Schneller Level Shifter (3.3V -> 5V) / Schaltgeschwindigkeit

Gast #4667564
Lesenswert?

Hallo,

ich will einen RF-Schalter (Hittite HMC-C019, Datenblatt unter 
http://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/hmc-c019.pdf) 
mittels einer programmierbaren PCIe-Karte steuern (Im Grunde kann man da 
einfach TTL-Signale nach einer bestimmten Sequenz ausgeben lassen).

Das Problem ist, dass die Karte nur 3.3V (mit max. 25mA) ausgeben kann. 
Der Schalter benötigt aber laut Datenblatt +3.5V @ 1mA.

Mein erster Ansatz wäre jetzt gewesen, einfach mit einem Transistor die 
5V zu schalten, da der Schalter eh eine Versorgungsspannung von 5V 
braucht. Im Pegelwandler-Artikel steht aber, dass "[d]ie 
Schaltgeschwindigkeit von LOW nach HIGH [...] durch die Größe des 
Pull-Ups bestimmt" wird.

Wie kann man den die Schaltgeschwindigkeit abschätzen? Ich bräuchte wenn 
möglich eine Schaltzeit < 1µs.

Oder gibt es sogar eine noch bessere Lösung? (Ich habe von der 
HCT-Logikfamilie gelesen, allerdings ist mir nicht klar, welchen IC ich 
da genau brauche).


Viele Grüße
Stefan
#4667569
Lesenswert?

@  Stefan (Gast)

>Das Problem ist, dass die Karte nur 3.3V (mit max. 25mA) ausgeben kann.
>Der Schalter benötigt aber laut Datenblatt +3.5V @ 1mA.

Naja, wie streng sind die 3,5V WIRKLICH? Wahrscheinlich gehen auch 3,3V.

>Wie kann man den die Schaltgeschwindigkeit abschätzen? Ich bräuchte wenn
>möglich eine Schaltzeit < 1µs.

Wenn du wirklich 3,5V haben willst, nimm einfache, nicht invertierende 
HC (ohne T) Treiber, z.B. 74HC4050. Betreibe die mit 3,5V. Damit bist du 
auf der sicheren Seite und kannst locker mit 10ns Verzögerung schalten.
Gast #4667578
Lesenswert?

Basisschaltung???
Das ist doch bei schnellen Sachen ein üblicher, auch heute noch 
gangbarer Weg. Serienwiderstand von 33 Ohm in die Emitterleitung nicht 
vergessen... Du kannst aber einfach einen Pull-up an 3.6V hängen. Das 
geht zur not auch ohne Transistor.
Ist das ne teure Meilhaus-Karte? Dann lieber nicht: ich will nicht 
schulz sein!
StromTuner
Gast #4667582
Lesenswert?

Sonst ginge noch n MAX3375. Immer über PIN6 enablen, NIE die VCC 
wegnehmen, um den Pegelwndler zu deaktivieren (Gilt für beide VCCs).
Die haben einen Singleoneshot dingsdabumsda eingebaut, der die Flanke 
ordentlich macht und dann den Strom zurück nimmt. Ob der bei einem 
Megahertz noch geht? ist ja eher für I2C gedacht. Probiers aus.
Ich würde mit dem 1K-Pullup vom Ausgang nach 3.6Volt starten.
Dann Basisschaltung mit einem schnellen NPN und anschliessend mit 
MAX3375.
MAX961 als Komparator (Comperator? auch schon gelesen) ginge übrigens 
auch!
Alles weiter wurde genannt...

StromTuner
Gast #4667607
Lesenswert?

Kannst du mit separaten Massen leben? Ist der Low-Ausgang der Karte 
unter - sagen wir mal - etwa 0,7V (typisch für 3,3V CMOS sind 0,5V)?

Wenn beides zutrifft würde ich mir überlegen eine negative -0,5V Rail 
einzuführen und damit den gesamten Schalter um -0,5V nach unten zu 
legen.

Die -0,5V wären dann die Masse für den Schalter, seine 5V 
Betriebsspannung würden auf die -0,5V bezogen.
Gast #4667619
Lesenswert?

Falk B. schrieb:
> @  Stefan (Gast)
>
>>Das Problem ist, dass die Karte nur 3.3V (mit max. 25mA) ausgeben kann.
>>Der Schalter benötigt aber laut Datenblatt +3.5V @ 1mA.
>
> Naja, wie streng sind die 3,5V WIRKLICH? Wahrscheinlich gehen auch 3,3V.

s. attached data sheet p.5 Table rechts oben.
#4667625
Lesenswert?

@  kindly asked to read data sheet (Gast)

>> Naja, wie streng sind die 3,5V WIRKLICH? Wahrscheinlich gehen auch 3,3V.

>s. attached data sheet p.5 Table rechts oben.

Hab ich, aber das klärt die Frage auch nicht. Formal braucht man 3,5V, 
real geht es meist auch mit weniger.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren