Hallo Leute, letztens gab es hier einen Stromausfall (ganze Straße). Bei
uns war alles tot, aber bei der Nachbarin leuchtete die Glühlampe im
Flur mit halber Kraft. Konnte es kaum glauben, aber habe es selbst
gesehen.
Wie kann sowas zustande kommen? Zwar ist schon klar, daß ihr Haushalt an
einer anderen Phase hängen wird, aber wo bleibt denn der restliche
Anteil der Spannung/Leistung? Gab es evtl. andere, die sich die Spannung
einer Phase mit ihr "teilten", also bei denen auch nur die halbe
Spannung ankam? Falls ja, wie geht das nun wieder?
Notbeleuchtungslampe ? (interner Akku an schwacher Glühbirne).
Moderne LED Lampe nicht zwischen N(eutral) und L(Phase) sondern L und
PE(Schutzleiter) an einer Installation ohne FI und es gab beim
Stromausfall eine Nullpunktverschiebung.
frischling schrieb:> Nullpunktverschiebung
Bei uns, und etlichen Nachbarn war aber alles tot.
Erst fiel der Strom bei uns aus, dann klingelte eine Nachbarin, ob denn
bei uns auch.....die erzählte, bei Frau xxx im EG brenne noch schwach
Licht. Das fand ich so merkwürdig, daß ich es mir abgesehen habe. Fand
das richtig bedenklich, denn mir war nicht klar, wo die restliche
Spannung/Leistung dabei blieb. Nicht daß es irgendwo anders brutzelte...
Evtl eine Solaranlage oder andere Spannungsquelle in der nähe die noch
(verbotenerweise) Energie geliefert hat?
Mit der halben Helligkeit wäre ich vorsichtig. Die empfundene
Lichtstärke ist nicht linear gleichzusetzen mit der Leistung sondern
näherungsweise logarithmisch und zusätzlich auch noch abhängig von der
Umgebungsbeleuchtung.
frischling schrieb:> Troll
Kannst es glauben oder nicht. Fakt ist, es war so. Und die Alte hat auch
garantiert keine Solarzelle, oder irgendwo was angezwackt oder so.
Vermutlich gab es also im Haus noch Weitere, die auch an ihrer Phase
hingen, und wo es das gleiche Spiel war. Ich klingel nur nicht bei jedem
durch, ob der Strom weg ist...;-)
Ich hab hier bei einen Stromausfall auch was merkwürdiges erlebt.. war
von jetzt auf gleich sofort alles aus nach ca 30-40 min ging Licht
Wieder an aber bei weiten nicht mit voller Lichtstärke... Und das ging
bestimmt 2 min so und dann hatten die Leuchten, die vorm Ausfall noch
angeschaltet waren wieder volle Helligkeit... Waren Halogen
leuchtmittel.. denke mal das es ne enorme Qual für nen umspanntrafo ist
nen großen Stadtteil unter last zuzuschalten..
Bei den ganzen Anlaufströmen. Und da ja immer mehr dieser intelligenten
Trafos gestellt werden, welche sich selbst Regeln wird sich das
wahrscheinlich auch nicht verbessern
Michael P. schrieb:> denke mal das es ne enorme Qual für nen umspanntrafo ist> nen großen Stadtteil unter last zuzuschalten..
Falls das wirklich so wäre: wo lässt er denn die restliche
Spannung/Leistung?? Das ist ja gerade der Knackpunkt, es kann eigentlich
keine nennenswerte Spannung verloren gehen.
Habt ihr alle mechanische Klingeln oder wurde vielleicht die Glühlampe
aus der gleichen Quelle gespiesen wie eure Klingeln, die auch bei
Stromausfall noch klingeln?
Michael P. schrieb:> Oder es war nen hqi Brenner und er hat einfach noch vor Hitze> nachgestrahlt :)
In einer Privatwohnung einer alten Dame im Flur... klar
Wolle R. schrieb:> In einer Privatwohnung einer alten Dame im Flur
Hatte erst an ne 15W-Lampe oder so gedacht, aber sie bestand darauf, daß
die sonst viel heller war. Auch war der Glühfaden viel dunkler als
sonst.
Vielleicht ist da irgendwo ein Trafo ausgefallen, aber über irgendwelche
Kompensations-Kondensatoren kam auf einer Phase noch was an...
Wäre interessant gewesen, mal die Netzfrequenz an dem Leuchtenanschluss
zu messen.
Du sagst, die Elektrik ist neu. Ok, seltsam. Denn bei Altbauten mit
(mehr oder weniger) originaler Elektrik aus den 1920ern hab ich schon so
manches erlebt/gesehen/gemessen, da wäre Platz für einen eigenen
Thread...
Wolle R. schrieb:> Du sagst, die Elektrik ist neu
Ja, muss so um 2000 gemacht worden sein. Also moderne Kabel,
Kippautomaten, FI usw...Phase, Nullleiter, Schutzleiter.
Das Ganze ging sicher ein bis zwei Stunden so. Da die Oma sicherlich
nicht nur allein die "halbe" Spannung hatte, kann es eigentlich nur ein
kapazitiv verursachter Strom gewesen sein, oder sie teilte sich die
Spannung mit anderen. Sonst wäre irgendwo ne Menge Wärme angefallen.
Au man, was einige hier für einen Blödsinn schreiben...
Also auf der Straße ist bei so gut wie allen Netzen hier Erdleiter und
Nulleiter identisch (PEN). Das wird erst im Hausanschlußkasten
aufgetrennt. Also großflächige Potentialunterschiede zwischen PE und N
geht gar nicht.
Zweitens sind die Kondensatoren etwaiger Kompensationsanlagen angesichts
der hohen Netzlast innerhalb extrem kurzer Zeit komplett entladen. Das
sind wenigen Millisekunden. Und nur wenige große UWs haben ggf.
Kompensationsanlagen mit hoher Leistung, die meisten stehen bei den
Unternehmen selber, welche für Blindleistung bezahlen müssen.
Drittens überwachen die UWs das Netz recht penibel. Fällt eine Phase
aus, schmeißt das UW die betroffene Leitung oder den Trafo nach 1-2
Sekunden raus, um das Netz zu schützen. Das einzige, was in bestimmten
Rahmen geduldet wird sind Erdschlüsse. Dagegen sind viele Netze nicht
geschützt, solange keine Überlastung eintritt.
Extreme Netzsituationen durch Überlast oder z.B. Trafoschäden merkt
man evtl. an deutlich dunklerem Licht 1-2 Sekunden bevor der Strom
endgültig weg ist.
Eine Kurzunterbrechung mit automatischer Wiedereinschaltung merkt man
manchmal bei Gewitter an kurzzeitig dunklerem Licht ohne folgenden
Stromausfall. Kann reichen, daß Computer abstürzen oder Straßenlampen
neu zünden müssen.
Beim Wiedereinschalten eines Netzes KANN eine Unterspannungssituation in
Kauf genommen werden, etwa wenn eine größere Leitung oder großer Trafo
gestört ist und die verbleibenden Betriebsmittel deswegen mit Höchstlast
arbeiten müssen. Aber da müssen auch Grenzen eingehalten werden, sooo
viel dunkler sollten die Glühlampen also nicht sein.
So, wenns nur die eine Straße war, beschränkt sich der Ausfall auf einen
10.000/400V Trafo oder das Erdkabel. Da haut es bei Problemen eigentlich
auch den kompletten Schalter raus, d.h. der Trafo wird allphasig von der
Hochspannung getrennt.
Wenn auf der Niederspannungsseite Sicherungen auslösen, sind das
meistens nicht überwachte Schmelzsicherungen. Sprich da fällt eine Phase
komplett aus, die beiden anderen laufen weiter und es entsteht ein hoher
Neutralleiterstrom im Erdkabel. Der Verlust einer einzelnen Phase führt
bei Privathaushalten oder Häusern aber nicht zu einem Totalausfall,
sondern dann gehen ein paar Herdplatten nicht, der Strom oder das Licht
geht in manchen Räumen nicht...
für alle, die es immer noch nicht gemerkt haben:
maetressenhuhnesserteam schrieb:> Erst fiel der Strom bei uns aus, dann klingelte eine Nachbarin,
na, klingelt's?
maetressenhuhnesserteam schrieb:> Bei> uns war alles tot, aber bei der Nachbarin leuchtete die Glühlampe im> Flur mit halber Kraft.
Ich hatte mal ein aehnliches Problem hier in Irland in einem abgelegenen
Cottage.
Ca. 100m vom Cottage entfernt war ein kleiner Umspanntrafo (10kW)auf
einem Masten befestigt.Die 230V-Leitung vom Trafo fuehrte zum Dach und
war dort mit der Leitung die dann letztendlich in das Cottage
fuehrte,mit Spezialklemmen verbunden.Das Cottage war ziemlich alt und
ebenso diese Klemmen,die man damals auch noch fachmaennisch mit
Isolierband umwickelte.
Wie dem auch sei:
Genau diese Kontaktstelle wurde (unsichtbar von aussen)bruechig und
stellte je nach Wetterlage(stuermische Winde etc..) eine mehr oder
weniger gute Verbindung dar.Das Licht flackerte zeitweise extrem und
Messungen meinserseits ergaben Spannungseinbrueche bis zu 120V.
Hatte das damals auf Video aufgenommen - am Ende des Videos sieht man
das Flackern auch "digital" auf einem popeligen Messgeraet.
https://www.youtube.com/watch?v=tyo2dv6wm7g
Brownouts, sprich Unterspannung gibts, hab ich selbst schon mal erlebt,
das dauerte aber nur wenige Sekunden. Das war damals bei dem
spektakulären Zusammenbruch des Europäischen Stromnetzes anlässlich der
verpatzten Abschaltung einer Leitung in Norddeutschland.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stromausfall_in_Europa_im_November_2006
In solchen Fällen kann es potentiell auch sein, dass einige Verbraucher
einfach weiter laufen wenn sie mit einer niedrigeren Versorgungsspannung
klar kommen.
kopfschüttler schrieb:>> Erst fiel der Strom bei uns aus, dann klingelte eine Nachbarin,>> na, klingelt's?
Da klingelt lediglich, daß ich schon drei Minuten nach Geschehen nicht
mehr weiß, ob jemand geklopft oder geklingelt hat. Bin nicht mal ran
gegangen, meine Frau hat ihr geöffnet...
Hier kann man ja nicht ein Wort sagen, ohne daß es auf die Waagschale
gelegt wird.
Wie hell war die Lampe, war das nicht eine optische Täuschung?
Geklingelt oder geklopft? Ging die Sprechanlage? Hätte die Frau nicht im
dunklen Treppenhaus stürzen müssen, bevor sie unsere Wohnung erreichte?
Was war mit der Straßenbeleuchtung, ging die? Keine Ahnung...
maetressenhuhnesserteam schrieb:> es waren keine 115V, sondern nach> meiner Hochrechnung etwa 87,34V. ;-)
Geht es vielleicht noch genauer, damit man sich ein Bild machen
kann?
Gableberger schrieb:> Da war sicher eine gewisse Spannung im Hinterteil: Gluehwuermcheneffekt!
Oder für den A.....
maetressenhuhnesserteam schrieb:> Hatte erst an ne 15W-Lampe oder so gedacht, aber sie bestand darauf, daß> die sonst viel heller war. Auch war der Glühfaden viel dunkler als> sonst.
Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen...
Außer "Maetressenhuhnesserteam" hat zu viel geraucht....
Ok, dann halte ich fest, daß ihr es auch nicht wisst. War ja fast klar,
wenn ich schon erstaunt bin, dann seid ihr es ja schon lange.
Hätt ja sein können, daß sich mal ein Fachmann hierher verirrt hat.
Vielen Dank soweit.
@magic smoke:
Nicht jedes Ortsnetz hat so eine Überwachung. Erst vor ein paar Monaten
hatten wir im ganzen Ort stundenlang keine Spannung auf einem
Außenleiter während die anderen beiden noch mit 200 bis 210V da waren.
maetressenhuhnesserteam schrieb:> Keine Ahnung...
Das ist schlecht.
Aber eine Erklärung für die Klingel
habe ich. Du hast keine einfache
Klingel, die vom Klingeltrafo
gespeist wird, sondern so ein
Bing-Bang-Bongo-Dings, dass eine
eigene Batterie hat. Die "klingelt" auch
beim Stromausfall!
Die Sache mit der Glühlampe ist ein Wunder.
Wahrscheinlich die Reste der Pfingsterleuchtung.
@A-Freak
Da kannst Du bei alten Anlagen recht haben, bzw. ich weiß jetzt nicht
wie Dein Haus versorgt wird. Evtl. war es wie ich schon schrieb auch ein
Fehler nur in Deiner Straße. Bei den 400V Kabeln gibt es keine
Phasenausfallüberwachung und nur Schmelzsicherungen. Wenn davon eine
auslöst (oder durch einen Fehler im UW die Phase nicht aus dem Trafo
bzw. auf die Sammelschienen kommt), dann ist die betroffene Phase halt
tot und durch die Sternpunktverschiebung wegen dem im Normalfall nicht
auftretenden hohen Neutralleiterstrom sinkt die Spannung auf den beiden
verbliebenen (gegen Null).
Gibt auch lustige Effekte, wenn sowas z.B. durch einen
Phase/Phase-Kurzschluß passiert, bei dem nur eine der Sicherungen
auslöst. Bei bestehend bleibendem Fehler führen dann beide Phasen den
gleichen Strom. Dadurch verschiebt sich auch der Nullpunkt zu diesen
beiden gleichen Phasen, die Spannung bei den beiden sinkt, während sie
bei der dritten (intakten) Phase ansteigt.
Kann auch sein, daß die tote Phase nicht komplett ausfällt, sondern
durch angeschlossene starke Drehstromverbraucher (die aber natürlich
keinen Drehstrom mehr bekommen) rückwärts versorgt wird und dadurch
immer noch geringe Spannung führt. Kann reichen, daß noch Lampen glimmen
usw...
Aber in keinem Fall wäre das ein Totalausfall einer ganzen Straße, bei
dem noch eine Phase mit geringer Spannung versorgt wäre. Für sowas müßte
man zwei Phasen komplett ausknipsen und die dritte massiv überlasten.
Spätestens dann fliegt irgendwo eine Sicherung raus und legt die dritte
Phase ebenfalls still.
Ich kann mich an einen Fall in meiner Kindheit erinnern, da war es genau
so. Mir war ganz mulmig zumute.
Schade finde ich, dass selbst bei uns in der E-Technikfirma niemand bei
einem Stromausfall auf die Idee kommt, durch Ausschalten von dicken
Verbrauchern dem EVU das Wiedereinschalten zu erleichtern. Ich mache
immer die Hauptsicherung raus und schalte erst eine Minute nach
Wiedereintreffen des Stroms sukzessiv zu.
@magic smoke:
Das Trafohäuschen bei uns ist aus den 1980ern und der eine Außenleiter
fehlte im ganzen Dorf.
Die Spannung auf den beiden anderen habe ich erst danach gemessen.
So etwas ähnliches ist mir auch mal passiert ... War ziemlich creepy ...
Strom fällt aus und Videorecorder läuft weiter ... Nirgends Strom, nur
Videorecorder ging noch, obwohl der an keiner anderen Steckdose als der
Fernseher angeschlossen war ...
Das Glühbirnen-Phänomen kenn ich von Energiesparlampen ... Meine
Energiesparlampe blitzt hin und wieder auf, auch wenn der Schalter
ausgeschalten ist.
Aber da ist keine Rede von halber Helligkeit sondern sie glimmt eher
nur.
Die meisten EVU-Außendienstler haben etwas Respekt davor,
einen Hochspannung-zu-400V Trafo einzuschalten.
Da explodieren schon mal 400V-Sicherungen an den abführenden Leitungen,
oder Wiedereinschaltversuch eines defekten Trafos - dann macht's da drin
kurz blub und im Schalter krachts auch ordentlich, oft riecht man die
Leistung dann auch ...
In der Regel steckt das Netz die Einschaltströme großer Netzbereiche
weg. Wenn der Trafo ungünstig eingeschaltet wird (ungünstiger
Restmagnetismus im Kern, LS schließt in der Nähe des Nulldurchgangs),
verursacht der Trafo alleine schon einen gewaltigen Einschaltstromstoß.
Das hört man auch an einem sehr wütenden Brummen und es dauert einige
Zeit bis der Trafo normal-ruhig leise vor sich hin brummt. Das muß das
Netz abkönnen. Es ist auch der große Vorteil solch einfacher Trafos im
Vergleich zu einem Gleichspannungs-Hochspannungsnetz: Diese Trafos sind
kurzzeitig extrem überlastbar ohne Schaden zu nehmen.
Bei sehr großen Maschinen in der Industrie sind die hohen Lasten sowieso
vorgesteuert. Das braucht also nicht sofort alles wieder Strom, sondern
erstmal startet die Steuerung und schaltet dann nach und nach die Lasten
wieder ein. Nach längerfristigen Ausfällen muß die Anlage sowieso
manuell wieder angefahren werden, vorher müssen evtl. erstarrte
Werkstoffe entfernt werden usw.
Was ich schon mitbekommen habe:
1. starker Brown-Out mit Totalausfall nach ein paar Sekunden in der
Kindheit, keine Ahnung aus welchem Grund
2. schlagartiger Totalausfall über viele Stunden nachdem ein Kran einen
Erdschluß an einer 220kV Leitung (Neuenhagen-Wuhlheide, wurde in den
1990er Jahren abgebaut) im Osten Berlins verursacht hat, dadurch
Abschaltung der kompletten Trasse weil das verbliebene System die Last
nicht tragen konnte, zwei 220/110kV UWs (Thyrow südlich von Berlin und
Wuhlheide im Südosten Berlins) komplett ohne Strom
3. Kurzunterbrechung während eines Gewitters, vermutlich Blitztreffer
auf der 110kV-Ebene.
4. extrem starker Flicker ohne Ausfall durch 10kV Erdkabelschaden
(Erdschluß), den unterirdischen Lichtbogen konnte man hören und riechen
5. schlagartiger Totalausfall nachdem ein Bagger ins 10kV Erdkabel
reingegriffen hat
Da war nichts bei, wo eine Phase unterversorgt überlebt hat.
eProfi schrieb:> Schade finde ich, dass selbst bei uns in der E-Technikfirma niemand bei> einem Stromausfall auf die Idee kommt, durch Ausschalten von dicken> Verbrauchern dem EVU das Wiedereinschalten zu erleichtern. Ich mache
Warum auch, sowas ist Unsinn.
> immer die Hauptsicherung raus und schalte erst eine Minute nach> Wiedereintreffen des Stroms sukzessiv zu.
Das EVU schaltet in Stufen die Verbraucher zu, dafür gibts vorgegebene
Abläufe wann wer wieder zugeschaltet wird.
magic smoke schrieb:> Also auf der Straße ist bei so gut wie allen Netzen hier Erdleiter und> Nulleiter identisch (PEN). Das wird erst im Hausanschlußkasten> aufgetrennt. Also großflächige Potentialunterschiede zwischen PE und N> geht gar nicht.
Eben. Im Sternpunkt = N des Endverbraucherstromkreises tut sich also
schon mal gar nix. Warum auch ? Der N ist ja nicht krank und im TN
System mit vielen Betriebserdern parallelgeschaltet. Betrachte die Last
im N:
Im Falle L1 = weg; durch L2 = In und durch L3 = In ergibt sich
betragsmäßig IN = In (bei ohmscher Last) (zeichne Zeigerdiagramm).
Im Falle L1 und L2 weg -> IN = IL3. Klar.
Aus der Reihe "Immer Spaß mit Drehstrom":
Man nehme eine Studentenbude mit alten Durchlauferhitzer mit
mechanischem Differenzdruckschalter (und dessen Heizwiderstände im
Dreieck liegen), einen Hausanschluss, bei dem eine Phase fehlt
(Hauptsicherung defekt) und eine Küchenlampe (Glühlampe). Damit ist es
spielerisch möglich, mit dem Wasserhahn das Licht in der Küche ein- und
auszuschalten. Das hat wirklich geklappt .
Auf das vorliegende Problem (mutmaßlich) übertragen: Es genügt ein
Verbraucher im Dreieck irgendwo, eine oder zwei defekte
Aussenleiterspannungen und der Rest ergibt sich durch Reihenschaltung
über "Vorwiderstände". Mag sein, daß die Schutzorgane zweier Außenleiter
durch waren und in einem der "untoten Außenleiter" war eben die Spannung
an der Reihenschaltung zu "sehen" . Viele Lampen sind heute
Energiesparlampen; Waren die Spannungen über die jeweiligen
Reihenschaltungen einfach zu gering, um sie zu starten ?
Aber ein paar wenige Lampen sind doch statistisch gesehen an der letzten
gesunden Phase.. ?? Hm... es bleibt seltsam.
=^oo^= RRR ????
Vor ca 25 Jahren hab ich sowas auch erlebt, war auf einem Dorf. Die
Glühbirnen einer Phase glimmten nur leicht, aber das hat ca. 20 Minuten
gedauert.
Vor kurzem hatte ich den Fall das bei einem Bekannten eine Phase weg
war.
Ich hab ihm per Telefon gesagt, er möge bitte das warme Wasser
aufdrehen, und gucken ob im Haus das Licht wieder angeht - und es ging
an.
Das Gesicht hätte ich gerne gesehen ;D
Lösung war ein Kontaktproblem am Hausanschluss.
Dieses Phänomen ist nicht unbekannt, hat aber wenig mit dem ganzen
Gedönse zu tun, das hier geschrieben wird.
Ca. alle 15 Sekunden fackelt in De eine Neutralleiterbrücke ab, weil die
Netze mit den Schaltnetzteilen nicht gut klar kommen. Im einfachsten
Fall passiert wenig bis Nichts, weil sich ein virtueller Sternpunkt
ausbildet, der lediglich mal, je nach Belastungssituation zu Spannungen
um die 250V an der Steckdose führt. Das geht bisweilen erstaunlich lange
gut. (über Jahre!). Weniger gut geht es in der Regel in ringgespeisten
Wohnsiedlungen aus. Hier brennt häufig die Isolierung mit weg, was zu
mehrphasigen Kurzschlüssen führt. Der letzte der Mohikaner (die trägste
oder am wenigsten belastete der 6 NH-Sicherungen) hält dann am Ende das
Fähnchen hoch. Da aber kein Rückleiter mehr da ist, bildet sich der N
aus den in Reihe geschalteten Verbrauchern der abgeschalteten
Aussenleiter. Es gibt Häuser, die sehen dann aus, wie eine
Kunstinstalation, weil ständig irgend wo Lichter an uns aus gehen.
tex schrieb:> Ca. alle 15 Sekunden fackelt in De eine Neutralleiterbrücke ab, weil die> Netze mit den Schaltnetzteilen nicht gut klar kommen. Im einfachsten> Fall passiert wenig bis Nichts, weil sich ein virtueller Sternpunkt> ausbildet, der lediglich mal, je nach Belastungssituation zu Spannungen> um die 250V an der Steckdose führt. Das geht bisweilen erstaunlich lange> gut. (über Jahre!). Weniger gut geht es in der Regel in ringgespeisten> Wohnsiedlungen aus. Hier brennt häufig die Isolierung mit weg, was zu> mehrphasigen Kurzschlüssen führt. Der letzte der Mohikaner (die trägste> oder am wenigsten belastete der 6 NH-Sicherungen) hält dann am Ende das> Fähnchen hoch. Da aber kein Rückleiter mehr da ist, bildet sich der N> aus den in Reihe geschalteten Verbrauchern der abgeschalteten> Aussenleiter. Es gibt Häuser, die sehen dann aus, wie eine> Kunstinstalation, weil ständig irgend wo Lichter an uns aus gehen.
Verstehe ich nicht. Siehe Zeichnung im Anhang
Generator auf dem Balkon anschmeißen und mit nem Stecker auf Stecker
Adapter ins Hausnetz einspeisen(vorher noch die Hauptsicherung ziehen)
BUHAHAHA ;)
@ Reinhard##
>Verstehe ich nicht. Siehe Zeichnung im Anhang
Dafür hast Du es aber schon sehr gut skizziert.
Zeichne noch einen 3-phasigen Verbraucher (Herd Lüfter
Heizungspumpe) mit ein und vergiss den R(E) von 0,2 Ohm, denn die seit
Jahren darüber vagabundierenden Blindströme haben ihn längst verfaulen
lassen.