CAN-BUS richtig routen

OP #6325315
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Hallo zusammen,

folgende Frage an die CAN-Spezialisten:

Ich möchte eine Verteiler-Platine entwerfen. Es werden verschiedene 
Signale (Analog 0-10V, PWM 0-24V, TTL 0-5V, Versorgungen 24V, CAN) über 
einen hochpoligen Stecker auf eine Platine geführt und auf 
Phoenix-Klemmen verteilt. Die Platine ist relativ groß 280mm x 580mm. 
Die CAN-Kanäle werden über eine Länge von 60-70cm über die Platine 
gelayoutet. Ist das kritisch, den CAN-BUS über diese lange Strecke zu 
führen bzw. kritisch für die benachbarten Signaltypen? Was wäre im 
Layout zu beachten außer CANL und CANH parallel zu führen? Schon mal 
vielen Dank für eure Hilfe!

VG Josse
OP #6325347
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Timo N. schrieb:
> Im Saturn PCB Toolkit V7.11 kannst du für Differntial Pairs einen
> Zielwellenwiderstand vorgeben und den Abstand und Breite deiner
> Leiterbahnen dann so bestimmen, dass der für CAN optimale
> Wellenwiderstand rauskommt.
>
> Gibts kostenlos.

ok danke. Und bezüglich Störung der anderen Signaltypen, die sich auf 
dem Board befinden? Der CAN ist ja relativ sicher gegen externe 
Störungen. Hat jemand Erfahrungswerte?
#6325352
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Wenn da jetzt keine Leiterbahnen oder Kabel mit hohen, gepulsten Ströme 
in der unmittelbaren Nähe sind (Motoren mit PWM oder ähnliches) würde 
ich mir keine großen Sorgen machen. CAN is robust.

Stichleitungen soweit möglich vermeiden, anständig an den Enden 
terminieren und gut ist.
OP #6325356
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Max H. schrieb:
> Wenn da jetzt keine Leiterbahnen oder Kabel mit hohen, gepulsten Ströme
> in der unmittelbaren Nähe sind (Motoren mit PWM oder ähnliches) würde
> ich mir keine großen Sorgen machen. CAN is robust.
>
> Stichleitungen soweit möglich vermeiden, anständig an den Enden
> terminieren und gut ist.

Ich denke eher daran, daß der CAN die analogen oder TTL-Signale stören 
könnte.
Gast #6325358
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Josef M. schrieb:
> Ist das kritisch, den CAN-BUS über diese lange Strecke zu
> führen bzw. kritisch für die benachbarten Signaltypen?

Der CAN-Bus sollte als Differential Pair mit der richtigen Impedanz (120 
Ohm) geroutet werden, auch wenn das bei einer 2seitigen Leiterplatte 
schwierig sein kann. Von anderen Signalen sollte er getrennt werden, 
z.B. durch grösseren Abstand, ev. auch durch Masse dazwischen. Das gilt 
auch für die anderen Signale wie etwa analog. Es scheint ja Platz genug 
zu sein, den kann man auch ausnützen.

Es gibt hier immer wieder "Fachleute" die erklären das wäre alles 
überflüssiger Quatsch und nur was für Weicheier, aber wenn du schon 
fragst solltest du dir überlegen ob du es ordentlich machst oder nur 
zusammenmurkst, auch wenn der Muks oft auch irgendwie funktioniert.

Georg
Gast #6325377
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Josef M. schrieb:
> Die CAN-Kanäle werden über eine Länge von 60-70cm über die Platine
> gelayoutet. Ist das kritisch, den CAN-BUS über diese lange Strecke zu
> führen bzw. kritisch für die benachbarten Signaltypen?

CAN sollten bis 40m Leitungslänge uneingeschränkt mit voller Datenrate 
funktionieren. Bei größeren Leitungslängen bis 100m geht
Highspeed-CAN nicht mehr mit 1MBit/s, d.h. man muss auf 500 kbit/s 
runter, bis 500m auf 125 kbit/s. Die zulässige Längen würde ich 
allerdings nicht schon auf der Platine ausschöpfen wollten ;-)

Max H. schrieb:
> Stichleitungen soweit möglich vermeiden, anständig an den Enden
> terminieren und gut ist.

Stichleitungen dürfen schon ein paar Meter lang sein.

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