Hochpass bei EMG

#4287712
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Es kommt sehr darauf an wie du auswerten möchtest...
Qualitativ oder quantitativ???

Für die qualitative Bewertung möchte man natürlich den passbereich 
möglichst groß haben... Ist beim emg aber eher selten. Bei ekg eher 
ueblich.

Wenn du aber quantitativ (z.b. Fuer Biofeedback) auswerten  möchtest, 
dann sind eher deutlich höhere grenzfrequenzen üblich.
Da duerfen es dann auch ruhig mal 70 herz sein!
Damit erschlaegt man gleich auch eine reihe anderer Probleme.
Denn emg ist eher hochfrequent!

Gruß Carsten
#4291940
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Thorsten schrieb:
> Welche Grenzfrequenzen sind bei EMG-Messungen für den Hochpass gegen die
> Störungen durch die "Elektrodenspannungen", also die durch die
> Elektroden verursachten Störungen, üblich? Habe Beiträge gefunden, in
> denen 0.1Hz erwähnt wurden, stimmt das?

Nein, das stimmt überhaupt nicht, denn quasistationären DC-Spannungen, 
geben durch den Kontakt Elektrodenmetall/Elektrolyt (Haut,Muskelgewebe) 
ändern sich schneller, gegeben durch kleinste Lageveränderungen. Gemäss 
meiner Erfahrung sind 10 Hz richtig. Also 100 mal mehr...

Nun ist es so, das gilt für relativ einfache Messungen oder 
Biofeedback-Anwendungen mit Hautoberflächen-Elektroden.

Für präzisere Messungen und erst noch bei intramuskulären Messungen 
(iEMG) mittels feiner Drähtchenelektroden, sollte ein aktives HP-Filter 
mindestens 4, besser 6. Ordnung sein mit Butterworthcharakteristik 
(Empfehlung für Filter: HALBLEITER-SCHALTUNGSTECHNIK von Tietze/Schenk)

Lies Dich da mal etwas hier rein. Beachte in der Einleitung die 
wichtigen Links, geeignet für den Start.

  Echter Differenzverstärker IV:
  EMG-Vorverstärker Deluxe mit INA111
    http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/diffemg.htm

Viel Spass.
Gruss
Thomas

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