Verständnissfrage Drucksensor

Gast #480264
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Ich habe im Sinn mir eine kleine Wetterstation zu bauen.

Nun habe ich mir mal ein paar Drucksensoren angesehen, verstehe aber 
nicht genau wie die funktionieren.

z.b. diesen hier:

http://chdist35.distrelec.com/distrelec/datasheets.nsf/WebAttachments/51DF1AE4A6C707ADC12571D10044341C/$File/647373_e.pdf

Da ist die ganze Zeit von nem "differential Pressure" die Rede. Was 
bedeutet das? Ich will ja nen absolut Wert messen (den der 
Athmosphäre...
Bei der Zeichnung auf Seite 3 sind 2 Drücke (P1 und P2) eingezeichnet. 
So wie ich das Sehe muss ich den zu messenden Druck an P1 anlegen, wozu 
ist dann aber P2 gut?

Und sehe ich das richtig dass ich für meine Wetterstation einen 
stärkeren Drucksensor brauche? (norm. Luftdruck = ca. 1000 hPa = 
100kPa).. Falls sich die Angabe von 50hPa Messbereich des Sensors auf 
den absolut Wert bezieht ist der Fall klar, aber ich bin verwirrt 
zwischen zwischen dem "differential Pressure" oder ob da jetz ein 
absulut Wert gemessenen wird.


Könnte mir das jemand erklären?

MFG
Gast #480270
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Habe mich noch nicht mit Drucksensoren beschäftigt, aber das Datenblatt 
des differenziellen Sensors zeigt eindeutig, daß die Differenz der 
"Drücke" P1 und P2 ermittelt wird.

Du kannst ja bei bekanntem Luftdruck die Öffnung von P2 absolut 
Luftdicht verschließen - dann ermittelst Du zukünftig die Differenz zu 
dem bekannten Luftdruck.

...zumindest nach meinem Verständnis :-)
#480281
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Ein Differenzdrucksensor ist für Deine Zwecke ungeeignet. Der Vorschlag, 
bei bekanntem Druck den einen Port zu verschließen, hilft leider nicht 
weiter. Das eingeschlossene Luftvolumen würde bei Temperaturänderungen 
diese Referenz stark verfälschen.

Zur Messung des Atmosphären-Luftdrucks brauchst Du einen 
"Absolutdrucksensor", der eine interne Vakuum-Referenz hat. Siehe MPX... 
bei Reichelt, oder hier: http://www.sensortechnics.com. Von Intersema 
(Schweiz) gibt es Sensoren, die temperaturkompensiert und kalibriert 
sind und direkt einen digitalen Druckwert ausgeben (Interface ähnlich 
SPI).
Gast #480283
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Danke für deine Antwort!
Ah nun verstehe ich!

Jetz ist mir auch die Geschichte mit dem "gauge pressure" klar.

Der "gauge Pressure" ist der differential Druck eines Systems und der 
Athmosphäre. Der "normale" differential Druck ist einfach zwischen 2 
Systemen. Gut.

Nun das ist also nicht das was ich brauche! Ich will den differential 
Druck eines Vakuums und der Athmosphäre (was dem absolut Druck) 
entsprechen würde.

Ich denke ich brauche diesen hier in der absolut Ausführung:

http://chdist35.distrelec.com/distrelec/datasheets.nsf/WebAttachments/C07B0C8BB59340E3C12571D100444833/$File/647374_e.pdf
#480345
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Aus dem Programm von Schuricht würde ich eher den hier empfehlen:
http://chdist35.distrelec.com/distrelec/datasheets.nsf/datasheets?Open&country=de&language=de&artno=241046
Der ist liearisiert und Temperaturkompensiert. Ausserdem liefert er eine 
vorverstärkte Spannnung, die sich problemlos mit einem Mikocontroller 
digitalisieren lässt.
Ich verwende für den gleichen Zweck einem MPXA6115A von Freescale, der 
entspricht in etwa dem oben genannten.
Gast #480508
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Den MPX-Absolutdruck-Sensor von Motorola habe ich auch im Einsatz. 
Funktioniert soweit einwandfrei. Nur ist ein seltsamer Effekt 
aufgetreten: Wenn Licht direkt in die Öffnung des Sensors trifft 
verändert das die Ausgangsspannung extrem! Hat jemand die gleiche 
Erfahrung schon mal machen können?
Gast #480740
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Ja könnte schwierig werden von Hand..

Aber glücklicherweise habe ich Zugang zu nem Reflow Ofen :)

Kann mir jemand was genaueres zu diesen SPC1000 sagen? Hat die vieleicht 
jemand im Einsatz?

Leider habe ich im Datenblatt nirgends was über die Genauigkeit der 
Messung gefunden (besonders der Temperatur)... Da steht nur was von 
Auflösung, aber nichts von Genauigkeit...oder habe ich was übersehen?
Gast #481076
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Zum SPC1000:

Geiles Teil, wir haben das Ding in der Firma mal etwas genauer unter die 
Lupe genommen: Temperaturkompensation funktioniert hervorragend, 
Wiederholgenauigkeit stimmt; hat sogar einen Temperaturzyklen-Test 
problemlos überstanden. Mein Chef ist nach wie vor davon fasziniert, wie 
man sowas für das Geld bauen kann. Die halten wirklich, was sie im 
Datenblatt versprechen - Das Dind hat sogar unseren Physiker überzeugt.

Ich hatte es damit mit dem mit I2C zu tun, geht eig recht schön, mit dem 
Ding zu kommunizieren. Wovor ich aber nur warnen kann ist die "Data 
Ready" Leitung einfach so zum uC zu führen, da muss beim Sensor ein 
Widerstand von ein paar kR rein. Ich hatte es beim ersten mal nicht 
gemacht, was zur Folge hatte, dass mir durch Übersprechen (dank 
Flachbandkabel auch denkbar ungünstigen Aufbau) die CLK-Leitung 
klingelte und so gleich mehrere Bits auf einmal kommen wollten.

Was das Löten angeht: Ich würd mir die Mühe mit Reflow-Ofen nicht 
machen. Ich hab den Käfer damals einfach auf den Rücken geklebt (vorher 
was halb unterlegen, der Sensor muss natürlich frei und unverschmutzt 
bleiben) und ihn dann mit Lackdraht gefädelt. Dauert zwar auch seine 
Zeit, aber mit ruhiger Hand gehts recht schön. So klein sind 0,8mm Pitch 
ja nun wirklich nicht.


Leider bin ich dann bis nächsten Samstag unterwegs, werd aber wieder 
vorbeischauen.

Schorschi
Gast #481592
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Hi schorschi

Das sind ja sehr gute Informationen!

Werde mir das Teil sicherlich besorgen.. Nur finde ich es wirklich 
schade dass nichts über die Genauigkeit angeben ist. Weist du vieleicht 
was darüber?

MFG

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