Nö, der Heizwiderstand sollte den kleinen 12V Panasonicakku und schon
gar nicht den 12V Autoakku in den Kurzschlussstrom treiben.
Der Strom hängt vom elektrischen Widerstand des Heizwiderstandes bei
Arbeitstemperatur sowie von der Spannung des verwendeten Akkus ab. Da
sich die Spannung des Akkus gegenüber dem kleinen Akku nicht ändert
verlängert sich nur die mögliche Betriebsdauer bis der Akku entladen
ist.
Namste
Der Rämchendraht hat ja einen Widerstand, ist also kein Kurzschluß.
Der Rämchendraht ist ja aus Edelstahl, Edelstahl hat einen zimlich
großen spezifischen Widerstand, leitet noch schlechter als Eisen.
Wenn die Heizleistung zu hoch ist, kannst du dir auch mit diesen
Edelstahl Vorwiderstände selber anfertigen, brauchst also keine
teuren Widerstände kaufen.
Susanne schrieb:> Eine Autobatterie die kurzgeschlossen wird, ist natürlich keine Gute> Idee, deshalb würde ich gerne einen Laswiderstand davor schalten.> https://www.reichelt.de/50-Watt-axial/50W-METALL-0-15/3/index.html?ACTION=3&LA=2&ARTICLE=110723&GROUPID=5274&artnr=50W+METALL+0%2C15&SEARCH=%252A>> kann mir jemand sagen ob meine Gedanken so richtig sind?> hält das die Batterie aus?
Deine Überlegung ist falsch. Du willst die
Energie aus der Batterie nicht sinnlos an
einem Vorwiderstand vernichten.
Du brauchst einen geeigneten Widerstandsdraht.
Der begrenzt den Strom und damit die nötige
Wärmeenergie. Der Draht wird warm und schmilzt
das Wachs.
Welcher Draht geeignet ist (Dicke, Widerstands-
wert) musst du probieren.
Schau mal nach Styropor-Schneidegeräten das könnte
erste Hinweise geben.
Susanne schrieb:> kann mir jemand sagen ob meine Gedanken so richtig sind?
Eher nicht.
Du willst doch nicht 95% der Ladung der Batterie sinnlos im
Vorwiderstand verbraten.
Bau deine Heizplatte eben so, daß sie an 12V arbeiten kann, dann zieht
sie weniger Strom udn der Akku hält länger.
Normalerweise in dem man den Heizdraht länger und dünner macht und
vielleicht mäandert oder als Spirale formt.
Michael B. schrieb:> Normalerweise in dem man den Heizdraht länger und dünner macht und> vielleicht mäandert oder als Spirale formt.
Diese Drähte sind doch in die Rahmen eingespannt die kannst Du wohl
nicht anders 'verlegen'.
Das mit der Autobatterie ist keine gute Idee und würde auch nicht gut
funktionieren.
Die Spannung ist auch schon ohne Vorwiderstand vermutlich zu gering. Ich
lasse das meine Tochter immer mit einem Labornetzteil machen, bei dem
die Strombegrenzung auf ca. 2A eingestellt ist. Die Spannung ist dann
über den kompletten Draht wenn ich mich richtig erinnere über 20 Volt.
Also hat der Draht über die Länge für ein Raehmchen ca. 10 Ohm.
Wenn wirklich die gesamte Drahtlänge an der Batterie hängt, wird der
sehr langsam warm.
Wenn du dir dein Video mal genauer anschaust, wirst du feststellen, daß
er den Kontakt immer nur gaaaanz kurz herstellt, sonst würden die
Drahtchen das "Leuchten! beginnen.
Dein "Lastwiderstand" ist viel zu klein, den kannst du weglassen.
Sagen wir es so - die "feine Englische" ist das nicht.
Besser wäre, wie Volker SK schon sagte, ein Netzteil mit einstellbarer
Strombegrenzung.
Für deine drei Rahmen im Jahr, reicht aber auch eine Autobatterie.
Nicht schön, aber es gibt ja auch Leute, die mit Benzin den Grill
anmachen...
Reinhard ## schrieb:
>Deine Überlegung ist falsch. Du willst die>Energie aus der Batterie nicht sinnlos an>einem Vorwiderstand vernichten.
<Du brauchst einen geeigneten Widerstandsdraht.
Der Heizvorgang dauert nur 3 bis 4 Sekunden,
da spielt der Verlust am Vorwiderstand keine Rolle.
Die Rähmchendrahtstärke ist vorgegeben die kann man
nicht beliebig ändern.
Wenn du mit der Batterie statt dem Ladegerät - wie im Video gezeigt -
die Wachsplatte verlöten kannst, ohne dass sie sofort durchgeschmolzen
wird, brauchst du nichts weiter. Autobatterien können mehrere hundert
Ampere abgeben, ohne Schaden zu nehmen.
Nur wenn du sehr ängstlich bist, könntest du eine geeignete
KFZ-Sicherung - 20 A vielleicht? - in eine der Zuleitungen einbauen,
damit bei einem aus Versehen herbeigeführte Kurzschluss nichts weiter
verschmort wird.
Ich würde das aber nicht machen...
ok, ich messe mal den Widerstand des Drahtes.
Aber angenommen, der hat wirklich 10Ohm, dann gibt es wirklich ein
Problem mit der Spannung. 12V/10Ohm = 1,2A das ist wahrscheinlich
wirklich zu wenig Strom um den Draht zu erhitzen.
das heißt wenn ich es richtig machen will, dann benötige ich in der Tat
eine höhere Spannung und baue mir eine Strombegrenzung bei ca. 2A?
sehe ich das richtig?
Susanne schrieb:> das heißt wenn ich es richtig machen will, dann benötige ich in der Tat> eine höhere Spannung und baue mir eine Strombegrenzung bei ca. 2A?> sehe ich das richtig?
Das mit der Strombegrenzung ist optimal. Da ist es dann völlig egal, ob
der gesamte Draht des Rähmchens erhitzt werden soll oder nur ein
Teilstück das vorher nicht richtig eingeschmolzen war.
Soll das ganze eigentlich netzunabhängig werden, weil Akku...?
Susanne schrieb:> ok, ich messe mal den Widerstand des Drahtes.> Aber angenommen, der hat wirklich 10Ohm, dann gibt es wirklich ein> Problem mit der Spannung. 12V/10Ohm = 1,2A das ist wahrscheinlich> wirklich zu wenig Strom um den Draht zu erhitzen.> das heißt wenn ich es richtig machen will, dann benötige ich in der Tat> eine höhere Spannung und baue mir eine Strombegrenzung bei ca. 2A?> sehe ich das richtig?
JA
p.s. Ich frage mich gerade, wieviel Prozent der User die hier im Forum
Mitlesen, kein Labornetzgerät besitzen??
Du mußt erstmal wissen, welche Heizleistung du am Draht ungefähr
brauchst, damit die Temperatur paßt. Bei 1,2A*12V = 14 Watt ist nicht
unbedingt wenig.
Susanne schrieb:> baue mir eine Strombegrenzung bei ca. 2A
Eine einfache Strombegrenzung kann mit einer in Serie geschaltenen 12V
Autolampe gemacht werden.
batman schrieb:> Du mußt erstmal wissen, welche Heizleistung du am Draht ungefähr> brauchst, damit die Temperatur paßt. Bei 1,2A*12V = 14 Watt ist nicht> unbedingt wenig.
Aus persönlicher Erfahrung würde ich eher auf 40.. 50W gehen.
SMD schrieb:> p.s. Ich frage mich gerade, wieviel Prozent der User die hier im Forum> Mitlesen, kein Labornetzgerät besitzen??
Wenn ich jetzt nicht gerade eines einstehen hätte, würde ich vielleicht
auch was basteln ;-)
SMD schrieb:> p.s. Ich frage mich gerade, wieviel Prozent der User die hier im Forum> Mitlesen, kein Labornetzgerät besitzen??
Warum gerade jetzt?
Zum heiß machen und dampfen lassen, braucht man doch keins.
Nunja, der Mann im Video macht es ja auch nur mit mit ca. 14V
(Ladegerät) und da ist der Draht in 2 Sekunden heiß. Warum man da viel
mehr Saft brauchen soll ist unklar.
Bei 12V und 0,4mm Edelstahldraht brauchst du keine Strombegrenzung,
sonderen viel Geduld. Der Draht wird dann nämlich nur sehr langsam warm.
Habs grade nochmals getestet. Bei meinem Rähmchen im Zandermaß, 0.4mm
Edelstahldraht, längs gedrahtet, fließen bei 12V grade mal 1,1A. Wenn
sich der Draht (viel zu langsam) erwärmt, fällt der Strom auf 1,03A. Da
verhungert man ja, wenn man einige hundert MW einlöten muss.
Der Imker im verlinkten Video hat scheinbar Deutsch Normal Rähmchen.
Wenn der Draht kein Edelstahl, sondern verzinkter Eisendraht ist,
reichen die 14V vielleicht. Bei Edelstahldraht und größerem Rähmchenmaß
macht das aber definitiv keinen Spaß mehr.
batman schrieb:> Nunja, der Mann im Video macht es ja auch nur mit mit ca. 14V> (Ladegerät) und da ist der Draht in 2 Sekunden heiß. Warum man da viel> mehr Saft brauchen soll ist unklar.
Er erhitzt die 3 oder 4 Teilstücke die dann natürlich jedes einen
entsprechend kleineren Widerstand haben.
<edit> wenn man das so machen will, dann wäre der Vorschlag vielleicht
einen Versuch Wert
Kurt A. schrieb:> Eine einfache Strombegrenzung kann mit einer in Serie geschaltenen 12V> Autolampe gemacht werden
Die 12V Autobaterie wird für ein Rähmchen nicht reichen, wenn du pro
Mittelwand keine Minute zubringen willst.
Um welche Rähmchengröße geht es hier überhaupt?
Ich imkere auf Dadant und verwende ein 24V Netzteil, wie es für SPS
Steuerungen verwendet wird. Selbst das dauert mit 5x gedrahtet schon
grenzwertig lange.
In Zanderrahmen mit 4 Querdrähten aus Nirosta-Stahl 0,4 mm habe ich
früher immer mit einen einfachen 80er-Jahre-Autoladegerät die
Mittelwände eingeschmolzen. 3 Rahmen pro Minuten habe ich immer
geschafft.
Ich vermute, du willst netzunabhängig sein.
Probiere es mit einem 12V-Akku aus (ohne Vorwiderstand).
Bei 10 Ohm fliessen dann ca. 1,25A
und der Draht bekommt ca. 15 Watt Heizleistung.
Dauert das deutlich zu lange, nimm 2 12V-Akkus hintereinandergeschaltet.
Dann fliessen ca. 2,4A und du hast ca. 60 Watt Heizleistung.
Sollte das zuviel sein, kannst du den Stromkreis ein-aus-ein-aus tasten.
Bei 50-50 zB. hättest du dann ca. 30W Heizleistung.
Das ein-aus-ein-aus kann heutzutage auch eine Elektronik machen.
Nennt sich PWM-Controller.
Ist zB. in jedem neueren Akkuschrauber drin.
In diesem Falle könntest du die Heizleisung von 0 bis 60W stufenlos
einstellen.
"Der Imker im verlinkten Video hat scheinbar Deutsch Normal Rähmchen.
Wenn der Draht kein Edelstahl, sondern verzinkter Eisendraht ist,
reichen die 14V vielleicht. Bei Edelstahldraht und größerem Rähmchenmaß
macht das aber definitiv keinen Spaß mehr."
Wir haben auch DNM und mit dem Ladegerät geht das ruckzuck.
Edelstahldraht wird verwendet
Ansonsten fällt mir noch ein Notebooknetzteil mit 19V ein, was
vielleicht günstiger und handlicher als ein alter (neue sind mit ihrer
Steuerung vmtl. völlig ungeeignet) Autolader ist.
T.M .. schrieb:> Wir haben auch DNM und mit dem Ladegerät geht das ruckzuck.> Edelstahldraht wird verwendet
Ich glaube, wir reden da etwas aneinander vorbei.Diejenigen, die sagen
die 12/14V Spannung sei zu gering beziehen sich vermutlich alle auf die
gesamte Drahtlänge. Also nur einmal aufheizen pro Rähmchen.
Macht man das für jeden Querdraht nacheinander, dann reicht die Spannung
locker aus um den nötigen Strom zu treiben.
Volker S. schrieb:> Macht man das für jeden Querdraht nacheinander, dann reicht die Spannung> locker aus um den nötigen Strom zu treiben.
Ja genau, oder man speist statt nur einem oder anstatt alle vier nur
zwei Drähte gemeinsam - je nachdem, wie es am besten passt.
Nachdem ich mir ein paar Videos zum 'Einlöten' angeschaut hatte, ist mir
aufgefallen, dass es eh besser ist, nur einen Teil der Drähte zu heizen.
Sonst besteht die Gefahr, dass die Wachsplatte durchschmilzt, wenn man
etwas zu lange heizt.
Einige hatte das ja mit einem 6A-Lader durchgeführt. Die max. 6A dürften
also ein brauchbarer Wert für den Strom sein. Wenn der Strom beim Heizen
nur eines Drahtes zu hoch ist, dann ist eine alte Autoscheinwerferlampe
als Vorwiderstand ideal. Ggf. den Fernlicht- und Abblendlichtfaden
parallel schalten. Das begrenzt dann auf 4-7A.
HildeK schrieb:> Nachdem ich mir ein paar Videos zum 'Einlöten' angeschaut hatte, ist mir> aufgefallen, dass es eh besser ist, nur einen Teil der Drähte zu heizen.> Sonst besteht die Gefahr, dass die Wachsplatte durchschmilzt, wenn man> etwas zu lange heizt.
Ja, bei 14V auf einem Querdraht geht das schon sehr fix.
Bei 2A, wie hier von mir und auch von einem in dem anderen Thread
vorgeschlagen, ist das etwas entspannter.
Mit einer einstellbaren Strombegrenzung kann man einfach die gewünschte
Heizgeschwindigkeit einstellen.
Ob man dann einen Draht, oder vier, oder nur einen Zentimeter aufheizt
spielt keine Rolle. Kann man als Luxus sehen, muss man aber nicht ;-)
Edelstahldraht ist auch nicht gleich Edelstahldraht.
Kanthal glänzt zwar auch so ist aber wesentlich temperaturbeständiger
und in jedem alten Fön vorhanden. Außerdem ist es hochohmiger als
"Edelstahldraht" und verändert bei Erwärmung weniger seinen Widerstand.
Armin
Volker S. schrieb:> Mit einer einstellbaren Strombegrenzung kann man einfach die gewünschte> Heizgeschwindigkeit einstellen.
Das ist natürlich ideal, da speziell bei einem Netzgerät ja sowieso
vorhanden.
Susanne wollte das aber wohl mobil halten (Autobatterie) und dann ist
ein passender Vorwiderstand (Autolampe) oder das Heizen von z.B. zwei
Drähten die einfachere Lösung.
HildeK schrieb:> Susanne wollte das aber wohl mobil halten
Möglich, das wollte ich weiter oben ja schon wissen ;-)
Volker S. schrieb:> Soll das ganze eigentlich netzunabhängig werden, weil Akku...?HildeK schrieb:> und dann ist> ein passender Vorwiderstand (Autolampe)
Ja, klar
Volker S. schrieb:> Er erhitzt die 3 oder 4 Teilstücke die dann natürlich jedes einen> entsprechend kleineren Widerstand haben.>> <edit> wenn man das so machen will, dann wäre der Vorschlag vielleicht> einen Versuch Wert>> Kurt A. schrieb:>> Eine einfache Strombegrenzung kann mit einer in Serie geschaltenen 12V>> Autolampe gemacht werden
Für einen Elektrobastler dürfte eine einfache Strombegrenzung
https://www.mikrocontroller.net/articles/Konstantstromquelle#Konstantstromquelle_mit_bipolaren_Transistoren
aber kein großer Aufwand sein.
Die funktioniert ja auch an der Autobatterie für ein bis zwei Drähte.
Für mehr reicht vermutlich die Spannung nicht aus um einen zum Heizen
geeigneten Strom zu treiben.
Armin X. schrieb:> Außerdem ist es hochohmiger als> "Edelstahldraht" und verändert bei Erwärmung weniger seinen Widerstand.
Einen deutlich positiven Temperaturkoeffizienten sehe ich bei einer
Heizanwendung nicht als Nachteil, sondern als Vorteil an.
A. K. schrieb:> Auf die temperaturbedingte Längenveränderung...A. K. schrieb:> Einen deutlich positiven Temperaturkoeffizienten
Bla, bla...
Die meisten Imker werden sich darum keine Gedanken machen. Die kaufen
einfach "Wabendraht" bei ihrem Fachhändler. Das wird dann schon passen.