TDA 2003 Schaltung

OP Persönliche Seite #836017
Lesenswert?

Im Datenblatt ist die angehängte Schaltung abgebildet. Braucht man 
unbedingt am Ausgang (Pin 4) die ganzen Widerstände und Kapazitäten? Mir 
erscheinen C4 und C5 am wichtigsten, kann man die weglassen? Oder fließt 
dann ständig Strom durch den Lautsprecher?
Angehängte Dateien:
Gast #836026
Lesenswert?

>Mir erscheinen C4 und C5 am wichtigsten, kann man die weglassen? Oder fließt
>dann ständig Strom durch den Lautsprecher?

Wenn du C4 weglässt ist dein Lautsprecher sofort im Arsch
oder der TDA geht kaputt.
#836040
Lesenswert?

Hallo,

wenn Du eine Heizung oder/und einen Sender bauen willst, kannst Du auch 
R3 und C5 weglassen.
Ein wild schwingender TDA2003 ist immer was nettes und wird so schön 
heiß...

Warum versuchen nur so viele, selbst die paar Teile aus den 
Hersteller-Applikationen noch einzusparen? Sowas ist im Allgemeinen 
sowieso schon die Minimal-Beschaltung und meist kommen im praktischen 
Einsatz noch ein paar Teile dazu.

Gruß aus Berlin
Michael
Gast #836048
Lesenswert?

Die Lautstärke stellst du durch ein Poti
an Vi ein. R1 lässt du besser so wie er ist.

C4 sorgt dafür das keine Gleichspannung auf dem
Lautsprecher liegt.

>Sinus- /Sägezahnsignal verstärken

Von/bis zu welcher Frequenz ?
Für Sägezahn solltest du den TDA2003
besser nicht nehmen. Sonst raucht dir R3 weg.
Der sollte selbst bei Sinus besser 1W oder mehr haben.
Gast #836067
Lesenswert?

Kleine Wissensvermittlung:
C5/R3 ist das sogenannte Boucherot-Glied, und dient der 
Stabilisierung/Schwingneigungsunterdrückung bei induktiven Lasten (was 
Lautsprecher üblicherweise sind). Ohne diese Beschaltung fangen solche 
rückgekoppelten Verstärker üblicherweise an zu schwingen, mit all den 
Folgen, die schon bereits genannt wurden. Deswegen kannste die Dinger 
nicht weglassen.
Und C4 dient der Abtrennung des Gleichspannungsanteils des Ausgang 
(Ub/2), da sonst der Verstärker ähnlich wie ein Class-A Verstärker 
arbeiten würde, was wir ja nicht wollen.
#836121
Lesenswert?

Hallo,

wenn solch ein Verstärker (oder auch ein OPV) für Wechselspannungen 
benutzt wird und nur mit einer positiven Betriebsspannung betrieben 
wird, bleibt nichts anderes übrig...
Der TDA2003 erledigt das intern, weil er u.a. für Autoradios entwickelt 
wurde und da keine +/- Spannung als Betriebsspannung zur Verfügung 
steht.

Alternative wäre eben symmetrische Betriebsspannung und Last gegen GND, 
dann müßte 0V ohne Ansteuerung rauskommen.

So kann man eben z.B. den TDA2030 benutzen.

Gruß aus Berlin
Michael
OP Persönliche Seite #836593
Lesenswert?

Eine Frage stellt sich mir jetzt doch noch: Ein Audiosignal ist 
normalerweise Wechselspannung. D.h. am nicht-invertierten Eingang des 
TDA2003 habe ich beide Polaritäten anliegen. Wenn ich den invertierten 
Eingang auf Masse lege, werden dann nur Signale über 0V verstärkt?

Wird deshalb die Rückkopplung zwischen dem Ausgang und dem invertierten 
Eingang gebraucht? Also, um das komplette Audiosignal zu verstärken?
#836828
Lesenswert?

Hallo,

der TDA2003 legt seine Gleichspannungsarbeitspunkte intern selbst fest.
Die Gegenkopplung ist eine reine Wechselspannungsgegenkopplung, deshalb 
die Kondensatoren C2 und Cx im Signalweg. Auch der Eingang ist nur 
Wechselspannung, C1 im Signalweg.

Die Gleichspannung am Pin 1 dürfte intern auf Ub/2 festgelegt sein, die 
Gleichspannungsverstärkung intern (zwischen Pin 2 und Pin 4) auf 1.

Das liegt an der geplanten Verwendung des TDA2003...

Die Innenschaltung ist meines Wissens im Datenblatt, betreibe Studien 
dazu, wie sich dieses Verhalten von Außen beeinflussen läßt oder nimm 
einen TDA2030...

Gruß aus Berlin
Michael

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren