Hallo,
kann man alles fertig kaufen, klar. Aber da kommt eben der Bastelspass
zu kurz. Ich habe dieses Jahr einfach die Nase voll die Bude ewig mit
allem fiesen Viechern voll zu haben. Vom fetten, fleischigen Falter bis
zur Invasion von Schneidern und Wanzen. Pech wenn man am Waldrand wohnt.
Ich bastle grad etwas und überlege mir welche Stromart ich für das
elektrische Gitter verwende? Es wird auf jeden Fall an der Steckdose
betrieben, das Gitter selbst erhält einen Berührschutz durch trennende
Schutzvorichtung, einen Plexiglaskäfig.
Ich hätte auch noch einen 2kV Mikrowellen Trafo samt Einweg
Gleichrichtung mit 1uF HV/Elko aber ich denke mal, das wäre etwas zu
viel des Guten.Würde aber schon ganz mächtig knallen, wenn der sich
entlädt.
Trotzdem sollen die Viecher schon völlig verdampft werden an den Stäben,
die ich auf 6mm Luftstrecke ausgelegt habe.
Wieviel Volt und wieviel Nano/Mikrofarad benötigt man da um einen
kräftigen Überschlag zu erzeugen? Möglichst ohne Ozon Erzeugung und
gerade kurz vor dem Überschlag.
Gruss,
Christian
PS: Bevor die "Besorgten" wieder kommen wegen dem Thema HV: Ich bin eine
ausgebildete Elektrofachkraft gem. EN 50110-1 / DGUV 3
Chris J. schrieb:> PS: Bevor die "Besorgten" wieder kommen wegen dem Thema HV: Ich bin eine> ausgebildete Elektrofachkraft gem. EN 50110-1 / DGUV 3
Und da kannst du nicht ausrechnen
> Wieviel Volt und wieviel Nano/Mikrofarad benötigt man da um einen> kräftigen Überschlag zu erzeugen?
bei gegebener Geometrie? Erschreckend. Kauf lieber stink normale
Fliegengitter. Ist sicherer, macht weniger Dreck und die Vögel haben
auch mehr zu essen im Wald.
ich dachte auch immer, dass diese Lampen vielversprechend sind,
allerdings stinkt es dann auch immer etwas verbrannt. Besser sind
wirklich Fliegengitter oder Fliegenfallen. Für draußen muss ich mir
allerdings noch etwas einfallen lassen...
Wenn man in diesen blau-leuchtenden
Insektenvernichter nasses Kloppier rein wirft,
Knallt das auch ganz toll.
Mein letzter Fetzen war aber bissl groß
und da wurde es beim Knall dunkel :(
Lukas T. schrieb:> Für draußen muss ich mir> allerdings noch etwas einfallen lassen...
Für "draußen" ist das gem. Bundesartenschutzgesetz §44 verboten und
kostet so rund 800 Euro, wenn dein Nachbar Dich verpfeift :-)
Mein Vorschlag wäre:
Erzeuge ein paar hundert Volt über eine Kaskadenschaltung. Ich denke,
>500V müssen es schon sein. Verwende Kondensatoren mit in paar hundert
pF oder irgenwas im unteren nF-Bereich. So wenig, wie möglich - probiers
einfach und starte mal mit 470pF, dann 1nF und so weiter. Bis das
Viechzeug stirbt.
Ich denke nicht, dass mehr als viel mehr nötig sein wird. Aber das musst
du probieren.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass 47nF bei 650V sehr wehtun. Das hat
mich mal erwischt, bei meinem Geigerzähler. Seit dem ist eine
HF-Abdeckung mit Mase drüber ;-)
Die Kaskade solltest du aus Schutzkleinspannung speisen. Eine
NE555-Schaltung + kleiner Trafo (um auf z.B. 200V zu kommen) tun es.
Du kannst z.B. auch einen "Tennisschläger" schlachten, also eine solche
elektrische Fligenklatschen.
soso... schrieb:> u kannst z.B. auch einen "Tennisschläger" schlachten, also eine solche> elektrische Fligenklatschen.
Taugt nix, da sind nur 2 Transistoren drin, die eine Spule befeuern und
sind nicht für Dauerbetrieb geeignet, brennen nämlich durch. Nach VDE I
< 3mA.... das kitzelt noch nicht mal richtig.
Hält ein 12V Printtrafo es eigentlich aus, wenn man den mit der
Sekundärseite ans Netz steckt? Abgesichert und mit Vorwiderstand? Das
wäre ja auch ein Lösung.
Chris J. schrieb:> Also dem> Mikrowellentrafo, der mit Halbwellengleichrichtung arbeitet.
Die Dinger sind genausowenig für Dauerbetrieb wie 'ne elektrische
Fliegenklatsche und verbrauchen nebenbei gar nicht so wenig Strom.
Klingt für mich ziemlich unsinnig.
Ich habe hier am Waldrand die Erfahrung gemacht, das die Tierchen zwar
gerne mal in die Hütte fliegen, aber genauso schnell wieder weg sind
(Fliegen, Bienen, Hornissen, Falter).
Hier steht aber auch keine Nahrung rum und es gibt keine
mückenverseuchten Teiche. Vllt. sollte man mal da ansetzen.
Ich war oft in Australien. Dort gibt es ein Sprichwort: Wenn du
ungestört von Insekten den Abend auf der Terrasse verbringen willst,
dann öffne alle Fenster des Hauses und schalte in allen Zimmern das
Licht ein, dann hast du eine ziemlich von Insekten befreite Terrasse.
:)
Zum Thema: Dort gibt es Lampen mit einem HV-Käfig, 2500V DC, die
bruzzeln und zirpen dann den ganzen Abend und am Ende dessen, liegt ein
ganzer Haufen gebratener Insekten am Fuss der Lampe.
Wenn selbiger nicht umgehend beseitigt wird, hast du innerhalb kurzer
Zeit eine ganze Kolonie Aga-Kröten um den Fuss der Lampe versammelt, die
sich den Haufen gebratener Insekten gut schmecken lässt.
Ich habe dann Aussies gesehen, die mit den Kröten Golf spielten, aber
für meinen Geschmack wäre dann eher die erstere Lösung etwas.
Chris J. schrieb:>> Trotzdem sollen die Viecher schon völlig verdampft werden an den Stäben,> die ich auf 6mm Luftstrecke ausgelegt habe.
Warum? Wenn die Insekten da sprichwörtlich explodieren, dann fliegen dir
die Überreste in die Umgebung bzw. verschmutzen auch ordentlich die
Fliegenfalle. Was soll denn daran toll sein? Erinnert mich an die
geniale Idee, einen toten Wal am Strand mit Sprengstoff zu beseitigen
...
Ich habe da so eine Fliegenfalle mit UV-LEDs und einem Lüfter +
Fangkorb. Das ist doch viel besser, da ungefährlich, leise und
hygienisch ohne herum fliegende Insektenteile und Flüssigkeiten. Und das
in der Wohnung ...
Draußen dürfen solche Geräte wiederum nicht betrieben werden, weil man
damit auch alle möglichen Nutzinsekten tötet.
Chris J. schrieb:> Bevor die "Besorgten" wieder kommen wegen dem Thema HV: Ich bin eine> ausgebildete Elektrofachkraft gem. EN 50110-1 / DGUV 3
und
Chris J. schrieb:> Hält ein 12V Printtrafo es eigentlich aus, wenn man den mit der> Sekundärseite ans Netz steckt? Abgesichert und mit Vorwiderstand? Das> wäre ja auch ein Lösung.
Nicht dein Ernst?
Könnte sein, dass die Isolierung der Sekundärseite nicht mitspielt....
rein technisch gesehen kann man ja mit nem Trafo rauf und runter
transformieren.
Chris J. schrieb:> Ich bin eine ausgebildete Elektrofachkraft gem. EN 50110-1 / DGUV 3
Dann kennst du ja maximale Energie im geladenen Kondensator die
ungefährlich für den Menschen bleibt.
Mehr ist im Insektenkiller nicht nötig, denn: Es gibt immer einen Deppen
der es berührt, notfalls man selbst.
Geladen werden die Kondensatoren über eine Hochspannungskaskade mit so
geringem Strom dass der auch ungefährlich bei einer Berührung nleibt.
MaWin schrieb:> Chris J. schrieb:>> Ich bin eine ausgebildete Elektrofachkraft gem. EN 50110-1 / DGUV 3
Hat es geholfen? In Bezug auf diese Fragestellung?
Ich bin kein Fachmann - aber mir kommen bei solchen Fragen immer
Assoziationen zum "Darwin Award" :-)
Dieter F. schrieb:> Hat es geholfen? In Bezug auf diese Fragestellung?>> Ich bin kein Fachmann - aber mir kommen bei solchen Fragen immer> Assoziationen zum "Darwin Award" :-)
:-) Glaube ich bin da eher aus den FPV-Modellflieger Foren vorbelastet.
Sobald da jemand Fragen stellt oder Technik verwendet, die sich nur ein
wenig außerhalb des gesetzlichen Rahmens bewegt - und der ist sehr
leicht zu verlassen wegen der Überregulierung - stürzen sich ein halbes
Dutzend Foren-Polizisten und Facebook-Juristen auf ihn um ihn zu
"bekehren" und "belehren". Das hat inzwischen krankhafte Formen
angenommen, die an Diktaturen erinnern. Hochspannung und besonders
Funktechnik bergen da enorme Potentiale :-))))
Hallo
in der Hoffnung dir einen sinnvollen Hinweis, oder wenigstens eine,
hoffentlich, verwertbare Idee zu geben würde ich dir empfehlen versuchen
heraus zu finden wie das Insektenproblem dort gelöst wird wo es ein Muss
ist, also im Reinraum, im Operationsaal manchen Produktionsstraßen
(Papierherstellung, Druck...) usw. - rein mechanisch (Türen, Gitter,
Filter) wird das sicherlich nicht funktionieren und die chemische Keule
dürfte auch nicht praktikabel sein.
Wenn es dort eine elektrische Lösung gibt dann ganz bestimmt von
professionellen Herstellern (zu entsprechenden Preisen).
Dann "nur" noch schauen wie deren Geräte arbeiten (Daten und Werte) und
du hast schon mal eine Grundlage.
Rein von der Theorie dürfte DC nicht besonders geeignet sein, da das
Insekt eventuell einen Lichtbogen zündet der dann stehen bleibt und
entweder dafür sorgt das irgendwas von deiner Schaltung den gleichen Weg
wie das Insekt geht, oder einfach die Energie im Lichtbogen umgesetzt
wird und dir die nervigen Viecher dir quasi den Mittelfinger zeigen.
Nebenbei ist so ein Lichtbogen auch eine EMV Dreckschleuder.
Ich wünsche dir viel Erfolg und das diese Drecksviecher da bleiben wo
sie hingehören: In die Natur und im Wald und nicht in dein (mein)
Wohnbereich und Garten.
Schei.. Viecher !
Wer Mitleid mit den Zeugs hat oder mit der Naturkeule kommt kann die
Tierchen ja gerne in seiner hippen Altbauwohnung im Künstlerviertel
aufnehmen und die schönsten Exemplare beim nächsten treffen der
Ausdruckstanzgruppe oder illegalen Waldbesetzung vorzeigen.
Jemand
Jemand schrieb:> illegalen Waldbesetzung
Jepp, du darfst auch gerne noch etwas Atommüll in deinen Keller
einlagern, oder wie soll man den blöden Spruch sonst verstehen?
Codix schrieb:> Youtube-Video "Return of the dodgy insect zapper. (With schematic.)"
Ja, ein einfacher Spannungsverdoppler (Delon-Schaltung). Damit der noch
besser knallt muss man nur die C's verdoppeln und ggf. R halbieren,
damit sie schneller wieder nachladen und das Gitter frei gebrannt wird.
Vor allem hat man keinen Ruhestromverbrauch, was der Stromrechnung
zugute kommt. Werde aber noch ne Stufe dahinter hängen, um auf ca 1000V
zu kommen, habe schon alles bestellt.
Chris J. schrieb:> Pech wenn man am Waldrand wohnt.
Die ungünstige Variante ist, das Fenster aufzulassen und ein blaues
Licht einzuschalten. Dann holst wie mit dem Magneten die Tiere ins
Zimmer. Ordentliche Gazefenster kosten leider Geld und sollten gereinigt
werden.
Jemand schrieb:> Ich wünsche dir viel Erfolg und das diese Drecksviecher da bleiben wo> sie hingehören: In die Natur und im Wald und nicht in dein (mein)> Wohnbereich und Garten.> Schei.. Viecher !> Wer Mitleid mit den Zeugs hat oder mit der Naturkeule kommt kann die> Tierchen ja gerne in seiner hippen Altbauwohnung im Künstlerviertel> aufnehmen und die schönsten Exemplare beim nächsten treffen der> Ausdruckstanzgruppe oder illegalen Waldbesetzung vorzeigen.
Nur blöd, dass die zuwerst da waren, und du in ihren Wohnbereich (Wald)
eingedrungen bist...
E. S. schrieb:> Chris J. schrieb:>>> Ich habe da so eine Fliegenfalle mit UV-LEDs und einem Lüfter +> Fangkorb. Das ist doch viel besser, da ungefährlich, leise und> hygienisch ohne herum fliegende Insektenteile und Flüssigkeiten....
Im Elektor habe ich mal eine Abbildung gesehen.
Sag bloß, das funktioniert?? Die Viecher fliegen dann wirklich
in den Lüfter und landen dann im Korb? Sind es nur die Mücken, oder
fallen alle Insekten darauf rein?
juergen schrieb:> die so alle halbe Stunde mal> aufglühen.
Tolle Idee, du hast anscheinend noch nie gerochen wie das riecht, wenn
eine große Fliege auf der Rückseite eines Halo Spots verschmort.
Ganz lecker
juergen schrieb:> E. S. schrieb:>> Chris J. schrieb:>>>>>>> Ich habe da so eine Fliegenfalle mit UV-LEDs und einem Lüfter +>> Fangkorb. Das ist doch viel besser, da ungefährlich, leise und>> hygienisch ohne herum fliegende Insektenteile und Flüssigkeiten....>> Im Elektor habe ich mal eine Abbildung gesehen.> Sag bloß, das funktioniert?? Die Viecher fliegen dann wirklich> in den Lüfter und landen dann im Korb? Sind es nur die Mücken, oder> fallen alle Insekten darauf rein?
Das Lockprinzip ist ja das gleiche, also mit UV-Licht. Aber man hat da
halt kein Elektrogitter, sondern einfach nur den Lüfter der im
Saugbetrieb arbeitet und die Insekten dann durch eine kleine Öffnung in
den Fangkorb bläst. Hier ist der Querschnitt wiederum deutlich kleiner,
wodurch die Strömungsgeschwindigkeit ansteigt und die Insekten nicht
raus können, bzw. danach auch erst mal die Lüfterschaufeln überwinden
müssten. Kleine Insekten haben gar nicht die Kraft um gegen den
Luftstrom anzukämpfen, große werden wohl von den Lüfterschaufeln
KO-geschlagen.
Der Andere schrieb:> juergen schrieb:>> die so alle halbe Stunde mal>> aufglühen.>> Tolle Idee, du hast anscheinend noch nie gerochen wie das riecht, wenn> eine große Fliege auf der Rückseite eines Halo Spots verschmort.>> Ganz lecker
Ist wohl eine Abwandlung von: Warum einfach, wenn es auch kompliziert
geht? In diesem Falle aber noch bescheuert-ekelhaft.
Jemand schrieb:> Rein von der Theorie dürfte DC nicht besonders geeignet sein, da das> Insekt eventuell einen Lichtbogen zündet der dann stehen bleibt und> entweder dafür sorgt das irgendwas von deiner Schaltung den gleichen Weg> wie das Insekt geht, oder einfach die Energie im Lichtbogen umgesetzt> wird und dir die nervigen Viecher dir quasi den Mittelfinger zeigen.
Die verbrennen im lichtbogen, zumindest die kleinen. Dicke fliegen
brauchen länger um zu brutzeln. Sind aber nach dem ersten Schlag
mausetot.
Ich habe für drinnen eine kleine UV LSR mit einer elektrischen
fliegenklatsche kombiniert. Es reichen zwischen 600-1000V DC und alles
was in der Wohnung fliegt brutzelt weg.