wieviel mA kann 7805 am Ausgang nach Masse leiten?

Gast #4036135
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Ein 74HCXX wird über einen Widerstand an einem Eingang höher als seine 
Versorgungsspannung gezogen. Die Eingangskappdioden schalten durch und 
würden jetzt dessen Versorgungsspannung ebenfalls nach oben ziehen, wenn 
jetzt nicht der ihn versorgende 7805 Spannungsregler den Strom nach 
Masse ableiten würde. Wieviel Strom kann der 7805 eigentlich an seinem 
Ausgang nach Masse ableiten? Mir ist nicht ganz klar, aus welchen Daten 
das hervorgeht.

Das Datenblatt:
http://www.fairchildsemi.com/ds/LM/LM7812.pdf
Gast #4036141
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Talli schrieb:
> Wieviel Strom kann der 7805 eigentlich an seinem
> Ausgang nach Masse ableiten?

0

Im Gegenteil, er liefert bis zu 3mA selbst in einen Ausgang der bereits 
eine höhere Spannung hat.

Du brauchst also einen Belastungwiderstand, ein 5V1 Z-Diode, einen TL431 
auf 5.25V gestellt, oder so was.
Gast #4036160
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MaWin schrieb:
> Im Gegenteil, er liefert bis zu 3mA selbst in einen Ausgang der bereits
> eine höhere Spannung hat.
>
> Du brauchst also einen Belastungwiderstand, ein 5V1 Z-Diode, einen TL431
> auf 5.25V gestellt, oder so was.

Ups, hieße das, dass ein supersparsamer zumeist schlafender 
Microcontroller mit Strom vollgepumpt würde? Seine Versorgungsspannung 
steigt und schließlich ist er im Halbleiterhimmel?
Gast #4036164
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Talli schrieb:
> Wieviel Strom kann der 7805 eigentlich an seinem
> Ausgang nach Masse ableiten?

Wenig genug, denn zur Ableitung gibt es nur den eingebauten 
Spannungsteiler.
Schlimmer noch: Dieses IC kann beschädigt werden, wenn die 
Ausgangsspannung höher als die Versorgungsspannung wird.

Um Rückstrom durch den Regler zu vermeiden, wird er in Schaltungen in 
denen diese Situation vorkommen kann, regelmäßig mit einer Diode 
überbrückt, die im Normalbetrieb sperrt.
Die solltest aber auch den Eingangsschutzdioden der CMOS-ICs nicht so 
viel Strom zumuten, daß dies ein Thema ist.
Gast #4036167
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Talli schrieb:
> Ups, hieße das, dass ein supersparsamer zumeist schlafender
> Microcontroller mit Strom vollgepumpt würde? Seine Versorgungsspannung
> steigt und schließlich ist er im Halbleiterhimmel?

Nein, das ist Unsinn. Der 7805 braucht keine Mindestlast.
Dieses Problem tritt beim LM317 auf, und dort ist es Vorsatz und 
dokumentiert.
Gast #4036177
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MaWin schrieb:
> Talli schrieb:
>> Wieviel Strom kann der 7805 eigentlich an seinem
>> Ausgang nach Masse ableiten?
>
> 0
>
> Im Gegenteil, er liefert bis zu 3mA selbst in einen Ausgang der bereits
> eine höhere Spannung hat.
>
> Du brauchst also einen Belastungwiderstand, ein 5V1 Z-Diode, einen TL431
> auf 5.25V gestellt, oder so was.

Echt?

Gut, ich nehm die Dinger nicht her, aber dem Datenblatt von Fairchild 
kann ich jetzt keine Minimallast entnehmen.
Kannst du eine entsprechende Quelle verlinken oder den Passus aus dem 
Datenblatt zitieren?
wäre interessant!

Ich persönlich würde eh was moderneres nehmen: MCP1755 sind recht nette 
Allrounder (SOT223 oder SOT23-5). Für größeres -> Schaltregler.
#4036189
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MaWin schrieb:
> Im Gegenteil, er liefert bis zu 3mA selbst in einen Ausgang der bereits
> eine höhere Spannung hat.

Gilt dies nur für den Fall "Vin > Vout > Vref" ? Oder auch allgemein bei 
"Vout > Vref", unabhängig von der Eingangsspannung?

Gerüchteweise soll es wohl einige Typen geben, die gerne eine 
Mindestlast hätten, damit der Ausgang nicht schwingt - irgendwo zwischen 
Masse und Vin.
Ansonsten hat man da eine im wesentlichen kapazitive List dran ;) Im 
Datenblatt steht die nicht drin.

Ich ergänze mal:

MaWin schrieb:
> Du brauchst also einen Belastungwiderstand, ein 5V1 Z-Diode, einen TL431
> auf 5.25V gestellt, oder so was

..damit bei der beschriebenen Schaltung die Ausgangsspannung nicht 
wesentlich über die 5V steigt.

Ansonsten kann es, wenn der Ausgang 5..7V über der Eingangsspannung ist, 
sogar den 78xx zerstören -- und das steht im Datenblatt.
Gast #4036197
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WehOhWeh schrieb:
> aber dem Datenblatt von Fairchild
> kann ich jetzt keine Minimallast entnehmen.

Seite 3,  Bedingung für Werte der Ausgangsspannung: ab 5 mA

Darunter kann, muss aber nichts anderes am Ausgang zu messen sein. Es 
gibt jedenfalls keinerlei Garantien auf ordnungsgemäßes Verhalten und 
die Ausgangsspannung.
Gast #4036201
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Achim Hensel schrieb:
> Ansonsten kann es, wenn der Ausgang 5..7V über der Eingangsspannung ist,
> sogar den 78xx zerstören -- und das steht im Datenblatt.

Woher kommt die Spannung, die höher ist als die Eingangsspannung?

Selbst wenn der Regler instabil ist, kann die max. Ausgangsspannung doch 
VIN - Vdrop sein.

Kann man den 7805 als Charge-Pump oder Boost beschalten? Wie?
Gast #4036210
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WehOhWeh schrieb:
> Woher kommt die Spannung, die höher ist als die Eingangsspannung?

Na aus der Eingangsspannung, bevor diese sich nach dem Ausschalten des 
Gerätes über die angeschlossene Halogenlampe schneller entlud als die 
Spannung am (leider zu großen) Ausgangselko des 78xx, welcher nur 17 mA 
liefern musste.
Gast #4036220
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mhh schrieb:
> WehOhWeh schrieb:
>> Woher kommt die Spannung, die höher ist als die Eingangsspannung?
>
> Na aus der Eingangsspannung, bevor diese sich nach dem Ausschalten des
> Gerätes über die angeschlossene Halogenlampe schneller entlud als die
> Spannung am (leider zu großen) Ausgangselko des 78xx, welcher nur 17 mA
> liefern musste.


Das kann passieren, stimmt. Und vergessen wird es auch gerne wie man 
sieht.
Verdammte Spezialfälle :-)

@mm
Danke! Gut versteckt dazu. Noch ein sehr guter Grund, das Ding nicht zu 
verwenden.
µC im sleep geschickt -> Rauchfahne.

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