Angst vor Sarmonellen? Zu wenig Hitze

OP (Firma: Dem Ben seine Leiche) #7162140
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Warmwasser kommt bei uns vom Dach über Solarthermie. Tageintagaus kommen 
da im Sommer um die 50 Grad ab. In der Heizsteuerung wird dennoch immer 
wieder dies Keimeporgramm gestartet um einmal in der Woche die Bazillen 
rauszukochen. Ist sowas nötig derzeit?
Es wird ja mehrmals täglich warmes Wasser gezapft, geduscht und gepisst.

Fazit: Wie krankhaft wird es werden wenn man nicht einmal die Woche Gas 
räuchert?
Gast #7162154
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In Gebäuden, in denen sich Mietwohnungen befinden, ist so vorgegeben. 
Der Vermieter muss alles tun, um Gefahren (hier Legionellen) abzuwenden. 
Bei größeren Häusern muss auch jedes Jahr auf diese Viecher getestet 
werden.
Der Hersteller der Warmwasseraufbereitung wird das wöchentliche 
Hochheizen aus Gründen der Produkthaftung vornehmen. Man kann es außer 
Betrieb nehmen, kann den Hersteller aber dann nicht mehr verklagen, wenn 
die Legionellen zugeschlagen haben.
Gast #7162166
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Benedikt L. schrieb:
> ob ich von den Wirtschaftswaisen vergackeiert werde!

Kommt drauf an ob du ein abwassertrinker bist oder nicht. Hier mit 
bergquallwasser ist das null problem, unnötig, blöd.

Wenn du aber wasser vom unteren ende des rheins beziehst, wasser dass 
vollgeschissen, vollgepisst und dann nicht desifiziert wurde kann das 
schon ein problem werden.

In 0.13% der amsterdamer haushalte bilden sich im verlauf eines jahres 
legionellen im warmwassertank wenn der nie über 50 grad geheizt wurde.
#7162328
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Eventuell stimmt mit deiner Anlage oder der Planung was nicht.
Ich habe für ein 3 Personen Haushalt 9m² Kollektoren auf dem Dach dazu 
einen 1000l Speicher. An Sonnigen Sommertagen muss der Speicher öfters 
"Gekühlt" werden damit er nicht über 90° kommt. Die wärme reicht 
meistens sogar um im Herbst die ersten kühlen tage tage die Heizung mit 
zu versorgen.
#7162398
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https://www.boiler-info.nl/legionella/ (Sorry in NL)

Uebersetzt :
Gemäß den Richtlinien der ISSO-Publikation 30.5 und 55.1 muss der Boiler
wöchentlich desinfiziert werden.
Dies kann mit einer dieser 3 Methoden erfolgen:

Den gesamten Kesselinhalt auf 60 °C bringen und dort mindestens 20
Minuten belassen.
Den gesamten Kesselinhalt auf 65 °C bringen und dort mindestens 10
Minuten belassen.
Den gesamten Kesselinhalt auf 70 °C bringen und dort mindestens 5
Minuten belassen.
#7162548
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Patrick C. schrieb:

> Den gesamten Kesselinhalt auf 60 °C bringen und dort mindestens 20
> Minuten belassen.
> Den gesamten Kesselinhalt auf 65 °C bringen und dort mindestens 10
> Minuten belassen.
> Den gesamten Kesselinhalt auf 70 °C bringen und dort mindestens 5
> Minuten belassen.

Es ist wohl ein besonderes Problem, den gesamten Kesselinhalt auf
über 60° zu erhitzen, da es dort gern zu Wärmeschichtungen kommt.
Und unter 60° werden die Legionellen nicht abgetötet, die haben
dann nur ihren "Warmbadetag".
(Firma: Autotronic) #7162595
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A. H. schrieb:
> Wie kann es sein das die Solartermie nur 50° schafft?

Mit 7,2qm Flachkollektoren komme ich bei einem 210 Liter Speicher im 
Sommer problemlos über 60°C und das fast den ganzen Tag.

Das Abtöten der Legionellen ist sowieso erst bei einem 
Warmwasserspeicher ab 500 Liter erforderlich.

Oliver S. schrieb:
> Wie groß ist denn der Warmwasserspeicher?

Das ist die richtige Frage.
#7162787
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Hat man das Problem denn bei einem überschaubaren Speicher mit 300 bis 
500L überhaupt wenn man nicht gerade im Winter ein paar Wochen verreist 
und dadurch kein Warmwasser entnimmt? Das kalte Wasser geht ja unten 
rein, das warme oben raus, solange man zu Hause ist und Warmwasser 
braucht, wird das ja ständig durchgeschoben und kann also nie lange 
stehen bleiben.
#7162820
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Christian R. schrieb:

> Hat man das Problem denn bei einem überschaubaren Speicher mit 300 bis
> 500L überhaupt wenn man nicht gerade im Winter ein paar Wochen verreist
> und dadurch kein Warmwasser entnimmt? Das kalte Wasser geht ja unten
> rein, das warme oben raus, solange man zu Hause ist und Warmwasser
> braucht, wird das ja ständig durchgeschoben und kann also nie lange
> stehen bleiben.

Nun, wir hatten dieses Problem im diesjährigen Frühjahr in einem
Mietshaus mit sechzig Wohnungen und bekamen eine entsprechende
Mitteilung vom Vermieter. Man sollte meinen, das bei sovielen
Nutzern genügend Wasser "ständig durchgeschoben" wird. Der Meß-
wert lag allerdings an der unteren Grenze des Warnwertes, sodas
ich trotzdem noch die Dusche benutzt habe. Inzwischen ist das
Problem laut Mitteilung des Vermieters behoben worden.
#7162823
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Patrick C. schrieb:
> Gemäß den Richtlinien der ISSO-Publikation 30.5 und 55.1 muss der Boiler
> wöchentlich desinfiziert werden.

Fürs dringen müssen gibt es Toiletten, ansonsten muß man gar nichts.

1. In D ist der Betreiber der Anlage für den Zustand verantwortlich, mit 
allen Konsequenzen.

2. Im EFH ist die wöchentliche Pseudo-Desinfektion entbehrlich. Kann man 
machen, muß man aber nicht. Allerdings: Siehe 1.

Oliver
#7164461
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Falls die Anlage mal umgebaut wird:
Ich empfehle einen Wärmetauscher für Warmwasser. Mein Puffer 1500L / 
3000L hat kein Kontakt zum Nutzwasser.
So stehen maximal 6L Warmwasser.
Keine Chance für Legionellen.

Und damit kann man auch bei Angst vor Kalk den Puffer auf höhere 
Temperaturen setzen.

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