Hi Leute, steh grad voll auf der Leitung.
Und zwar, es geht darum, dass ich an einem L293E einen Motor betreiben
muss, der 1.5 A zieht. Da der Motortreiber nur 1 A pro Kanal auf die
Dauer schafft, hab ich mir gedacht, ich schalte einfach beide Kanäle
parallel.
Ich weiß, dass es in irgendeinem Datenblatt vom L298 ein
Schaltungsbeispiel für genau diese Fragestellung gibt. Aber ich bin
anscheinend gerade zu blöd, das richtige Datenblatt zu finden. In allen
Datenblättern, die ich für die L293D, L293E und L298 gefunden habe, ist
dieses Schaltungsbeispiel nicht drinnen.
Deshalb wolle ich fragen, ob mein Schaltungsbeispiel , das ich angehängt
habe, eventuell passen könnte. Und zwar geht es um die richtige
Verschaltung der Inputs, der Outputs und der Sense-Ausgänge.
Wenn der L293E, wie im linken Teil der Abbildung ersichtlich, intern
wirklich parallel angeordnet ist, müsste meine parallele Verschaltung
IN1-IN4, IN2-IN3, OUT1-OUT4, OUT2-OUT3, SEN1-SEN4, SEN2-SEN3 ja
funktionieren.
Wenn die beiden Kanäle jedoch genau um 180° gedreht angeordnet sind,
müsste es ja IN1-IN3, IN2-IN4, OUT1-OUT3, OUT2-OUT4, SEN1-SEN3,
SEN2-SEN4 heißen.
Nur krieg ich einfach nicht raus, ob beide Kanäle nun genau parallel
sind, oder um 180° gedreht.
Ich hoffe, ich konnte mein Problem einigermaßen verständlich beschreiben
und jemand macht sich kurz darüber Gedanken, ob mein Schaltungsbeispiel
wie gezeigt passt, oder nicht.
Lg
Alex
Alexander O. schrieb:
> Wenn der L293E, wie im linken Teil der Abbildung ersichtlich, intern> wirklich parallel angeordnet ist, müsste meine parallele Verschaltung> IN1-IN4, IN2-IN3, OUT1-OUT4, OUT2-OUT3, SEN1-SEN4, SEN2-SEN3 ja> funktionieren.
Hallo,
das sind 4 (vier) gleiche Ausgangsstufen. Allerdings haben je 2 einen
gemeinsamen Enable-Eingang, was aber egal ist, wenn du ihn nicht benutzt
oder sowieso für alle zusammen.
Ob sich der Strom beim Zusammenschalten gleichmässig verteilt, hängt von
den Sense-Widerständen ab, ist aber an diesen auch leicht nachzumessen.
Da die Sense-Widerstände nur auf der GND-Seite vorhanden sind, ist
Zusammenschalten nur als Low-Side-Driver sicher.
Die Phasenlage innerhalb einer Brücke hängt allein von der äusseren
Beschaltung ab, also musst du für eine Brücke die Signale für den
anderen Brückenzweig selbst invertieren. Der Baustein ist also nicht von
selbst als Brücke geschaltet, im Gegensatz zu manchen anderen H-Brücken.
Gruss Reinhard
Also ist im Prinzip darauf zu achten, dass die Sense-Widerstände
möglichst gleich sind, damit sich die Ströme auch gleichmäßig verteilen.
Ist das Zusammenschalten der Sense-Widerstände möglich, oder zu
vermeiden?
Wenn ich das mit der Phasenlage richtig verstanden habe, wäre es also
vollkommen egal, welche 2 Ausgangsstufen ich parallel zu einer
zusammenfasse, ich muss nur darauf achten, das eben die Ansteuerung des
einen Brückenzweigs dem invertiertem Signal das anderen Zweigs
entspricht.
lg Alex
Alexander O. schrieb:
> Also ist im Prinzip darauf zu achten, dass die Sense-Widerstände> möglichst gleich sind, damit sich die Ströme auch gleichmäßig verteilen.
im Prinzip ja. Der L293 hat Sättigungsspannungen von 1..2 V (nicht
gerade Spitzentechnologie), also sollte auch an den (getrennten!)
Sense-Widerständen grössenordnungsmässig 1 V abfallen. Muttu einfach
probieren. Wenn es nicht stimmt, kann man die Sensewiderstände generell
grösser machen, was die Verlustleistung weiter erhöht, oder individuell
verschieden bestücken bis der gleiche Strom fliesst.
Gruss Reinhard
Eines kapier ich noch nicht ganz. Wenn ich jetzt 2 Ausgangsstufen
parallel schalte, um mehr Strom treiben zu können, ist es dann nicht
auch egal, ob ich nur einen gemeinsamen Sense-Widerstand für beide
Ausgangsstufen verwende?
Lg
Alex
Hat der Sense-Widerstand denn nicht nur dann Sinn, wenn man auch den
Strom misst und darauf reagiert? Z.B. bei der Bestromung von
Schrittmotoren im Chopper-Betrieb?
...
Hannes Lux schrieb:
> Hat der Sense-Widerstand denn nicht nur dann Sinn, wenn man auch den> Strom misst und darauf reagiert? Z.B. bei der Bestromung von> Schrittmotoren im Chopper-Betrieb?>> ...
Lasst euch doch nicht durch den namen Sense-Widerstand vergackeiern. In
meinem Vorschlag übernehmen die (getrennten!!!) Widerstände die Aufgabe,
Exemplarunterschiede auszugleichen. Nachdenken, Nachrechnen. Messen kann
man natürlich trotzdem, z.B. für einen sonst nicht vorhandenen
Kurzschlussschutz. Ein gemeinsamer Widerstand gleicht natürlich
garnichts aus, weil die beiden Emitter dann ja immer noch auf dem
gleichen Potential liegen.
Dazu muss man verstehen, wie man bei parallelen Transistoren durch
Emitterwiderstände die unterschiedlichen Basis-Emitterspannungen
teilweise ausgleichen kann, wer das nicht versteht muss es eben so
hinnehmen. Einen Grundkurs der Transistortechnik kann ich hier nicht
veröffentlichen.
Gruss Reinhard
Hannes Lux schrieb:
>> Augen auf im Strassenverkehr! ;)>> Dein Link betrifft den L298. Die Frage betrifft den L293 (siehe> Betreff).>> ...
Ich weiss.
"Ich weiß, dass es in irgendeinem Datenblatt vom L298 ein
Schaltungsbeispiel für genau diese Fragestellung gibt. Aber ich bin
anscheinend gerade zu blöd, das richtige Datenblatt zu finden. In allen
Datenblättern, die ich für die L293D, L293E und L298 gefunden habe, ist
dieses Schaltungsbeispiel nicht drinnen."
> Lasst euch doch nicht durch den namen Sense-Widerstand vergackeiern. In> meinem Vorschlag übernehmen die (getrennten!!!) Widerstände die Aufgabe,
Der L293 (um den es hier nunmal geht) hat aber keine getrennten
Emitterleitungen, an die man getrennte Emitterwiderstände anschließen
könnte.
> Einen Grundkurs der Transistortechnik kann ich hier nicht> veröffentlichen.
Das dürfte auch nicht nötig sein, da kämest Du ein paar Jahrzehnte zu
spät.
Ich ging nicht auf das Verwenden der beim Parallelschalten diskreter
Transistoren üblichen Symmetrierwiderstände (Stromausgleichswiderstände)
an den Emittern ein, da dies beim L293 mangels separater Emitterpins
nicht zur Debatte steht. Selbst beim L298 dienen die Sense-Widerstände
nicht als Stromausgleichswiederstände, denn sonst hätte man die im
Schaltbild auf Seite 7 des von Dude verlinkten Datenblattes nicht zu
einem Widerstand zusammengefasst.
...
Frage: Warum nimmst du nicht gleich den L298 4A ?
Der L293 ist doch veraltet.
Es gibt doch einen ganzen Sack voll Treiber mit > 1,5A.
Bsp.: L6221A/AD/N, L6202, L6203 auch Fa. SanKen, Allegro
Ist doch besser als ein unstabiles Schaltungsmonster!
Hannes Lux schrieb:
> Der L293 (um den es hier nunmal geht) hat aber keine getrennten> Emitterleitungen, an die man getrennte Emitterwiderstände anschließen> könnte.
und wieso sind dann im obigen Schaltbild 4 Sense-Widerstände
eingtragen???
und wozu dienen die Pins 4,7,14,17 ???
Gruss Reinhard
> Frage: Warum nimmst du nicht gleich den L298 4A ?
Der L293 ist doch veraltet.
Es gibt doch einen ganzen Sack voll Treiber mit > 1,5A.
Bsp.: L6221A/AD/N, L6202, L6203 auch Fa. SanKen, Allegro
Ist doch besser als ein unstabiles Schaltungsmonster!
Ganz meine Meinung.
Und dann gibt es ja auch noch den VNH3SP30 von STM, Strom bis zum
abwinken.....
Bensch schrieb:
> Ganz meine Meinung.> Und dann gibt es ja auch noch den VNH3SP30 von STM, Strom bis zum> abwinken.....
Aber der ist doch SMT *mimimi
;)
Bensch schrieb:
> Ganz meine Meinung.> Und dann gibt es ja auch noch den VNH3SP30 von STM, Strom bis zum> abwinken.....
Aber der ist doch SMT *mimimi
;)
#
Nee is klar, der Poster hat ja auch ausdrücklich THT verlangt- nur WO?
Gibt übrigens bei irgendeinem Krauter hier im Netz eine Platine dazu,
aber bitte selbst suchen.
Bensch schrieb:
> Bensch schrieb:>> Ganz meine Meinung.>> Und dann gibt es ja auch noch den VNH3SP30 von STM, Strom bis zum>> abwinken.....>> Aber der ist doch SMT *mimimi> ;)> #>> Nee is klar, der Poster hat ja auch ausdrücklich THT verlangt- nur WO?
War nur eine Anspielung auf die SMT-Angst vieler Anfaenger hier ;)
> Gibt übrigens bei irgendeinem Krauter hier im Netz eine Platine dazu,> aber bitte selbst suchen.
robotikhardware.de iirc