Ich mache aktuell eine neue Ausbildung zum Mechatroniker (bin schon 30..) und spiele seit ca. 2 Jahren mit Arduinos herum.
Bisher habe ich Schaltungen hauptsächlich nach Anleitungen gebaut aber nun Interessiert mich mehr und mehr die Funktionsweise von Halbleitern, Datensignalen (I2C, SPI...) usw. Ich hatte in der Berufsschule zwar das eine oder andere Labor zu dem Thema aber das ist mir zu wenig daher möchte ich mir ein eigenes Oszilloskop zulegen.
Da es bei Oszis eine riesige Palette an Modellen gibt, stellt sich mir nun die Frage, in welchem Anforderungsbereich ich mich hier bewege.
Nochmal kurz zusammengefasst:
Mechatronik Azubi
begeisterter Arduino Bastler
Anzeigen von zB. Einweg- und Brückengleichrichter, I2C u. SPI Signale..
Bsp. Anzeigen von Signalen an einen Schrittmotor + Stromverlauf mit entsprechendem Tastkopf
Spielraum nach oben für spätere Projekte? (daher am besten 4 Kanal?)
Frage nun an euch:
welche Bandbreite benötige ich? (Müssen es 100 mHz sein oder reicht weniger? oder doch mehr?)
8 Bit oder doch die neueren 12 Bit?
reicht eine Abtastrate von 1 GS/s?
Budget technisch weiß ich nicht wo ich mich mit meinen Anforderungen befinde daher würde ich erstmal gerne wissen was ich überhaupt Minimum brauche. Aber grob hätte ich mal gesagt so 300-400 € Bereich?!
Seit einiger Zeit habe ich das Rigol DSO1054Z im Auge aber seit neuem soll es ja das DHO804 geben... (kann man beide ja mittels Hack aufrüsten).
Deckt das meinen Anwendungsfall Sinnvoll ab oder sind diese zu schwach bzw. Overkill?
Würde mich sehr freuen wenn ihr mir hier ein paar Tipps geben könntet :)
welche Bandbreite benötige ich? (Müssen es 100 mHz sein oder reicht
weniger? oder doch mehr?)
8 Bit oder doch die neueren 12 Bit?
reicht eine Abtastrate von 1 GS/s?
Unbedingt 4 Kanäle, 2 sind einfach Schnee von gestern und wurde hier im Forum schon oft genug durchgekaut.
Der Preisunterschied ist marginal und teilweise kommt es einem vor als würden die Hersteller nur mehr 2 Kanal-Gerät führen um sich auf konkrete staatliche/Uni Ausschreibungen zu bewerben.
Ich würde 50-200MHz Bandbreite nehmen, nicht weniger aber man braucht auch keine 500MHz etc.
Einfach kaufen und mit dem Leben weitermachen, man kann bzgl. Oszi ewig (!!!) diskutieren, man kann aber auch ein Gerät kaufen was definitiv funktioniert und ausreichend ist und damit dann auch tatsächlich basteln.
Ich persönlich muss sagen, dass ich mir an deiner Stelle ein Rigol MSO5000 kaufen würde, ist aber teurer (ca. 1k) und vermutlich overkill aber doch weitaus besser.
welche Bandbreite benötige ich? (Müssen es 100 mHz sein
oder reicht weniger? oder doch mehr?)
Obwohl ich beruflich und privat zugriff auf Oszi mit deutlich hoeherer
Bandbreite habe darf ich dir versichern das man im Alltag fuer die
normalen Dinge des Lebens nur 60Mhz braucht.
8 Bit oder doch die neueren 12 Bit?
8Bit reichen.
reicht eine Abtastrate von 1 GS/s?
Das ist ausreichend wenn es fuer alle Kanaele gilt. Manche Oszis
schalten runter wenn man vier KAnaele benutzt und das willst du!
Moderne Oszis, selbst preiswerte koennen heute soviel das zwei
Dinge wichtig sind. Ein grosses LCD und ein gutes Design der
Nutzeroberflaeche. Den technischen Kram auf deinem Level beherrschen
die alle.
... aber nun Interessiert mich mehr und mehr die Funktionsweise von ...,
Datensignalen (I2C, SPI...) usw.
Für Datensignale ist ein Oszi zwar gut, um die Signalqualität (Spannungspegel) zu kontrollieren, aber für die Analyse brauchst du besser eine Logikanalysator, den es allerdings in ganz brauchbarer Form als PC-bedienbares Kästchen schon ab knapp 10€ gibt. Diverse DSOs haben den auch gleich integriert.
Augen auf! Schönes kleines Teil aber die Samplerate ist sehr niedrig,
der Speicher auch.
Ja, Rigol hat hier an einigen Stellen gespart.
Analogbandbreite: 70 Mhz reichen für die meisten Mikrocontroller-Basteleien
Samplerate: Faustformel: Zum Beurteilen einer Signalform willst Du pro Periode mindestens 10 Abtastpunkte haben. Das DHO804 hat die volle Abtastrate von 1.25 GS nur bei einem Kanal, bei 4 Kanälen ist es nur ein viertel, also 312.5 MS. Nach der Faustformel reicht das für 30 MHz. Ich denke, mehr wirst Du nur selten haben.
Kanäle: Nimm 4 Kanäle. Unbedingt.
Was ich beim DHO804 so ungemein praktisch finde, ist die USB-C Stromversorgung. Da kannst Du nämlich auch eine dicke Powerbank nehmen und bist auf Wunsch auch mobil und potentialfrei (aber aufpassen!). Von daher kann das Teil schon Sinn machen.
Logicanalyzer ist meist nicht unbedingt notwendig, dafür gibts kleine, preisgünstige USB-Teile.
daher möchte ich mir ein eigenes Oszilloskop zulegen.
Für das, was du machst, /brauchst/ du nicht unbedingt ein Oszilloskop.
Wenn deine Schaltung funktioniert musst du nicht messen, wenn sie nicht funktioniert, liegt es zu 99% an der Software. Irgendwann bin ich erst durch ein Oszilloskop drauf gekommen, dass mein RS485 Programm die Daten nach TransmitEnable statt TransmitData rausgeschoben hat, aber solche Fehler sind selten. Bei Analogtechnik sind Oszilloskope wichtiger.
Du /kannst/ dir natürlich eins kaufen, und da sprechen deine Anwendungsfälle für eines, das Protokolle erkennen und decodieren kann. Das lassen sich Markenhersteller fürstlich bezahlen, und Billighersteller haben oft nur eingeschränkte Tauglichkeit.
Ob 20, 60 oder 100 MHz, letztlich egal, 1 Gsps ist ok wird aber oft auf alle Kanäle verteilt, bei Protokollanalysen ist ein grosser Speicher interessanter, wobei mit etwas Sachverstand auch 1k reicht wo Dummbatze mit 1M nichts analysiert bekommen.
Interessant wird die Ausstattung, wenn man selbstgebaute Geräte auch verkaufen will und dafür elektrische Sicherheit und EMV/EMI Messungen machen will, da geht es um Isolationstester, Schutzleitermilliohmmessung, Spektrum-Analyzer bis 1 oder 3 GHz, (Stör)Sender, TEM Zellen, da hilft dir dein Oszi also gar nicht mehr.
Speichertiefe im 4-Kanal-Betrieb 1 MPts pro Kanal.
Das ist auch sehr wenig, da hat selbst mein Agilent 54622D aus ca. 2000 mehr.
(Hat leider nur 2 Kanäle aber nur um es einmal in einen Kontext zu setzen)
Nyquist ist bei Digitaloszilloskopen unzureichend.
Kannst du nicht wissen, hattest vermutlich nie ein Oszilloskop.
Fakt ist jedenfalls, dass DSO sich erst etablieren konnten, als Tektronix mit 1Gsps für 100 bzw. 60MHz Bandbreite arbeitete, also zumindest dem 10-fachen.
Manche Oszis schalten runter wenn man vier KAnaele benutzt ...
Da schaltet niemand runter.
Die maximal möglichen Abtastungen verteilen sich lediglich auf die aktiven Kanäle. Wenn im Oszi z.B. vier ADCs mit 250MSa/s vorhanden sind, bekommt im Vierkanalbetrieb jeder Kanal einen zugeordnet. Bei Einkanalbetrieb können alle vier mit phasenverschobenem Takt im Interleave-Betrieb auf den einen Kanal zusammengeschaltet werden, so dass man dort auf 1GSa/s kommt.
Die Wandler arbeiten dabei immer mit ihrer voller Abtastrate von 250MSa/s.
Naja, du hast doch verstanden was ich meinte oder?
Sehr genau sogar - das mit dem Runterschalten war Unsinn.
Die ADCs schlagen kostenmäßig im Oszi relativ stark zu Buche. Die Technik mit dem Zusammenschalten billigerer, relativ langsamer ADCs ist bei DSOs der unteren Preisklasse daher sehr verbreitet. Guck einfach einmal genauer hin, wie so ein Ding funktioniert ;-)
Der Hersteller kann dann 1GSa/s draufschreiben und muss nur Wandler mit 250MSa/s einkaufen.
Ob das in den höheren Preisklassen wohl anders ist?
Das schließt sich doch nicht aus. Es geht hier in dem Threads um die untere Preisklasse der DSOs, wenn man mal von dem Kleinspielzeug im kSa/S-Bereich absieht 😉
Fakt ist jedenfalls, dass DSO sich erst etablieren konnten, als
Tektronix mit 1Gsps für 100 bzw. 60MHz Bandbreite arbeitete, also
zumindest dem 10-fachen.
Klar, und deswegen ist so etwas wie das beliebte 1054z von Rigol ja auch ... äh, ja, was eigentlich?
Es geht hier um ein Gerät für einen anspruchslosen Einsteiger. Nicht um ein Gerät für ein Großmaul.
Bei 70 MHz Bandbreite ist das vollkommen ausreichend. Nyquist, schon mal
davon gehört?
Das Nyquist-Theorem gilt nur für sinusförmige Signalverläufe. Bei den Signalen, die sich Bernhard ansehen möchte, handelt es sich aber um Rechtecksignale.
Das Nyquist-Theorem gilt nur für sinusförmige Signalverläufe. Bei den
Signalen, die sich Bernhard ansehen möchte, handelt es sich aber um
Rechtecksignale.
stimmt zwar aber muss er wirklich Flankensteilheit untersuchen?
sagen wir mal Arduino mit 16 MHz mit 160 MHz Oszi untersuchen?
Bei PC mit 3 GHz wird er kein Oszi mit 30 GHz Bandbreite bezahlen wollen.
Mit etwas Lesen im EEVBlog Forum kannst Du das DSO
auf 200MHz+ pimpen (so bis etwa 280MHz-320MHz).
Wenn Du im Web suchst, bekommst Du es etwas günstiger
als die 480 Euro bei Batronix. (420+Versand)
Leider hast Du nichts zu Deinem Budget geschrieben, so daß
man von den günstigsten Varianten für die Empfehlung ausgehen muss.
Investiere aber nicht zu viel, die Technik geht weiter und in
einigen Jahren bekommst Du fürs selbe Geld oder weniger 12Bit+
Auflösung und auch noch mehr Bandbreite.
Es gibt sicherlich auch bei Rigol eine gleichwertige Empfehlung.
Den Hersteller habe ich aber nicht so auf dem Radar und fahre
seit Jahren mit den Siglent Gerätschaften ganz gut.
Im Laufe der Jahre habe ich schon das dritte DSO im Fundus von
Siglent und bin soweit zufrieden.
Davor waren es Hameg und gebrauchte Tek. Oszis mit Strahlröhre,
die es auch noch auf dem Gerbauchtmarkt gibt.
Wenn Du aber nicht ausreichend Platz zum Basteln hast, sind die
neueren Modelle wesentlich angenehmer zu handhaben.
stimmt zwar aber muss er wirklich Flankensteilheit untersuchen?
Geht es nicht genau darum wenn man sich die analoge Realität eines digitalen Signals ansehen will?
sagen wir mal Arduino mit 16 MHz mit 160 MHz Oszi untersuchen?
Mit einer Bandbreite von 160MHz könnte man maximal die 9-fache Grundfrequenz des 16MHz-Signals messen, das entspricht gerade mal der vierten Oberwelle.
Bei PC mit 3 GHz wird er kein Oszi mit 30 GHz Bandbreite bezahlen
wollen.
Stimmt, aber 3GHz-Signale zu messen war jetzt auch nicht das Ziel von Berhard.
Das DHO804 hat als Basis ein Android OS und
somit kann man nicht sicher vorhersagen, ob
es gelingt Modifikationen zu bewerkstelligen,
wenn auch schon daran gearbeitet wird.
Die Beiträge zur Stabilität der Zeitbasis und
das Grundrauschen im EEVBlog sind gerade auch
in einer hitzigen Phase.
Das Argument mit der Powerbank stimmt zwar und
auch der Preis ist vergleichbar, allerdings
ist ein Ausbau zu einem Logic-Analyzer von vornherein
ausgeschlossen. Es fehlt ein HW-Modul, wenn ich das
richtig im EEVBlog gelesen habe.
Dazu müsste man das DHO9X4 erwerben, das aber im Preis
auch doppelt so hoch liegt.
Zugegeben die Logik-Probes bei Siglent sind auch nicht
grad günstig aber es gibt auch DIY Probes für manche Siglent
DSO Modelle.
Ich war auch schon am überlegen ob ich mir das DHO804 zum
Spielen besorge, da aber Siglent auch ein 12Bit Einsteiger
Gerät in der Pipeline hat (SDS1000X-HD) habe ich mich dagegen
entschieden. Ich habe noch ein 16bit/20Ms Picoscope im Regal
für derartige Abtasttiefen.
Übrigens bin ich der Meinung, das Abtastrate vor Abtasttiefe
steht, deshalb war auch mein letzter Kauf ein 500MHz/8Bit.
statt ein 200MHz/12Bit DSO.
Die ersten 12Bit/2GHz Siglent DSOs liegen ja noch bei 20k€,
da muss ich noch etwas sparen :-)
letztendlich muss Bernhard G. entscheiden, was er favorisiert
und damit ist es gut wenn er ein breites Spektrum an Meinungen
zum Lesen bekommt.
Markus
PS.: hast Du übrigens gelesen, welche Eingangs-Spannungen das
DHO804 so verträgt?
Sehe gerade beide Modelle sind gleichwertig, zumindest auf dem
Papier.
Ich mache aktuell eine neue Ausbildung zum Mechatroniker (bin schon
30..) und spiele seit ca. 2 Jahren mit Arduinos herum.
Arduino Zeugs reichte mir die letzten 24 Jahre ein 100 MHz Tektronix und den habe ich nie in 100MHz gebraucht. Ich denke selbst am ESP mit 240MHz wird er nicht so viel Bandbreite brauchen.
Wenn es in HF geht reicht die Mechatronikerausbildung eh nicht.
Wenn es in HF geht reicht die Mechatronikerausbildung eh nicht.
Er kann sich durchaus weiter bilden und seine Anforderungen
könnten durchaus steigen. Du solltest nicht so von oben herab
auf die Leute blicken!
Das lässt auch Schlüsse auf Deine Bildung/Erziehung zu.
Das Argument mit der Powerbank stimmt zwar und
auch der Preis ist vergleichbar, allerdings
ist ein Ausbau zu einem Logic-Analyzer von vornherein
ausgeschlossen. Es fehlt ein HW-Modul, wenn ich das
richtig im EEVBlog gelesen habe.
Richtig. Aber einen Logikanalysator auf einem Bildschirm mit nur 800x480 Pixeln Auflösung /zusätzlich/ zur allgemeinen Bildschirmdekoration des Oszilloskops zu betreiben ist auch eher ... sehr unattraktiv.
Das SDS1kX/E hat bereits einen LAN Anschluss,
so dass man via Browser auf den Bildinhalt zugreifen
kann.
Den haben die üblichen Rigol-Geräte auch. Die neueren, Android-basierten, haben übrigens einen HDMI-Anschluss, über den man das auf dem Display angezeigte auch in höherer Auflösung als der des Displays betrachten kann.
Gegen Ende letzten Jahres gab es eine ganze Zeit lang das deutlich besser ausgestattete DHO1074 für etwas über 700 EUR (brutto) ... aber das würde ich jemandem, der nur ein Einsteigergerät für noch gar nicht weiter spezifizierte Dinge kaufen möchte, nicht unbedingt empfehlen.
Immerhin: Noch ist niemand in diesem Thread aufgetaucht, der meint, ein DS1052E würde ja völlig ausreichen ...
Ach, Laberkopp. Du warst auch schon mal besser.
Das baugleiche DS1104Z hat 100 MHz Bandbreite, und alle vier Kanäle
teilen sich die 1 GSa/s Abtastrate.
Und ?
Wer auf allen 4 Kanälen Signale mit 100MHz gut sehen will, hat dann halt verschissen, und muss sich die Signale einzeln ansehen.
Ist halt so wenn man billig kauft, irgendwo ist der Kompromiss, ENTWEDER 100MHz ODER 4 Kanäle.
Mit Grundkenntnissen im Elektronikbusiness hätte man das schon erraten können. Ein 30A 100V Transistor schafft ja auch nicht 30A bei 100V UCE durchzuleiten.
Das SDS1kX/E hat bereits einen LAN Anschluss,
so dass man via Browser auf den Bildinhalt zugreifen
kann.
LAN hat Rigol schon lange, das ist nun wirklich nichts Besonderes. Mein 6 Jahre altes Rigol 1054 (auf 1054z aufgebohrt) hat das auch. Gebraucht hab ich es bis jetzt nicht wiklich, benutzt vielleicht 2-3 mal für eine Dokumentation, um das Oszillogramm ins Dokumenteinzufügen. Die Screenshotfunktion des DSO's die das auf einem USB-Stick macht hätte vermutlich ausgereicht und notfalls wäre es auch mit einem Handyfoto gegangen. Es ist einfach nur ein nettes Feature, das man nicht wirklich braucht - zumindest nicht im Hobbybereich.
Die Schnittstellenanalyse hingegen ist eine feine Sache, wenn man einem Übertragungsprotokoll auf die Schliche kommen will. Brauche ich aber auch recht selten.
4 Kanäle hingegen ist schon recht angenehm, wenn man halt Signalzusammenspiele untersuchen möchte.
Es läßt sich mit dem Gerät schon schön arbeiten, dennoch nehme ich für's tägliche Geschäft am liebsten einen meiner analogen Uraltoszi. Für einfache Überprüfung ob ein Signal da ist oder nicht und die BEurteilung der Signalqalität reicht das alle mal. Für den analogen Audiokram, den ich recht häufig mache, reichen die alten Kisten auch bei weitem. Bis ich an dem Rigol alle Einstellungen gemacht habe, bin ich mit den alten analogen Kisten schon lange fertig.
Ich würde dem TO empfehlen ein DSO zu nehmen welches mit einem Firmwarehack auf die nächst bessere Katagorie aufrüsten kann, also so wie Rigol 1054 --> 1054z. Da muß man einfach mal im Netz nachschauen ob und wo das heutzutage noch möglich ist.
Für das was der TO vor hat, dürfte wohl das 1054/1054z bei weitem ausreichend sein. Das passt auch ganz gut in sein Budget. Reichelt will für das Teil derzeit 355€.
Ich finde einen größtmöglichen Bildschirm am wichtigsten.
Bei dem heutigen Funktionsumfang ist es keine Freude auf einem 7" Bildschirm vier Traces und ggf. noch Logicanalyzer anzeigen zu wollen.
Uiuiui mit so viel Feedback hatte ich nicht gerechnet.
Vielen Dank an alle Poster!
Ich finde es super hier eine breite Palette an Erfahrungen / Meinungen zu finden. Hab jetzt mal alles durchgelesen, werds mir aber noch im Detail ansehen und die genannten Modelle vergleichen.
Das heißt MHz (Megahertz). Nicht mHz (Millihertz) oder Mhz (gibt es
gar nicht).
Damit hast du natürlich vollkommen recht, ist mir aber auch bewusst, war nur ein Tippfehler.
Jetzt bin ich aber grade etwas verwirrt beim Thema Bandbreite und Abtastrate...
Angenommen ich sende mit dem Arduino ein Signal mit einer Baudrate von 115200. Dann sind das ja grob 115k Signaländerungen pro Sekunde oder?
Selbst wenn ich nun 4 Signale mit einem 1 GSa/s Oszi gleichzeitig messe reichen die 250 MSa/s pro Kanal doch easy aus oder?
Angenommen ich sende mit dem Arduino ein Signal mit einer Baudrate von
115200. Dann sind das ja grob 115k Signaländerungen pro Sekunde oder?
Selbst wenn ich nun 4 Signale mit einem 1 GSa/s Oszi gleichzeitig messe
reichen die 250 MSa/s pro Kanal doch easy aus oder?
Natürlich.
Lass dir keinen Renn-LKW aufschwatzen, ein kleiner Viersitzer reicht völlig.
Er kann sich durchaus weiter bilden und seine Anforderungen
könnten durchaus steigen.
durchaus also empfielt man dem TO jetzt Oszilloskope im Bereich >10k €?
Du solltest nicht so von oben herab
auf die Leute blicken!
ne mache ich nicht, ich habe Respekt vor JEDEM der seine Arbeit gut macht, aber ich gebe auch nicht unbezahlbare Tips.
Mit einem Totschlagargument kann man garn kein Oszilloskop empfehlen weil es könnte ja immer zu schmal sein!
Wenn man mehr als 100 MHz braucht, weiß man das in der Regel. Aber vielleicht gibt es ja ein Oszi, für das man sich notfalls ein Bandbreiten-Upgrade nachkaufen kann.
Für Dinge wie Signalintegrität von High-Speed-Signalen oder EMV sind 100 MHz ganz schnell mal zu wenig. Aber für diese Anwendungen bewegt man sich oft eh in ganz anderen Preisklassen.
Ansonsten wird das Thema Anforderungen an ein Oszi schnell uferlos. Für manche Anwendungen ist die Speichertiefe bzw. kluge Speichersegmentierung extrem wichtig, für manche die vertikale Auflösung ("Bits"), etc., etc., ...
Nur bei den Kanälen würde ich nicht geizen, sondern auf jeden Fall vier nehmen.