Datenübertragung über DC Versorgungsspannung

OP #7574143
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Hallo,

mein Thema wurde vor über 10 Jahren hier schön öfters angesprochen aber ich habe noch keine für mich passende Lösung gefunden. Es geht darum Daten über Gleichspannung zu übertragen.

In meinem Fall habe ich 20V (maximal 3A), über die ich Daten übertragen muss. Dabei ist wichtig, dass das Potenzial an der minus Leitung nicht verändert werden kann. Es muss nicht bidirektional sein kann es aber natürlich auch. Ich habe einen Master, der Daten senden soll und dann mehrere Clients, die diese Daten empfangen sollen. Der Master besteht aus einem PC, der Daten an einem µC (egal welcher) senden soll, dieser soll dann die Daten mit einer weiteren Schaltung auf die Gleichspannung übertragen . Die Clients sollen jeweils eine Schaltung haben, die die Daten für einen µC (ATtiny) benutzbar macht. Diese müssen über die 20V versorgt werden und steuern jeweils einen Motor an. Für den Master habe ich sehr viel Platz, die einzelnen Clients müssen aber sehr klein bleiben.

Kennt ihr eine Möglichkeit um das zu realisieren?

OP #7574172
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Michael schrieb:

Alter Hut. https://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Addressable_Lighting_Interface

Dali klingt interessant, da schaue ich im laufe des Tages nochmal drüber.

Günter L. schrieb:

Frequenzweichen, Hochpass, Tiefpass, die einer Trägerfrequenz einen Weg weisen. Die Trägerfrequenz wird dann mit den Daten moduliert.

Klingt für mich erstmal sehr kompliziert (ich kenne mich im analogen Bereich so gut wie gar nicht aus). Kannst du vielleicht einen Schaltplan oder einen externen Link mit Erklärung senden?

Heiner B. schrieb:

Schau dir Diseq an.

Habe ich auch schon einmal gelesen, aber nur kommerziell Produkte und keine Schaltpläne gefunden.

#7574176
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Jonathan A. schrieb:

Diese müssen über die 20V versorgt werden und steuern jeweils einen Motor an. Für den Master habe ich sehr viel Platz, die einzelnen Clients müssen aber sehr klein bleiben.

Siehe KNX, aber auch Modelleisenbahn bei der zwar die Spannung verpolt wird um Daten zu senden, sas ist aber auf clientseite leicht durch Brückengleichrichter zu beheben.

Sprich: es gibt bereits viele etablierte Losungen, du musst das Rad nicht neu erfinden.

Und wenn ALLE kommerziellen Lösungen dir irgendwie nicht gefallen,,solltest du mal drüber nachdenken, ob deine Forderung überhaupt realistisch ist.

Gast #7574189
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Jonathan A. schrieb:

Klingt für mich erstmal sehr kompliziert

So macht es Dali (oder KNX) auch. Mit den Daten modulieren ist ja die Grundvorraussetzung, sonst gibt es keine Datenübertragung. Mit einem 'Filter' muss DC abgetrennt werden, sonst hält die Spannungsversorgung gegen, wenn die Daten moduliert werden sollen.

Powerline Modems machen sowas auch, nur erheblich ausgefuchster und mit erheblich höherer Datenrate.

(Firma: matzetronics) #7574201
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Jonathan A. schrieb:

habe ich 20V (maximal 3A), über die ich Daten übertragen muss

Die müsste man erstmal modulieren. Das ist schon eine mittlere Endstufe, um auf diese Versorgung noch was aufzuprägen. Kann man mit einem Trafo machen, ist aber nicht trivial.

Jonathan A. schrieb:

die einzelnen Clients müssen aber sehr klein bleiben.

Wieder eine Anforderung, die nicht zu Ende gedacht ist. Immerhin soll da wohl eine Endstufe für Motoren drauf sein? Das bauste nicht einfach mal in eine Streichholzschachtel. (und die ist dir bestimmt nohch zu groß).

#7574227
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Jonathan A. schrieb:

Kennt ihr eine Möglichkeit um das zu realisieren?

ASi-Bus wurde noch nicht erwähnt. Der hat zwar 24Volt DC, sollte aber mit 20Volt genauso gut funktionieren. Der wurde genau mit dem Ziel entwickelt, möglichst preiswerte Clients zu ermöglichen. Dürfte aber wegen der industriellen Ausrichtung teurer sin als DiSEqC und Verwandte.

Gruß Klaus )der soundsovielte)

Gast #7574248
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Matthias S. schrieb:

Die müsste man erstmal modulieren.

Da der TO nicht zwingend bidirektional benötigt, einfach mit Längstransistor die Spannungsversorgung mit Tx modulieren. Diode an den Slaves, das die nicht zurückspeisen, Pull Down am Bus Rx an Spannungsteiler + Komparator.

300 - 1200bps sollten ohne allzugroße Klimmzüge machbar sein.

Gast #7574255
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Wenn der einzige Sender zugleich auch die Stromversorgung liefert, könnte man dort eine Diode in Reihe zur Versorgungsspannung legen, die mit einem Transistor Impulsweise überbrückt wird.

Beim Empfänger sollten die Sprünge der Spannung das relativ leicht mit einem Hochpass-Filter zu erkennen sein. Das habe ich mal vor Ewigkeiten so gemacht. Leider habe den Schaltplan nicht mehr.

#7574272
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Jonathan A. schrieb:

Es geht darum Daten über Gleichspannung zu übertragen.

In meinem Fall habe ich 20V (maximal 3A), über die ich Daten übertragen muss.

Warum muss es Gleichspannung sein, über die Übertragen werden muss. Digitale Modellbahnen, die in einer größenordnungsmäßig ähnlichen Leistungsklasse spielen, zeigen, wie es funktionieren kann.

Und dir ist schon klar, dass durch die Datenübertragung ein Wechselspannungsanteil entsteht?

Gast #7574336
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Jonathan A. schrieb:

die einzelnen Clients müssen aber sehr klein bleiben.

Daten für einen µC (ATtiny) benutzbar macht.

ich lieber ein WLan basierendes System baue.

😂😂😂 Das ging ja schnell. Sämtliche Parameter scheinen ja an Gummibändern zu hängen. Von 'Drahtgebunden, sehr klein, ATtiny' zu 'WLAN, stark begrenzte Reichweite mit speziellen Anforderungen an den Einbauort' und sehr klein ist auch vom Tisch.

Das Wlan keine 20V / 3A überträgt ist Dir aber geläufig?

#7574363
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Matthias S. schrieb:

Die müsste man erstmal modulieren. Das ist schon eine mittlere Endstufe, um auf diese Versorgung noch was aufzuprägen. Kann man mit einem Trafo machen, ist aber nicht trivial.

Wieder eine Anforderung, die nicht zu Ende gedacht ist. Immerhin soll da wohl eine Endstufe für Motoren drauf sein? Das bauste nicht einfach mal in eine Streichholzschachtel. (und die ist dir bestimmt nohch zu groß).

Jede Digital-Modellbahn kriegt das hin.

Für dich ist die Nummer wohl noch zu gross.

Zu Befürchten ist allerdings daß es Jonahtan nicht besser ergeht.

(Firma: Privat) #7574406
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von Matthias S. schrieb:

Jonathan A. schrieb:

habe ich 20V (maximal 3A), über die ich Daten übertragen muss Die müsste man erstmal modulieren. Das ist schon eine mittlere Endstufe, um auf diese Versorgung noch was aufzuprägen. Kann man mit einem Trafo machen, ist aber nicht trivial.

Wenn man Frequenzweichen benutzt ist keine mittlere Endstufe nötig, ohne ja, weil die Gleichspannungsquelle und die Gleichspannungsverbraucher dann die HF kurzschließt.

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