Moin,
wir renovieren ein Haus und ich hab eigentlich keine Lust, wegen jeder
auszutauschenden Steckdose einem Elektriker seinen Porsche zu
finanzieren. Außerdem hat da sowieso keiner Zeit.
Kann ich längst selber, nur darf ich das offiziell halt nicht.
Wie lang dauert das, um von "interessierter Hobby-Elektroniker" zu "darf
Hauselektrik machen" zu kommen und was kostet es?
Dann kann ich mal gegenrechnen.
Gruß und frohes Schaffen!
Potzblitz schrieb:> ..wegen jeder auszutauschenden Steckdose einem Elektriker seinen> Porsche zu finanzieren.
Super! Was arbeitest Du denn? Kann man deine Dienste für lau bekommen?
Die meisten Elektriker sind übrigens Angestellte mit normalem Gehalt.
Von denen fährt vermutlich überhaupt keiner Porsche.
Ausbildung zum Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik
Empf. Schulabschluss: Mittlere Reife
Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
oder
Ausbildung zum Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und
Klimatechnik
Empf. Schulabschluss:Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer:3,5 Jahre
noch fragen ??
PS: Wenn du in den Urlaub willst, mach doch gleich den Pilotenschein,
kann doch jeder, weil das sooo easy ist.
Dann brauchen die Lufthansa Piloten auch nicht mehr den Porsche von
dir
finanziert zu bekommen.
Jörg R. schrieb:> Papa P. schrieb:>> Ausbildung zum Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik>> Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre>> Auch wenn man Potzblitz heißt?
Das ist sicher ein Tippfehler und sollte Putzblitz heißen. So einer kann
rasend schnell die für die Elektroarbeiten nötigen Schlitze zuputzen.
H. H. schrieb:> Jörg R. schrieb:>> Papa P. schrieb:>>> Ausbildung zum Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik>>> Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre>>>> Auch wenn man Potzblitz heißt?>> Das ist sicher ein Tippfehler und sollte Putzblitz heißen. So einer kann> rasend schnell die für die Elektroarbeiten nötigen Schlitze zuputzen.
Und was wenn er sich Blitzbirne genannt hätte?
Jörg R. schrieb:>>>> Ausbildung zum Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik>>>> Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
Es ist möglich, die Ausbildungsdauer unter bestimmten Voraussetzungen
bereits mit Vertragsabschluss zu verkürzen.
Ist so wie im Knast, wegen guter Führung vorzeitig entlassen
H. H. schrieb:> So einer kann> rasend schnell die für die Elektroarbeiten nötigen Schlitze zuputzen.
Glaube nicht, dass die sauber zugeputzt werden, wenn der es mit
Potzblitz macht. Da muss das alles nochmal geschliffen und gespachtelt
werden.
Potzblitz schrieb:> Kann ich längst selber, nur darf ich das offiziell halt nicht.
Soweit ich weiß darfst du nicht die Inbetriebnahme, den Anschluss an das
Netz des Energieversorgers usw. machen. Alles was gefährlich ist, wo du
mit Strom in Berührung kommen kannst.
Was du, soweit ich weiß, machen darfst ist Leitungen verlegen,
Steckdosen setzen usw, solange da eben kein Strom drauf ist und du auch
keinen Strom drauf legst.
Du brauchst dann zur Inbetriebnahme eine entsprechende Elektrofachkraft
die deine Arbeit überprüft, die vorgeschriebenen Messungen durchführt,
den eigentlichen Anschluss macht usw.
Das ist dann das Problem. Das haben Elektriker vor dem Bauboom schon
ungern gemacht. Es kann schwierig werden dafür jemanden zu finden. Wenn,
dann solltest du unbedingt bevor du anfängst jemanden an der Hand haben.
Manche wollen zum Beispiel zwischenzeitlich kontrollieren (keine
schlechte Idee), wollen nur Material sehen dem sie trauen, usw. Blind
anfangen ist keine gute Idee. Und jemand muss das Ganze auch planen.
Es gibt Firmen (im Internet) die Materialsätze zur Selbstinstallation
anbieten, einschließlich Vertragspartner vor Ort die die Inbetriebnahme
machen sollen. Ich habe keinerlei Erfahrung damit und keine Ahnung ob
das seriöse Angebote sind.
Wovon ich die Finger lassen würde sind "gute Kumpel" die behaupten sie
hätten die notwendige Qualifikation. So Industrieelektriker oder gar
E-Technik Ingenieure (bin selber einer).
> Wie lang dauert das, um von "interessierter Hobby-Elektroniker" zu "darf> Hauselektrik machen" zu kommen und was kostet es?> Dann kann ich mal gegenrechnen.
Schlitze in eine jungfräuliche Wand klopfen kannst du schon morgen. Wenn
wirklich Strom fließen soll, dann eben Ausbildung die dich dafür zu
einer Elektrofachkraft macht.
Blöd ist dann zum Schluss noch, dass Energieversorger eigentlich nie
Privatleute in ihre Handwerksrolle/Installationsverzeichnis eintragen,
sondern nur Firmen. Das heißt, du bekommst nicht die Berechtigung die
Anlage an das Netz anzuschließen. Auch ein Grund, warum der "gute
Kumpel" dir nichts nützt. Der kommt da auch nicht drauf.
Papa P. schrieb:> Ausbildung
Alternativ:
Ausbildung zum Diplomingenieur/zur Diplomingenieurin, Bachelor oder
Master.
Für einen Bachelor reichen schon 3 Jahre.
Oliver
@Potzblitz:
Wolltest du die "Ausbildungskosten" diskutieren, oder die Frage ob du
eine Elektro-Verkabelung selber machen "darfst"?
Im deinem Eingangs-Schreiben erwähntest du "Kann ich längst selber, .."
also wo genau ist das Problem?
Was du machen kannst/darfst, ist meines Erachtens:
:: Das ganze Objekt stromlos machen
:: alle Schalter, Steckdosen, Abzweigdosen etc aufmachen und
nachschauen, ob es dem entspricht was du kennst oder erwartest
(3-leitrig angeschlossen, geeigneter Querschnitt
:: überlegen, ob alle Stromsachen (Steckdosen, Schalter, Wandauslässe,
Deckenauslässe) und Kommunikationsleitungen
(Telefon/Internet/Koax/Glas/wasweissich) an der Stelle sind, wo sie für
dich nützlich sind
und mit der Erkenntniss könntest du anschließend z.B.:
:: feststellen (lassen), dass Leitungen zu erneuern oder zu ergänzen
sind
:: Schlitze kloppen, ggf. Leerrohre und Wandauslassdosen verlegen etc.
:: Jde Menge Schalter, Steckdosen etc. deiner bevorzugten Schalterserie
besorgen
damit ist schon mal ein großer Teil Schritt getan. Deine bis dahin
gewonennen Erkenntnisse kannst du denn dem "Elektriker deines
Vertrauens" mitteilen.
--
danach kann der Elektriker ran, das ganze nachvollziehen/bestätigen, und
dann Strippen ziehen/verlegen und anklemmen
Wegstaben V. schrieb:> danach kann der Elektriker ran, das ganze nachvollziehen/bestätigen, und> dann Strippen ziehen/verlegen und anklemmen
aber der Elektriker fährt Porsche , geht gar nicht
Papa P. schrieb:> Wegstaben V. schrieb:>> danach kann der Elektriker ran, das ganze nachvollziehen/bestätigen, und>> dann Strippen ziehen/verlegen und anklemmen>> aber der Elektriker fährt Porsche , geht gar nicht
Das macht der doch nur, um schneller zur Baustelle kommen zu können.
Oliver S. schrieb:> Papa P. schrieb:>>> Ausbildung>> Alternativ:> Ausbildung zum Diplomingenieur/zur Diplomingenieurin, Bachelor oder> Master.> Für einen Bachelor reichen schon 3 Jahre.
Oder in einer (zwei?) Woche "Elektrofachkraft für festgelegte
Tätigkeiten".
https://www.dekra-akademie.de/elektrofachkraft-fuer-festgelegte-taetigkeiten/
Danach darst Du immerhin Deckenleuchten oder Herde anschließen.
Potzblitz schrieb:> Wie lang dauert das, um von "interessierter Hobby-Elektroniker" zu "darf> Hauselektrik machen" zu kommen
Schwer.
Wenn du schon Elektrofachkraft wärest, müsstest du deine Kenntnisse
mangels 3 Jahren Berufserfahrung nur durch den TREI Schein nachweisen,
so wie es auslandische Elektriker auch müssen.
Aber du wirst keine Elektrofachkraft sein. Ausbildung dauert so 3 Jahre.
Vergiss es.
Wenn du das ganze Haus machen willst: Besorge dir ein
Elektroinstallationspaket, was den Anschluss durch einen lokalen
Elektriker beinhaltet. Dann baust du selbst, und einer kommt zum
anschliessen und redet sich nicht raus.
https://www.ewl-instakit.de/#elektroinstallionselbst
Hannes J. schrieb:> Das ist dann das Problem. Das haben Elektriker vor dem Bauboom schon> ungern gemacht. Es kann schwierig werden dafür jemanden zu finden. Wenn,> dann solltest du unbedingt bevor du anfängst jemanden an der Hand haben.
Ja warum wohl?
Würdest Du für jemanden und dessen Arbeit unterschreiben und haften, den
Du garnicht kennst.
Die paar mal wo ich mitbekommen habe, das jemand so doof war und das
getan hat, waren jedes mal eine Kathastrophe!
Da sagt man zum Herd 5x2,5 und was wird gelegt 5x1,5 und sowas sind dann
die harmlosen "Fehlerchen".
Oft war es eher so das der Überfliegerkunde am liebsten den
Zählerschrank verdrahten wollte und die Fachkraft hätte am besten die
Baustelle aufräumen sollen.
Viele meinen weil sie einmal eine 1/4h neben einem Elektriker stehen
durften, das sie nun auch zu höherem berufen sind.
Jörg R. schrieb:> Die meisten Elektriker sind übrigens Angestellte mit normalem Gehalt.> Von denen fährt vermutlich überhaupt keiner Porsche.
Also ich überlege schon das Auto abzuschaffen, weil mir das zu teuer
wird. Und ich bin Elektroniker.
Vollkommen egal ob es ein Elektriker macht, oder jemand der überhaupt
keine Ahnung hat. Im Falle von Personenschäden durch fehlerhafte
installertionen müssen beide wegen fahrlässiger Tötung in den Knast.
Nur ganz so trivial wie das Kabel dafür, und das Kabel dafür ist es dann
doch nicht, und es ist später ziemlich genau nachvollziehbar was falsch
gemacht wurde.
Potzblitz schrieb:> wegen jeder auszutauschenden Steckdose einem Elektriker seinen Porsche> zu finanzieren.
Außerdem fahren die kein Porsche sondern vorzugsweise Lambo, Ferrari und
der der die Zähler montiert Bugatti
Potzblitz schrieb:> wir renovieren ein Haus und ich hab eigentlich keine Lust, wegen jeder> auszutauschenden Steckdose einem Elektriker seinen Porsche zu> finanzieren. Außerdem hat da sowieso keiner Zeit.> Kann ich längst selber, nur darf ich das offiziell halt nicht.
Doch, du darfst das. Deine Arbeit muß nur von einer EFK abgenommen
werden und das machen die sehr gerne.
Es ist keineswegs so, wie manche hier schreiben, daß niemand "den Kopf
hinhalten will" für deine Arbeit. Ganz im Gegenteil, um den Porsche
finanzieren zu können, sind den EFK die Stundensätze viel zu niedrig für
die Drecksarbeit.
Die lassen dich sehr gerne die Drecksarbeit machen und kommen dann um
für eine Stunde Abnahme einen Preis im 3stelligen Bereich zu verlangen.
Du sparst dennoch einen Haufen Geld.
Mal kurz deine Installation durchmessen ist erheblich angenehmer, als
alle Leitungen selbst zu verlegen.....bei entsprechend hoher Vergütung.
Ich kenne keinen Elektriker (war selbst mal einer) der das anders sieht.
Phasenschieber S. schrieb:> Mal kurz deine Installation durchmessen
Weil man ja mit Messen auch immer alle Fehler findet.
Wie viele Installationen gibt es in denen die Messwerte so weit mal gut
aussahen und irgendwann der Verteiler abbrennt wegen loser Klemmstellen
oder es an Geräten zu Schäden kam, weil mal irgendwo der N nicht fest
war.
Und nur weil irgend ein Messwert okay ist heisst das noch lange nicht
das sich irgendwo sonstiger Pfusch verbirgt, den man im 1. Moment nicht
sieht, wie Leitungen in Bereichen in denen sie nicht liegen dürfen bspw.
Wenn es jemand nötig hat so sein Geld zu verdienen ist das traurig!
Potzblitz schrieb:> Moin,>> wir renovieren ein Haus und ich hab eigentlich keine Lust, wegen jeder> auszutauschenden Steckdose einem Elektriker seinen Porsche zu> finanzieren. Außerdem hat da sowieso keiner Zeit.> Kann ich längst selber, nur darf ich das offiziell halt nicht.> Wie lang dauert das, um von "interessierter Hobby-Elektroniker" zu "darf> Hauselektrik machen" zu kommen und was kostet es?
Nun, normalerweise dauert eine Ausbildung zum Elektroinstallateuer
m.W. 3,5 Jahre. Wenn es schnell gehen muss und Du gut bist, kannst
Du es auch in 2,5...3 Jahren schaffen. Für bestimmte Arbeiten
brauchst Du aber zusätzlich eine Konzession des zuständigen EVUs.
Zu welchen Bedingungen Du diese bekommst, musst Du vor Ort erfragen.
Sven L. schrieb:> Weil man ja mit Messen auch immer alle Fehler findet.
Wenn du Haare spalten möchtest, geh zu deinem Frisör.
Was glaubst du wie im realen Leben solche Installationen ablaufen?
Da wird die Hilfskraft angewiesen (ja, Hilfskraft, die Drecksarbeiten
machen Hilfskräfte) eine Installation zu erstellen und danach kommt die
EFK und kontrolliert das, fertich.
Das ist nichts anderes.
Jörg R. schrieb:>> Ausbildung zum Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik>> Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre>> Auch wenn man Potzblitz heißt?
Wenn man den ersten "Blitz" erzeugt, wird die Ausbildungszeit
um die Zeit des Krankenhausaufenthalts verlängert.
Helmut -. schrieb:>> So einer kann>> rasend schnell die für die Elektroarbeiten nötigen Schlitze zuputzen.
Man kann ja "Schnellzement" verwenden.
> Glaube nicht, dass die sauber zugeputzt werden, wenn der es mit> Potzblitz macht. Da muss das alles nochmal geschliffen und gespachtelt> werden.
Wenn man "Zuputzen" richtig gelernt hat, muss man anschliessend
weder schleifen, noch spachteln. Bei etwas Geschick klappt das
sogar in tapezierten Räumen so, das man vom Schlitz so gut wie
garnichts mehr sieht.
Sven L. schrieb:> Viele meinen weil sie einmal eine 1/4h neben einem Elektriker stehen> durften, das sie nun auch zu höherem berufen sind.
Genau, und wenn man einmal einen Beitrag der Serie "Die jungen
Ärzte" gesehen hat, kann auch problemlos den eigenen Blinddarm
rausoperieren.
Harald W. schrieb:> Wenn man "Zuputzen" richtig gelernt hat, muss man anschliessend> weder schleifen, noch spachteln. Bei etwas Geschick klappt das> sogar in tapezierten Räumen so, das man vom Schlitz so gut wie> garnichts mehr sieht.
Apropos Zuputzen: In meiner Ausbildungszeit hatten wir noch
"Bergmannsrohre" verlegt und um um die Ecken zu kommen, musste man mit
einer Biegezange große Bogen biegen und diese tief in die Wand
einschlitzen, sodaß keine zu enge Biegeradien entstanden.
Die anschliessend kommenden Verputzer haben dann regelmässig die Rohre
nochmal mit einem Hammer zusätzlich in die Ecke geklopft.
Das merkten wir aber erst, wenn nach der Verputzerei die Drähte ins Rohr
eingezogen werden sollten. Da kam richtig Freude auf :-)
DANIEL D. schrieb:>> Die meisten Elektriker sind übrigens Angestellte mit normalem Gehalt.>> Von denen fährt vermutlich überhaupt keiner Porsche.> Und ich bin Elektroniker.
Sind das die "Superelektriker"?
Ich hatte mit der Abnahme meiner komplett in Eigenregie installierten
Gartenlaube ein Erlebnis der ganz besonderen Art.
Der gute Mann kam an, guckte in die Laube, guckte den Klemmkastenam Weg,
wo die Erdleitung aufs Hauptkabel sollte an und meinte: "ich muß nochmal
zum Transporter, Werkzeug holen".
Mit Werkzeug kam er dann irgendwann wieder (eigentlich kannte er seine
Aufgabe schon vorher)
Dann guckte er ratlos in den Klemmkasten: " da fehlt an der Klemme eine
Schraube, die hab ich nicht da"
Ich: "Die provisorische Baustromleitung soll raus, dann wird eine Klemme
frei, dann passt es doch wieder"
"Ach ja, können wir so machen"
Der führt das neue Kabel ein und schneidet das Baustromkabel bündig an
der Bitumeneinführung ab.
Ich: "Den Kabelstumpf können wir doch rausmachen"
Er druckst rum...
Ich: "du hast keine Blindverschraubung dabei?"
Seinerseits sowas ähnliches, wie ein widerwilliges Nicken...
Er schlurft in die Laube und stöpselt sich mit seinem Messkoffer überall
an und druckt sein Prüfprotokoll aus.
Erläuterungen, welcher Kreis auf welche Sicherung geht, wollte er nicht.
Mal stichprobenartig ne Dose aufgeschraubt und mal geguckt, wie es darin
aussieht, Fehlanzeige.
Den Prüfkoffer hätte auch ein dressierter Schimpanse bedienen können.
Habe auch schon ein paar Häuser verdrahtet. Die angeheuerte Fachkraft
zur Inbetriebnahme hat sich ein mal in der Baustelle umgesehen und
meinte nur: "Sieht so aus als ob da einer am Werk ist, der weiß was er
tut." Altbau von neuem Sicherungskasten bis komplette Unterverteilung
und Erdungsstab.
Haus 2 war Neubau, das war wesentlich einfacher und angenehmer.
Beide mal problemlos abgenommen worden. So schwer ist es nicht jemanden
zu finden der das abnimmt.
Ließ dir die DIN VDE 100 durch.
Wenn du das alles verstehst und auch umsetzen kannst, dann ist das alles
total easy.
Die traurige Wahrheit ist: In einem durchschnittlichen Handwerksbetrieb
arbeiten eventuell 10-20% gelernte Fachkräfte. Der Rest sind
Hilfskräfte.
Wobei man heutzutage noch froh sein kann, wenn die Hilfskräfte deutsch
sprechen und verstehen können.
Die "niederen" Arbeiten werden ausschließlich von den Hilfskräften
erledigt, was aber nicht bedeutet, daß in der anschliessenden Rechnung
nur der Stundensatz einer Hilfskraft erscheint.
Ein Handwerksbetrieb wäre völlig überfordert, wenn er nur ausgebildete
Fachkräfte beschäftigen würde.
Deshalb ordne ich eine Selbstinstallation eines Häuslebauers als
höherwertig ein, als die einer Hilfskraft eines Handwerksbetriebes.
Der Häuslebauer ist sich seiner Eigenverantwortung bewusster, als irgend
eine Hilfskraft.
Kontrolliert werden muss in jedem Fall.
Elektrofachkraft heisst das Zauberwort!
Das können die ganzen Fachlatten die Küchen aufbauen! Die dürfen dann
offziell den Stecker vom Kühlschrank einstöpseln und sogar den Eherd
anschliessen.
Phasenschieber S. schrieb:> Deshalb ordne ich eine Selbstinstallation eines Häuslebauers als> höherwertig ein, als die einer Hilfskraft eines Handwerksbetriebes.> Der Häuslebauer ist sich seiner Eigenverantwortung bewusster, als irgend> eine Hilfskraft.
Verantwortungsbewusstsein ersetzt Können nicht.
Und auch die Hilfskraft will ihren Job behalten, wird sich also hüten
Pfusch abzuliefern.
Der Selbergurker dagegen kennt den Unterschied zwischen Pfusch und
Sicherheitsstandard nicht ... und muss sich im Baumarkt die Funktion der
Werkzeuge von Hilskräften erklären lassen. Eben die "handwerkliche
Variante" des Dunning-Kruger-Effekt:
https://www.tt.com/artikel/30762632/gut-zu-wissen-darum-wissen-inkompetente-menschen-immer-alles-besser
Kaffeesatz am Morgen schrieb:> Verantwortungsbewusstsein ersetzt Können nicht.
Das "Können" hält sich bei der reinen Installation sehr in Grenzen und
selbiges wird auch bei Hilfskräften so gut wie nicht verausgesetzt.
Ein paar Leitungen zu verlegen hat mit Können fast nichts zu tun.
Phasenschieber S. schrieb:> Der Häuslebauer ist sich seiner Eigenverantwortung bewusster, als irgend> eine Hilfskraft.
Full ack
Vor 25 Jahren bin ich für 7 Jahre auf Montage gefahren, für eine
Leihbude. Es waren größtenteils Jobs als Baustellenelektriker.
Selbst die ausgebildeten Lehrlinge waren mit einer Kreuzschaltung u.
teilw. schon der Wechselschaltung überfordert. Wenn es dann darum ging,
aus einer Wechselschaltung noch eine weitere Steckdose oder einen
weiteren Lampenkreis abzuzweigen, dann sah man an deren Augen, wie "die
Lichter ausgingen"
Wenn das halbwegs strukturiert und nachvollziehbar verkabelt ist, ist
das keine Raketenwissenschaft. Das Schlimmste, was ich gesehen habe, war
ein Rohbau, wo selbst die Deckenauslässe tiefe Dosen waren, mindestens 5
Kabeleinführungen und die Dose voll mit Drahtverhau und Wagos war. Die
arme Sau, die da mal was dran machen soll.
Gerald B. schrieb:> Das Schlimmste, was ich gesehen habe, war> ein Rohbau, wo selbst die Deckenauslässe tiefe Dosen waren, mindestens 5> Kabeleinführungen und die Dose voll mit Drahtverhau und Wagos war. Die> arme Sau, die da mal was dran machen soll.
Ja, mit Einführung der Plattenbauten und Fertigdecken kam auch die
vorgefertigte Elektroinstallation, wo alle Kabel schon in die
Beton-Fertigteile eingegossen waren und zentral in der Betondecke die
Verteilerdose saß, die davon abgehenden Kabel hingen dann an den
Deckenenden frei herab und mussten nurnoch zu ihrem Endbestimmungsort in
der Wand verlegt werden.
Gerald B. schrieb:> Vor 25 Jahren bin ich für 7 Jahre auf Montage gefahren,
Wo bist du überall auf Montage so gewesen? Im ganzen Bundesgebiet oder
bei dir in der Region?
Sind so Verlegeregeln für Kabel Ländersache (also hat jedes Bundeslang
spezielle Normen) oder besteht da Einheitlichkeit im gesamten BRD-Raum?
Phasenschieber S. schrieb:> wo alle Kabel schon in die> Beton-Fertigteile eingegossen waren und zentral in der Betondecke die> Verteilerdose saß,
Das klingt nach alter DDR-Bauweise. Waren die Kabel in der DDR denn gut
und halten heute noch, oder mussten sie nach der Wende ausgetauscht
werden?
Phasenschieber S. schrieb:> In einem durchschnittlichen> Handwerksbetrieb arbeiten eventuell 10-20% gelernte Fachkräfte. Der Rest> sind Hilfskräfte.
Diese Hilfskräfte arbeiten aber auch nicht automatisch schlecht. Nach
ein paar Baustellen wissen die auch wie das meiste funktioniert.
> Der Häuslebauer ist sich seiner Eigenverantwortung bewusster, als irgend> eine Hilfskraft.
Auf jeden Fall. Und für die eigene Sicherheit kann es auch sehr nützlich
sein wenn man seine Elektrik kennt und versteht.
Klaus schrieb:> Wo bist du überall auf Montage so gewesen? Im ganzen Bundesgebiet oder> bei dir in der Region?
Ich war hauptsächlich in Bayern unterwegs. schwerpunktmäßig Raum
Regensburg u. München. (Anreise aus Thüringen)
Kaffeesatz am Morgen schrieb:> Und auch die Hilfskraft will ihren Job behalten, wird sich also hüten> Pfusch abzuliefern.
Darauf muss ich noch kurz eingehen:
Diese Aussage zu bestätigen, würde bedeuten, daß die Hilfskraft genau zu
unterscheiden weiß, was "ordentliche" Arbeit und was Pfusch ist.
Das ist ein Trugschluß.
Diesen Unterschied kennen die meisten dieser Hilfskräfte eben nicht und
so wird Pfusch abgeliefert, in dem Glauben alles sei richtig.
Wenn dann noch die Kontrolle vernachlässigt wird, oh weh.
Phasenschieber S. schrieb:> Darauf muss ich noch kurz eingehen:>> Diese Aussage zu bestätigen, würde bedeuten, daß die Hilfskraft genau zu> unterscheiden weiß, was "ordentliche" Arbeit und was Pfusch ist.> Das ist ein Trugschluß.
Dem muss ich widersprechen:
Es gibt Leute die durch die Lehre getragen wurden, einfach nichts
können, ihr Leben lang nicht
Dann gibt es Leute die, keine Lehre machen konnten, sei es durch
persönliche Umstände, Einwanderung oder was auch immer
Es gibt auch bei diesem Kreis durchaus sehr intelligente und lernwillige
Personen
Dieser Kreis kann und will weder die Sammelschienen anschließen noch EIB
programmieren
Aber 90% der Arbeit die bei einem Hausbau anfallen machen sie oft besser
und genauer als die die durch die Lehre getragen wurden
Dazu kommt, wenn man seine Hilfsarbeiter oder eben Arbeiter aus bspw.
Polen behandelt wie Dreck, braucht man sich nicht wundern...
Was bringt mir am Ende einer, der deutsch kann und es trotzdem nicht
versteht, was man will.
Und nur weil eben die Polen aus Polen kommen heisst das ja nicht das die
dumm sind nur weil sie eben nicht perfekt deutsch können!
Noch eins: Du musst dir nicht die ganze DIN VDE100 durchlesen. Wichtig
sind im Prinzip nur einige Punkte, welche sich auch gut auf
einschlägigen Seiten recherchieren lassen:
Da währe als wichtigstes einmal die Sache mit den Installationszonen.
Die solltest du in jedem Fall einhalten. Weiter geht es mit der Wahl der
Querschnitte und Absicherungen. Die alte Regel, B16 Automat an 1,5mm²
Kabel ist überholt, interessiert aber gelernte Elektriker nicht. Da
spielt nämlich noch mehr mit rein, Stichwort Kabellänge und auch in
einem EFH kann man schnell 15m Kabellänge überschreiten. Das ist gar
keine Kunst. Wenn man dann noch nicht nur eine Leitung zu einem Zimmer
legt, sondern Steckdosen separat absichert, ist man auch schnell bei
Armdicken Kabelsträngen, welche in die UV gehen (Achja, das ist ja auch
so ein Thema...) da spielt dann ggf. auch die Häufung mit rein.
Ich hab neben meinem eigenen auch noch 2 Häuser in der Verwandtschaft
verkabelt. Aber alle 3 abnehmen lassen. Das war auch gar kein Problem.
Ich hab für mich folgendes gemacht: Ich habe fast alle (Doppel)
Steckdosen separat abgesichert, also keine Verteilerdosen, nirgendwo in
meinem Haus. Diese sind idR mit 3x 1,5mm² angefahren und mit B13
abgesichert, Lampen mit B10. In der Küche und für Waschmaschine und
Trockner gibt es Ausnahmen, die haben 2,5mm² und B16. Daneben habe ich
auf jeder Etage eine Unterverteilung nur für diese Etage. Diese
beinhaltet auch mindestens einen RCD für alle Lichtstromkreise und einen
für alle Steckdosen.
Vor losen Klemmstellen muss man heute keine Angst mehr haben. Die Wago
Klemmen machen das eigentlich unmöglich, wenn man sie weit genug
abisoliert und bis zur Isolation einführt (falls du mit Abzweigstellen
arbeitest, sonst entfallen die auch und du hast nur noch die
Klemmstellen an den Leitungsschutzschaltern). Noch ein tipp: Kauf die
ein Abmantelwerkzeug von Jokari, die sind Gold wert. Und beschrifte alle
Kabel. Ich hab üblicherweise erst die Kabel alle gelegt und dann später
den Teilweise vorverdrahteten Unterverteiler gesetzt und angeschlossen.
Dann muss man die Beschriftung teilweise nochmal machen, sodass sie auf
dem Kabelmantel bleibt und auch später noch lesbar ist, für
Wartungszwecke. Geh davon aus, dass du nicht immer da sein wirst um die
Anlage zu warten, jemand anders muss sich in kurzer Zeit zurechtfinden
können.
Achja und das wichtigste: Kaufe vernünftige Ware, kein Kopp oder anderer
Baumarktschrott! ABB, Busch Jäger, Hager, Möller sind hier zu nennen.
(Natürlich auch noch andere)
Schlussendlich ist es aber nicht sehr schwer, wenn man sich da etwas
einliest und das mit Vorsicht und Respekt angeht.
Christian B. schrieb:> …> Ich hab für mich folgendes gemacht: Ich habe fast alle (Doppel)> Steckdosen separat abgesichert, also keine Verteilerdosen, nirgendwo in> meinem Haus. …
So eine sternförmige Verkabelung im EFH hat dann auch noch den Vorteil,
dass man teilweise gar keine Schlitze mehr braucht, weil man dann
unterhalb der Decke Kabelpritschen an die Wand dübeln kann.
Walter K. schrieb:> So eine sternförmige Verkabelung im EFH hat dann auch noch den Vorteil,> dass man teilweise gar keine Schlitze mehr braucht, weil man dann> unterhalb der Decke Kabelpritschen an die Wand dübeln kann.
ich hab alle Kabel im Fußboden, der war eh komplett raus, wegen Einbau
FBH.
So weiß ich genau: senkrecht unter Steckdosen und Schaltern sind
(aktive) Kabel, sonst aber nirgends.
Nun könnte man meinen: ahhh, da kommt man ja nie wieder ran, wenn da mal
was kaputt geht! Aber ich sehe das so: Was soll denn kaputt gehen, eine
Mechanische Belastung gibt es nicht, die thermische ist bei 34°
gedeckelt, somit ist das auch kein Problem und durch die 13A Absicherung
ist somit eine Überlastung sicher verhindert. Wobei, in der Küche habe
ich mich schon an die Installationszone gehalten und hinter der
Arbeitsplatte verkabelt, da könnte man nochmal ran müssen bei einer
Renovierung.
Kabelpritsche hab ich aber im Keller an der Decke, denn dort gibt es
keine Heizung. Allerdings war das gar nicht so einfach, die zu bekommen.
Trotz Fega einkauf war das ein ziemlicher Akt, nochzumal ich noch einen
Trennsteg brauchte für die Abtrennung zu den CAT7 Kabeln, die auch über
die Pritsche gesammelt laufen zum Patchfeld im Keller.
Dir sit sicher auch klar, das im Rahmen einer Ausbildung eine Menge
anderer Inhalte vermittelt werden..
Logisch kann man sich kurzfristig die wichtigen Sachen auch selber
aneignen.
Es gibt auch bei Youtube gute Kanäle die Kompetent Wissen vermitteln.
Dann noch etwas üben ud fertig.
Natürlich spricht da absolut nichts dagegen.
Kritischer sind eher die Leute mit totaler Selbstüberschätzung das gilt
sogar für Elektriker..die so unfähig sind, und meinen nur sie können es.
Jemand der das glaubt, zeigt das er es offenbar nicht gut und sicher
beherrscht
Papa P. schrieb:> Empf. Schulabschluss: Mittlere Reife> Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
Phasenschieber S. schrieb:> Kaffeesatz am Morgen schrieb:>> Verantwortungsbewusstsein ersetzt Können nicht.>> Das "Können" hält sich bei der reinen Installation sehr in Grenzen und> selbiges wird auch bei Hilfskräften so gut wie nicht verausgesetzt.> Ein paar Leitungen zu verlegen hat mit Können fast nichts zu tun.
Und täglich grüßt der Halbweise:
Hier wird Hausinstallation für 50 Jahre Sicherheit mit "Kabeltrommel
beim Camping abrollen" verwechselt. Das Können fängt schön bei der
richtigen Auswahl/Handhabung beim Abisolieren an. Warum Werkreug kaufen,
wenn es auch ein Taschenmesser tut ... und schon ist eine
"Sollbruchstelle" in einer Verteilerdose die irgendwann mit schmoren
anfängt.
Und warum ein vollmaterialkabel nehmen, wenn man flexible Litze
einfacher um die Ecken gekriegt. Litze verdrillt und Tape drum, Deckel
drauf - fertig. Fällt bei einer Kontrolle nur auf wenn hinter den Deckel
geschaut wird.
Beachtung von Biegeradien, Abstand zur Duschkabine, Verankerung im
Mauerwerk, Blitzschutz, Fraßschutz, ... alles "Frei Schnauze"
entschieden.
Um so eine Pfusch zu machen, muss selbst eine Helfer kriminell werden.
Denn in einem Handwerksbetrieb gibt es den verantwortlichen Meister, der
nur zulässige Material, Werkzeug ankarrt und den Intsallateuren über die
Schulter und in die Noch nicht verschlossene Dose schaut.
>> Der Häuslebauer ist sich seiner Eigenverantwortung bewusster, als irgend>> eine Hilfskraft.>Auf jeden Fall. Und für die eigene Sicherheit kann es auch sehr nützlich>sein wenn man seine Elektrik kennt und versteht.
Reicht nicht, weil, wie in der Schule schwindet die Kenntniss gleich mit
der Pausenklingel. Und Weitergabe der Kenntnisse an die Mitbewohner,
Erben, Käufer ist meistens auch nicht. Gegen solche Missstände wurde die
"Dokumentation" erfunden. Aber welche Dokumentation will man von einem
erwarten der weder Schaltzeichen noch die richtige Kabelbezeichnung
kennt.
Und "seine [eigene] elektrik versteht" ist Augenwischerei. Keiner der
das erste Mal eine Elektrik verlegt, versteht wie der Zahn der Zeit
daran nagen wird. Da murkst der Laie nach dem Kölner Grundgesetz §3 "Et
hätt noch immer jot jejange" ...
Christian B. schrieb:> da spielt dann ggf. auch die Häufung mit rein.
Nein, in EFH kann und wird Häufung nicht beachtet.
Da gehen sowieso höchstens 3 x 63A rein.
Potzblitz schrieb:> Moin,>> wir renovieren ein Haus und ich hab eigentlich keine Lust, wegen jeder> auszutauschenden Steckdose einem Elektriker seinen Porsche zu> finanzieren. Außerdem hat da sowieso keiner Zeit.> Kann ich längst selber, nur darf ich das offiziell halt nicht.> Wie lang dauert das, um von "interessierter Hobby-Elektroniker" zu "darf> Hauselektrik machen" zu kommen und was kostet es?> Dann kann ich mal gegenrechnen.>> Gruß und frohes Schaffen!
Botzplitz ist bereits seit Jahren tot.
Die langen Ausbildungszeiten als Voraussetzung für bestimmte Arbeiten
sind eine Ursache des Handwerkermangels, den wir in der Klima- und
Energiekrise schmerzlich erfahren.
Natürlich hat die 3,5-jährige Ausbildung gute Seiten.
Lehrlinge mit Haupt- oder Realschulabschluss, manchmal noch unter 16,
bekommen in der Berufsschule neben der Fach-Theorie auch
allgemeinbildenden Unterricht. Die Betriebe finanzieren das, übernehmen
einen Teil der Erziehung, lehren (im Idealfall) die Praxis und bekommen
im Gegenzug eine
immer besser werdende Aushilfe.
Dabei wird viel Zeit für nicht fachrelevante Themen verwendet: Deutsch,
Englisch, Geschichte, Gemeinschaftskunde...
Auch im Betrieb wird ein Großteil der Zeit gearbeitet und weniger
gelernt.
Ich gehe davon aus, dass das in einer Lehre vermittelte Fachwissen in
wenigen Monaten vermittelt werden könnte. Auch die handwerkliche Seite
könnte man vermutlich in einem Praktikum in 2 bis 4 Wochen vermitteln.
Das würde natürlich nur bei Erwachsenen funktionieren, die sich für das
Fach interessieren und wo z.B. Lesen, Schreiben, Mathe, Deutsch und
Englisch schon einigermaßen gut sind.
Abiturienten könnte man denke ich in 3 Monaten so ausbilden, dass die
eine Hauselektrik machen können. Nicht so schnell und
routiniert wie die Profis mit jahrelanger Erfahrung, aber genauso
sicher.
Analog bei den Heizungsbauern.
Das wird aber nie passieren, die Innungen würden Sturm laufen.
Christian B. schrieb:> Achja und das wichtigste: Kaufe vernünftige Ware, kein Kopp oder anderer> Baumarktschrott! ABB, Busch Jäger, Hager, Möller sind hier zu nennen.> (Natürlich auch noch andere)
Was ist das Problem mit Kopp??? Ich kauf das immer gerne (zwar nicht im
Baumarkt), weil das aus Deutschland kommt und die gesetzlichen
Anforderungen hier sehr hoch sind. Das würde sich auch niemals rechnen
wenn ab und zu ein Haus abbrennt oder Menschen durch Stromschlag sterben
wegen defekten Sicherungen.
Sigma schrieb:> Was ist das Problem mit Kopp???
Safemat ist eine Handelsmarke von Kopp... Die Schrauben waren übrigens
fest angezogen, das Problem war, dass die so billig gefertigt sind, dass
das Gewinde fertig war. In der Reihe darüber war das auch, da wurde dann
durch vernünftiges Material ersetzt, ein halbes Jahr später kam dann
dieser Schaden. Eine Steckdose ging plötzlich nicht mehr... Mittlerweile
ist der ganze Schrott raus und nur noch vernünftiges Material verbaut.
Tilo R. schrieb:> Die langen Ausbildungszeiten als Voraussetzung für bestimmte Arbeiten> sind eine Ursache des Handwerkermangels, den wir in der Klima- und> Energiekrise schmerzlich erfahren.>> Natürlich hat die 3,5-jährige Ausbildung gute Seiten.> Lehrlinge mit Haupt- oder Realschulabschluss, manchmal noch unter 16,> bekommen in der Berufsschule neben der Fach-Theorie auch> allgemeinbildenden Unterricht. Die Betriebe finanzieren das, übernehmen> einen Teil der Erziehung, lehren (im Idealfall) die Praxis und bekommen> im Gegenzug eine> immer besser werdende Aushilfe.>> Dabei wird viel Zeit für nicht fachrelevante Themen verwendet: Deutsch,> Englisch, Geschichte, Gemeinschaftskunde...> …
Wie soll eigentlich ein Haupt- oder Realschüler mit seinen an der Schule
erworbenen Mathe-Kenntnissen ( wobei „Mathe“ schon stark übertrieben
ist, im Prinzip lernen die nur Rechnen ) das Thema Drehstom verstehen?
Für das Auswendiglernen von IHK Prüfungsfragen braucht man halt 3 oder
3,5 Jahre
Christian B. schrieb:> Die Schrauben waren übrigens> fest angezogen, das Problem war, dass die so billig gefertigt sind, dass> das Gewinde fertig war.
Also zu fest angezogen? Von zwei Mal auf und zu gehen die nicht
kauptt...
> In der Reihe darüber war das auch, da wurde dann> durch vernünftiges Material ersetzt, ein halbes Jahr später kam dann> dieser Schaden. Eine Steckdose ging plötzlich nicht mehr... Mittlerweile> ist der ganze Schrott raus und nur noch vernünftiges Material verbaut.
Naja, immerhin wurde beim ersten Schaden die untere Phasenschiene auch
ausgetauscht. Ohne Austausch wäre vermutlich nichts passiert. Und da
liegt auch die Ursache, den ich gehe hier eher von einem Monatgefehler
aus. Die meisten knallen die Schrauben so zu, dass sie kaum noch
aufgehen. Dabei sind meistens nur 2,5Nm auf den Automaten angegeben...
Abgebrannte Klemmstellen kenne ich nur von nicht angezogenen Schrauben
oder nur unzureichend untergeklemmten Adern...
Tilo R. schrieb:> ….> Dabei wird viel Zeit für nicht fachrelevante Themen verwendet: Deutsch,> Englisch, Geschichte, Gemeinschaftskunde...>…
Wir hatten vor über 40 Jahren an der Berufsschule auch so Fächer wie
z.B. „ Einführung in den dialektischem und historischen Materialismus“ -
war unnütz - hat aber auch niemanden geschadet
Allerdings hatten wir auch damals „ Einführung in die Grundlagen der
EDV“ - also zu einer Zeit, als im Westen wohl noch mit dem Abakus die
Ergebnisse des Dreisatzes ( den wir weder kannten noch brauchten, da ab
Klasse 7 die Grundlagen der Algebra vermittelt wurden ) berechnet wurden
😂😂😂
Potzblitz schrieb:> Kann ich [...] nur darf ich das offiziell halt nicht.
Im Zweifel beim EVU anrufen. Es geht um Abnahme und Haftung. Hier half
nach Abklemmen einer Anlage die Abnahme durch einen vom EVU
authorisierten E-Meisters für den Wiederanschluß eines Zählers.
Viel Glück!
Walter K. schrieb:> Fächer wie> z.B. „ Einführung in den dialektischem und historischen Materialismus“ -> war unnütz[...]
Dabei lassen sich Kondensatoren, Isolatoren und Leiter mit
dielektrischem Materialismus bestens erklären ;)
Walter K. schrieb:> Für das Auswendiglernen von IHK Prüfungsfragen braucht man halt 3 oder> 3,5 Jahre
Negativ. Ein Kumpel von mir ist mit 40 Jahren quer eingestiegen und war
nach einem Jahr fertig. Man muss in der Zeit nur möglichst viele IHK
Prüfungsbögen auswendig lernen und wenn man meint, man weiß alles, dann
sollte man schnell an dem kommenden Prüfungstermin teilnehmen, bevor man
wieder alles vergisst.
Dann, in der praktischen Prüfung (Energieanlagenelektroniker) sollte er
eine Lochraster Europlatine mit elektronischen Bauelementen bestücken
und ein paar Schütze auf die Hutschiene klemmen. Den praktischen Teil
hat er aus Zeitgründen nicht fertig bekommen, aber trotzdem mit
'ausreichend' bestanden.
Kleiner Tipp: Bei der praktischen Prüfung muss man als erstes alle
PE-Verbindungen herstellen, dann hat man schon die halbe Miete und das
Löten der Platine möglichst weit ans Ende verschieben. Wenn die nicht
fertig wird , gibt's höchstens Punkteabzug, aber meistens kann man die
Prüfung dann trotzdem noch bestehen.
Juppidda schrieb:> Also zu fest angezogen? Von zwei Mal auf und zu gehen die nicht> kauptt...
Das weiß ich nicht. Das ist das Haus meiner Schwester. Da hatte es 1/2
Jahr vorher schonmal geschmort, der Elektriker kam und hat oben die
defekten Automaten getauscht und neue Phasenschienen eingesetzt. Da
dieses Schadensbild ca. 6 Monate später eintrat schickte meine Schwester
dieses Foto und wollte wissen, was da passiert ist. Ich empfahl ihr,
alle Automaten gegen etwas vernünftiges tauschen zu lassen. Man muss
halt selbst entscheiden, ob ein LSS für 1,79 im Baumarkt geeignet ist,
3,7kW dauerhaft zu tragen, denn dafür ist ein B16 spezifiziert. Ich
würde so etwas niemandem empfehlen
Michael M. schrieb:> Kleiner Tipp: Bei der praktischen Prüfung muss man als erstes alle> PE-Verbindungen herstellen
Sicherheit geht vor Funktion. Das ist eine Grundregel, welche man nicht
nur Auswendiglernen, sondern auch verinnerlichen sollte
Michael M. schrieb:> Den praktischen Teil hat er aus Zeitgründen nicht fertig bekommen, aber> trotzdem mit 'ausreichend' bestanden.
Haha was ich war in der praktischen Prüfung quasi fertig zur Halbzeit.
Wie kann man da so herumtrödeln?
Du sollst die Zeit nicht dem Kunden abrechnen sondern deine Aufgabe
erledigen...
Potzblitz schrieb:> Wie lang dauert das, um von "interessierter Hobby-Elektroniker" zu "darf> Hauselektrik machen" zu kommen und was kostet es?> Dann kann ich mal gegenrechnen.
Du brauchst einen Meister Titel, ich schätze das wird dich 5 Jahre
kosten.
Wenn du dir Grundausbildung (1 Jahr) gemacht hast und einen Meister
findest der dir vertraut, kannst du wesentliche Teile der Installation
selber machen und dann von ihm abnehmen lassen.
Sven L. schrieb:> Wie viele Installationen gibt es in denen die Messwerte so weit mal gut> aussahen und ...> Pfusch verbirgt, den man im 1. Moment nicht sieht
Oder umgekehrt: Zu fest angezogene Schrauben, zu tief eingeschnittene
Isolation, oder Bild ans Kabel genagelt. Grobmotoriker gibt es überall.
Christian B. schrieb:> Sigma schrieb:>>> Was ist das Problem mit Kopp???>> Safemat ist eine Handelsmarke von Kopp... Die Schrauben waren übrigens> fest angezogen, das Problem war, dass die so billig gefertigt sind, dass> das Gewinde fertig war.
Durchgedreht? Dann war ja nur die Montage von geringer Qualität. Der
Sicherungsautomat kann nichts dafür wenn er so vergewa***** wird. Das
sollte man auch ohne jahrelange und auf Papier bescheinigte Ausbildung
merken und sofort korrigieren.
Potzblitz schrieb:> Dir sit sicher auch klar, das im Rahmen einer Ausbildung eine Menge> anderer Inhalte vermittelt werden..> Logisch kann man sich kurzfristig die wichtigen Sachen auch selber> aneignen.
Wie man das macht, lernt man meist erst an der FH oder UNI; an den
Sch8ulen wird eher das uswendiglernen gelehrt.
> Es gibt auch bei Youtube gute Kanäle die Kompetent Wissen vermitteln.> Dann noch etwas üben ud fertig.
Aber wie willst Du da die guten von den Schlechten oder sogar gefakten
Kanälen unterscheiden? Eine bessere Quelle sind da eindeutig einschlä-
gige Fachbücher, die man auch in Leihbüchereien findet.
> Natürlich spricht da absolut nichts dagegen. Kritischer sind eher> die Leute mit totaler Selbstüberschätzung
Ja, da gibts in diesem Thread z.B. einen gewissen Potzblitz...
Tilo R. schrieb:> Dabei wird viel Zeit für nicht fachrelevante Themen verwendet: Deutsch,> Englisch, Geschichte, Gemeinschaftskunde...
Für welchen Ausbildungsberuf gibt es denn solche Fächer? Für meine
Ausbildung als Elektromechaniker war der Schwerpunkt in der Berufs-
schule eindeutig Fachrechnen und Fachkunde.
> Auch im Betrieb wird ein Großteil der Zeit gearbeitet und weniger> gelernt.
Das ist ein anderes Thema; Auszubildene werden gern als billige
Hilfskräfte benutzt.
> Ich gehe davon aus, dass das in einer Lehre vermittelte Fachwissen in> wenigen Monaten vermittelt werden könnte.
Hmm, gerade in Elektroberufen glaube ich das eher nicht, da gibt es
doch eine Menge recht abstrakte Sachen, die man lernen muss.
> Auch die handwerkliche Seite könnte man vermutlich in einem> Praktikum in 2 bis 4 Wochen vermitteln.
Hast Du überhaupt schon mal eine vollständige Ausbildung zum Gesellen
oder Facharbeiter gemacht? Ich glaube, dann würdest Du das anders sehen.
> Abiturienten könnte man denke ich in 3 Monaten so ausbilden, dass die> eine Hauselektrik machen können.
Nun, ich habe in meinem Berufsleben mehrere Doktoren der Physik
kennengelernt, denen selbst die einfachsten Grundlagen der Elektro-
technik fehlten. Insbesondere Fehlt denen meist die Praxis.
Walter K. schrieb:> Wie soll eigentlich ein Haupt- oder Realschüler mit seinen an der Schule> erworbenen Mathe-Kenntnissen ( wobei „Mathe“ schon stark übertrieben> ist, im Prinzip lernen die nur Rechnen ) das Thema Drehstom verstehen?
Nunja, dafür braucht man die Geometrie und speziell die Trigonometrie.
Zumindest an der Realschule wurdeb das zu meiner Zeit schon gelehrt,
auch wenn einem das damals ziemlich abstrakt und unnütz vorkam.
Walter K. schrieb:> Wie soll eigentlich ein Haupt- oder Realschüler mit seinen an der Schule> erworbenen Mathe-Kenntnissen ( wobei „Mathe“ schon stark übertrieben> ist, im Prinzip lernen die nur Rechnen ) das Thema Drehstom verstehen?> Für das Auswendiglernen von IHK Prüfungsfragen braucht man halt 3 oder> 3,5 Jahre
Wenn in den 3,5 Jahren nur die IHK-Prüfungsfragen auswendig gelernt
werden, dann ist das ganze System eh für den Arsch. Ich wünsche, dass
die etwas verstehen von dem was sie machen.
Und ernsthaft: Was ist an Drehstrom so kompliziert?
1. Wenn Wechselstrom verstanden ist, dann ist klar, dass die Leistung
bei Wechselstrom mit 100Hz schwankt.
2. Die Idee, das mit (einer oder mehreren) phasenverschobenen Spannungen
auszugleichen ist offensichtlich.
3. Ein Theoretiker kann zeigen, dass 3 Phasen optimal sind und die
Leistung konstant bleibt, der Elektriker muss nur wissen dass es 3
sind.
4. Man zeigt, dass sich die Ströme im Neutralleiter teilweise, im
Optimalfall ganz aufheben.
5. Zuletzt zeigt man die Dreieckschaltung und dass die
Phase-Phase-Spannung um Wurzel 3 höher ist.
Der Elektriker braucht keine Additionstheoreme und muss den Faktor
Wurzel 3 nicht herleiten können.
Er muss keinen Motor konstruieren können und das Drehfeld berechnen. Es
reicht, wenn er weiß, dass alle 3 Phasen angeschlossen werden müssen.
Das Gefasel um die ach so schwierige Mathe erinnert mich sehr an den
BWL-Prof, dessen weit fortgeschrittene mathematischen Techniken dann das
Summenzeichen war.
Für normale Hausinstallationen muss weder integriert noch differenziert
werden. Oft reicht es, Dinge zusammenzuzählen. Formeln, mit denen etwas
berechnet wird, haben nur eine Unbekannte und sind fast immer linear.
Überhaupt gibt es so gut wie nie höhere Potenzen als 2 irgendwo.
Bei welcher praktischen Rechnung braucht ein Elektriker z.B. eine
quadratische Gleichung (Mitternachtsformel)?
Tilo R. schrieb:
> Ich gehe davon aus, dass das in einer Lehre vermittelte Fachwissen in> wenigen Monaten vermittelt werden könnte.
Ja und Nein.
Das, was manche Auszubildenden in ihrer 3-jahrigen Ausbildung
tatsächlich beigebracht bekommen, ist oft so dünn, auch weil der Meister
selbst nicht mehr kann und weil er nur in eingeschränkten Arbeitsbereich
unterwegs ist.
Aber: Wenn jemand wirklich das Fach der Elektrischen Energieversorgung
erlernen würde, quasi die VDE rauf und runter, von Kleinspannung über
Nieder und Mittel bis Hochspannung, von Stromerzeugung über komplexe
Schaltanlagen, zu Lande, zu Wasser und in der Luft, mit ein paar im
Ausland gültigen Besonderheiten, dann sind 3 Jahre knapp.
Mir sind schon Ausbilder begegnet, die nicht wussten, dass in einem
Verbundnetz alle Generatoren synchron laufen müssen.
Sigma schrieb:>> Die Schrauben waren übrigens fest angezogen, das Problem war,>> dass die so billig gefertigt sind, dass das Gewinde fertig war.> Durchgedreht? Dann war ja nur die Montage von geringer Qualität. Der> Sicherungsautomat kann nichts dafür wenn er so vergewa***** wird.
Wenn man die Schraube "durchdreht", merkt man das normalerweise
bei der Montage. Dann muss man eben diesen "Automaten" bei der
Montage austauschen.
> Wie soll eigentlich ein Haupt- oder Realschüler mit seinen an der Schule> erworbenen Mathe-Kenntnissen ( wobei „Mathe“ schon stark übertrieben> ist, im Prinzip lernen die nur Rechnen ) das Thema Drehstom verstehen?
Mit Zeigerdiagrammen. Dazu braucht es keine komplexe Rechnung.
https://www.youtube.com/watch?v=Ie9q3trXs2c&list=PLs3Ga49nWeSy5CRtXhKsH63zlo8kE3fKb
Tilo R. schrieb:> 5. Zuletzt zeigt man die Dreieckschaltung und dass die> Phase-Phase-Spannung um Wurzel 3 höher ist.
Ja, dafür braucht man die Trigomenetrie, die man normalerweise
an der Schule gelernt hat.
MaWin schrieb:> Tilo R. schrieb:>> Ich gehe davon aus, dass das in einer Lehre vermittelte Fachwissen in>> wenigen Monaten vermittelt werden könnte.>> Ja und Nein.>> Das, was manche Auszubildenden in ihrer 3-jahrigen Ausbildung> tatsächlich beigebracht bekommen, ist oft so dünn, [...]>> Aber: Wenn jemand wirklich das Fach der Elektrischen Energieversorgung> erlernen würde, quasi die VDE rauf und runter, von Kleinspannung über> Nieder und Mittel bis Hochspannung, von Stromerzeugung über komplexe> Schaltanlagen, zu Lande, zu Wasser und in der Luft, mit ein paar im> Ausland gültigen Besonderheiten, dann sind 3 Jahre knapp. [...]
Genau das meine ich.
Und ich vermute, das durchschnittlich vermittelte Niveau könnte man z.B.
einem Abiturienten in einigen Monaten Vollzeit beibringen.
Und ich fände es toll, wenn es derartige Ausbildungsangebote für
jedermann gäbe.
Potzblitz schrieb:> wir renovieren ein Haus und ich hab eigentlich keine Lust, wegen jeder> auszutauschenden Steckdose einem Elektriker seinen Porsche zu> finanzieren. Außerdem hat da sowieso keiner Zeit.> Kann ich längst selber, nur darf ich das offiziell halt nicht.
Einfach machen und nicht soviel fragen, besonders nicht in einem
Trollforum wie diesem. Dein Haus, deine Verantwortung. Da kräht
hinterher kein Hahn mehr danach. Wer etwas technisches Verständnis hat
und lernwillig ist, kann auch eine Steckdose oder eine Leuchte setzen.
Wer sowas für sich selber macht, macht das auch gewissenhafter als
irgend eine Elektofirma wo alles schnell schnell gehen muss und der
Azubi keinen Bock hat und deswegen irgendwas hinmurkst. Hauselektrik für
Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen ist wirklich nicht schwierig.
Wenn du die Arbeiten normgerecht machst, kann dir hinter her keiner was,
jedenfalls ist kein Fall bekannt, wo das zu einem Problem wurde.
Heinz schrieb:>> Wie soll eigentlich ein Haupt- oder Realschüler mit seinen an der Schule>> erworbenen Mathe-Kenntnissen ( wobei „Mathe“ schon stark übertrieben>> ist, im Prinzip lernen die nur Rechnen ) das Thema Drehstom verstehen?>> Mit Zeigerdiagrammen. Dazu braucht es keine komplexe Rechnung.
Genau diese wurde bei uns an der Berufsschule gelehrt. Das dort
erworbene Grundwissen war dann später an der FHS recht nützlich.
Warscheinlich hat Potzblitz einen Beruf den er in kurzer Zeit sehr gut
beherrscht hat und schließt daher auf andere Berufe. Demnach ist er
z.B.Müllmmann oder Friedhofsgärtner.
Heinz schrieb:> Einfach machen und nicht soviel fragen, besonders nicht in einem> Trollforum wie diesem. Dein Haus, deine Verantwortung. Da kräht> hinterher kein Hahn mehr danach. Wer etwas technisches Verständnis hat> und lernwillig ist, kann auch eine Steckdose oder eine Leuchte setzen.
So sieht es aus, ich habe z.b meinen kompletten Stromzähler versetzt.
Wände verputzt, Fliesen gelegt, Wasserrohre montiert, mir doch komplett
egal ob da einer herumheult dass ich es nicht dürfte. Man muss einfach
die Verantwortung für seine Arbeit übernehmen fertig.
DANIEL D. schrieb:> mir doch komplett egal ob da einer herumheult dass ich es nicht dürfte.
Auch Multisplit-Klimaanlage installiert und Gasrohre zur Heizung neu
verlegt ?
Wo ist also die Grenze ?
Harald W. schrieb:> Trigomenetrie
Trigonometrie = im Dreieck hupfen.
Percy N. schrieb:> Danach darst Du immerhin Deckenleuchten oder Herde anschließen.
Japp, ein Jalousienmonteur (als Meister bereits auch Fachfremd) darf
dann auch vorgefertigte Schalter an seine Motoren klemmen. Ohne
Ausbildung wirds eher schwierig.
Es sei denn, der Betriebsleiter/Unternehmer übernimmt die Haftung dafür
in seinem Betrieb, die Absprache und Beratiung mit der zuständigen
HWK/IHK als Türöffner sei empfohlen - oder ein erfahrener Winkeljurist.
Tilo R. schrieb:> einem Abiturienten in einigen Monaten Vollzeit beibringen.
Japp, aber nur endverschult als E-Ingenieur, den E-Fachkraftschein und
den Meister rangiert er ohne den Zug anzuhalten. Einige hängen sich dann
noch einen Pilotenschein mit Funklizenz an und schaffens sogar in den
Orbit zur ISS. Aber herunter kommen sie doch alle ;)
DANIEL D. schrieb:> So sieht es aus, ich habe z.b meinen kompletten Stromzähler versetzt.> Wände verputzt, Fliesen gelegt, Wasserrohre montiert, mir doch komplett> egal ob da einer herumheult dass ich es nicht dürfte. Man muss einfach> die Verantwortung für seine Arbeit übernehmen fertig.
Und demnächst bietest Du auch Operationen am Menschen bei Dir
zuhause an? Passende Filme findet man sicher bei Jutup.
René H. schrieb:> Sollte man das Leichteste nicht immer zuerst machen?
Nein. Probleme sind Gelegenheiten und je größer das Problem, umso größer
ist die Gelegenheit.
k(l)otzen, nicht kleckern ;)
MaWin schrieb:> Auch Multisplit-Klimaanlage installiert und Gasrohre zur Heizung neu> verlegt ?> Wo ist also die Grenze ?
Die Grenze ist da wo ich keine Verantwortung mehr übernehmen will, man
sollte halt wissen was man kann, und was man nicht kann. Und man sollte
sich mit den Normen vertraut machen.
Wie weiter oben schon erwähnt von mir, das Schlimmste was passieren kann
der Tot einer oder mehrere Personen.
René H. schrieb:> Sollte man das Leichteste nicht immer zuerst machen?
Ja, deshalb baut man beim Bau eines Hauses als erstes das Dach
und als letztes den Keller. :-)
Harald W. schrieb:> Ja, deshalb baut man beim Bau eines Hauses als erstes das Dach> und als letztes den Keller. :-)
Im Süden üblich.
oder Firstdach.
Die obere Etage zuerst, auf Stelzen. Am Meer oder an großen Seen auch
ohne Keller, da schwimmen dann diverse Buntbarsche. Oder Archen mit
einem Paar Telefanten.
Sammler schrieb:>> Trigomenetrie>> Trigonometrie = im Dreieck hupfen.
Du sammelst Schreibfehler?
Mein Schreibfehler liegt vermutlich daran, das ich an der Berufsschule
kein Deutsch, dafür aber Dreiecksberechnung gelernt habe.
Harald W. schrieb:> Du sammelst Schreibfehler?
Halb so wild, ich mache manchmal Witze und sammle Akkus (Akku aka
ehemalig Sammler). Schreibfehler können die Schreiber selbst weiterhin
behalten, die nehme ich nur zwinkernd entgegen und werf sie zurück ;)
DANIEL D. schrieb:> Heinz schrieb:>> Dein Haus, deine Verantwortung. Da kräht>> hinterher kein Hahn mehr danach.> So sieht es aus, ich habe z.b meinen kompletten Stromzähler versetzt.> mir doch komplett> egal ob da einer herumheult dass ich es nicht dürfte. Man muss einfach> die Verantwortung für seine Arbeit übernehmen fertig.
Doch der Nachbarn wird schon krähen, wenn Deine Installation seine
Wohlbefinden beeinträchtigt. und sei es nur für 30 Minuten:
https://www.merkur.de/lokales/ebersberg/wahnsinn-ebersberger-familie-muss-photovoltaikanlage-abdecken-8049498.html
Auch Verwesungsgericht muss man nicht hinnehmen. Und die Funkamateur
liegen auch öfters im Clinch mit dem Nachbar wegen Störungsschleudern.
Und auch ein Brand endet nicht zwangsläugig an der eigenen
Grundstücksgrenze. Oder die Überspannung.
Kaffeesatz am Morgen schrieb:> Doch der Nachbarn wird schon krähen, wenn Deine Installation seine> Wohlbefinden beeinträchtigt. und sei es nur für 30 Minuten:> https://www.merkur.de/lokales/ebersberg/wahnsinn-ebersberger-familie-muss-photovoltaikanlage-abdecken-8049498.html> Auch Verwesungsgericht muss man nicht hinnehmen. Und die Funkamateur> liegen auch öfters im Clinch mit dem Nachbar wegen Störungsschleudern.> Und auch ein Brand endet nicht zwangsläugig an der eigenen> Grundstücksgrenze. Oder die Überspannung.
Und wenn es eine Firma installiert ist es dann anders? Wo bitte soll der
Zusammenhang zur Eigenarbeit sein?
DANIEL D. schrieb:> Und wenn es eine Firma installiert ist es dann anders? Wo bitte soll der> Zusammenhang zur Eigenarbeit sein?
Berufserfahrung, vielleicht? Eine Firma hat die (langzeit-) Erfahrung
aus 1000 realisierten Installation, der Eigenbrötler kennt nur eine
einzige Installation. Und sein rechtsschutz besteht lediglich aus der
Phrase: "Wo kein Kläger, da kein Richter"...
DANIEL D. schrieb:> Und wenn es eine Firma installiert ist es dann anders? Wo bitte soll der> Zusammenhang zur Eigenarbeit sein?
Die Firma haftet für die Richtigkeit Ihrer Arbeit und ist
normalerweise versichert, falls Schäden entstehen.
Harald W. schrieb:> Die Firma haftet für die Richtigkeit Ihrer Arbeit und ist> normalerweise versichert, falls Schäden entstehen.
Die haben bestimmt auch eine richtig gute Rechtsschutzversicherung.
Kaffeesatz am Morgen schrieb:> Berufserfahrung, vielleicht? Eine Firma hat die (langzeit-) Erfahrung> aus 1000 realisierten Installation, der Eigenbrötler kennt nur eine> einzige Installation.
Ob das immer hilft, da habe ich große Zweifel.
Ich habe von etlichen Handwerkern schon Pfusch gesehen, den ich selber
besser hinbekommen hätte. Nicht vom MyHammer-ich-mach-alles, sondern von
ortsansässigen Meisterbetrieben.
Ehrlicherweise gibt es natürlich auch viele Betriebe, die ordentlich
abliefern. Aber man weiß es halt vorher nicht, als Laie erst recht
nicht.
Tilo R. schrieb:> Ich habe von etlichen Handwerkern schon Pfusch gesehen, den ich selber> besser hinbekommen hätte.
Z.B. bei Subunternehmern die für die Telekom arbeiten. Was die so alles
zusammenschustern...
Harald W. schrieb:> Die Firma haftet für die Richtigkeit Ihrer Arbeit und ist> normalerweise versichert, falls Schäden entstehen.
Bei grober Fahrlässigkeit hilft das auch nicht viel.
DANIEL D. schrieb:> Die haben bestimmt auch eine richtig gute Rechtsschutzversicherung.
Klar, der Versicherer wohnt direkt neben Santa Claus.
Tilo R. schrieb:> Kaffeesatz am Morgen schrieb:>> Berufserfahrung, vielleicht? Eine Firma hat die (langzeit-) Erfahrung>> aus 1000 realisierten Installation, der Eigenbrötler kennt nur eine>> einzige Installation.>> Ob das immer hilft, da habe ich große Zweifel.> Ich habe von etlichen Handwerkern schon Pfusch gesehen, den ich selber> besser hinbekommen hätte. Nicht vom MyHammer-ich-mach-alles, sondern von> ortsansässigen Meisterbetrieben.
Ich bin mir sicher, der Handwerksbetrieb hätte es besser hinbekommen,
wollte aber nicht: Zeitdruck, ruinöse Bezahlung, geborenes A*loch,
besoffen bei der Arbeit, ...
> Ehrlicherweise gibt es natürlich auch viele Betriebe, die ordentlich> abliefern. Aber man weiß es halt vorher nicht, als Laie erst recht> nicht.
Doch, da gibt es diverse Möglichkeiten, weil eben die
Elektro-Handwerksbetriebe in .de einer Aufsicht/Genehmigung unterliegn.
Man kann auch rumfragen und sich den nehmen der seit Jahrzehnten für
gute Arbeit bekannt ist. Das funktioniert in Kleinstädten auch anders
herum, da gibt es Meister, die die von einem Kunden selbstgemchte
Installation abnehmen, weil sie wissen, das dies eine gewissenhafte
Person ist, die ihr Handwrkliches Geschick schon mehrmals öffentlich
bewiesen hat; aber dagegen dem zugezogenen Akademiker der zwei linke
Hände hat und nur Computer kann die Abnahme der Eigenkonstrultion
verweigern.
Und von einen Handwerksbetrieb kann man Vorschriftgehörige Quaulität
resp. Nachbesserung erzwingen resp. erzwingen lassen.
(Abnahmeverweigerung).
Kaffeesatz am Morgen schrieb:> Und von einen Handwerksbetrieb kann man Vorschriftgehörige Quaulität> resp. Nachbesserung erzwingen resp. erzwingen lassen.> (Abnahmeverweigerung).
Das kann aber nur ein sachkundiger Kunde. Also sachkundig in Fragen der
Elektroinstallation und sachkundig in Juristerei.
Markus schrieb:> Kaffeesatz am Morgen schrieb:>> Und von einen Handwerksbetrieb kann man Vorschriftgehörige Quaulität>> resp. Nachbesserung erzwingen resp. erzwingen lassen.>> (Abnahmeverweigerung).>> Das kann aber nur ein sachkundiger Kunde. Also sachkundig in Fragen der> Elektroinstallation und sachkundig in Juristerei.
Quatsch "Sachkunde in Juristerei", du musst lediglich deine Rechte als
Kunde kennen. Und du hast nun mal das Recht auf ordentliche Ausführung
der Installationsarbeiten. Und wer nicht gerade ein Kellerkind ist,
kennt auch einen Freund/Verwandten der Erfahrung mit der Bewertung hat
und die richtigen Fragwn stehlt. Ansonsten mal beim Verbraucherschutz
nachfragen:
https://www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/terminbuchung
Die Benutzung eines Telefons muss man dir nicht erklären?!
Kaffeesatz am Morgen schrieb:> Quatsch "Sachkunde in Juristerei", du musst lediglich deine Rechte als> Kunde kennen. Und du hast nun mal das Recht auf ordentliche Ausführung> der Installationsarbeiten.
Ziemliches Blabla. Wer kennt seine Rechte denn so genau und weiß wie er
sie durchsetzt?
Wo findet man noch einen Anwalt, der einen Fall mit einem Streitwert von
unter ein paar Kiloeuro übernehmen will?
Kaffeesatz am Morgen schrieb:> Und wer nicht gerade ein Kellerkind ist,> kennt auch einen Freund/Verwandten der Erfahrung mit der Bewertung hat> und die richtigen Fragwn stehlt.
Eher unwahrscheinlich.
Umgekehrt hat der Handwerker die Erfahrung mit Kunden, die Pfusch
bemängeln und die besseren Anwälte, die genau mit solchen Sachen
Erfahrung haben. Der Handwerker sitzt am längeren Hebel.
MaWin schrieb:> Wenn du das ganze Haus machen willst: Besorge dir ein> Elektroinstallationspaket, was den Anschluss durch einen lokalen> Elektriker beinhaltet. Dann baust du selbst, und einer kommt zum> anschliessen und redet sich nicht raus.>> https://www.ewl-instakit.de/#elektroinstallionselbst
Der einzigste sinnvolle Vorschlag in dem ganzen Thread, der TE spart
Geld durch selbermachen und bekommt die Installation abgenommen!
Man muß auch kein ganzes Haus neu machen, sondern kann sich Teilesätze
für Umbauten, Erweiterungen zusammenstellen.
Harald W. schrieb:> Und demnächst bietest Du auch Operationen am Menschen bei Dir> zuhause an? Passende Filme findet man sicher bei Jutup.
Nicht neu, im Film "Weltverbesserungsmaßnahmen" wurde schon mal jemand
im OP-Raum im Wintergarten operiert:
https://de.wikipedia.org/wiki/Weltverbesserungsma%C3%9Fnahmen
Bitte nicht nachmachen :)
Christian B. schrieb:> Daneben habe ich> auf jeder Etage eine Unterverteilung nur für diese Etage. Diese> beinhaltet auch mindestens einen RCD für alle Lichtstromkreise und einen> für alle Steckdosen.
Lichtstrom- u. Steckdosen-Kreise getrennt? Schon klar dass du das selber
gemacht hast, ein fähiger Eli hätte dich bei der Abnahme nämlich
ausgelacht.
Christian B. schrieb:> Achja und das wichtigste: Kaufe vernünftige Ware, kein Kopp oder anderer> Baumarktschrott! ABB, Busch Jäger, Hager, Möller sind hier zu nennen.> (Natürlich auch noch andere)
Was soll ABB bitte sein, denn genau das Material gibt´s im BM u. ist
mehr oder weniger Billig-Material, vllt. kein Schrott, aber den Begriff
hast du ja erst gebracht! Von ABB gabs schon zu LSS Produktwarnungen vor
Jahren ...
> Schlussendlich ist es aber nicht sehr schwer, wenn man sich da etwas> einliest und das mit Vorsicht und Respekt angeht.
Einlesen u. Vorsicht wie Respekt? Die physikalischen Grundkenntnisse muß
man drauf haben u. wissen wie die ineinander wirken.
Dann war von dir noch was mit I-Zonen lt. VDE100 zu lesen, legst dann
aber die Kabel in den Fußboden, und sicher dann ganz ins Eck an die
Wand?
G´schichtenerzähler kann ich da nur sagen.
Potzblitz schrieb:> wir renovieren ein Haus und ich hab eigentlich keine Lust, wegen jeder> auszutauschenden Steckdose einem Elektriker seinen Porsche zu> finanzieren. Außerdem hat da sowieso keiner Zeit.> Kann ich längst selber, nur darf ich das offiziell halt nicht.
Ja, die Selbermacher fordern oft ihren Tribut an anderer Menschen
Leben oder auch ihrem Eigenen...
Von einem "Schnellsiedekurs für Elektroinstallation" in 3 Monaten
halte ich gar nichts!
Zu viele solcher "Elektriker" lernte ich kennen, und kein Einziger
hatte einen Durchblick zu Spannung, Strom, Widerstand und Leistung...
Und fast überall waren die Leitungen in Abzweigdosen, Schalter-
und Steckdosen genauso weit abgezwickt, dass man keinen Spielraum
mehr hatte...
Dann die Hausverteilung (Sicherungskasten):
Farben, die nicht zusammen gehören...
Drähte, die kein Umsetzen von LSS zulassen, ebenso zu kurz...
In Verteilerdosen manche Erdleitung nicht angeschlossen, weil
die Steckklemmen zu wenig waren - oder auch Lüsterklemmen (1-polig)
mit 7 Drähten drin!...
Man brauchte die Klemme nur leicht zu drehen und die Drähte fielen
heraus - bestens für Nullleiterklemmen!...
Such Dir einen Elektriker vor Ort, der das in seiner Freizeit (Black)
macht, der das entsprechende Material von der Firma mitbringt -
das ist wenigstens Qualitätsmaterial, welches um ein paar Euro
mehr kostet als im Baumarkt - und die Firma macht die Abnahme, dann
bist Du auf einem kostengünstigen Weg und hast auch die Absicherung
durch die Firma!
Auf keinen Fall solltest Du die Hilfe von Nachbarn in Anspruch nehmen,
die ihr Eigenheim elektrifiziert haben - das sind meist die
ärgsten Pfuscher!
Und ich spreche von gut 30 Jahren, was ich so gesehen habe...
Wenn Du lernen willst, dann ist das gut so...
Mani W. schrieb:> Zu viele solcher "Elektriker" lernte ich kennen, und kein Einziger> hatte einen Durchblick zu Spannung, Strom, Widerstand und Leistung...
Ja, viele Menschen haben eben einen natürliche Widerstand gegen das
Dazulernen. Diesen Widerstand muss man als erstes überwinden...
Harald W. schrieb:> Ja, viele Menschen haben eben einen natürliche Widerstand gegen das> Dazulernen. Diesen Widerstand muss man als erstes überwinden..
Dann steigt auch die Spannung bei der Arbeit und die Leistung nimmt zu.
Aber zu sehr unter Strom sollte man bei der Arbeit auch nicht stehen.
Rainer Z. schrieb:> Harald W. schrieb:>>> Ja, viele Menschen haben eben einen natürliche Widerstand gegen das>> Dazulernen. Diesen Widerstand muss man als erstes überwinden..>> Dann steigt auch die Spannung bei der Arbeit und die Leistung nimmt zu.> Aber zu sehr unter Strom sollte man bei der Arbeit auch nicht stehen.
Mit etwas Lötwasser sinken Anspannung und Widerstand. Hoffentlich geht
das dann gut!
loeti2 schrieb:> Nicht neu, im Film "Weltverbesserungsmaßnahmen" wurde schon mal jemand> im OP-Raum im Wintergarten operiert:> https://de.wikipedia.org/wiki/Weltverbesserungsma%C3%9Fnahmen>> Bitte nicht nachmachen :)
Abschweifend vom Thema:
Der für Hygiene verantwortliche Leiter einer Duisburger Klinik sagte vor
ca. drei Jahren: der einzig keimfreie Ort auf dem Gelände ist der Park,
alles was klimatisiert ist ( auch OP-Säle ) ist verkeimt und nicht mehr
zu reinigen.
Zum Thema:
Ich hatte eine Stufenausbildung, zwei Jahre Elektroinstallateur und
danach 1,5 Jahre zum Energieanlagenelektroniker in der Industrie, war in
NRW damals so.
Andrea B. schrieb:> alles was klimatisiert ist ( auch OP-Säle ) ist verkeimt und nicht mehr> zu reinigen.
So stimmt das nicht. Operationstische werden von oben mit keimfreier
Luft angeblasen um das OP-Gebiet sauber zu halten. Damit kommt keine
Atemluft an die offene Stelle. Den Rest besorgt die Chirugrenmaske, die
Tröpfchen abhält, dort eingesprochen zu werden.
Entscheidend ist, dass die Anlagen regelmäßig gewartet werden. Daran
sparen die Kliniken! Wenn man die Filter regelmäßig tauscht und die
Anlage säubert, ist das super sauber. Die Luft wird nämlich per
UV-Strahlung behandelt und das erledigt alles was lebt.
Niemand schrieb:> Von ABB gabs schon zu LSS Produktwarnungen vor> Jahren ...
deswegen setze ich die auch nicht ein, nichtsdestotrotz dürften Sie die
Qualitätsprobleme mittlerweile überwunden haben.
Niemand schrieb:> Lichtstrom- u. Steckdosen-Kreise getrennt? Schon klar dass du das selber> gemacht hast, ein fähiger Eli hätte dich bei der Abnahme nämlich> ausgelacht.
offensichtlich ist das nicht passiert. Ich sehe auch absolut keinen
Vorteil darin, beides über einen RCD laufen zu lassen, ausser dass man
etwas Geld und Platz spart. Wenn aber dann dochmal der RCD auslöst ist
es dunkel.
Niemand schrieb:> Dann war von dir noch was mit I-Zonen lt. VDE100 zu lesen, legst dann> aber die Kabel in den Fußboden, und sicher dann ganz ins Eck an die> Wand?
Soll eine Fußbodenheizung installiert werden, ist die Installation von
Kabeln und Leitungen auf dem Rohfußboden die beste und eine
kostengünstige Möglichkeit. Laut der DIN-Norm dürfen die Kabel und
Leitungen – Mantelleitung (NYM) und Erdkabel (NYY) – unter dem Estrich
verlegt werden und das ohne weiteren Schutz. Wir als Elektriker
bevorzugen aber Elektroinstallationsrohre, in denen die Leitungen
bündelweise verlegt werden. Das bietet zum einen Schutz während der
Bauzeit und defekte Leitungen können später ohne größeren Aufwand
ausgetauscht werden.
In der Praxis werden die Schlitze dann senkrecht von Steckdosen und
Schaltern nach unten zum Fußboden gestemmt. Der DIN-Norm nach müssen die
Elektroinstallationsrohre dann 20 cm von den Wänden entfernt verlegt
werden. Sind mehrere Rohre zu verlegen, darf zwischen diesen maximal 30
cm Abstand betragen.
Auf dem Estrich, der über den Rohfußboden gegossen wird, wird dann eine
Dämmung verlegt, auf der dann die Fußbodenheizung verlegt wird.
Zitat von
https://www.elektro-elektroinstallation.de/berlin/elektroinstallation-unter-fussbodenheizung/
So, und jetzt du
Die 20cm von den Wänden halte ich locker ein. Der Abnehmende Elektriker
hatte mit der Ausführung auch überhaupt kein Problem.
Niemand schrieb:> G´schichtenerzähler kann ich da nur sagen.
das kann ich ungefiltert zurückschmettern.
Installationszonenen sind in der DIN 18015 geregelt.
Nicht in einer VDE-Norm!
Diese ist nicht immer verbindlich, aber natürlich macht es immer Sinn
sich daran zu orientieren.
Und falls es noch nicht erwähnt wurde....
Ein ausgebildeter Elektriker ist außerhalb der Arbeit (also auch bei
sich zuhause) genauso wenig berechtigt eigenständig elektrische Anlagen
zu errichten wie jeder andere.
Dafür gilt in Deutschland die Meisterpflicht.
Die Kosten für die Meisterausbildung kannst du also mit rauflegen und
spätestens dann geht die Rechnung nicht mehr auf.
Mal abgesehen davon, dass du dann auch kein Haus mehr ausbauen brauchst,
weil deine Frau sicher nicht 5-7 Jahre darauf warten wird bisvdu fertig
bist.
M. K. schrieb:> Ein ausgebildeter Elektriker ist außerhalb der Arbeit (also auch bei> sich zuhause) genauso wenig berechtigt eigenständig elektrische Anlagen> zu errichten wie jeder andere.
weils formaler Unsinn ist. Wenn jemand vom Fach ist, kann er das, was er
täglich 8h für Geld tut, freilich auch zu Hause tun im privaten.
M. K. schrieb:> Dafür gilt in Deutschland die Meisterpflicht.
... und selbst wenn du den Meister hast, aber keine Konzession vom
lokalen EVU darfst du es immer noch nicht (egal wieviel Sinn oder Unsinn
das macht).
Ralph S. schrieb:> ... und selbst wenn du den Meister hast, aber keine Konzession vom> lokalen EVU darfst du es immer noch nicht (egal wieviel Sinn oder Unsinn> das macht).
Dafür gibt es Gasteintragungen. Bei der Inbetriebsetzungsmeldung gibt
man an, bei welchem VNB man eingetragen ist und mit welcher
Eintragungsnummer.
Überhaupt kein Problem!
Ralph S. schrieb:> M. K. schrieb:>> Dafür gilt in Deutschland die Meisterpflicht.>> ... und selbst wenn du den Meister hast, aber keine Konzession vom> lokalen EVU darfst du es immer noch nicht (egal wieviel Sinn oder Unsinn> das macht).
Doch, dann darfst du nur nicht eigenständig Zähleranlagen errichten oder
daran arbeiten.
Also das erste lehrjahr bei den Elektronikern sind bei uns alle
zusammen, also Energie und Gebäudetechnik, und halt die Schwachstromer
usw.
Letztes Jahr hat nur knapp über die Hälfte der Auszubildenden der
Berufschuleklasse ihre Prüfung bestanden, zum Glück nicht einer von
unseren Auszubildenden.
Und die aktuellen Auszubildenden behaupten dass ihre Elektriker
Klassenkameraden so doof wären, dass sie Angst um ihr Leben hätten wenn
diese bei denen irgendwas installieren würden.
Mani W. schrieb:> Percy N. schrieb:>> Mit etwas Lötwasser sinken Anspannung und Widerstand.>> Also Schnaps?
Was glaubst du, woher der Begriff "Birne zulöten" kommt...? ;)
Such dir einen Elektriker, der soll den neuen Zählerplatz installieren
und der EVU verplombt dir dann den Netzanschlussraum + APZ + RfZ. APZ
und RfZ sind nicht überall gefordert, aber das weiß dein Elektriker.
Ab dem Anlagenanschlussraum ist dem EVU komplett egal was du treibst,
solange es seinem Netz nicht schadet/gegen aktuelle Normen verstößt. Dem
Elektriker auch, da er nur die Anmeldung und die Zählerplatzinstallation
gemacht und protokolliert hat. Das schreibt er dann auch explizit so
aufs Protokoll. Ab dann bist du ein freier deutscher Bürger und kannst
machen was du willst. Du darfst es zwar nicht, aber es hindert dich ab
da keiner mehr dran. Wenn die Hütte abbrennt, dein Problem.
Entscheide selbst ob sich das für dich lohnt.
VG Paul
M. K. schrieb:> Ralph S. schrieb:>> M. K. schrieb:>>> Dafür gilt in Deutschland die Meisterpflicht.>>>> ... und selbst wenn du den Meister hast, aber keine Konzession vom>> lokalen EVU darfst du es immer noch nicht (egal wieviel Sinn oder Unsinn>> das macht).>> Doch, dann darfst du nur nicht eigenständig Zähleranlagen errichten oder> daran arbeiten.
Nein. Ohne Konzession vom jeweiligen EVU hat niemand an dessen Netz
herzumzufummeln, und darunter fällt auch die anzuschließende Leuchte
bzw. die Drähte an der Decke, um selbige anzustöpseln, solange diese
nicht vom Netz des EVUs getrennt sind. Dann hat der Wiederanschluß an
das Netz durch einen konzessionierten Betrieb zu erfolgen.
Ob das Sinn ergibt oder in der Praxis auch so gehandhabt wird ist dabei
irrelevant, die maßgeblichen Bestimmungen (das sind hier vor allem die
TAB) sehen es so vor.
Ich persönlich würde es ja genauso machen: E-Anlage selber errichten
(ich bin nur Ingenieur und damit in den Augen der Handwerkerzunft Laie)
und dann von berufener Hand abnehmen und anschließen lassen, weil ich
weiß wie auch Elektriker gelegentlich arbeiten. Ob das für den TS ratsam
ist weiß ich aber nicht, auf Eigenaussagen wie "Ich kann das" würde ich
nichts geben.
Wühlhase schrieb:> Ich persönlich würde es ja genauso machen: E-Anlage selber errichten> (ich bin nur Ingenieur und damit in den Augen der Handwerkerzunft Laie)> und dann von berufener Hand abnehmen und anschließen lassen, weil ich> weiß wie auch Elektriker gelegentlich arbeiten. Ob das für den TS ratsam> ist weiß ich aber nicht, auf Eigenaussagen wie "Ich kann das" würde ich> nichts geben.
Ich persönlich habe es so gemacht und für meinen Aufbau nur Lob
erhalten. Die Abnahme bei mir hat damals, 2010 350 Euro gekostet. k.A.
was da heute für aufgerufen wird. Es wurde wirklich jede Steckdose und
jeder Lampenanschluss ausgemessen, eine Sichtprüfung war natürlich auch
Bestandteil des Checks.
Christian B. schrieb:> Ich persönlich habe es so gemacht und für meinen Aufbau nur Lob> erhalten.
D.h. man muss jetzt als Elektriker neben Prüfplaketten auch
Bienchenplaketten mit im Auto haben? :-)
sagjanur schrieb:> und dann noch ein paar von diesen Videos reinziehen und Du bist> ready> :-)))> https://www.youtube.com/watch?v=piK_H394G3k
Meister Proofwood ist Kult. Das sollte Pflichtprogramm auch für
ausgebildete Elektriker sein. Die können dann zu ihrem Pfusch noch was
lernen. Die meisten können/wissen nämlich längst nicht alles was man
voraussetzen sollte.
So eine Diskussion gibt es nur in Deutschland. Milliarden wilde
Laien-Verdrahtungen in aller Welt mögen teilweise furchtbar ausschaun
funktionieren aber nicht minder gut.
Netzspannung ist lebensgefährlich-
deshalb wird hier vernünftigerweise niemand Verantwortung übernehmen und
Laien zu solchen Installationen "anstiften". Zur Wahrheit gehört aber
auch daß beim Anschluß nicht allzuviel zu beachten ist und mit
entsprechender Kenntnis dazu jeder Laie fähig ist.
Es gibt "Schnellsiedekurse für E-Technik" , die sind genauso wie
die Führerscheinprüfung...
Fahren unter manchen Bedingungen erfordert wie bei der E-Technik
aber auch die Praxis, im Fall der E-Installation ist das sehr
vorteilhaft, wenn man schon gelernt hat:
Wie stemme ich richtig um Ecken, um den Kurvenradius gut zu gestalten
für das spätere Einziehen von Drähten und Kabeln...
Welchen Durchmesser des Installationsrohres nehme ich, um nicht
einen Stau von Leitungen zu erzeugen...
Steckdosen und Schalter ordnungsgemäß anschließen und festschrauben...
Diverse Leuchten an der Decke unter widrigsten Bedingungen
anschließen (schwer, kein Platz, auch die Befestigung in manchen
Decken)...
Die richtigen Klemmen, Kabelschuhe, Aderendhülsen, Presswerkzeuge
kennen und auch anwenden...
Erd- und Nullleiter sorgfältig anschließen (lebensnotwendig für
die eigene Gesundheit und auch Sicherheit für Geräte)...
Wissen, was Ohm, Ampere, Volt, Watt bedeuten...
Die erforderlichen Querschnitte verwenden, rechnen können...
Jederzeit auf der Hut zu sein vor den Gefahren des elektrischen
Stromes und der Spannung - auch verstehen, warum es "knallt und
raucht"...
Es gäbe noch viele andere wichtige Dinge...
Ron T. schrieb:> So eine Diskussion gibt es nur in Deutschland. Milliarden wilde> Laien-Verdrahtungen in aller Welt
Ja, z.B. USA und Kanada.
Da kommt extra ein Kontrolletti und überprüft nach National Electrical
Code nicht nur deine Arbeit, sondern auch die Arbeit eines Elektrikers.
Und damit du überhaupt selbst dran rumfummeln darfst, brauchst du eine
zeitlich begrenzte Lizenz mit Test, d.h. du musst vorher anmelden dass
du so was vor hast und hinterher abnehmen lassen.
https://www.thespruce.com/homeowners-electrical-exam-1821515
Auch für Leitungswasser und Klimaanlagen.
Aus dem Link zum "Homeowners electrical exam":
> Why Authorities Offer a Homeowners' Electrical Exam Reasons vary.> Certainly, the safest route is to hire a qualified, licensed electrician,> especially for complicated jobs. But perhaps the building authorities are> simply being practical about the matter. They know that homeowners may> sometimes try to do their own wiring, often with disastrous results.>> By offering the test option, the authorities are adopting a middle-ground> approach. It's not as good as a licensed electrician, and not as bad as> unknowledgeable DIY electricians wiring their homes and starting fires.> The homeowners' electrical exam allows for the municipalities to set some> kind of standard for amateur electricians.
Das ist imho der Punkt: Mit einem "Schnellkurs" + Prüfung könnten
Sicherheitsprobleme vermieden werden.
Tatsächlich gibt es viele Leute, die an der Hauselektrik rumbasteln. Um
eine Lampe anzuschließen, eine Steckdose oder einen Lichtschalter zu
tauschen werden viele Leute keinen Elektriker holen. Wenn man überhaupt
einen bekommt und der Bock auf so Fitzelkram hat. Mancher Heimwerker
fühlt sich auch zu höherem berufen und bauen Sicherungskästen,
Hausautomatisierung etc.
Eine zugängliche Prüfung könnte ein technisches Mindestverständnis
sichern und Pfuschern ihre Grenzen zeigen.
Ron T. schrieb:> So eine Diskussion gibt es nur in Deutschland. Milliarden wilde> Laien-Verdrahtungen in aller Welt mögen teilweise furchtbar ausschaun> funktionieren aber nicht minder gut.
Hast du dir mal Zahlen zu E-Unfällen aus Deutschland und z.B. Venezuela
oder Indien angesehen?
"Funktionieren nicht minder gut" kannst du dir dahinschieben wo es warm
und dunkel ist.
Ron T. schrieb:> Zur Wahrheit gehört aber auch daß beim Anschluß nicht allzuviel zu> beachten ist und mit entsprechender Kenntnis dazu jeder Laie fähig ist.
Wenn jemand entsprechende Kenntnis und Fähigkeiten hat, ist er kein Laie
mehr, jedenfalls dem Wortsinn nach nicht mehr, auch wenn gewisse
Organisationen das anders sehen.
Und das der autodidaktisch Erleuchtete sogar hier in De alles selber
machen kann, seine Arbeit von berufener Stelle abnehmen lassen kann und
damit allen Vorschriften Genüge getan ist, wurde hier ja nun schon oft
genug erwähnt.
Wühlhase schrieb:> "Funktionieren nicht minder gut" kannst du dir dahinschieben wo es warm> und dunkel ist.
Gewiss nicht. Anders wärs in mindestens der halben Welt ebenso schnell
dunkel.
Hier gehts auch nicht um mehr oder weniger E-Unfälle sondern darum daß
für
Potzblitz schrieb:> auszutauschenden Steckdose
und andere einfache Anschluß-Arbeiten nicht viel Wissen erforderlich
ist- schon gar keine längere Elektriker-Ausbildung. Da kann die
überregulierte Elektro-Gilde hierzulande noch so laut aufheulen.
Wühlhase schrieb:> Wenn jemand entsprechende Kenntnis und Fähigkeiten hat, ist er kein Laie> mehr, jedenfalls dem Wortsinn nach nicht mehr
Wort(bedeutungs/auslegungs)spielereien.
Übrigens muss jeder mal klein anfangen.
MaWin schrieb:> Ja, z.B. USA
das kann man glaube nicht mit uns vergleichen. In den USA gibt es ja
meines Wissens keine Lehrberufe wie bei uns. Dort wird man eingestellt
und macht den Job indem man von bereits vorhandenem Personal die
Handgriffe lernt. Wenn man das hin bekommt, bleibt man, schafft man es
nicht wird man gefeuert und kann in einer anderen Branche sein Glück
versuchen.
Ron T. schrieb:> und andere einfache Anschluß-Arbeiten nicht viel Wissen erforderlich> ist- schon gar keine längere Elektriker-Ausbildung. Da kann die> überregulierte Elektro-Gilde hierzulande noch so laut aufheulen.
nachdem, was ich bei mir im Haus für Pfusch beseitigt habe bin ich mir
nicht sicher, ob jedermann sich dessen bewusst ist, was er da tut.
Jedenfalls gab es einige kritische Stellen, welche arg bedenklich waren.
Z.B. hat der ehemalige Lebensgefährte meiner Schwiegermutter Steckdosen
installiert. 5 Stück in 2-er Dosen Aufputz hintereinander im Raum
verteilt. Das ist ja auch kein Problem, dass er sich bei jeder Steckdose
neu für Phase- und Nulleiteranschlussseite entschieden hat- geschenkt.
Aber, dass er in der 2. Dose den Grün Gelben nicht von der linken in die
rechte geführt hat und ergo alle darauf folgenden Steckdosen diesen zwar
angeschlossen, aber funktionslos hatten fand ich bedenklich. Weiters gab
es da noch Kabel, welche in Steckdosen endeten und ihren Ursprung in der
Beleuchtungsleitung des Raumes darunter hatten und dergleichen.
Letzteres hat uns gereicht um hier einen Schlussstrich zu ziehen und
alles alte nach dem Zählerschrank zu entfernen und komplett neu
aufzubauen. Die erst beschriebene Geschichte kam beim Rückbau dann auch
ans licht. Im Zählerkasten gab es auch sehr "interessante" Lösungen für
Probleme. So war eine Sammelklemme in eine leere Klarsicht-
Schraubendose verpackt und mit einem Kabelbinder gegen unbeabsichtigtes
Öffnen gesichert und dergleichen mehr.
Ron T. schrieb:> Gewiss nicht.
Aber natürlich doch.
Ron T. schrieb:> Hier gehts auch nicht um mehr oder weniger E-Unfälle
...aber der "Elektrikergilde" geht es genau darum. Und darum sind die
Vorschriften (zumindest zu einem erheblichen Teil) so, wie sie sind.
Ron T. schrieb:> einfache Anschluß-Arbeiten nicht viel Wissen erforderlich> ist- schon gar keine längere Elektriker-Ausbildung.
Das Litzendrähte nicht nackt in eine Schraubklemme reingehören, und auch
nicht notdürftig verlötet werden, sondern eine Aderendhülse
drumherumgehört, ist für sich genommen nicht viel Wissen. Wo Leitungen
verlegt gehören ist auch nicht viel Wissen. Auch nicht, daß man nicht
beliebig viele Bündel beliebig dicht nebeneinanderbabbt. Welche
Mindestquerschnitte erforderlich sind, wie man die Verbraucher auf die
Außenleiter aufteilt, ein Überschreiten der Leitergrenztemperatur im
KS-Fall verhindert, usw. ist für sich genommen auch nicht viel Wissen.
Trotzdem ist das alles Wissen, was man nicht bei jedem Baustellentölpel
vorraussetzen kann. Ob man das alles bei dir vorraussetzen kann? Ich bin
da skeptisch.
Christian B. schrieb:> Aber, dass er in der 2. Dose den Grün Gelben nicht von der linken in die> rechte geführt hat und ergo alle darauf folgenden Steckdosen diesen zwar> angeschlossen, aber funktionslos hatten
Man muß sich klarmachen daß wir hier über die Jahre "nur" von einer
Steigerung des Schutzniveaus reden.
Selbstredend funktioniert der Stromanschluß ganz ohne Gehäuse-Nullung
genauso problemlos, in sehr vielen alten Wohngebäuden findet sich nach
wie vor nur die klassische Nullung.
Entscheidend bleiben ausreichender Leitungsquerschnitt, minimierte
Übergangswiderstände (festgezogene Schraubanschlüsse, sicher geklemmte
Leiter) und ausreichende Leiterabstände samt ordentlicher Isolierung von
der Umgebung.
Wühlhase schrieb:> Ob man das alles bei dir vorraussetzen kann? Ich bin da skeptisch.
Da mach Dir mal nicht unnötig Sorgen.
Wühlhase schrieb:> Das Litzendrähte nicht nackt in eine Schraubklemme reingehören, und auch> nicht notdürftig verlötet werden, sondern eine Aderendhülse> drumherumgehört, ist für sich genommen nicht viel Wissen.
Wo in einer Hausinstallation hast du Litzendrähte ausser bei den Lampen?
Und die haben idR schon Aderendhülsen.
Genau wie Verdrahtungsbrücken für Verteiler.
Wühlhase schrieb:> Trotzdem ist das alles Wissen, was man nicht bei jedem Baustellentölpel> vorraussetzen kann.
Genausowenig wie bei einem Elektro-Altgesellen der Montagsmorgen noch 1
Promille Restblut im Alkohol hat.
Sorry aber Pfusch gibts auch bei den "Profis", und zwar massig!
Die Elektrikergilde hat in den letzten 60 Jahren schon einen tollen Job
hier gemcht indem sie sich ihre "Gesetze" quasi selber geschrieben hat.
Und als krönender Abschluss muss der Privatmann auch noch richtig Geld
abdrücken um diese Gesetze auch nur einsehen zu können (VDE Normen).
Letztes glorreiches Beispiel ist die DIN VDE V 0100-551 und DIN VDE V
0100-551-1 für Balkonsolaranlagen mit der "speziellen Energiesteckdose"
nach DIN VDE V 0628-1.
Da kann der Elektriker mal wieder voll zuschlagen
1. Anfahrt
2. Prüfung der Installation auf Tauglichkeit
3. Austausch des B16 durch einen B13, dass das 3x1,5qmm NYM nicht
überlastet wird.
4. Einbau der Energiesteckdose
5. Ggf noch Änderung des Steckers auf den "Energiesteckdosenstecker"
6. Prüfung der Anlage nach Erweiterung gemäß VDE 0105-100 (Oder welche
auch immer)
7. Dokumentation
Das reicht locker für 200-300 Euro Rechnung.
Aber Hallo, du darfst die Anlage jetzt selber anmelden!!!! Das ist doch
mal Fortschritt.
In den meisten anderen Ecken von Europa kauft man die Anlage und steckt
den Schuko Stecker in die Steckdose.
Udo S. schrieb:> Wo in einer Hausinstallation hast du Litzendrähte ausser bei den Lampen?
Zugegeben, daß ist eher Schaltschrankbau, aber tut es denn was zur
Sache? Genug Selberbastler haben sowas schon falsch gemacht (und ja, ich
auch).
Udo S. schrieb:> Und die haben idR schon Aderendhülsen.
Oder besser Wagoklemmen.
Udo S. schrieb:> Genausowenig wie bei einem Elektro-Altgesellen der Montagsmorgen noch 1> Promille Restblut im Alkohol hat.>> Sorry aber Pfusch gibts auch bei den "Profis", und zwar massig!
Ich denke du mißverstehst mich. Ich würde meine E-Installation ja auch
selber bauen...weil du mit dem Einwand mehr als Recht hast. Und es muß
noch nichtmal Restalkohol sein, Gnatz auf den Chef der eine
Mir-doch-egal-isehnichmeins-Einstellung hervorbringt reicht mir auch
schon aus.
Oder schnellerschnellerschneller...
Udo S. schrieb:> Die Elektrikergilde hat in den letzten 60 Jahren schon einen tollen Job> hier gemcht indem sie sich ihre "Gesetze" quasi selber geschrieben hat.> Und als krönender Abschluss muss der Privatmann auch noch richtig Geld> abdrücken um diese Gesetze auch nur einsehen zu können (VDE Normen).
Der Beuth-Verlag gehört meiner Meinung nach auch aufgelöst bzw. einer
Stiftung unterstellt und die Normen frei zur Verfügung gestellt, da
verdienen sich einige Wenige mt Nichtstun eine goldene Nase. Allzumal
die eigentliche Normungsarbeit ja von Freiwilligen ehrenamtlich oder von
interessierten Firmen bezahlt wird.
Du darfst halt von Normen nichts Falsches erwarten. Normen sind keine
Anleitung dafür wie man am sichersten Anlagen baut, sondern ein
Kompromiss auf den sich alle Beteiligten geeinigt haben, da spielen
Interessen von Firmen die es einfach nur billig haben wollen genauso mit
rein wie die von Firmen, die es sicher haben wollen (weil sie die
Technik dazu verkaufen).
Udo S. schrieb:> Letztes glorreiches Beispiel ist die DIN VDE V 0100-551 und DIN VDE V> 0100-551-1 für Balkonsolaranlagen mit der "speziellen Energiesteckdose"> nach DIN VDE V 0628-1.
Naja, das sehe ich anders, diese speziellen Energiesteckdosen finde ich
durchaus sinnvoll. Wenn man die einfach in die Schukodose stecken könnte
schützt nur noch die Vorgabe "Nicht mehr als 600W" in den meisten Fällen
davor, daß sich die Leute damit nicht die Leitung in der Wand
überlasten.
Die Einhaltung der 600W-Obergrenze ist dabei schon ein Antasten der
Sicherheitsreserve, die man in der Auslegung eingebaut hat, was m.M.n.
ansich schon fragwürdig ist. Zu allem Überfluß ist die Einhaltung der
600W-Obergrenze in keiner Weise irgendwo sichergestellt, niemand ist
irgendwie daran gehindert da noch ein zweites oder drittes Panel
danebenzupappen.
Mit der Energiesteckdose dagegen hat man einen definierten Zugangspunkt
vorm Netz – vor den Leitungsschutzschaltern – und kann da gerne mehr als
600W reindrücken ohne seine Leitung zu überlasten bzw.
Leitungsschutzschalter zu umgehen.
Und komme mir jetzt niemand mit "Die Leute wissen schon was sie tun".
Nein, wissen sie nicht, nicht nur Oma Erna, sondern auch Onkel Horst und
am allerwenigsten Malte und Torben werden sich über die maximale
Stromtragfähigkeit von Steckerleisten Gedanken machen, während Ali und
Mohammed nichtmal verstehen werden was du von ihnen willst.
Und ich bin immer noch ein Freund des Prinzips, daß der Laie nur Zugang
dahin haben sollte, wo er keinen Schaden anrichten kann.
MaWin schrieb:> Ron T. schrieb:>> So eine Diskussion gibt es nur in Deutschland. Milliarden wilde>> Laien-Verdrahtungen in aller Welt>> Ja, z.B. USA und Kanada.>> Da kommt extra ein Kontrolletti und überprüft nach National Electrical> Code nicht nur deine Arbeit, sondern auch die Arbeit eines Elektrikers.
Genau, und bemängelt dann u.a. auch, falls ein Deutscher die Idee
hatte, Schukosteckdosen für seine mitgebrachten Geräte einzubauen.
Wühlhase schrieb:> Und ich bin immer noch ein Freund des Prinzips, daß der Laie nur Zugang> dahin haben sollte, wo er keinen Schaden anrichten kann.
Alle einsperren?
H. H. schrieb:> Wühlhase schrieb:>> Und ich bin immer noch ein Freund des Prinzips, daß der Laie nur Zugang>> dahin haben sollte, wo er keinen Schaden anrichten kann.>> Alle einsperren?
Nein, eher aussperren.
Ron T. schrieb:> Selbstredend funktioniert der Stromanschluß ganz ohne Gehäuse-Nullung> genauso problemlos, in sehr vielen alten Wohngebäuden findet sich nach> wie vor nur die klassische Nullung.
selbstredend hast du keine Ahnung. bei der sogenannten klassischen
Nullung ist der PE Anschluss und der Nullleiter in der Steckdose
gebrückt. Wenn nun ein Erdschluss eines Schutzleitergerätes auftritt,
löst der Leitungsschutzschalter aus. Nun überlege mal selbst, was
passiert, wenn der PE Anschluss gar nicht vorhanden, weil unterbrochen
ist im Falle eines Erdschlusses.
Wühlhase schrieb:> die Normen frei zur Verfügung gestellt, da> verdienen sich einige Wenige mt Nichtstun eine goldene Nase.
du kannst alle Normen in Bibliotheken einsehen.
Christian B. schrieb:> bei der sogenannten klassischen Nullung ist der PE Anschluss und der> Nullleiter in der Steckdose gebrückt.
Das hat auch niemand bestritten.
Und das Tolle ist: Es funktioniert genauso. Dinge die einfach gelöst
sind die sind auch einfacher instand zu halten bzw. gehen seltener
kaputt.
Nun wird niemand etwas gegen mehr Schutz an der Steckdose einzuwenden
haben. Kehrseite: Aufwand und Kosten zur Einhaltung von immer mehr
Normen und Vorschriften steigen und steigen. Zusammen mit inzwischen
mehreren tausend Bauvorschriften führt dieser explodierende Kostenblock
unter anderem dazu, daß der Bau so dringend benötigten Wohnraums immer
mehr lahmt. Auf dem Altar von Risikominimierung und Sicherheits-Luxus
werden quasi all jene geopfert die bezahlbaren Wohnraum so dringend
bräuchten. Die Entwicklung führt in kleinen Schritten, jeder einzelne
oft wohlbegründet, in ihrer Gesamtheit in eine hochbedenkliche Richtung,
bei der Wohnhäuser und größere öffentliche Projekte immer öfter
unbezahlbar werden.
Udo S. schrieb:> Die Elektrikergilde hat in den letzten 60 Jahren schon einen tollen Job> hier gemcht indem sie sich ihre "Gesetze" quasi selber geschrieben hat.> Und als krönender Abschluss muss der Privatmann auch noch richtig Geld> abdrücken um diese Gesetze auch nur einsehen zu können (VDE Normen).
Das Gas-Wasserfach hat auch seine Normen, dort Arbeitsblätter genannt.
An Gas traut sich keiner, Strom kann aber irgendwie jeder...
Ich hab da noch eine neue Idee zum Geld machen: Spezielle Psychologen
für Personen mit Elektrikertrauma!
Erzähl doch mal über Deinen beruflichen Wertegang, dann kann man da auch
mal analysieren, was für Arschlöscher da so rumrennen und was für Normen
da so gelten, die man auch kaufen muss!
Ich bin auch kein Freund von Normen, die nicht zugänglich sind, aber das
ist in anderen Bereichen genauso.
Und dann gibt es eben Normen, die die Industrie einbringt, da kann der
Wald- und Wiesenelektriker garnix dafür!
Die spezielle Einspeisesteckdose ist so ein Bsp.
Warum fordert man diese, damit nicht jeder Depp nach dem Motto viel
hilft viel und am besten noch über Mehrfachsteckdosen mehrerer solcher
Steckdosen in einen Endstromkreis einsteckt.
Viele sehen es ja noch nicht mal ein, Ihre Kleinanlagen anzumelden, aber
jeder will ein stabiles Netz.
Man sieht immer nur die Seite der Medallie die man gerne sehen will!
H. H. schrieb:> Dabei kann man Gas riechen...
Strom auch, wenn die Leitung zu schwach ausgelegt ist und auch dann,
wenn es ein Nullleiterproblem gibt - dauert allerdings etwas länger...
Walter K. schrieb:> Wir hatten vor über 40 Jahren an der Berufsschule auch so Fächer wie> z.B. „ Einführung in den dialektischem und historischen Materialismus“ -> war unnütz - hat aber auch niemanden geschadet
„ Einführung in den dialektischem und historischen Materialismus“
schadet uns aber heute, man hinterfragt mit diesem Wissen doch manche
Dinge und denkt in den Augen anderer Leute Quer.
DANIEL D. schrieb:> Wühlhase schrieb:>>> Nein, eher aussperren.>> Bin ich komplett dagegen, jeder muss einfach Verantwortung übernehmen> für das was er macht.
Und wer bezahlt den Schaden?
Percy N. schrieb:>> Bin ich komplett dagegen, jeder muss einfach Verantwortung übernehmen>> für das was er macht.>> Und wer bezahlt den Schaden?
Was verstehst du nicht an der Formulierung "muss einfach Verantwortung
übernehmen"?
Percy N. schrieb:> Und wer bezahlt den Schaden?
ich würde, als juristischer Laie, das so einordnen: Wenn es zu einem
materiellen Schaden (Brand) kommt, dürfte die Gebäudeversicherung
einspringen. Bei groben Verstößen gegen die VDE Installationsrichtlinien
wird diese sicherlich gerichtlich eine Regressforderung an den Ersteller
erwirken wollen.
Bei Personenschaden ist es vermutlich immer ein Fall für ein Gericht.
Percy N. schrieb:> DANIEL D. schrieb:>> Wühlhase schrieb:>>>>> Nein, eher aussperren.>>>> Bin ich komplett dagegen, jeder muss einfach Verantwortung übernehmen>> für das was er macht.>> Und wer bezahlt den Schaden?
Der Verursacher.
Das gehört zur Verantwortung.
Aber aus Schaden wird man auch klug.
Und das Leben ist voller Risiken.
Eine eigenverantwortungslose Gesellschaft
bei der jedes Risiko ausgeschlossen wäre
ist behindert, unfrei, dumm und teuer.
Stillstand die Folge. Kaum lebenswert.
Sven L. schrieb:> An Gas traut sich keinerH. H. schrieb:> Dabei kann man Gas riechen...
Das schon. Ich habe eher Schiss davor, dass eine Flamme in die Leitung
hinein schlägt und dann das ganze Hochaus in die Luft jagt.
Sven L. schrieb:> An Gas traut sich keiner, Strom kann aber irgendwie jeder...
Falsch.
Auch hier hilft ein Blick aus deinem beschränkten Deutschland ins
freiere Ausland: wo es erlaubt ist, machen es die Leute selbst, und
sammeln dafür auch Kenntnisse, und der normale Deutsche bleibt immer
dumm.
Denn in Deutschland ist es, wie bei Klimaanlagen, explizit verboten
In §13 der NAV steht (im Gegensatz zum entsprechenden Text der NDAV für
das Gasnetz, dort fehlt der Absatz): "Mit Ausnahme des Abschnitts
zwischen Hausanschlusssicherung und Messeinrichtung einschließlich der
Messeinrichtung, gilt Satz 4 (nur Fachleute dürfen dran Arbeiten) nicht
für Instandhaltungsarbeiten"
Und da halten sich, wie in Deutschland üblich, die meisten dran. Ein
Russe lacht sich tot.
Steve schrieb:> Ich habe eher Schiss davor, dass eine Flamme in die Leitung> hinein schlägt und dann das ganze Hochaus in die Luft jagt.
In der Leitung fehlt der zur Explosion nötige Sauerstoff.
Sven L. schrieb:> Erzähl doch mal über Deinen beruflichen Wertegang, dann kann man da auch> mal analysieren, was für Arschlöscher da so rumrennen und was für Normen> da so gelten, die man auch kaufen muss!
Ich erzähle dir einfach mal was ich als Beispiel bei meinem
Schwiegervater erlebt habe:
Umbau von Oberleitung zu Erdkabel. Haus mit 5 Wohnungen.
Neuer Zählerschrank in Keller mit je einem Zähler pro Partei und einem
Gemeinschaftszähler für Dinge wie Keller und Treppenlicht,
Aussenbeleuchtung, Wechselsprechanlage etc.
Dort auch Aufteilung vom PEN in PE und N.
Trotzdem legt der "Fachbetrieb" 4x10qmm (also wieder PEN) zu den
Unterverteilern in die einzelnen Wohnungen.
Natürlich UP ohne Rohr quer durchs 3geschossige Treppenhaus.
Und nein, ich finde es nicht normale dass man für die Normen auf die der
"Fachmann" gerne verweist alleine für eine popelige Hausinsatallation
mehrere 100 Euro ausgeben müsste.
Und was meine "Werte" angeht, die sind berufsunabhängig. ;-)
Sven L. schrieb:> Und dann gibt es eben Normen, die die Industrie einbringt, da kann der> Wald- und Wiesenelektriker garnix dafür!>> Die spezielle Einspeisesteckdose ist so ein Bsp.
Nein, aber die Lobby der Feld Wald und Wiesenelektriker, die sitzen fett
und breit mit in den Ausschüssen.
Fakt ist dass eine "Balkonsolaranlege" durch den Zwang von einem
Elektriker eine extra Dose setzen zu lassen usw. um bis zu 50% teurer
wird und zudem der Mieter erst mal das ok vom Vermieter braucht eher er
was an der Anlage ändern lassen kann.
Während im Rest der Welt eine normaler Stecker reicht weil der Umrichter
sofort freischaltet wenn der Stecker gezogen wird.
Und wenn man einen Elektriker beauftragen will dann jammern sie wieder
dass sie keine Zeit haben. Wenn der Auftrag nicht vierstellig ist will
ja keiner mehr kommen.
Und am liebsten ohne Angebot.
Und fürs Material wird ein gegenüber dem Straßenpreis 100-300%
überzogener "Listenpreis" verlangt.
Und komm mir nicht mit Lagerkosten, das Zeug wird direkt auf die
Baustelle bestellt. Und der Großhandelspreis liegt auch nicht über dem
Preis bei Elektro Wandelt oder zählerschank24.de oder ....
Udo S. schrieb:> Trotzdem legt der "Fachbetrieb" 4x10qmm (also wieder PEN) zu den> Unterverteilern in die einzelnen Wohnungen.> Natürlich UP ohne Rohr quer durchs 3geschossige Treppenhaus.
Diese Geschichte hast Du dieses Jahr schon mindestens einmal erzählt.
Ist die Sammelschiene im Zählerschrank denn schon 5 polig ausgeführt?
Was sagt die ausführende Firma dazu?
Es gab auch Zeiten, da war das Thema Trennung PEN in N und PE scheinbar
nicht überall einheitlich geregelt.
Nach aktueller Norm legt man bspw. ein 5x16, aber hat vor dem Zähler oft
nur 35A
Früher ist man vom HAK sogar mit nur 4x10 in den Zählerschrank gefahren
und hatte im HAK 63A Sicherungen.
Aber abgesehen davon, das man es heute anders macht, welchen Nachteil
hat diese Installation für Dich konkret?
Heute hat man das Problem, das man einen Zählerschrank erneuert, und ein
Teil der Anlage hinter dem Zählerschrank nicht 5adrig ist.
Jetzt kommt das Argument, das man einen aufgetrennten PEN nie wieder
zusammeführen darf. Was tun?
Wer sagt das ich von einem PEN nicht einen PEN und einen PE abzweigen
darf?
Am Ende trennt man im HAK auf in PEN und PE und im Zählerschrank wird
für die Neuanlage ein N und PE draus und in die Altanlage zweigt ein PEN
ab.
Udo S. schrieb:> In den meisten anderen Ecken von Europa kauft man die Anlage und steckt> den Schuko Stecker in die Steckdose.
in wie vielen "Ecken von Europa" gibt es denn noch den "Schuko Stecker"?
nur mal neugierig frag
Sven L. schrieb:> Nach aktueller Norm legt man bspw. ein 5x16,
Nein, diese Forderung stammt aus der DIN VDE 0100-520, die bis zu 64A
belastbare Leitungen zur Unterverteilung fordern. Als Unterverteilung
gelten aber nicht Kleinverteiler, sondern nur die Sicherungskästen mit
dem Zähler. Schon der Sicherungskasten in der Mietwohnung (Zähler im
Keller) ist nur ein Gruppenverteiler, keine UV.
Sven L. schrieb:> Aber abgesehen davon, das man es heute anders macht, welchen Nachteil> hat diese Installation für Dich konkret?
Das jeder Elektriker der daran was ändern/erweitern soll gleich die
Hände über dem Kopf zusammenschlägt und (berechtigterweise) sagt das ist
gegen die Vorschrift, man darf PE und N nicht wieder zusammenführen.
Willst dui ein kleines Beispiel:
Einfach eine eigene Steckdose in den Kellerraum der zugehörigen Wohnung
und Anschluss legen.
Sven L. schrieb:> Früher ist man vom HAK sogar mit nur 4x10 in den Zählerschrank gefahren> und hatte im HAK 63A Sicherungen.
Das Ganze ist zwischen 1996 und 2000 passiert. Du bist doch hier der
Experte, also sag mir mal war das damals erlaubt? PE und N war natürlich
getrennt, wie soll er sonst lokal eine Steckdose setzen oder die
Kellerbeleuchtung?
Dazu mal eine produktive Frage:
Wäre es nach heutigen Vorschriften erlaubt räumlich getrennt zu dem 4x10
qmm einen 16qmm PE vom Zählerkasten durch die "Technikräume" (3
Stockwerke) zu ziehen und dort jeweils lokale
Potentialausgleichsschienen zu setzen und von denen jeweils (mit 16qmm)
in die Unterverteilungen zu fahren.
Udo S. schrieb:> Trotzdem legt der "Fachbetrieb" 4x10qmm (also wieder PEN) zu den> Unterverteilern in die einzelnen Wohnungen.
Hammerschonimmersogmacht...
M. P. schrieb:> Nur die hier in blau aufgeführten Länder:
und in den meisten Ländern konnte ich immer nur den Eurostecker stecken,
unsere Schukodose ist sehr selten zu finden!
Grau, hier blau, ist alle Theorie und irgendein buntes Bildchen
überzeugt mich nicht, du hast natürlich alle blauen Länder überprüft!
Italien, Frankreich, Schweiz, Spanien, Portugal und gesamt Rußland haben
schon alles umgerüstet?
Ich habe ja nicht mal in D überall Schukodosen gefunden!
Udo S. schrieb:> Das jeder Elektriker der daran was ändern/erweitern soll gleich die> Hände über dem Kopf zusammenschlägt und (berechtigterweise) sagt das ist> gegen die Vorschrift, man darf PE und N nicht wieder zusammenführen.
Wo muss der Elektriker, der an der Anlage etwas erweitert wieder etwas
zusammenführen?
Lt. aktueller Norm muss ja eigentlich fast alles über RCD geführt
werden.
Man geht also von der PEN-Klemmem mit blau in den RCD und von dort aus
geht es blau weiter zum Verbraucher. Der PE kommt auf die PE-Schiene,
die auch von der PEN Klemme azweigt.
Wegen sowas die Hände über den Kopf schlagen... ich habe da echt schon
weitaus schlimmeres gesehen, das die Bezeichnung Pfusch verdient.
Bsp:
-Innenisolierung vom Verteiler rausgeschnitten, scharfkantiges Loch,
dadurch Leitung gezogen -> Schutzklasse verletzt usw.
-Kompletter PEN der Anlage auf einer größeren DOLÜ-Klemme
-Verdrahtung ohne Aderendhülsen
-komplette PE Schiene nicht angeschlossen
-Verteiler quer montiert
-in die Tür vom Zählerschrank einen Lüfter eingebaut, der ein
Neozedelement kühlen soll, die Drähte wild durch den Verteiler gelegt.
-Zähler mit 80A vorgesichert, dann 63A Hauptschalter und dagehend auf 2
Verteiler über je ein Neozedelement 63A gefahren
-Zählersteckklemme mit 63A und mit 100A vorgesichert, zu kleiner
Querschnitt usw.
Das sind Dinge zum Hände über den Kopf zusammenschlagen.
>> Willst dui ein kleines Beispiel:> Einfach eine eigene Steckdose in den Kellerraum der zugehörigen Wohnung> und Anschluss legen.
Ja und nun? Zählerschrank im Keller, RCBO / FI-LS rein und wo ist das
Problem?
>> Sven L. schrieb:> Das Ganze ist zwischen 1996 und 2000 passiert.
Viele Anlagen die ich aus dieser Zeit her kenne, hatten noch 4 polige
Sammelschienen. Damals gab es auch noch keine VDE AR-N 4100 und die
Netzbetreiber, damals noch Könige mit kleinem Königreich, konnten
ziemlich viel selbst festlegen.
> Du bist doch hier der> Experte, also sag mir mal war das damals erlaubt? PE und N war natürlich> getrennt, wie soll er sonst lokal eine Steckdose setzen oder die> Kellerbeleuchtung?
N und PE hat man auch bei einem TN-C bis zur Wohnung irgendwann
getrennt.
Heute sagt man, man trennt direkt am Hausanschluss auf, damals hat man
erst kurz vor dem Endstromkreis aufgetrennt. Aus einem TN-C kann man
immer N und PE rausziehen, aus einem TN-S wo wirklich N und PE geführt
werden aber kein TN-C mehr machen. Das Dilemma habe ich ja oben schon
versucht zu erklären.
Hier noch ein Bsp.:Jetzt bekommt ein Kunde mit Haus aus den 70ern eine
PV-Anlage, der alte Schrank ist so nicht mehr zulässig, also baut man
einen neuen Schrank, nach aktueller Norm, in dem die PV-Anlage
angeschlossen wird. Wenn es geht auch andere Stromkreise. Nun hat man
aber noch andere Verteilungen im Haus, diese werden auch nur 4adrig
versorgt. Keiner wird deshalb das komplette Haus aufklopfen und neue
Leitungen legen.
Aber den Zählerschrank baut man natürlich in 5poliger Ausführung, damit
wenn mal umgebaut wird von dort nach aktueller Norm weitergebaut werden
kann.
Hallo Potzblitz.
Potzblitz schrieb:> Wie lang dauert das, um von "interessierter Hobby-Elektroniker" zu "darf> Hauselektrik machen" zu kommen und was kostet es?> Dann kann ich mal gegenrechnen.
Frag mal bei der IHK an. Die bieten ja gelegentlich auch Prüfungen für
Externe an.
Und wenn Du schonmal dabei bist, wass hälst du von schnell noch ein
E-Technik Studium und eine Dissertation zum Dr.-Ing. direkt hinterher an
dem Wochenende?
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
H. H. schrieb:>> An Gas traut sich keiner, Strom kann aber irgendwie jeder...>> Dabei kann man Gas riechen...
Aber nur deshalb, weil es Vorschrift ist, extra einen Geruchsstoff
zuzufügen. Ich weiss z.B. nicht, ob dieser Geruchsstoff bereits in
den Fernleitungen zugefügt ist, die ja auch mal leckschlagen können.
Steve schrieb:> Ich habe eher Schiss davor, dass eine Flamme in die Leitung> hinein schlägt und dann das ganze Hochaus in die Luft jagt.
Ist soetwas irgendwo schon mal passiert?
Harald W. schrieb:> Ist soetwas irgendwo schon mal passiert?
Nein, natürlich nicht. Gasexplosionen sind nämlich gesetzlich verboten.
Flammenrückschläge natürlich erst recht.
Schön, wie man hier den gesammelten Fachverstand von Fachfremden
studieren kann...
Harald W. schrieb:> Steve schrieb:>>> Ich habe eher Schiss davor, dass eine Flamme in die Leitung>> hinein schlägt und dann das ganze Hochaus in die Luft jagt.>> Ist soetwas irgendwo schon mal passiert?
Kann nicht passieren weil Gas erst mit Luftsauerstoff eine explosive
Mischung ergibt. Siehe z.B.
https://www.sbz-monteur.de/gut-zu-wissen/der-nase-nach-reicht-nicht
Joachim B. schrieb:> in wie vielen "Ecken von Europa" gibt es denn noch den "Schuko Stecker"?
Wenn man "Schuko" ausschreibt als "Schutzkontakt", gibts das wohl in
allen europäischen Ländern.
Harald W. schrieb:> gibts das wohl in> allen europäischen Ländern.
das ist ja richtig, gibt es in allen europäischen Ländern, aber nicht
überall den gleichen Stecker und nicht jeder Stecker passt in jede Dose,
wollte ich nur anmerken.
Weil unser Schukostecker nicht in jede europäische Schuko Dose passt ist
diese blaue Grafik ziemlich unbrauchbar, warum ist GB in orange auch
dort gibt es Schuko (Schutzkontakt) und zu Europa zählt es trotz Brexit
wohl noch.
Sven L. schrieb:> Lt. aktueller Norm muss ja eigentlich fast alles über RCD geführt> werden.
Aber nicht die Leitung vom Zählerschrank Keller zu Unterverteilung
Etagenwohnung.
Wenn ich dich jetzt richtig verstehe sagst du im Zählerschrank ist eine
PEN Schiene und alle "Anlagenteile" die direkt von da abgehen
(Steckdosen Keller) trennen also direkt an der PEN Schiene in PE und N.
Von der PEN Schiene geht dann 4x10 zu den Etagenverteilern. Und das ist
erlaubt weil.
Gut, ich hatte es so verstanden daß das eine nicht erleubte Wieder
Zusammenführung von PE und N nach der Trennung ist.
Ich muss mir das soweit zugänglich mal genauer anschauen, der verplombte
Teil kann ich ja nicht öffnen.
Sven L. schrieb:>> Einfach eine eigene Steckdose in den Kellerraum der zugehörigen Wohnung>> und Anschluss legen.> Ja und nun? Zählerschrank im Keller, RCBO / FI-LS rein und wo ist das> Problem?
Nein, das war zur zur Bestätigung dass im Zählertschrank schon eine
Trennung von PE und N erfolgt ist.
Dann mal noch die Frage:
Das würde bedeuten wenn ich jetzt die Elektrik in einer Wohnung neu
mache oder machen lasse, dann kann die 4x10 Leitung so wie sie ist
bestehen bleiben?
Udo S. schrieb:> Dann mal noch die Frage:> Das würde bedeuten wenn ich jetzt die Elektrik in einer Wohnung neu> mache oder machen lasse, dann kann die 4x10 Leitung so wie sie ist> bestehen bleiben?
Was soll die Frage? Du würdest doch die Antwort ohnehin nicht
akzeptieren -ganz egal, wie sie ausfällt und von wem sie kommt.
Dir ist langweilig und Du versuchst, andere Leute in Deinen Sandkasten
zu locken. Das ist Alles.
XY M. schrieb:> Percy N. schrieb:>> DANIEL D. schrieb:>>> Wühlhase schrieb:>>>>>>> Nein, eher aussperren.>>>>>> Bin ich komplett dagegen, jeder muss einfach Verantwortung übernehmen>>> für das was er macht.>>>> Und wer bezahlt den Schaden?>> Der Verursacher.> Das gehört zur Verantwortung.
Wieviele Privatpfuscher können denn einfach mal so einen Schaden in der
Größenordnung eines EFH oder einer Eigentumswohnung bezahlen?
Ich bin ja durchaus auch ein Freund von mehr Eigenverantwortung und
weniger Bevormundung, aber Leute bereitwillig Risiken auf sich nehmen zu
lassen die sie niemals selber stemmen könnten, ist ebenfalls
verantwortungslos.
Udo S. schrieb:> Sven L. schrieb:>> Aber abgesehen davon, das man es heute anders macht, welchen Nachteil>> hat diese Installation für Dich konkret?>> Das jeder Elektriker der daran was ändern/erweitern soll gleich die> Hände über dem Kopf zusammenschlägt und (berechtigterweise) sagt das ist> gegen die Vorschrift, man darf PE und N nicht wieder zusammenführen.
Sven hat in seiner Beschreibung PE und N nicht wieder zusammengeführt,
aber du mopperst dauernd daß die Norm das verbiete.
Hast du denn wenigstens verstanden, warum die Norm das nicht zuläßt?
Das ist halt immer so das Problem: "Im Rest der Welt klappt das auch
ohne [hier wahlweise sowas wie Sicherung, FI-Schalter, oder anderen
beliebigen Streitpunkt einfügen]", aber keinerlei technische
Argumentation. Ergo wurde weder das Problem verstanden daß die Norm
lösen will, noch die Lösung selber, und mit dieser Unkenntnis trauen
sich die Leute an ihrer E-Anlage rumzufummeln?
Christian B. schrieb:> Bei groben Verstößen gegen die VDE Installationsrichtlinien wird diese> sicherlich gerichtlich eine Regressforderung an den Ersteller erwirken> wollen.
Die "erwirkt" der Versicherer schon durch Leistung an den
Versicherungsnehmer, § 86 VVG.
> Bei Personenschaden ist es vermutlich immer ein Fall für ein Gericht.
Jetzt muss man nur noch einen Gerichtsvollzieher finden, der einem
nackten Mann in die Tasche greifen kann.
XY M. schrieb:> Der Verursacher.> Das gehört zur Verantwortung.
Soweit die Theorie.
> Aber aus Schaden wird man auch klug.
Besonders der Geschädigte, wenn der Verursacher pleite ist.
> Und das Leben ist voller Risiken.
Besonders für die Besitzenden, die Anderen haben nichts zu verlieren ...
Wühlhase schrieb:> Wieviele Privatpfuscher können denn einfach mal so einen Schaden in der> Größenordnung eines EFH oder einer Eigentumswohnung bezahlen?
Dafür daß soviele Privatpfuscher so erfolgreich den teuren Elektriker
wegpfuschen können gibts aber erstaunlich wenig Pfuschschäden in
besagter Größenordnung ;-)
Percy N. schrieb:>> Der Verursacher.>> Das gehört zur Verantwortung.> Soweit die Theorie.>> Aber aus Schaden wird man auch klug.> Besonders der Geschädigte, wenn der Verursacher pleite ist.>> Und das Leben ist voller Risiken.> Besonders für die Besitzenden, die Anderen haben nichts zu verlieren ...
Dieselbe Kategorie herbeigeredeten Schadensmaßes.
Seid Ihr beide Elektriker?
Reden wir hier von der Schmälerung Eures Umsatzes?
Wühlhase schrieb:> Sven hat in seiner Beschreibung PE und N nicht wieder zusammengeführt,> aber du mopperst dauernd daß die Norm das verbiete.
Vergiss es. Ihr lest nicht. Ich "moppere" nicht sondern ich habe eine
konkrete von einem "Fachunternehmen" ausgeführte Installation.
Ist wie immer: Stellt man euch dann konkrete Fragen kommt nur heisse
Luft.
Mir ist an der tollen Installation gerade noch was aufgefallen. In den
kleineren Mietwohnungen wurden neue Aufputzverteiler (1.Reihig)
installiert.
Da in der vorherigen Verteilung (Dachständer + alte Bakelitinstallation
im Dachboden) nur eine Sicherung und Wechselstrom pro Wohnung war, hat
der Elektriker das übernommen, da sitzt jetzt ein B16 pro
Wohnungsverteiler. So weit so gut.
Aber obwohl die Wohnungen tatsächlich über Bäder verfügen mit
"elektrischen Stromkreisen" hat der Elektriker es für unnötig gehalten
da einen FI mit einzubauen.
Und FI für Badstromkreise ist schon seit den 80gern Pflicht.
Also noch ein grober Pfusch.
Mal sehen was ihr jetzt sagt. Wahrscheinlich behauptet ihr jetzt ich
würde lügen.
Auf meine Frage oben ob man einen räumlich von dem 4x10NYM getrennten PE
nachträglich zu den Unterverteilern ziehen dürfte gabs auch keine
Antwort.
Ist wieder Elektriker - Geheimwissenschaft oder keiner weiss es.
XY M. schrieb:> Dafür daß soviele Privatpfuscher so erfolgreich den teuren Elektriker> wegpfuschen können gibts aber erstaunlich wenig Pfuschschäden in> besagter Größenordnung ;-)
Ach, wirklich? Eigentlich brennt mindestens jede Woche irgendwo ein Haus
ab wegen eknes vermuteten "technischen Defekts". Wenn Opa selber Hand an
die Gasleitung legt, wird es dabei auch noch laut.
XY M. schrieb:> Dieselbe Kategorie herbeigeredeten Schadensmaßes.
Mir würde es schon reichen, wenn es irgendwo zu schmoren anfängt und
daher die ganze Kabelage nochmals von der EFK installiert werden muss,
nachdem die alte vorher kostenpflichtig entfernt wurde. Der Pfuscher
kann das nicht bezahlen; der muss ja schon pfudchen, um mut H4 über die
Runden zu kommen.
Udo S. schrieb:> Auf meine Frage oben ob man einen räumlich von dem 4x10NYM getrennten PE> nachträglich zu den Unterverteilern ziehen dürfte gabs auch keine> Antwort.> Ist wieder Elektriker - Geheimwissenschaft oder keiner weiss es.
Denk über die Farben der Adern nach, dann merkst du schnell, dass das
nicht in Frage kommt.