Produktidentifikation - baut ihr Dinge, die ihr selber wichtig findet?

Gast #998900
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Hallo zusammen,

da mich diese Frage schon seit einiger Zeit immer wieder beschäftigt, 
möchte ich hier das Thema "Produktidentifikation" ansprechen.

Viele von den Usern hier im Forum haben naturgemäß auch einen Beruf, der 
sich mit der Erforschung, Entwicklung oder Produktion von technischen 
Produkten beschäftigt. Es sind ja auch eine Menge Ings hier dabei.

Nun die Frage: Steht ihr hinter den Produkten an denen ihr mitwirkt? 
Habt ihr das Gefühl etwas Sinnvolles zu erzeugen, oder denkt ihr nur an 
die Kröten im Geldbeutel? Welche Rolle spielt das Thema 
"Produktidentifikation" bei der Berufswahl? Ich persönlich würde zB. 
nicht gerne an Waffentechnik mitwirken - dann wäre diese Identifikation 
nicht mehr gegeben.

Wie gehts euch bei dem Thema? Fühlt ihr euch besser, wenn ihr glaubt 
etwas für den Fortschritt zu tun?

Viele Grüße
Nachdenklicher
Gast #998945
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Erfogreiche Militärgeneräle stehen auch hinter den "Ergebnissen" ihrer 
Arbeitsleistung ..., wären sie nicht so motiviert und daher so "gut", 
würden sie zwangsläufig ( darwinistisch ) durch "noch bessere" ersetzt 
...

Für nicht ganz so gute gilt aber mindestens:

"Wes' Brot ich ess', des' Lied ich sing ..."
Gast #998961
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Irgendwann musst du an das Geldverdienen denken, Identi hin oder her.
Als ich versucht habe, ganz tolle Geräte (sophisticated und so) unter 
die Entscheidungsbefugten zu bringen, hatte ich geschäftlich nicht das 
ganz große Glück.

Jetzt mache ich ein Nullachtfuffzehngerät ohne größeren ingtechnischen 
Anspruch. Das läuft! Die Herausforderung besteht hierbei nur noch in der 
Verwendung von BE, die möglichst schon 30 Jahre am Markt sind und im 
Einkauf nichts mehr kosten (MC 34063, LM 317 und so).

Schluß mit den Flausen, die Kundschaft will ganz was anderes, als du 
denkst.

Es wird das getan, was verlangt wird - du hast Geld und der Kunde ist 
und zufrieden. Der Ing soll sich nicht selbstverwirklichen, sondern den 
Kunden bzw. Arbeitgeber beglücken!
#1000039
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Um etwas richtig zu machen muss man nicht dahinter stehen. Man macht 
grundsätzlich alles richtig was zu machen ist, das ist Teil einer 
professionellen Einstellung.

Was man nicht mehr macht wenn man länger im Geschäft ist, ist irgendwo 
sein Herzblut reinzulegen. Das wird dir normalerweise nicht gedankt und 
wenn ein BWLer mal wieder dein Projekt aufmischt, der Kunde nicht will 
oder ein Entscheidungsträger das Projekt einfach einstellt, tut es 
doppelt weh. Eine emotionale Distanz zum Produkt und Projekt ist reiner 
Selbstschutz.
Gast #1000358
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Also ich bin zur Zeit im Bereich Embedded Software tätig und stehe zu 
100% hinter meinem Produkt. Das geht beängstigender Weise sogar so weit, 
daß ich manchmal zum Entspannen über meine Arbeit nachdenke. Z.B. vorm 
Einschlafen, unter der Dusche, beim Autofahren... ;-) Wenn ich diese 
Zeit als Arbeitszeit aufschreiben würde hätt' ich sicherlich ne 60 Std. 
Woche. Muss mal mit'm Chef reden ob sich da was machen lässt ;-))
Gast #1000878
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Hallo Zusammen,

das mit der Identifikation ist doch Schrott.

Spätestens Dein Scheff denkt nur noch an die Kohle und lacht sich ins 
Fäustchen, wenn er Dich mit dem Blabla von der Großen Identifikation für 
ein paar hundert Euronen billiger bekommen hat.

Sicher ist es schön, wenn man was sinnvolles machen kann. Aber wenn es 
nicht sinnvoll ist und vielleicht "nur" einigen Leuten Spaß macht, hat 
doch auch was.

Es muss ja nicht gleich ein Atomstromfilter sein.
Gast #1001049
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Ich finde nicht, dass das Schrott ist. Immerhin investieren wir einen 
nicht unerheblichen Teil unseres Lebens in die Erzeugung von Dingen. 
Irgendwie sind diese Dinge doch ein Teil von uns oder nicht?

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