Welche USB-C Breakout Board Buchse für 5V 3A

OP #7594651
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Hallo, ich frage mich gerade welche USB-C Buchsen ich bestellen soll. Ich brauche eine USB-C Buchse zum Einbau in ein Gehäuse, die ohne Nachhilfe 5V @ 3A anfordert.

Hat jemand Erfahrung welche von diesen USB-C Breakout Boards das klaglos machen?

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#7594795
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Mark B. schrieb:

Die USB-C Breakout Boards haben ja erkennbar Widerstände verbaut. Meine Frage ist ob jemand Erfahrung hat welches der Modelle (siehe Foto!) auch so funktionieren wie versprochen.

Das funktioniert so nicht, wie Du Dir das vorstellst.

Das Device signalisiert mit 5k1 an CC1 gegen GND und 5k1 an CC2 gegen GND, dass es Device ist und gerne mit Strom versorgt werden möchte. Der Host signalisiert über Widerstände an CC1 und CC2 gegen +5V, wieviel Strom er liefern kann und schaltet VBUS an. Das Device muss das erkennen und sich notfalls wieder abmelden, wenn das Stromangebot zu niedrig ist.

Dafür gibts Bausteine wie den STUSB4500L. https://www.st.com/en/interfaces-and-transceivers/stusb4500l.html

Der hat zwei Pins RP1A5 (zeigt 1.5A an) und RP3A (zeigt 3A an). Wenn keiner der Ausgänge aktiv ist, hast Du nur den Default (500/900 mA). Du darfst nur anschalten (per Load Switch oder PMOS), wenn RP3A aktiv ist.

Und sowas ist bei Deiner Auswahl nicht dabei und gibt es meines Wissens auch nicht fertig.

Mehr Leistung bekommst Du dann mit dem digitalen Power Delivery Protokoll über CC1 und CC2. Bis 5V 3A wird das noch nicht benötigt, erst bei höheren Spannungen und Strömen. Das müssen dann natürlich sowohl Host als auch Device (bzw Source und Sink) können.

fchk

PS: Beim STUSB4500L sind die 5.1k Widerstände im Chip selber integriert und wahrscheinlich als Z-Dioden implementiert. Der Chip misst dann die Ströme durch die beiden Z-Dioden, um den zulässigen Strom über VBus zu ermitteln.

PPS: Dir sollte jetzt klar sein, dass Du nicht 5V 3A einfach so nur über Widerstände anfordern kannst und dann sicher sein kannst, dass Du dann auch wirklich 3A ziehen kannst. So funktioniert das nicht, das ist komplizierter.

OP #7594847
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Ich habe es jetzt gerade ausprobiert. 3A@5V scheint immer zu gehen, auch an der dummen Buchse. Von den vier USB-PD-Chargern, die ich ausprobiert habe, haben drei auch mehr als 3A gegeben, einer hat sich abgeschaltet.

So wie ich es verstehe werden Widerstände nur für USB 2.0 benötigt. USB PD 3.0 liefert immer 3A@5V und für alles darüber braucht man einen Chip.

#7594859
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Mark B. schrieb:

Ich habe es jetzt gerade ausprobiert. 3A@5V scheint immer zu gehen

Nun gut, hier prallen natürlich Welten aufeinander, professionelle Geräteentwickler vs. Ausprobieren.

Mag sein, dass die Chargerhersteller einen höheren Strom nicht unterbinden, dazu besteht meines Wissens nach auch keine Verpflichtung. Wenn es bei Dir funktioniert - schön. Konform ist es nicht.

OP #7594864
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Steve van de Grens schrieb:

Besorge die technischen Daten dazu. Am Foto kann man das nicht erkennen. Was zum Lesen dazu: https://www.ti.com/lit/wp/slyy109b/slyy109b.pdf

Super, da steht es auch so geschrieben, wie ich es vermutet habe: Without USB PD, you can support up to 5 V at 3 A (15 W) with just USB Type-C alone.

Das gilt für USB PD 3.0 Charger und mit "without USB PD" ist gemeint ohne PD Protokoll.

#7594936
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Mark B. schrieb:

Ich habe es jetzt gerade ausprobiert. 3A@5V scheint immer zu gehen, auch an der dummen Buchse. Von den vier USB-PD-Chargern, die ich ausprobiert habe, haben drei auch mehr als 3A gegeben, einer hat sich abgeschaltet.

Am Ladegerät mag das gehen. An einem Laptop zum Beispiel, der ja auch in der Regel über USB C andere Geräte laden kann, sicher nicht. Meist kann man da im Bios sogar einstellen, ob er 7,5W oder 15W bereitstellen soll. Aber als Bastel Projekt was in bekanntem Umfeld eingesetzt wird, wird das okay sein.

#7595172
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Bei USB-C kann ein Verbraucher keine 3A anfordern.

Eine Quelle kann mit je einem Rp (10k nach 5V) an CC1 und CC2 signalisieren, dass sie 3A liefern kann. Siehe Tabelle 4-24 der USB-C-Spec, Release 1.4.

Das kann der Verbraucher durch Messung der Spannung am Teiler aus Rp der Quelle und einem seiner eigenen Rd an CC1 und CC2 (5k1 nach GND) feststellen (siehe Tabelle 4-25) . Nur einer der Rds des Verbrauchers liefert eine Spannung >0, da es im USB-C-Kabel nur einen CC-Draht gibt.

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