier mit
reinstellen.
Noch kurz etwas zu CooCox und Maple.
Ich habe dank des Tutorials erste Schritte mit CooCox gemacht.
Damit kommt ich sehr flott zu lauffähigem Code. Vor allem wird man beim
Gehangel in den diversen Dateien gut unterstützt. Prima!
Bei Betrachten der Maple-Beispiele bin von der Einfachheit des Codes
angenehm überrascht. Mit nur wenig Zeilen kommt man hier fix zu
Ergebnissen. Ich würde es fast mit BASCOM für die AVR's vergleichen
(also nur von der Handhabbarkeit - ES IST EIN C++ COMPILER!!! NIX
BASIC!!!)
So, das war's für heute - werde mich nun Richtung C*nrad bewegen um
diversen Kleinkram zu erbeuten. :-)