So eine Karte hängt zwar nicht unmittelbar am PCI-Bus (da ist immer noch
der CardBus-Controller dazwischen), aber sobald der ganze Plug&Play-Kram
abgelaufen ist (dafür ist das Betriebssystem zuständig), bekommen die in
einer CardBus-Karte enthaltenen Geräte I/O-Adressen etc. zugewiesen, auf
die von Anwendungsprogrammen und Treibern genau so zugegriffen werden
kann, als wären die Geräte direkt mit einem PCI- oder meinetwegen auch
ISA-Bus verbunden.
Der Hinweis, daß dafür das Betriebssystem zuständig ist, ist nicht
unwichtig; ein auf einem Notebook laufendes DOS weiß ohne
Zusatzsoftware ("cardbus enabler") nichts von CardBus und kann daher
daran angeschlossene Peripherie auch nicht ansteuern.
Für Deine Anwendung ist es erforderlich, daß Du herausfindest, welche
I/O-Adressen die Karten-Parallelschnittstelle verwendet und ob sie
überhaupt zum Standard-Parallelport kompatibel ist.
Natürlich muss dann auch noch das von Dir verwendete Programm, daß die
Parallelschnittstelle "befummelt", in der Lage sein, die
möglicherweise anderen I/O-Adressen der Cardbus-Karte anzusteuern. Wenn
man da nur "LPT1" oder "LPT2" auswählen kann, dann muss das
Betriebssystem der Karte die damit assoziierten I/O-Adressen zuweisen
können - ob das funktioniert, kannst Du nur durch Ausprobieren
herausfinden.
Viel Erfolg.
Es gibt übrigens einen Selbstbau-USB-zu-Parallelport-Umsetzer, der im
Gegensatz zu den üblichen USB-Druckerschnittstellen auch den Betrieb
mit einigen Parallelportprogrammiergeräten unterstützt (PonyProg wird
explizit als Beispiel aufgeführt).
Leider sind die Webseiten des Autors dieses praktischen Gerätes seit
kurzem verschwunden - die Uni Chemnitz kennt ihn plötzlich nicht mehr.
Ich vermute aber, daß sich das mit der Zeit wieder regelt.