Moin !
Im Rahmen eines Projekts soll ich ein 10 KHz Frequenznormal realisieren.
Meine Idee bisher, einen 10MHZ FOX924B TXCO Oscillator (2,5 ppm @ 25°C)
mit 3 nachgesschalteten 74HC390D Dual 4 BIT Decade and binary Counter
Gliedern beschalten. Damit ich das Signal runtergeteilt bekomme.
Muss ich den Quarz irgendwie noch zusätzlich beschalten, oder einfach
mit dem CLK OUT auf die Teiler und fertig ?
GRuß
Rex
>Muss ich den Quarz irgendwie noch zusätzlich beschalten,
Da Du einen TCXO verwendest, kommst Du an den Quarz garnicht heran. Vom
xx390 brauchst Du nur 1,5 Stück. Das freie 0,5 Stück kannst Du
ignorieren, indem dessen Eingänge auf GND oder VCC gelegt werden.
Moin!
Ok kleiner Denkfehler von mir, da es sich hier um einen Oszillator
handelt nix mit Quarz ;) Also Rechtecksignal...
Das mit den 1,5 * xx390 ist mir bewusst, jeder Baustein kann die
Frequenz max. 10^2 teilen.
Wie siehts mit der Spannungsversorgung des FOX924B aus, am besten einen
extra Low Noise Regler nur für den OSC spendieren ? Oder direkt an
normale Versorgung hängen ?
Gruß
Rex
Du könntest den Oszillator dann noch in ein Metallgehäuse (wärmegedämmt)
stecken und innen eine geregelte Heizung dazubauen. Diese fährst Du
konstant auf zB 35°C (knapp über maximale Umgebungstemperatur). Nun
musst Du nur noch die Frequenzteilung so anpassen, dass die
Ausgangsfrequenz hinreichend genau ist.
Das ganze nennt sich dann Quarzofen. Du hast dann praktisch keine
Temperaturabhängigkeit mehr.
Moin Christian :)
Daran hab ich auch gedacht, allerdings ist mir schwindelig geworden bei
dem Preis der Quarzöfen ;)
Ich überarbeite grade eine Platine, da u.a. der damals verbaute
Oszillator abgekündigt wurde. Dieser hatte "nur" eine Genauigkeit von 5
ppm. Denke mit meinen Momentanen 2,5ppm lieg ich gut im Rennen.
Ausserdem sind das Einsatzgebiet der Platinen klimatisierte Räume, da
dort Eichrechtlich relevante Messungen durchgeführt werden. Mit immer
gleichen Messbedingungen.
Ich habe grade im Netz eine Schaltung gesehen, an der der FOX924B über
einen LP2967 Low Dropout Regulator versorgt wird und mittels eines
74LV161 4 Bit binary counters geteilt wird. Denke daraus lässt sich was
machen :)
Gruß Rex
Deine Schwindelgrenze liegt aber erstaunlich niedrig: Fertige Quarzöfen
mit 10 MHz ocxo/ tcxo gibt es im Ebay für 10 bis 30 Euro.
Du kannst natürlich auch einen HP 0CXO kaufen, da sind dann die 100 Euro
leicht zu überschreiten.
Es kommt letztlich darauf an, welche Präzison Du wirklich benötigst.
Die 2,5 ppm des von Dir genannten TXCO sind nun nicht besonders
"normal". Ein Normal liegt eher so im Bereich 10^-11 oder besser. Was
brauchst Du denn für eine Genauigkeit?
>Die 2,5 ppm des von Dir genannten TXCO sind nun nicht besonders>"normal".
Normal ist zunächst erst einmal das, worauf sich der Rest bezieht. Als
Frequenznormal kann auch ein NE555 dienen.
Moin !
Mein derzeitig gewählter Oszillator hat über den gesamten
Frequenzbereich max. 2,5 ppm Stabilitätsabweichung, und bei
Raumtempereatur (25°C) 1,5 ppm. Da das Ding in klimatisierten Räumen
betrieben wird, kommen wir also auf eine Betriebsstabilität von 1,5 ppm,
bei offenem Gehäuse (kein Wärmestau) ;)
Ich brauche für die besagte Anwendung keine atomgenaue Zeit ?!
Der TXCO soll die Aufgabe haben über eine SUBD Schnittstelle ein CLK
Signal mitzuführen. So erhalten alle über den Bus angeschlossenen Geräte
einen gegenüber Standartquarzen genauen Takt, welcher einen Timereingang
des µC füttern ;)
Max. Zeitspanne in denen das Signal eingesetzt wird, sind ca 4 Stunden
für eine Messung.
10 ... 30 Euro für den Ofenbetriebenen Oszillator sind etweas happig,
der derzeitige kostet ca 3,5 Euro bei digikey ;)
Gruß
Rex Gildo jr. schrieb:
> Moin !>> Im Rahmen eines Projekts soll ich ein 10 KHz Frequenznormal realisieren.>> Meine Idee bisher, einen 10MHZ FOX924B TXCO Oscillator (2,5 ppm @ 25°C)> mit 3 nachgesschalteten 74HC390D Dual 4 BIT Decade and binary Counter> Gliedern beschalten. Damit ich das Signal runtergeteilt bekomme.>
Welche Anforderungen an die Genauigkeit und Stabilität sind gefragt?
Sonst könnte man sich ja an Braunschweig anhängen.
Auch ein solcher TCXO/OCXO, auch manche Rubidiumbausteine, ist nicht
immer vorabgeglichen... GPS-Empfaengermodule scheinen fuer hohe
Genauigkeit beliebt zu sein.
Moin!
Da ich nicht privat dort bestelle und noch weitere Bauteile für meinen
Prototypen brauche sind die 18 Euro Versandkosten verschwindend geringe
Faktoren in der Entwicklung ;)
Gruß
Ich zitiere mal die Optionen aus dem Service Manual der Philips Counter
PM6673..76
/01 (standard): - 5e-7 5e-6
/02 TCXO PM9678: - 1e-7 5e-7
/03 oven PM9679: - 1e-7 5e-7
/04 oven PM9690: 1.5e-9 3e-8 1.5e-7
/05 oven PM9691: 5e-10 1e-8 7.5e-8
Stabilität 24h 1 Monat 1 Jahr
Dann gibts noch ne Reihe Angaben der Stabilität über Temperatur, Line
Voltage, Supply Mode
Die Versorgungsspannung der Öfen ist ungeregelt. Die Temperatur müßte so
bei über 50°C liegen, also deutlich über Raumtemperatur.
Die Aussage oben "2,5 ppm" braucht noch eine Angabe über den Zeitraum,
vermutlich 24h?
>>Die 2,5 ppm des von Dir genannten TXCO sind nun nicht besonders>>"normal".>Normal ist zunächst erst einmal das, worauf sich der Rest bezieht. Als>Frequenznormal kann auch ein NE555 dienen.
Der Rest wovon?
Ich wollte damit sagen, das man unter einem "Normal" etwas versteht, das
um einige Zehnerpotenzen genauer ist als 2,5ppm. Mit einem 555 bekommt
man das sicher nicht hin.
Man aknn uebertreiben mit dem praedikat genau. Ein OCXO mit 10^-8 ist um
die 500 Neu. Daher sollte man sich im klaren sein was geschieht, wenn
die Frequenz 100pmm, 10ppm, 1ppm, 0.1ppm genau ist.
>Ich wollte damit sagen, das man unter einem "Normal" etwas versteht,
Wer ist man?
Wenn der König 1,83m groß ist, ist er normal groß.
Beim Papst gelten kleinere "Normale" :-)
Um nocheinmal zur ursprünglichen Frage zu kommen:
Mit xx161 ist etwas aufwendiger, einen Teilungsfaktor von 1000 zu
realisieren. Recht einfach wäre es, einem AVR (tiny) die Frequenzteilung
zu überlassen.
Für den kleinen Hunger zwischendurch, hätte auch Farnell entsprechende
TCXOs mit 1ppm. Preise wie beim Arzt opder Apotheker :-)