> Ich belasse eigene Libs grundsätzlich als Quelltext, weil ich
> mir nicht
Bei dicken Projekten ist es aber schon schoen wenn man immer nur eine
Libary einbindet. Auch wenn du in deiner Libarie irgendwann mal einen
Fehler findest kannst du den ja immer noch beheben. Du weisst dann aber
auch das eine bestimmte Libarie die du schon seit Jahren in vielen
Projekten verwendet immer ein bestimmtes Verhalten aufweisst. Es gibt
keine kontinuierliche Veraenderung an dem Code weil du immer mal eine
Kleinigkeit nachbesserst. Letzeres koennte dann dazu fuehren das du nach
fuenf Jahren mal wieder ein altes Programm uebersetzt und es gibt dann
Probleme weil du eine Aenderung nicht bedacht hast. Oder du hast in
jedem Projekt eine Kopie deiner Libarie und musst dann jeden Fehler
jedesmal ueberrall nachbessern.
So sachen wie z.B FAT-filesystem, ansprechen von MMC,
GrafikLCD ansprechen, hoehere Funktionen fuer GrafikLCDs habe ich
immer in eigenen Libaries.
Bei Programmen die in einem Mega8 passen sicher nicht notwendig,
wenn du aber einen M16C mit 256k Flash fuellst dann halte ich das
fuer sehr sinnvoll.
> Auch erlauben fertige Libs keine Anpassungen an die Hardware mehr
> (Quarzfrequenz, Pinzuweisungen)
Bei geschickter Programmierung kannst du einer Libary sowas in
der Initialisierung uebergeben. Man bezahlt halt mit etwas mehr
Overhead,
bekommt dafuer aber ein leichteres arbeiten bei jedem zukuenftigen
Projekt.
> ich dachte die sind nur vom verwendeten mcu abhängig
> (prozessorbefehlssatz)
> da sie doch schon kompiliert sind.
Bei einer Libary handelt es sich aber nicht direkt um kompilierten
Prozessorcode. Da muessen ja auch noch viele Zusatzinformationen drin
stehen. Zum Beispiel wie die Funktion heisst die du gerade aufrufst.
Sowas koennte jeder Hersteller so machen wie er lust hat.
Olaf