Thorsten schrieb:
> Welche Grenzfrequenzen sind bei EMG-Messungen für den Hochpass gegen die
> Störungen durch die "Elektrodenspannungen", also die durch die
> Elektroden verursachten Störungen, üblich? Habe Beiträge gefunden, in
> denen 0.1Hz erwähnt wurden, stimmt das?
Nein, das stimmt überhaupt nicht, denn quasistationären DC-Spannungen,
geben durch den Kontakt Elektrodenmetall/Elektrolyt (Haut,Muskelgewebe)
ändern sich schneller, gegeben durch kleinste Lageveränderungen. Gemäss
meiner Erfahrung sind 10 Hz richtig. Also 100 mal mehr...
Nun ist es so, das gilt für relativ einfache Messungen oder
Biofeedback-Anwendungen mit Hautoberflächen-Elektroden.
Für präzisere Messungen und erst noch bei intramuskulären Messungen
(iEMG) mittels feiner Drähtchenelektroden, sollte ein aktives HP-Filter
mindestens 4, besser 6. Ordnung sein mit Butterworthcharakteristik
(Empfehlung für Filter: HALBLEITER-SCHALTUNGSTECHNIK von Tietze/Schenk)
Lies Dich da mal etwas hier rein. Beachte in der Einleitung die
wichtigen Links, geeignet für den Start.
Echter Differenzverstärker IV:
EMG-Vorverstärker Deluxe mit INA111
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/diffemg.htm
Viel Spass.
Gruss
Thomas