Techniker, Welches Dev-Board zum Üben?

OP #2583645
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Hallo.
Ich mache grad meine Ausbildung zum Staatl. gepr. Techniker in 
Elektrotechnik.

Nun wollen mein Kollege und ich uns AVR-Boards zulegen, um Programmieren 
zu üben.

Bisher haben wir in der Schule nur mit Keil C51 Programmiert.

Wir wollen uns aber in richtung AVR vorwagen, da meiner meinung nach 
AVR's weiter verbreitet sind.

welches Board würdet ihr empfehlen?

http://elmicro.com/de/atavrbfly.html mit dem Carrier Board?

oder

http://elmicro.com/de/avr-xmega-proto.html

Vllt habt ihr ja noch andere Ideen. Günstig sollte es auch wenn's geht 
sein.

danke
Michael
Gast #2583738
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Das PICkit1 bis 3 fällt mir am Rande ein. Bei Keil findet man auch was 
mit ARM.

Im Grunde ist es wurst, man muß sich in alle einarbeiten.

Konkret wird es wieder, wenn man was verkaufen will. Dann muß es ja was 
ganz bestimmtes mit bestimmter Leistungsfähigkeit sein.
Gast #2583745
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Ich habe Anfang der 90'er meine staatl.gepr. Techniker gemacht (später 
Ing.), Da haben wir den Z80 auf den Kopf gestellt. Ausschließlich 
Assemblerprogrammierung (Rodnay Zacks). Welchen Cotroller verhackstückt 
ihr denn jetzt? Daran würde ich mich orientieren und mir nicht 
irgendetwas zulegen.
Gast #2583771
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Ok, die 8051er Derivate. Ich würde mich aber während der Ausbildung 
nicht mit neuen Dingen belasten. Lieber in den Fächern, wo man der 
Meinung ist, nicht ganz so gut zu sein, Stoff aufholen. Die 
Wahrscheinlichkeit, dass du nach Beendigung deiner Ausbildung 
irgendetwas mit den Atmels zu tun bekommst, schwindet mit der Zeit. ARM 
sind jetzt angesagt, auch im Hinblick auf den Preis. Ich wage mal zu 
behaupten: Die 8-Bitter waren gestern. Wenn ihr wirklich in die Zukunft 
investieren willt, dann legt euch ein LPC-Board mit Display zu. Gibts 
für ~80 Euronen oder weniger bei ebäh beim Chinamann.
Gast #2583783
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Hallo,

ich auch nicht mehr zu einem 8-Bit µC raten. Klar die reichen für viele 
Projekte im privaten Bereich aus und auch noch im Berufsleben aber 16 
und 32-Bit µCs kommen immer mehr. Im Studium und nebenbei habe ich mich 
auch mit 8-Bitern beschäftigt und wollte in dem Bereich auch meine 
Masterarbeit schreiben aber es gab überwiegend Projekte mit ARMs u.ä.
Falls es jedoch unbedingt ein 8-Biter sein soll dann würde ich das 
STK500 empfehlen. Da kommt man als Student, vielleicht auch als 
Techniker, leicht dran:
http://student.embedded-projects.net/index.php?module=artikel&action=artikel&id=373
Gast #2583791
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Heinz III. schrieb:

> Ok, die 8051er Derivate.

Die SiLabs-Dinger mit bis zu 100MHz Takt waren noch mal gut. Und 
CPU-Clock nur durch 2 geteilt anstatt durch 12 wie früher. Hab noch so 
ein Board hier liegen, schon 5 Jahre alt, aber das kommt noch mal dran. 
Bequem nur mit USB-Kabel und Stromversorgung und Übertragung darüber. 
Das kann man einfacherweise mit dem Notebook überall mit hin schleppen.
Gast #2583812
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Michael Hakenkötter schrieb:

> Aber futtert der auch C?

Für C gibt es den Freeware SDCC-Compiler.

Apropos 32 bit ARM:

Ich machte vor Jahren Performance-Messungen, auch den Energieverbrauch. 
Es ist verblüffend, die 8-Bitter SiLabs unterlagen den 32-bit-ARM (NXP 
LPC2000) erheblich.

Man mag jetzt glauben, daß 32-bit-Strukturen vieles an Bits 
verschwenden, gegenüber einem 8-Bitter. Aber dem ist nicht so. 
32-bit-Code ist teils sehr sehr viel kompakter bei gleicher 
Aufgabenstellung. Man schaue sich beim 8-Bitter nur mal die gigantische 
Codeschlange für eine Division 32/16bit an. Das macht der 32-Bitter 
schon in einem einzigen Befehl. Und schneller ist er damit auch noch.
Gast #2583839
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C++ kann auch auf einem uC sinnvoll sein.
In den letzten Jahren gab es afaik vor allem bei C++ Verbesserungen, von 
denen auch uCs profitieren.

Nachteil der AVRs: Sie sind zu teuer. Andere Hersteller haben mehr 
Leistung bei weniger Verbrauch für weniger Geld.
Gast #2585070
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>ich auch nicht mehr zu einem 8-Bit µC raten. Klar die reichen für viele
>Projekte im privaten Bereich aus und auch noch im Berufsleben aber 16
>und 32-Bit µCs kommen immer mehr.

Ich denke, 8bitter wird es die nächsten 10 Jahre auf jeden Fall noch 
geben. Was verdrängt wird, sind 16bitter. Wenn man zum 16bitter greifen 
muß, kann man meist gleich den 32bitter nehmen. Für einfache Anwendungen 
im Kaffeeautomaten usw. ist ein ARM mit Kanonen auf Spatzen geschossen. 
Im 32bit-Markt hat wohl der ARM die Nase vorn und wird sich endgültig 
durchsetzen.

Warum baust Du Dir nicht den Programmer zum PonyProg-Programm? Dazu 
einen ATTiny2313 und den Imagecraft C-Compiler (Codelimit 4 k) oder 
AVR-Studio (hat jetzt auch einen C-Compiler)? Das STK50 empfand ich 
immer als unüberlegt überladen. Alles kostenlos und das bißchen Hardware 
kann jeder.
Gast #2585370
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Rein zum Üben für die Programmiersprache gibt der 80C517A auch noch 
einiges her. Mein Board hat Vollausbau 64k RAM und ROM, und kann mit dem 
PC kommunizieren. Codedownload so oft man will ins RAM. Da steckt im 
EPROM ein selbst gebastelter Bootloader drin. Kein Debugger, das mache 
ich noch nach alten herkömmlichen Methoden über die serielle 
Schnittstelle. Immerhin hat er ja wenigstens ein einziges 
32-bit-Register in der MDU, wenn auch man darauf nur über 8 bit 
zugreifen kann.

Immer schon wollte ich mal die Mathe-Libraries des Compilers mit 
Zugriffen auf die MDU-Unit ausrüsten, wegen erheblichem 
Geschwindigkeitszuwachs. Auch andere Libraries für Speicherzugriffe 
(z.B. memcpy()), denn der hat ja 8 Datapointer. Aber dann dachte ich 
wieder: Nee, macht tagelange Arbeit, und das Ding gibts nicht mehr. Der 
SDCC-Compiler hat leider keine Libraries speziell für den 80C517(A). Ist 
aber sonst unlimitiert. Und ein Profi-Compiler, der auch mal die vollen 
64k Codeumfang erlaubt, relativ unlimitiert ist, ist mir fürs Hobby zu 
teuer.
Gast #2586088
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>Der MSP430 wird verdrängt?

Ich denke, in den nächsten 10 Jahren schon. Der Weg geht eindeutig in 
Richtung Industriestandardisierung, also ARM und MIPS. Ein 32Bitter kann 
problemlos auch den 16bitter ablösen und das bei Industriestandard mit 
austauschbaren Werkzeugen und Code. Einzig für einfachste 
Steuerungsaufgaben, wie im Kaffeautomaten, der Garagensteuerung usw., wo 
der Preis bei hohen Stückzahlen die Rolle spielt, wird Raum lassen. 
Dafür ist aber der 16bitter zu teuer. Die Nische für den 8bit-Prozessor 
(siehe ATTiny4, 5, 6.)

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