Hi alle
ich hab mir mal die Binäruhr von
http://pitts-electronics-home.de/electron/binaeruhr.htm
nachgebaut und getestet, allerdings läuft sie bereits nach 24 Stunden
bereits 6 Sekunden nach.
Ich habe deshalb mit dem Oszi nachgemessen und (weil mein Oszi nur auf
10Hz runtergeht) am Pin 10 (an dem 16Hz anliegen müssten) 15,9987 Hz
gemessen, was die Ungenauigkeit erklärt.
Zuvor muss ich sagen, dass ich KEIN Trimmko eingebaut habe, da ich nur
dreibeinige zur Hand habe. An der Stelle des Trimmko sitzen nun
ebenfalls 22pF.
Nun wollte ich fragen, ob ich unbedingt einen zweibeinigen trimmko
besorgen muss oder ob ich auch einen der Widerstände abändern kann, so
dass eine Abänderung der Frequenz erreicht werden kann.
Ich würde am liebsten einen der Widerstände durch ein Poti ersetzen, den
ausmessen und dann durch einen entsprechenden genauen Widerstand
ersetzen.
Die Frequenz muss nicht zu 100,000000% genau sein, ich sag mal wenn die
Uhr in 365 Tagen 1 Minute abweicht wäre es gut, sprich eine
Frequenzabweichung von 0,0000019 Hz wäre drin ^^.
Oder MUSS ich einen Trimmko verwenden?
Gruss
Morgoth
Hm. Was ist denn an einem dreibeinige Trimmkondensator auszusetzen?
Das er drei Beine hat? Das spielt (zumindest bei dene die ich kenne)
keine Rolle. Du kannst ja sicherheitshalber mal den Typ (bzw. Link auf
die Shopseite oder ein Foto posten). Bei denen, die ich kenne sind zwei
Beine gemeinsam an einem Plattenstapel und das dritte an dem anderen
Plattenstapel angeschlossen.
Morgoth schrieb:> Zuvor muss ich sagen, dass ich KEIN Trimmko eingebaut habe, da ich nur> dreibeinige zur Hand habe. An der Stelle des Trimmko sitzen nun> ebenfalls 22pF.> Nun wollte ich fragen, ob ich unbedingt einen zweibeinigen trimmko> besorgen muss oder ob ich auch einen der Widerstände abändern kann, so> dass eine Abänderung der Frequenz erreicht werden kann.
Es sollte schon ein Trimmko sein.
Bei dreibeinigen Trimmern sind üblicherweise 2 Pins miteinander
verbunden, meistens der Masseanschluss. Also kannst du ein Bein
abhacken, damit es auf die Leiterplatte passt.
Mit dem vorgeschlagenen Trimm-Cs von 30 - 40 pF lässt sich die
Sollfrequenz schwer reproduzierbar und nicht genügend fein abgestuft
einstellen. Nimm besser einen Trimmer von etwa 8 - 10 pF undd schalte
einen Festkondensator parallel.
Quarzschaltungen sind ohne weitere Maßnahmen nie allzu sehr genau. Man
schaue sich dazu mal ein Datenblatt an, dort sind Daten zur
Grundgenauigkeit drin. Und auch eine Driftkurve über einen weiteren
Temperaturbereich.
Ein Trimmer ist nicht schlecht. Man sollte dazu einen der beiden
Kondensatoren in der Quarzschaltung etwas kleiner wählen, und dann einen
Trimmer dazu parallel schalten.
Mein alter HAMEG-Frequenzzähler hat sogar einen Quarzofen. Der Quarz ist
mit einem Gehäuse umgeben, welches auf relativ konstanter Temperatur
gehalten wird. Eben wegen der Temperaturdrift. Man muß das Gerät auch 20
Minuten warm laufen lassen, bevor man es verwendet. Zumindest, wenn man
äußerst exakte Ergebnisse haben möchte.
Bei einer selbst gebauten DCF77-Uhr habe ich auch eine Minute pro Tag
Abweichung, wenn die Uhr mal ohne DCF-Signal weiter läuft. Das ist der
ganz normale Quarz am µC, der so ungenau ist. Aber das kann man dort
auch per Software nachregeln, nicht mit der Hardware.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Bei einer selbst gebauten DCF77-Uhr habe ich auch eine Minute pro Tag> Abweichung, wenn die Uhr mal ohne DCF-Signal weiter läuft. Das ist der> ganz normale Quarz am µC, der so ungenau ist
Das ist aber heftig! Eine Abweichung von rund 690 ppm.
Ein Standardquarz sollte in seinem erlaubten Temperaturbereich nicht
mehr als in der Grössenordnung von etwa 50 ppm weglaufen.
Hi all
ich wollte den dreibeinigen nicht nehmen weil ich das board von der HP
übernommen hab und (auch wenn ich das 3 bein abzwick) der Pinabstand
nicht passt.
Aber generell klingt die idee von dkv nicht übel mit 2 parallel, dann
werd ich den festkondi an die vorgebohrte Stelle reinmachen(bzw vllt
kann der 22 ja gleich drinbleiben, kenn ich jetzt nicht genug aus um zu
sagen der muss grösser oder kleiner sein ^^ ) und werd den trimmko
parallen schalten, mal guggn wie ich die löcher setze
danke an alle
Morgoth
Ich versteh gerne genau wenn ich was baue, vllt steh ich deshalb so auf
kriegsfuss mit der digitaltechnik ^^
Nur wie der quarz funzt muss ich nochmal nachlesen :D
ich hab aber vor noch ne uhr zu bauen mit smd teilen und/oder uC, dann
bekomm ich das auch auf die rückseite und nich auf ne extraplatine ^^
Morgoth schrieb:> in 365 Tagen 1 Minute abweicht
Das wären 2ppm und das ist mit einem Quarzoszillator so einfach nicht
machbar.
Mit einem guten Quarzoszillator schaffst du 100ppm, vielleicht 50ppm,
wenn du alles berücksichtigst: Temperaturgang, Alterung,
Auslieferungstoleranz. Im eingeschränkten Temperaturbereich, mit Ofen
und individuellem Abgleich sind vielleicht auch 10-20ppm zu schaffen,
aber keine 2ppm.
Nimm DCF77 als Referenz für die Uhrzeit und du hast deine Ruhe.
Hat irgendjemand von euch ne beispielschaltung für ne dcf77 binäruhr?
idealerweise auf smd-basis?
kann ich die quarzschaltung selbst mit trimmkos nicht annähernd auf 2ppm
bringen?
gruss
Morgoth
Die direkte Verwendung eines DCF-Bausteines geht nicht: DCF produziert
zwar schöne Tics im 1-sec-Raster, aber nur 59 je Minute, der fehlende
60. Tic zeigt die volle Minute an.
Es gibt recht viele RTC-Bausteine (z.B. RTC8564 von Epson)
mit eingebautem Quarz. Bei den meisten sind die 32,768 kHz
auch rausgeführt (auch ohne Programmierung, nur Spannung und
Frequenzausgabe enablen).
Wenn man da einen mit der gewünschten Genauigkeit raussucht
geht das Uhrtakten einfach.
(Hab ich so auch schon als Referenzfrequenz für FM-Tuner
von SI verwendet).
Hans
dkv schrieb:> Wilhelm Ferkes schrieb:>>> Bei einer selbst gebauten DCF77-Uhr habe ich auch eine Minute pro Tag>> Abweichung, wenn die Uhr mal ohne DCF-Signal weiter läuft. Das ist der>> ganz normale Quarz am µC, der so ungenau ist>> Das ist aber heftig! Eine Abweichung von rund 690 ppm.>> Ein Standardquarz sollte in seinem erlaubten Temperaturbereich nicht> mehr als in der Grössenordnung von etwa 50 ppm weglaufen.
Ja, ich hatte auch schon mal nachgerechnet, was da los ist. Denn ein Tag
hat 86400 Sekunden, und 100ppm davon sind 8,64 Sekunden. Da staunt der
Fachmann, und der Laie wundert sich. Ich behob das per Software,
korrigierte die Timer-Reload-Zeit.
Die Quarze waren vom Kornrat oder Reichelt o.ä., weiß ich nicht mehr
exakt genau.
Morgoth schrieb:> Hat irgendjemand von euch ne beispielschaltung für ne dcf77 binäruhr?
Da müßte ein µC ran, denn das Empfangsprotokoll kann am besten per
Software ausgewertet werden. Mit Hardware, z.B. ein CPLD, könnte man es
wohl auch machen, das ist aber nicht so verbreitet und eher unüblich.
Mit diskreten Gatterbausteinen wie den CMOS-4000-ern würde das eine
riesige Kiste, sicher in der Größenordnung eines Fernsehers.
Nähere Info zum Protokoll gibt es auf den Seiten der PTB Braunschweig,
die auch den DCF-Sender betreibt.
Nun ja, wenn ich wollte, könnte ich immerhin meinen µC schnell zur
Binäruhr umbauen. An der Software müßte nur die Ausgabe geändert werden,
und an der Hardware eben LEDs anstatt dem LCD-Display.
Die Binäruhr finde ich übrigens auch ganz nett, habe sowas noch nicht
gesehen. Ist mal was ganz anderes. Und vom Bauteilaufwand sicher unter
10€.
Harald Wilhelms schrieb:> Quarzoszillatoren sind aber eher Analogtechnik. :-)
Ich baue gerne analoge schaltungen wie diese, weil ich sie verstehe.
vermutlich stehe ich mit der digitaltechnik auf kriegsfuss, weil sie
nicht so leicht verständlich ist, so wars gemeint ;)
Was isn eig mit nem guten alten NE555, wie genau is der denn
Morgoth schrieb:> Ich baue gerne analoge schaltungen wie diese, weil ich sie verstehe.> vermutlich stehe ich mit der digitaltechnik auf kriegsfuss, weil sie> nicht so leicht verständlich ist, so wars gemeint ;)
Das ist alles gar nicht so schwierig zu verstehen. Der Quarz ist bei dir
an einem CMOS-4000-er Baustein. Zieh dir doch mal das Datenblatt dazu
aus dem Internet. Im Inneren ist da meistens nur ein Invertierglied,
welches mit einem Parallelwiderstand auf halbe Spannung konfiguriert
wird. Das ist natürlich eine kleine Trickserei. Man mag es kaum glauben,
aber das digitale Gatter arbeitet in diesem Bereich als
Analogverstärker. So will der Quarz es ja auch haben.
Aus dem CMOS-Kochbuch, mein Gott, das ist schon 30 Jahre alt, da gibt es
sogar ein Schaltungsbeispiel, wie man ein digitales CMOS-Invertierglied
als Linearverstärker beschalten kann. Die Anordnung ist etwa wie bei
einem invertierenden Verstärker beim OP. Und eine Behelfslösung für
eingeschränkte Anwendungen, das Gatter ist ja tatsächlich kein OP. Es
arbeitet aber etwas um den Betriebsspannungsmittelpunkt herum, und für
viele Zwecke ausreichend.
Wie der 4000er geht weiss ich schon, ich frag mich nur warum und was
genau dieses quarz macht wenn man ihm saft gibt und wofür die 2
kondis/widerstände sind, das hab ich noch nicht verstanden.
Ist ja auch egal, die nächste wird mit nem uC gebaut, wobei ich noch
nicht weiss od interner/externer oszillator oder doch per funk...
Morgoth schrieb:> ich sag mal wenn die Uhr in 365 Tagen 1 Minute abweicht wäre es gut,> sprich eine Frequenzabweichung von 0,0000019 Hz wäre drin ^^.
Wie kommst du auf diese Zahl?
Ich berechne hier 1/(60*24*365) = 1,9ppm
Und das sind bezogen auf die 4.194304Hz immerhin gute 8 Hz.
Fazit: kauf dir nen TXCO mit 2ppm. Das wurde schon mal erwähnt im
Beitrag "Re: Binäruhr Quarz einstellen"
in 365 Tagen a 24 stunden a 60 minuten a 60 sekunden clockt der ausgang
31536000 mal, bei einer abweichung von 60 sekunden sollte er 31535940
mal clocken, was eine Impulsdauer von 31535940/31536000 = 0,999998097
sekunden ausmacht, was einer frequenz von 1/0,999998097 = 1,0000019 Hz
entspricht.
Ich habe hierbei nicht die Abweichung des Quarzes, sondern des 1Hz
Signales ausgerechnet.
Dies mit der Grundfrequenz multipliziert macht 7-8 Hz, wo wir wieder bei
den 2 ppm des Quarzes wären ^^
Weiss nicht ob deine Rechnung einfach kürzer ist oder ungenau, was bei
den hohen Zahlen aber nicht auffällt, ist ja auch egal :D
Werd mal nach dem txco googeln und mich melden
Morgoth schrieb:> Ich habe hierbei nicht die Abweichung des Quarzes, sondern des> 1Hz Signales ausgerechnet.
Das eine führt nur über einen Faktor (4194304) zum anderen...
> Weiss nicht ob deine Rechnung einfach kürzer ist oder ungenau, was bei> den hohen Zahlen aber nicht auffällt, ist ja auch egal :D
Sie ist gleich, ich beziehe mich nur nicht auf die "Zwischenvariable
Sekunde". Denn mich und dich interessiert ja nicht, wie genau die
Sekunde ist, sondern wieviele Minuten ein Jahr hat, und welchen Teil
davon eine einzige Minute einnimmt:
>>> Ich berechne hier 1/(60*24*365) = 1,9ppm
1 Minute bezogen auf 1 Jahr (=525600min) = 1,90258751903*10E-6 = 1,9ppm
Lothar Miller schrieb:> Morgoth schrieb:>> Ich habe hierbei nicht die Abweichung des Quarzes, sondern des>> 1Hz Signales ausgerechnet.> Das eine führt nur über einen Faktor (4194304) zum anderen...>>> Weiss nicht ob deine Rechnung einfach kürzer ist oder ungenau, was bei>> den hohen Zahlen aber nicht auffällt, ist ja auch egal :D> Sie ist gleich, ich beziehe mich nur nicht auf die "Zwischenvariable> Sekunde". Denn mich und dich interessiert ja nicht, wie genau die> Sekunde ist, sondern wieviele Minuten ein Jahr hat, und welchen Teil> davon eine einzige Minute einnimmt:>>>> Ich berechne hier 1/(60*24*365) = 1,9ppm> 1 Minute bezogen auf 1 Jahr (=525600min) = 1,90258751903*10E-6 = 1,9ppm
Ich frage mich gerade, wie man mit einem Oszi, die Frequenz von
1 Hz auf 2ppm genau ausmessen kann. (siehe erster Beitrag) :-)
Gruss
Harald
Am 1Hz Ausgang kannst das klar nicht messen, aber wenn z.b. den 1024 Hz
Ausgang misst kommste der Sache schon näher ^^
Kommt halt auf die Genauigkeit des Oszis an
Aber die Oszihersteller werden (hoff ich mal) da schon bissl technik
reinstecken vermutlich auch mit heizung usw, das wär shice wenn das oszi
ungenau wär ^^
Morgoth schrieb:> Aber die Oszihersteller werden (hoff ich mal) da schon bissl technik> reinstecken vermutlich auch mit heizung usw, das wär shice wenn das oszi> ungenau wär ^^
Analogoszis (RC-Zeitbasis) sind ganz schlimm. Der 7B85 Zeitbasiseinschub
hat zwischen 1.5% und 6% Zeitgenauigkeit.
Die MSOX3054A als willkürlich ausgewähltes 'besseres' Digiskop hat 25ppm
±5ppm Ungenauigkeit. Auch Highend-Modelle kommen auf 'nur' ±17ppm. Mehr
braucht man im Oszilloskop auch nicht, denn ein Oszilloskop dient mehr
zur qualitativen, als zur quantitativen Beurteilung von Signalen; es
heißt ja nicht Oszillometer.
PS: Spare dir doch deine Kraftausdrücke
Lothar Miller schrieb:> Morgoth schrieb:>> Kommt halt auf die Genauigkeit des Oszis an> Dessen Zeitbasis basiert vermutlich auch nur auf einem Quarz...
Zumindest ältere Oszis haben mit RC-Generatoren in der
Zeitbasis garbeitet.
Gruss
Harald
Morgoth schrieb:> Aber wie soll mans denn sonst einstellen wenn nicht mitm oszi :D
Mit einem genauen Frequenzzähler kann man eine Frequenz genau messen...
Morgoth schrieb:> Sorry für den Ausdruck ^^> Aber wie soll mans denn sonst einstellen wenn nicht mitm oszi :D
Naja, bei einer Uhr ist das ja nun wirklich einfach: Ein paar Tage
warten und mit einer genauen Uhr vergleichen.
Gruss
Harald
Morgoth schrieb:> ich will ja nicht merken dass sie falsch geht sondern so einstellen dass> sie richtig geht ^^
Ja, ein bisschen Kopfrechnen sollte man auch können.
1 sek pro Tag sind ca 10ppm.
Gruss
Harald
@Morgoth:
Du könntest deine Schaltung noch mit der Netzfrequenz koppeln, anstatt
mit dem Quarz. Die ist im Mittel auch sehr genau. Für Netzausfall könnte
man die Quarzschaltung beibehalten, und dann automatisch umschalten.
Wegen der vielen LEDs wird die Uhr sicher ohnehin am Netz betrieben, und
seltener mit Batterien. Aus dem Trafo kann man auf einfache Weise 50
Impulse pro Sekunde gewinnen.
Harald Wilhelms schrieb:> Zumindest ältere Oszis haben mit RC-Generatoren in der> Zeitbasis garbeitet.
Mein altes HM205-3 wird wohl auch noch auf diese Weise funktionieren. Am
Oszi möchte ich hauptsächlich Signalformen sehen, da kommt es nicht so
auf Höchstpräzision an. Auch die Spannungsmessung ist nicht allzu
präzise. Dafür hat man dann ja auch noch einen Frequenzzähler mit
Quarzofen, oder für die Spannung etwas teurere
Referenzspannungsbausteine.
Meine Hobbygeräte lasse ich auch nicht ständig kalibrieren. Aber ich
werfe einen Blick darauf, als Bastler hat man für solche Vergleiche
immer noch irgend welche Referenzen herum liegen.
Netzfrequenz scheidet leider aus, ich hab die Gleichrichtung und den
7805 weggelassen und betreib die Schaltung (mit dem 10000uF Kondi) per
USB 5V, da die Uhr ohnehin an der Wand neben der Fritzbox aufgestellt
wurde und der USB Anschluss nicht genutzt wird ^^
Die jetztige Schaltung werd ich einfach mit dem trimmko einstellen
(annähernd genau), die nächste wird entweder mit dem txco oder mit uC
und möglichst hohem externen quarz getaktet.
Oder, wenn ich mal richtig zeit und langeweile habe, werde ich die uhr
als zusatzgerät der fritzbox nehmen und die firmware der box abändern.
oder per lan und internet, muss ich guggn ^^
So genau wie eine billige Küchenuhr oder eine Armbanduhr sollte es ohne
besondere Maßnahmen gehen, nur mit dem Trimmkondensator. Allerdings
haben diese Uhren meist Quarze mit 32768Hz. Vielleicht haben die eine
bessere Grundgenauigkeit und Langzeitstabilität, da muß ich mal
nachschauen.
Meine Küchenuhr ist über 20 Jahre alt, hat ein chinesisches Uhrwerk im
Wert von 50Ct.. Die Armbanduhr ist 28 Jahre alt, und Made in Hongkong.
Beide muß ich zwischen den Sommer- bzw. Winterzeitumstellungen nie
nachstellen, die Abweichung beträgt bis dahin weniger als eine Minute.
Die Uhr im Tachenrechner HP48G muß ich öfters stellen, hat einen
RTC-Chip. Im Auto muß ich auch alle 2 Monate nachstellen. Der Knüller
ist meine neueste Errungenschaft, eine kleine Knipse für 69€ von Aldi.
Die geht im Monat 10 Minuten falsch. Also, je neuer, je schlechter. Ich
frage mich, was die Entwickler da tun. Wie genau meine Notebook-Uhr ist,
weiß ich nicht mal. Die synchronisiert sich bei Internetverbindungen mit
einem Uhrzeitserver. Man kann sie also auch so genau wie eine DCF-Uhr
betrachten, wenn man täglich im Internet ist.
Wir sind aber auch heute verwöhnt. Ich erinnere mich noch an die
mechanischen Uhren, wobei es ganz normal war, daß man die wenigstens
einmal pro Woche abends um 20 Uhr stellte, wenn die Uhr zur Tagesschau
im Fernseher erschien. Im Schnitt gingen sie bis zu 5 Minuten in der
Woche falsch. Das war aber auch nicht schlimm, da man in dieser Zeit
seltener Termine hatte, und die auch nicht auf die Sekunde exakt sein
mußten, wie es heute ist.
Wilhelm Ferkes schrieb:> da man in dieser Zeit> seltener Termine hatte, und die auch nicht auf die Sekunde exakt sein> mußten, wie es heute ist
Was sind das für Termine? Die Bahn hat auch moderne RTC im Fahrplan ;-)
Man kann's auch übertreiben mit dem Genauigkeitswahn:
http://www.leapsecond.com/>By now I've exceeded that goal by a factor of a million: the best clocks in>my collection (active hydrogen masers) are accurate to better than one>microsecond per year. Excluding national government laboratories, my home>time lab now has the most accurate clock in the world.
hp-freund schrieb:> Was sind das für Termine? Die Bahn hat auch moderne RTC im Fahrplan ;-)
Manch einer wird mich jetzt auslachen. Aber das Wort Termin, und dessen
Definition, lernte ich erst 1975 näher kennen, mit 15 Jahren, als ich
als Azubi in die Großstadt kam. Auf dem Land, auch wenn es Deutschland
war, dort war alles sehr beschaulich und locker. Nichts ging
minutengenau.
Noch 2-3 Jahrzehnte zuvor, arbeitete man dort in der Landwirtschaft nach
dem Sonnenstand und der Mittagsglocke der Kirche. Und diese war
vermutlich nach einer Sonnenuhr gestellt. Im 20. Jahrhundert.
Luk4s K. schrieb:> Man kann's auch übertreiben mit dem Genauigkeitswahn:
Den Normalzeitapparat der PTB muß man nicht gerade besitzen. Nur für
ausgesprochene Forscherinstinkte...
Wilhelm Ferkes schrieb:>> Man kann's auch übertreiben mit dem Genauigkeitswahn:>> Den Normalzeitapparat der PTB muß man nicht gerade besitzen. Nur für> ausgesprochene Forscherinstinkte...
Nun, ein Navi benutzen aber viele gerne. Das würde ohne Atomuhr
nicht funktionieren.
Und die "ausgesprochenen Forscherinstinkte" z.B. in der
Astronomie warten händeringend auf die z.Z entwickelten
Uhren mit hundertfach besserer Genauigkeit...
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Nun, ein Navi benutzen aber viele gerne.> Das würde ohne Atomuhr nicht funktionieren.
Umso seltsamer, dass man die Zeit trotzdem noch selber einstellen muß...
Lothar Miller schrieb:> Harald Wilhelms schrieb:>> Nun, ein Navi benutzen aber viele gerne.>> Das würde ohne Atomuhr nicht funktionieren.> Umso seltsamer, dass man die Zeit trotzdem noch selber einstellen muß...
Ja, die Möglichkeiten durch Technik werden immer grösser und die
Entwickler die das umsetzen wollen immer dümmer.
Gruss
Harald
PS: Eine Uhr auf GPS-Basis ist z.B. wesentlich genauer als eine
auf DCF77-Basis.
Gruss
Harald
>Umso seltsamer, dass man die Zeit trotzdem noch selber einstellen muß...
Ganz einfach:
Die GPS Satelliten bzw. -Sendedaten wissen nicht die Zeitzone, in
welcher der jeweilige Empfänger sitzt oder herumfährt...
Erich schrieb:> Die GPS Satelliten bzw. -Sendedaten wissen nicht die Zeitzone, in> welcher der jeweilige Empfänger sitzt oder herumfährt...
Logisch. Die Zeitzone ändert sich ja auch dauernd, abhängig von der
Position. Und um die Position feststellen zu können, müsste man glatt
ein Navi sein... :-(
Lothar Miller schrieb:> Erich schrieb:>> Die GPS Satelliten bzw. -Sendedaten wissen nicht die Zeitzone, in>> welcher der jeweilige Empfänger sitzt oder herumfährt...> Logisch. Die Zeitzone ändert sich ja auch dauernd, abhängig von der> Position. Und um die Position feststellen zu können, müsste man glatt> ein Navi sein... :-(
Tja, jetzt musst Du diese, eher einfache Erkenntnis nur noch
den Entwicklern von Navis mitteilen. Vielleicht wussten die
das bislang nicht... :-(
Gruss
Harald
@Morgoth:
Schau noch mal hier, ich habe mal wieder alte Quarze und fertige
Quarzoszillatoren bzw. TXCOs ausgekramt, und auch ein wenig gemessen:
Beitrag "Re: Webasto Funk Toröffner - nach hinfallen kaputt"
Allerdings fressen die sich teilweise eine Leistung von 1/4 Watt hinein,
werden 10 bis 20°C über der Umgebungstemperatur warm. Vielleicht macht
das aber auch nichts.