Hallo.
Anfängerfrage:
Haben hier in der Arbeit eine Kiste, die soll ich nun ersetzen durch ne
eigene Kiste, mit nem µC drauf. Das steht schon alles soweit. Mein
Problem aber: Bei der Beschreibung (Beschreibung, leider kein
Datenblatt) der alten Kiste sind da 2 potentialfreie Ausgänge mit den
Angaben 48V/2A. Sind Schaltausgänge, mit denen man was an und
ausschalten kann, naja, Relaisprinzip halt.
Muss diese Ausgänge nun auch anbieten......aber hab keine Ahnung wie.
Mein Chef sagte ihm ists egal wie (er hat davon auch keine Ahnung),
hauptsache es ist zuverlässig. Deswegen sollte möglichst keine Schaltung
rein, sondern fertige Bauteile, ist dann auch egal ob das fertige
Produkt dann 1€ oder 15€ kostet. Weiß jemand Rat?
Ich hab an sowas gedacht (nicht lachen wenns totaler Müll ist g):
Da mein µC am Portpin 3,3V liefert und so ca. 20mA, dachte ich da kommt
ein Optokoppler mit Widerstand dran. Und auf die andere Seite vom
Optokoppler n Relais, dass eben die 48V/2A liefert. Damit müßte ich dann
doch wenn ich den Portpin am µC auf high lege am Relais was schalten
können oder? Hab sowas ähnliches hier vor paar Tagen im Forum gelesen.
Es sollte nach Möglichkeit wirklich ein fertiges Bauteil sein, also ich
soll nach Möglichkeit keine Transistorschlatung aufbauen.
Hoffe jemand kann mir helfen, vielleicht ja sogar mit Hinweisen zu den
Bauteilen (Reichelt, Conrad...was man halt so auf die schnelle
beschaffen kann).
Bin für alles dankbar.
Ja mir ist klar dass da drin n Transistor ist (oder mehrere, je nach
Typ), aber halt in einem Gehäuse und schon auf die angegebene Leistung
abgestimmt. :)
Baue ich des alleine nach, komm ich mit 2 Bauteilen nicht hin. Mir wäre
es ja egal, der Lerneffekt wäre da auch größer, aber ist nunmal nicht
für mich. So ist des wenn man mit irgendwas beauftragt wird wovon man
nicht viel versteht und keinen zum Fragen hat. :(
Hi
>Muss diese Ausgänge nun auch anbieten......aber hab keine Ahnung wie.
Hast du doch schon geschrieben: RELAIS.
Ist in der Industrie der normale Weg einen potentialfreien Ausgang
anzubieten. Was soll der Unsinn mit dem Optokoppler? Du musst das Relais
nur zum Anziehen bringen. Und da ist ein Transistor der einfachste Weg.
MfG Spess
Kannst du mir dann vielleicht was empfehlen?
Ich lese immer der Transistor muss auf die Last am Relais abgestimmt
sein. Aber ich weiß doch nicht was später da dran hängen wird. Ich mein
die Ausgänge die jetzt da sind bieten ja auch 24V/2A an, ohne dass die
wussten was da für Geräte drangehängt werden. 2A ist ja im Vergleich zu
den Transistor/Relais Schaltungen die hier im AVR-Tut stehen ja deutlich
mehr, und da steht dann was von anpassen und Kühlkörper. Naja, deswegen
dachte ich eben an 2 fertige Bauteile die man nur noch verdrahtet.
Hi
>Ich lese immer der Transistor muss auf die Last am Relais abgestimmt>sein.
Entweder haben die Schreiber keine Ahnung, oder du liest falsch. Der
Transistor muss auf das Relais abgestimmt sein
(Spulenspannung/Spulenstrom), nicht auf die Last.
Als Erstes solltest du ein geeignetes Relais aussuchen. Kriterien dafür
sind: Erregerspannung und Belastbarkeit der Kontakte. Achte beim
Schaltstrom darauf, das der Strom für DC gilt. Oft wird der Strom nur
für AC angegeben. Auf jeden Fall Datenblatt besorgen.
MfG Spess
Ok, dann mach ich mich auf Suche.
Schaltspannung ist doch die Spannung, mit der die Last dann "arbeitet"?
Und Spulenspannung ist die Spannung mit der ich das Relais schalte, also
diese Spannung muss auf der Seite des µC und des Transistors anliegen?
Was ist dann die Nennspannung? Irgendwie hab ich das Gefühl, es
existieren für ein und die selbe Sache mehrere Namen. Brauch ich dann
ein Relais mit 3,3V Spulenspannung (weil soviel mein µC) liefert und 24V
Schaltspannung? Mit 2A an den Schaltkontakten?
Nein, nur 2 Ausgänge brauch.
Also nach durschauen bei Reichelt gibt es kein Relais mit 3,3
Spulenstrom. Wahrscheinlich versteh ich was falsch. Oder heißt des ich
muss an meinem 3,3V Pin noch nen Pegelwandler nach 5V (solche Relais
gibt es ja) bauen, dann nen Transistor, und dann Relais? Wenn ja, dann
ists nämlich genau das was ich vermeiden sollte, weil da schon ne
Schaltung am entstehen ist. Ratlos war und weiter bin.
Ist nicht böse gemeint, aber Du hast so wenig Ahnung von Grundlagen. Laß
es lieber jemand machen, der das kann. Ich glaube sogar Elektriker
wissen solche Dinge.
Hi
Ich habe dir mal ein Datenblatt von einem Relaistyp angehängt, das in
etwa deinen Anforderungen entspricht. Wie du siehst werden Spule und
Kontakte getrennt behandelt.
Was hast du denn in deinem Gerät für Spannungen zu Verfügung? Danach
kann man das Relais auswählen. Die 3.3V vom µC werden nur zum Ansteuern
des Transistors benötigt. Auf jeden Fall benötigst du noch eine
Spannung, mit der das Relais betrieben wird
(Datenblatt->Spulenspannung). Handelsübliche Spannungen sind 5,12 und
24V. Wobwei es nicht auf das mV ankommt. Relais sind da recht tolerant.
MfG Spess
Bin Informatiker. :)
Und muss es leider selbst machen, mir wäre es auch lieber es macht
jemand anderes. Naja, bin trotzdem für jede weitere Hilfe dankbar.
@spess
Du rettest grad mein Wochenende. Vielen Dank.
Ok, also dann kann ich die 3,3V an meinem µC erstmal außen vor lassen.
Also ich versorge das Ganze mit 9VDC, wäre also von Vorteil wenn ich
damit auch an das Relais dran könnte, damit nicht noch Spannungsregler
nötig wäre. Leider gehört dass dann ja nicht zu den handelsüblichen
Spannungen wie du sagst. Auf dem Board mit dem µC ist zwar noch n
Wandler der aus den 9VDC die nötigen Spannungen für den µC erzeugt, aber
da kann ich nichts abgreifen, ist leider verbaut das Board.
Wenn ich das von dir angehängte Datenblatt richtig verstehe, dann gibt
es von diesem Typ eines mit 9VDC Spulenspannung, womit ich ja dann
direkt was von meinem angeschlossenen Schaltnetzteil was abzweigen kann.
@Analog. der link geht irgendwie nicht. wenn es der ist zu dem Artikel
hier im forum ist, also was man auch unter dem AVR-Tut findet, den habe
ich durchgelesen. Habe es ja auch weiter oben erwähnt, dass ich den
nicht ganz verstehe. ich weiß es bestimmt nervig wenn jemand was fragt
wovon er nichts versteht, aber wenn man nunmal niemand sonst zum fragen
hat. Hab auch andere Artikel gelesen, wiki, und sonst gesucht, aber es
ist nunmal immer noch das beste wenn man nachfragt, denn dann sieht man
dass man nichts versteht oder eben doch was. Ich will jetzt auch net
mein Wissen hier vorgekaut bekommen. In 2 Wochen hab ich Semesterferien,
da werd ich mir erstmal aus der UNI-Bibliothek n Buch holen
Elektrotechnikgrundlagen. ;) Damit ich nicht mehr so dumm dasteh. Dieses
Problem muss ich leider nächste Woche gelöst haben. :(
Jetzt geht der Link, sorry, war wohl mein Browser grad etwas daneben.
Ich werd einerseits jetzt bei Reichelt und Co nach nem Relais suchen,
dann nochmal (beim dritten lesen wirds vielleicht klarer) durchlesen,
melde mich dann wenn ich hoffentlich etwas schlauer bin. Vielen dank an
alle helfenden. Tolles Forum.
>... 9VDC ... Schaltnetzteil ...
Nimm doch für das Relais auf jeden Fall die höchste Spannung mit
gleichem GND.
Und zwar aus folgendem Grund:
Ein Relais braucht zum Anziehen eine bestimmte Leistung. Diese Leistung
ergibt zusammen mit einer Nennspannung (Spule) einen Strom. Und nach der
Formel P=U*I ist der Strom umso größer, je kleiner die Spannung ist.
Logisch.
Falls du also tatsächlich ein Relais mit 3,3V Spulenspannung finden
würdest, dürfte m.E. der Strom aus dem uC nicht zum Schalten ausreichen.
Oder du nagelst dich auf ein bestimmtes Relais fest, das u.U. nur schwer
beschaffbar ist...
Wenn du also irgendwo noch 9V hast, aus denen dann die 3,3V erzeugt
werden, kannst du das Relais aus dieser Spannung schalten. So muss der
Spannungsregler nicht auch nochmal die doppelte Leistung (Regler 5,7V
wenn Relais 3,3V) verheizen.
Ja, bin auch grad auf der Suche nach nem Relais für 9V. Mir war die
ganze Zeit nicht klar dass man bei nem Relais von 3 Spannungen sprechen
muss, versorgen, schalten, steuern.
Steuern mit 3,3V am µC und Transistor.
Versorgen mit 9V von meinem Netzteil.
Schalten mit 24V (irgendne Last, die da später mal dranhängen soll).
Hab ich das jetzt endlich mal richtig zugeordnet?
Richtig oder falsch?
http://www.conrad.de/goto.php?artikel=503244
Mit diesem Relais könnte ich 30VDC schalten (also nicht die gewünschten
48VCD schon klar, nur als Beispiel zum verstehen) und die Last dürfte
maximal 10A Strom brauchen, also deutlich mehr als ich bräuchte. Daneben
könnte ich dieses Relais mit 9VDC direkt von meinem Netzteil aus
versorgen und mit dem passenden Transistor mit meinem µC steuern?
Noch ne Frage zu den Schaltspannungen. Als dummer Unwissender denkt man
immer wenn ein Gerät 12VDC braucht, dann versorge es auch mit 12VDC, was
ja auch stimmt. Aber die angaben an den Relais, welche Last sie schalten
können, wenn da steht es schaltet 60VDC/5A kann ich damit ein Gerät
schalten was 30VDC/1,5A braucht? (einfach mal erfundene Werte)Lautet
diese Frage ja, dann kann ich mir an die Stirn schlagen und aufhören
genau das passende Teil zu suchen mit 48VDC/2A, und mich wundern wieso
ich sowas nicht finde, sondern eins nehmen, welches mehr liefert und gut
ist.
Hi
Der Schaltstrom von 10 A bezieht sich auf WECHSELSTROM. Bei GLEICHSTROM
sinkt die Strombelastbarkeit der Kontakte massiv. Im Datenblatt(siehe
oben)
ist ein Diagramm dazu. Für die 2A bei 48V brauchst du wahrscheinlich
sogar ein 16A Relais.
MfG Spess
Ich versuche mal eine Zusammenfassung der Dinge die man für díses
Problem wissen sollte:
Ein Ralais ist ein elektromagnetischer Schalter.
Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Ein Elektromagnet betätigt
einen (ganz normalen) Schalter. Durch dieses Prinzip wird eine Trennung
zwischen Betätigungsseite und Schaltseite erreicht. Diese galvanische
Trennung bedeutet, dass es keine elektrische Verbindung zwischen den
beiden Seiten gibt, der Schaltkontakt ist also potentialfrei. Die
Spannungen / Ströme die von dem Relaiskontakt geschaltet werden, sind in
diesem Fall nicht mit dem µC-System verbunden.
Wie jeder andere Schaltkontakt auch gibt es Grenzen, bezüglich des
Stromes und der Spannung die geschaltet werden können. Diese (oberen)
Grenzen sind im Datenblatt angegeben. (Na ja, es ist durchaus
nachvollziehbar, dass man mit einem Miniaturschalter auch keine
Hochspannungsleitung oder sehr große Ströme schalten kann.)
Um den Kontakt mit dem Elektromagneten schalten zu können, muss eine
Kraft aufgebracht werden. Hierfür ist die Spule an eine Spannung
anzuschießen, die erforderliche Spannung steht ebenfalls im Datenblatt.
Hier ist dann auch noch angegeben, wie groß der Spulenstrom bei der
genannten Spannung ist. Die Ansteuerung für das Relais muss also in der
Lage sein, diese Spannung und den entsprechenden Strom zur Verfügung zu
stellen. Normalerweise riechen die Spannungen und maximalen Ströme am
Ausgang eines µC hierfür nicht.
Um dennoch das Relais durch einen µC ansteuern zu können, wird dieses
über einem Transistor geschaltet. Im dem Artikel „Transistor als
Schalter“ im Elektronikkompendium ist das recht gut beschrieben.
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0208031.htm Der Transistor
muss nur den notwendigen Spulenstrom und die Spannung des Relais
„aushalten“ können. Beim Schalten von Spulen treten normalerweise
Selbstinduktionsspannungen auf, die den Transistor zerstören können,
daher sollte beim schalten von Relais und Motoren unbedingt ein
Freilaufdiode eingebaut werden. Auch das ist in dem Artikel ausreichend
beschrieben.
Ich hoffe ich habe nichts vergessen und wünsche viel Erfolg bei der
Umsetzung.
Hallo.
Danke für die ganze Hilfe.
Habe nun (nach nochmaliger Rücksprache und Beratung) das passende
Relais.
http://www.conrad.de/goto.php?artikel=504742
Das würde für den Einsatz auf jeden Fall reichen.
So, nun die Frage nach dem passenden Transistor, ob MOSFET oder nicht
ist mir persönlich egal. Da das Relais noch mit 8,4V sicher schaltet,
und ich die Schaltung ja mit 9V versorge, dürfen über den Transistor
nicht mehr als 0,6V abfallen. Deswegen kommt dann ja so ein BC337 nicht
in Frage, wenn ich das richtig verstehe. Der Spulenwiderstand beträgt
720Ohm, bei 8,4V wären das ja grob 12mA. Wieviel sollte der Transistor
schaffen können? Vielleicht kann mir ja jemand bei der Scuhe helfen,
oder weiß schon einen passenden.
Vielen Dank.
@Lukas (Gast)
>ist mir persönlich egal. Da das Relais noch mit 8,4V sicher schaltet,>und ich die Schaltung ja mit 9V versorge, dürfen über den Transistor
Ist ein wenig knapp, unabhängig vom Transistor. Das Ding hat eine
Nennspannung von 12V, also versorge es mit 12V. Wenn du nur 9V hast,
such dir ein 9V Relais. Oder ein 6V Relais + Vorwiderstand.
>nicht mehr als 0,6V abfallen. Deswegen kommt dann ja so ein BC337 nicht>in Frage, wenn ich das richtig verstehe.
Das verstehst du falsch. Der BC337 reicht locker. Erst recht für 12mA.
MfG
Falk
Wenn ich es richtig verstanden habe, soll es doch ein komerzielles
Produkt werden. Bei welcher Firma arbeitest du? Nicht das ich zufällig
mal was von der Firma kaufe.
Da hast du was falsch verstanden. Ist nichts kommerzielles. Sondern ein
Praktikantenprojekt, welches, wenn überhaupt, innerhalb der Firma
eingetzt wird. Man oh man, bei manchen Leuten frage ich mich, ob sie nie
Leute die sich mit etwas auskennen fragen, um Rat zu bekommen, wenn man
selbt nicht so den Durchblick hat.
@Martin.
Ich geb dir Recht dass man was lernen soll. Bin ja auch dabei. Es ist
nunmal nicht mein Gebiet, und habe mich damit auch net richtig befasst.
Habe ein System mit nem Mikrocontroller programmiert, und nun zum Testen
soll das alte System ersetzt werden und da ich nun erfahren habe dass
ich das auch machen soll, ists quasi der Sprung ins kalte Wasser.
@Falk Brunner
Danke.
Hm, dann denk ich mal an 12V Versorgung, und dann einen Spannungswandler
der die 9V für mein Board liefert. Naja, werd das vorschlagen, komm ja
sonst nie weiter mit dem Ganzen.
Es gibt auch Leistungs-Optokoppler, z.B. die Panasonic Photo-MOS-Reihe.
Von Conrad Artikel-Nr.: 504861 - 62 ist der Typ AQV252G (2.5 A 60 V)
erhältlich.
http://www.conrad.de/goto.php?artikel=504861 Einzelpreis 5,58€
Genau sowas meinte ich anfangs mit Optokoppler. Ok,mein Fehler, weil da
braucht man dann ja kein Relais mehr.
So ein Optokoppler direkt an meinem 3.3V Pin vom µC, Vorwiderstand um
den Strom für die LED zu begrenzen ( laut Datenblatt empfohlen zwischen
5mA und 10mA ) und würde damit das selbe erreichen wie mit einer
Transistor als Schalter und einem Relais. Richtig?
>...und würde damit das selbe erreichen wie mit einer>Transistor als Schalter und einem Relais. Richtig?
Ja, in etwa.
Nur ist ein Relais eben ein mechanischer Schalter, der auch mal eine
krasse Überspannungsspitze oder einen Überstrom locker wegsteckt, ohne
olfaktorische Reize auszulösen. Du musst schon wissen, was damit
geschaltet weden soll.
Ich nehme die AQY/AQV-Dinger auch für 24V-Schaltausgänge, gehn gut...
BTW:
>ein Relais, das eben die 48V/2A liefert...
Ein Relais liefert nichts, das schaltet nur
(kleine Haarspalterei ;-)
Eine letzte Frage (hoffentlich), dann seid ihr mich los. :)
Also ich mache das ganze jetzt über eine extra Versorgung für die
Relaikarte. Es bleibt bei dem Relai, nur eben 12V Versorgung.
http://www.conrad.de/goto.php?artikel=504742
Meine Steuerlogik vom µC hat 3,3V. Kann ich den BC337 wie in dem Tut
hier auf der Seite nehmen? Und die Diode, kann ich auch das selbe Modell
nehmen? Sonst noch Hinweise, würde nur einmal bestellen wollen.
Vielen Dank.