Leistungsaufnahme Elektromagnet

OP #7725405
Lesenswert?

Hallo zusammen,

ich möchte die Leistungsaufnahme eines Elektromagneten ermitteln.

Seine Daten: 15V und 900 Ohm.

Mein Problem: da er ein Fipdot ist, darf er nur Bruchteile von Sekunden betrieben werden, eine Messung fällt (zumindestens mit meinen Möglichkeiten) aus.

Meine Frage: kann man das mathematisch ermitteln?

Viele Grüße und vielen Dank Martin

Beitrag #7725463 wurde von einem Moderator gelöscht.
(Firma: Privat) #7725611
Lesenswert?

von Vanye R. schrieb:

Bedenke die "Bruchteile von Sekunden"

Wenn du das berücksichtigen willst, muß aber auch noch die Induktivität und die Zeit bekannt sein, nicht nur Spannung und Widerstand. Die Leistung beginnt dann mit 0 Watt und kann nicht größer als P = U^2 / R werden. Wobei das ziemlich schnell geht bei einen Widerstand von 900 Ohm. Also man wird es meistens vernachlässigen können.

#7725613
Lesenswert?

Martin schrieb:

ich möchte die Leistungsaufnahme eines Elektromagneten ermitteln.

Ist mit Fipdot eine Flipdot Anzeige gemeint? Um was zu ermitteln? Erwärmung der Spule? Dimensionierung der Treiberstufe? Auslegung einer Speisebatterie? Ermittlung wie schnell es geht?...

eine Messung fällt (zumindestens mit meinen Möglichkeiten) aus. Meine Frage: kann man das mathematisch ermitteln?

Nicht ohne die Induktivität zu kennen. Und die könnte sich während der Elementbewegung ändern. Wenn man kein Datenblatt hat, muss man Geschwindigkeit, also Mindestpulslänge und Mindestwartezeit für die Mechanik ausprobieren. Dabei mit Shunt und Speicheroszi den Strom aufzeichnen. Sollte die Treiberstufe nicht niederohmig sein, dann auch die Spannung oszillografieren und die Multiplikationsfunktion vom Digitaloszi nutzen. (P=UxI)

#7725712
Lesenswert?

Günter L. schrieb:

Du brauchst dann nur noch mit der Spannung multiplizieren und hast dann die Leistung.

Beinahe: Zur Berechnung der Leistung brauchst du die Spannung U_ind über dem (internen) Widerstand. Da kommst du aber nicht ran, weil der zusammen mit der Induktivität untrennbar in einer Blackbox verpackt ist. Deine Methode funktioniert nur für (Quasi-)Gleichstrom.

p.s. ... brauchst ... zu multiplizieren ...

#7725735
Lesenswert?

Rainer W. schrieb:

Günter L. schrieb:

Du brauchst dann nur noch mit der Spannung multiplizieren und hast dann die Leistung.

Beinahe: Zur Berechnung der Leistung brauchst du die Spannung U_ind über dem (internen) Widerstand. Da kommst du aber nicht ran, weil der zusammen mit der Induktivität untrennbar in einer Blackbox verpackt ist. Deine Methode funktioniert nur für (Quasi-)Gleichstrom.

An diese Spannung kommt man schon ran, indem man den Strom misst, und mit dem internen R multipliziert.

#7725740
Lesenswert?

Wolf17 schrieb:

Ist mit Fipdot eine Flipdot Anzeige gemeint?

Ich habe da etwas gefunden.

https://www.heise.de/select/make/2016/5/1476722767906921

Martin schrieb:

Mein Problem: da er ein Fipdot ist, darf er nur Bruchteile von Sekunden betrieben werden, eine Messung fällt (zumindestens mit meinen Möglichkeiten) aus.

Man muß nur die benötigte Stromstärke ermitteln die zum Bewegen des Stößel nötig ist. Es läuft darauf hinaus das der Elektromagnet einen kurzen Impuls erhält. Der Stößel braucht nur einen passenden Anstoß.

Diesen Vorgang zu berechnen ist viel zu kompliziert. Was man braucht ist ein Impulsgenerator und eine einstellbare Spannungquelle. mfg Klaus

#7725917
Lesenswert?

Das "FLIPDOT" hat 900 Ohm, ist klein und hat daher wohl nicht viel Induktivität => also eine kleine Zeitkonstante.

Einfach die stationäre Leistungsaufnahme zu benutzen, sollte meist genügen.

Wenn man's genauer haben will: bei einem Relais sieht der Stromverlauf i.d.R. so aus: https://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/bilder/02072111.gif

Aus: https://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0207211.htm

#7725931
Lesenswert?

Halbbrücke statisch betrieben und kleinen (auskoppel)Elko in Reihe. Wenn der sich über die 900R auflädt machts „flip“ und wenn er sich (bei Low) wieder entlädt, machts „dot, flop“ oder dergleichen. Je nach wem, wie groß der Elko ist dauerts entsprechend kurz oder lang. Aber soll ja sicher als Matrix betrieben werden.

#7725942
Lesenswert?

Jens G. schrieb:

An diese Spannung kommt man schon ran, indem man den Strom misst, und mit dem internen R multipliziert.

Aber nicht so:

Wolf17 schrieb:

Dabei mit Shunt und Speicheroszi den Strom aufzeichnen. Sollte die Treiberstufe nicht niederohmig sein, dann auch die Spannung oszillografieren und die Multiplikationsfunktion vom Digitaloszi nutzen.

Das Verfahren liefert nur für den stationären Teil des Pulses, d.h. wenn der Strom sich nicht mehr ändert, einen vernünftigen Wert.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren