Gast
#1962801
Hallo allerseits, vorweg, ich habe bereits den Artikel Versorgung aus einer Zelle durchgearbeitet, dennoch konnten nicht alle meine Fragen geklärt werden (bzw.: ich habe eher Fragen zur praktischen Durchführung). Ich möchte gerne den GPS Logger nachbauen, dabei aber auf normale AA-Zellen (Akku oder Batterie) zurückgreifen. Als GPS-Empfänger möchte ich das Innenleben einer GPS-Maus (RoyalTek RGM-2000) verwursten. Diese benötigt laut Aufdruck 5V und 0.2A, gemessen habe ich einen Stromverbrauch von 120mA. Allerdings soll sie wohl einen integrierten Spannungswandler haben, welcher sie mit 3,3V versorgt. Da ich noch nicht genau weiß wieviel Strom die gesamte Schaltung ziehen wird wollte ich mal "optimistisch" mit 300 bis 400 mA rechnen. Ich habe nun gelesen, dass man bei der Spannungsversorgung keine Fallunterscheidung machen sollte. Daher war meine erste Idee zu versuchen den Spannungswandler der Maus zu umgehen und sie direkt mit 3.3V zu versorgen, so dass ich anschließend µC + Maus mit 3.3V versorgen kann. Im Artikel wird ein LF33CV verbaut, somit benötige ich mindestens 3.75V Spannung. Das sollte sich mit vier AA-Zellen erreichen lassen, da die Gesamtspannung ja erst unter 3.75V einbrechen sollte wenn ohnehin fast 100% der Kapazität entladen wurden (oder irre ich mich?). Wie sieht es in dem Fall mit einem Tiefentladungsschutz für Akkus aus, benötigt man den überhaupt und falls ja, wie setzt man so etwas um? Meine zweite Überlegung war, einen Step-down einzusetzen, aber so wie ich das sehe macht das keinerlei Sinn, da die Eingangsspannung einfach zu nah an der Ausgangsspannung liegt. Bleibt die letzte, auch im Artikel erwähnte, Methode zwei Zellen zu nehmen und mit einem Step-up zu arbeiten. An der Stelle habe ich nun einige Probleme. Zunächst einmal bin ich noch eher Anfänger und möchte mir ungerne teure ICs kaufen nur um sie dann womöglich zu braten. Dann würde ich gerne bei Reichelt bestellen, einfach weil die mir relativ günstig erscheinen und für mein Vorhaben quasi alles bieten (plus noch ein paar andere Dinge die ich für andere Baustellen benötige). Damit fallen viele der im Artikel erwähnten Step-ups raus, einfach weil es sie bei Reichelt nicht gibt. Interessant erscheint mir hier der PR4404, da er günstig ist und bis 300mA liefern kann. Allerdings gibt es den nicht in DIP (fände ich als Anfänger praktischer) und auch hier stellt sich die Frage nach einem Tiefentladungsschutz. Zu welcher Variante würdet ihr mir raten, bzw. was macht als Spannungsversorgung mehr Sinn? Wie gestaltet man einen halbwegs effizienten Tiefentladungsschutz, ich konnte hierzu bisher nichts Gescheites finden, weiß aber auch nicht, ob ich "richtig" gesucht habe. Es geht mir nicht um das letzte Quäntchen Effizienz, ich möchte aber auch nicht, dass die AA-Zellen nach zehn Minuten leer sind, es sollte schon möglich sein über ein paar Stunden loggen zu können. Gibt es evt. andere, günstige Step-ups die für mein Vorhaben geeignet sind oder ist der PR4404 schon in Ordnung? Danke für eure Zeit, Steven