7-Segment-Anzeigen - Schieberegister ?

Gast #72359
Lesenswert?

Hallo Leute!

Ich habe vor an meinem AVR (wahrscheinlich Mega8) einen ganzen haufen
7-Segment-Anzeigen zu hängen. Es werde wohl so um die 30 werden. Nun
stehe ich vor dem Problem, wie ich das realisieren soll.

Software-Mäßig multiplexen will ich eigentlich nicht, denn so wie ich
mich kenne hängt sich die Software auf und die LEDs fangen an zu kochen
;-)
So ein fertiger Multiplex-Chip mit seriellem Eingang ist mir zu Teuer.
Ich hätte irgentwie an sowas wie ein Schieberegister gedacht, an
das/die ich alle LEDs dran hänge. Gib es da welche, die ohne Transistor
(oder so) direkt eine solche LED treiben könne? Irgentwie müßten die
auch noch eine Art "zwichenspeicher" (Latch??) haben, damit sich die
Ausgänge beim reinschieben der Daten nicht ändern.

Wie ihr an meiner Fragestellung merkt habe ich nicht besonders viel
plan. Also bitte ich auch um entsprechend leicht verständliche
Antworten.
Gast #72361
Lesenswert?

Ein Standart-Schieberegister vom Typ 74*164 kann bis zu 20mA treiben,
was für die meisten Anzeigenreichen sollte. Zudem lassen sich alle
Bausteine kaskadieren, somit minimiert sich der Verdrahtungsaufwand.
Ich schalte alle Dioden während des Schiebens mit einem Transistor
dunkel, damit die LEDs nicht flackern.

Gruß,
Matthias
Gast #72362
Lesenswert?

@crazy horse
Danke, ich glaube das ist genau das, was ich gesucht habe.

@Matthias
Auch dir vielen Danke für deine schnelle Antwort!


Gibt es da jetzt noch irgendwas zu beachten?
Gast #72363
Lesenswert?

ja, die Stromversorgung. Bei 30 Ziffern und sagen wir mal 10mA
Segmentstrom musst du die Stromversorgung schon für immerhin >2A
auslegen. Und 2A bedeuten auch ne ganze Menge Spannungsabfall auf VCC
und Gnd, wenn die Leiterbahnen zu dünn sind.
Kaskadierung: Qs (Pin9) mit D(Pin2) des nächsten 4094 verbinden.
OE (Pin15) kannst du fest auf Vcc legen, wenn du damit leben kannst,
dass im Einschaltmoment wirre Sachen angezeigt werden. Im Normalbetrieb
brauchst du den OE nicht.
Clk und strobe werden alle parallel geschaltet.
Software: am einfachsten über die SPI-Schnittstelle.
Gast #72364
Lesenswert?

Beim 74HCT4094 braucht man Widerstände zur Strombegrenzung.
Der C4094 begrenzt den Strom durch seine Ausgangswiderstände: ca. 5mA @
5V. Verwendet man 13mm Anzeigen + SMD-4094er, dann können diese direkt
unter den Anzeigen plaziert werden.
#72365
Lesenswert?

"Software-Mäßig multiplexen will ich eigentlich nicht, denn so wie ich
mich kenne hängt sich die Software auf und die LEDs fangen an zu
kochen"


Sowas habe ich noch nie beobachten können.
Man muß ja nicht immer den maximal möglichen Strom ausreizen, die
leuchten auch schon darunter hell genug.

Wenn Du ganz sicher gehen willst, nimm low Current Anzeigen. Die
leuchten schon bei 2mA hell, aber halten auch 20mA Dauerstrom aus.


Peter
Gast #72366
Lesenswert?

"Und 2A bedeuten auch ne ganze Menge Spannungsabfall auf VCC
und Gnd, wenn die Leiterbahnen zu dünn sind."
Wie breit sollten die Leiterbahnen denn dafür sein? Gibt's da ne
einfache Formel für ?
Gast #72368
Lesenswert?

googelst halt ein wenig, in den FAQs von pcb-pool gibts ein Dokument
über die Strombelastbarkeit von Kupferbahnen. Aus dem Bauch würd ich
sagen dass du mit 5mm auf der sicheren Seite liegst.

grüsse leo9
Gast #72369
Lesenswert?

Salut,

das Schalten über Transistor (und das damit verbundene kurze Flackern)
kannst Du Dir sparen, indem Du 74HC595 verwendest, die über eigene
Latches verfügen. Die triggerst Du dann z.B. über die /SS Leitung.
Wenn Du nur rote Anzeigen benötigst, dann kannst Du z.B. auch superrote
Typen verwenden. Die sind schon bei 1-2mA sehr(!) gut lesbar.

Gruß,
Haemi

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren