NE555-Monoflop schaltet in Wandnähe nicht ab!

OP (Firma: Möhrchenzucht) #3794585
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Hallo,

habe hier ein etwas seltsames Problem.
Ausgangssituation ist eine ganz normale NE555-Monoflop-Schaltung. Werte 
habe ich gerade nicht im Kopf, aber alles unkritische Standardwerte, 
Kondensator irgendwas mit einem uF oder so.
Die Versorgungsspannung (12V) kommen aus einem Steckernetzteil, das noch 
zwei Lüfter mitbeliefert. Aber 2A sollten auch für zwei Lüfter dicke 
reichen.
Die Schaltung funktioniert wunderbar, aber nur solange sie mindestens 
zehn Zentimeter von der Wand weg ist. An die Wand geschoben schaltet das 
Monoflop nicht mehr ab. Es geht zwischendurch ganz kurz das Licht aus 
(100 mS oder sowas), dann aber sofort wieder an! Mit Licht meine ich 5 
Standard-LED, die über einen Transistor gesteuert werden.

Ich habe den Verdacht, dass irgendein Leiter in der Wand eine Induktion 
erzeugt und mir den NE555 durcheinanderbringt.
Wenn ich in der Nähe ein Schaltnetzteil einstecke, geht der NE555 in der 
Nähe der Wand auch an, ohne dass ich ihn triggere.

Kann das hinhauen? Und wenn ja, was hilft dagegen? Woanders platzieren 
kann ich ihn leider nicht. Hilft da ein Metallgehäuse als Faradayscher 
Käfig?

Grüße
#3794805
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Teo Derix schrieb:
> Gregor Ottmann schrieb:
>> Ohne Schaltplan der Autoelektrik können wir da auch nur raten.
>
> Oh, das war schwach. Streng Dich an Du kannst das, auch ohne Plan und
> Kugel ;)

Hmja, OK, das geht besser. Aber wenn tatsächlich irgendeine Abbildung 
hochgeladen wird, kann ich mich ja über Bildauflösung und/oder 
Dateigröße beschweren und auf den Bildformatethread verweisen. :)
Gast #3794864
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sieben schrieb:
> Und immer wieder, man verwendet keinen 555. Immmer die CMOS
> Version 7555
> benutzen, macht viel weniger Ärger.
> Kein Schaltplan, hast Du aus dem Kopf gebaut? Respekt!

Nicht jeder hockt den ganzen Tag zu Hause rum :-)
Und den Schaltplan muß er ja nicht unbedingt mit zur Arbeit nehmen oder 
wohin auch immer...

Korbinian schrieb:
> Mit einem Schaltplan kann ich aktuell nicht dienen, Foto + Schaltplan
> reiche ich aber heute Abend nach.
Gast #3794874
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Nein, natürlich nicht aus dem Kopf gebaut, das wäre mir auch mit dem 
Routen auf Streifenraster zu stressig.

Habe den Schaltplan zuhause rumliegen.
Das Foto wird eine Blamage, so wie ich die LEDs verbunden habe 
(Kabelsalat).
Der Triggerschalter ist leider auch über ein ziemlich langes Kabel (80 
cm) mit dem NE555 verbunden, da habe ich den Verdacht, dass sich der 
über diese Zuleitung eine Störung einfängt, zumal kein Kondensator im 
Weg steht, nur bei der Versorgungsspannung ist ein Kondensator da.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #3794876
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Korbinian schrieb:
> Der Triggerschalter ist leider auch über ein ziemlich langes Kabel (80
> cm) mit dem NE555 verbunden
Aber der 555 ist schon ein bipolarer NE und nicht ein LMC oder TS oder 
TLC?

> Der Triggerschalter ist leider auch über ein ziemlich langes Kabel (80
> cm) mit dem NE555 verbunden
Verdrillen der Anschlussleitungen kann da nicht schaden...
#3794896
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sieben schrieb:
> Immmer die CMOS Version 7555
> benutzen, macht viel weniger Ärger.

Meine Erfahrung ist genau umgekehrt, die npn 555-er sind deutlich 
robuster.
Insbesondere bei 15V gehen die CMOS gerne mal in den Latchup. Wenn CMOS, 
dann nur bis max 5V.

Und in neue Schaltungen kommt mir eh kein 555/7555 mehr rein. Da nehme 
ich lieber einen MC (ATtiny25), anstelle 555 mit tonnenweise 
Zusatzbeschaltung (Rs, Cs, Ds usw.
#3794951
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>Der Triggerschalter ist leider auch über ein ziemlich langes Kabel (80
>cm) mit dem NE555 verbunden, da habe ich den Verdacht, dass sich der
>über diese Zuleitung eine Störung einfängt, zumal kein Kondensator im
>Weg steht, nur bei der Versorgungsspannung ist ein Kondensator da.

Dann mach doch ein RC-Glied vor den Triggereingang rein, der solche 
Störungen wegfängt.
Gast #3794952
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Ok, vielleicht hätte ich 'normal' genauer präzisieren sollen.
Normaler NE555 heißt in meinem Fall bipolar. NE555 von ST, um ganz genau 
zu sein der hier:
http://www.conrad.de/ce/de/product/177113/Linear-IC-STMicroelectronics-NE555-Gehaeuseart-DIL-8-Ausfuehrung-Praezisions-Timer
Handelt sich um diesen Schaltplan.
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0310121.htm
C ist 3,3 µF, die Widerstände habe ich jetzt nicht im Kopf, sind aber 
auf etwa 30 Sekunden getrimmt.

Leider kann ich die Anschlussleitungen nicht mehr verdrillen, weil die 
zwischen zwei zusammengeleimten Sperrholzplatten verlegt sind. (Das 
ganze befindet sich in einem Schränkchen)

Gibt es eine einfache Möglichkeit, solche Störsignale abzufangen (da 
wären wir wieder beim Abblockkondensator)?
Oder muss ich mir da was anderes einfallen lassen?
Eigentlich sollte sich doch sowas auch recht einfach ohne NE555 aufbauen 
lassen.
Ich kann jetzt keinen Schaltplan hochladen, also beschreibe ich das mal:
Schalter lädt über sehr geringen Widerstand Elko auf, Spannung am Elko 
wird mit Op-Amp mit einer Ref-Spannung verglichen, Elko wird langsam 
über großen Widerstand entladen. Nach dem Op-Amp kommt halt noch 
Transistor mit Vorwiderstand.
Meine Sorge wäre, dass die Selbstentladung des Elkos zu groß ist, aber 
ich kann mir nicht vorstellen, dass der die Spannung so schnell 
verliert. Ich dachte an einen 1000 µF, der über 10K entladen wird. Das 
sollte ca. 25 Sekunden dauern, bis der auf 0,6V gefallen ist.
Gast #3794965
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Ich denke, das RC-Glied verdient zuerst seine Chance, bevor ich alles 
über den Haufen schmeiße. Kostet ja quasi nichts.
Ist 8 Hz als Grenzfrequenz brauchbar?
Ginge mit handelsüblichen Teilen...
#3796196
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Korbinian Geiger schrieb:
> Habe aus Jux trotzdem mal das NE555-freie Monoflop aufgebaut.

Welches denn?
Warum hast Du so große Angst, Schaltpläne zu zeigen oder zu verlinken?

Bisher hast Du uns nur verraten, daß Deine unbekannte Schaltung einen 
555 enthält und nun noch ein RC-Glied.

Es gibt nicht die eine einzige Schaltung für Funktion x, es gibt 
Milliarden Schaltungen. Und täglich kommen neue hinzu.

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