Hallo alle zusammen,
ich bin noch sehr neu in der Welt der Microcontroller und möchte jetzt
nach einigem rumexperimentieren endlich mal was halbwegs sinnvolles
zusammenlöten.
Ich möchte einen vierstelligen Countdown mit 7-Segmentanzeigen umsetzen
und habe mir dazu einen Plan erstellt [siehe Anhang].
Ich bin mir nicht sicher ob das alles so korrekt ist, deshalb würde ich
mich freuen wenn mir hier einige Ratschläge und Tipps geben würden.
Ist das alles in Ordnung?
Ist das Quarz richtig angeschlossen?
Könnte ich für die Transistoren auch die BC558 nehmen?
Und zuletzt, warum haben die 7-Segmentanzeigen 4 Ausgänge? Brauch ich
die alle?
Liebe Grüße und danke,
Stefan
@ Stefan (Gast)
>Ich bin mir nicht sicher ob das alles so korrekt ist, deshalb würde ich
Es fehlt noch ein 100nF Kondensator DICHT am AVR. Sonst ist das OK.
>Könnte ich für die Transistoren auch die BC558 nehmen?
Ja.
>Und zuletzt, warum haben die 7-Segmentanzeigen 4 Ausgänge?
Welche 4 Ausgänge?
MFG
Falk
Falk Brunner schrieb:
> @ Stefan (Gast)>>>Ich bin mir nicht sicher ob das alles so korrekt ist, deshalb würde ich>> Es fehlt noch ein 100nF Kondensator DICHT am AVR. Sonst ist das OK.
Ist doch eh da. C2?
>Und zuletzt, warum haben die 7-Segmentanzeigen 4 Ausgänge? Brauch ich die alle?
Wahrscheinlich sind die alle intern miteinander verbunden, was Du mit
einem Ohmmeter nachprüfen kannst. Der Sinn könnte darin bestehen, dass
sich die internen Brücken beim Layout einer Platine vorteilhaft nutzen
lassen und man so der Notwendigkeit entgehen kann, echte Brücken aus
Draht setzen zu müssen. Vielleicht gibt es dann gar keine Drahtbrücken
auf der Platine und man kann sich diesen Fertigungsschritt nebst dem
zugehörigen Bestückungsautomaten komplett sparen --> Platine wird
preiswerter.
Bei Tastern ist es genauso: Zwei Anschlüsse würden elektrisch genügen,
aber wehe, man würde mit solchen Tastern eine Tastenmatrix aufbauen
wollen. Wie man sich leicht überlegen kann, müsste man dann neben jede
Taste eine Drahtbrücke setzen (oder eine zweiseitige Platine fertigen
--> beides unangenehm teuer). Deshalb haben Taster meistens drei
Anschlüsse, von denen zwei intern miteinander verbunden sind. Dadurch
hat ein solcher Taster seine Brücke sozusagen schon eingebaut.
Michael M. schrieb:
> Ist doch eh da. C2?
C2 ist für den Spannungsregler. Beim AVR braucht es noch 100nF
Kondenatoren zwischen GND/VCC (und GNS/AVCC würde ich auch mit 100nF
verbinden).
Vom Projekt her würde ich noch hinzufügen:
1. Eine Pfostenleiste für ISP Programmierung. Spart das dauernde
Umstecken des AVR
2. Einen Taster an einem I/O-Pin für den Neustart des Counters bzw. als
universelle Eingabemöglicheit
3. Ich würde die beiden UART-Pins (RXD/TXD) freilassen, um später das
Teil fernsteuerbar zu machen. Man kann dann das Projekt nett als
universelle Anzeigeeinheit weiterverwenden, wenn der Countdown mal
langweilig ist.
Danke für die vielen netten und hilfreichen Tipps.
Nur verliere ich langsam (schon) den Überblick, wo würden diese 100nF
Kondensatoren genau hinkommen? Kann das vielleicht jemand skizzieren?
Taster baue ich auf jeden Fall noch dazu, die Pfostenleiste für ISP
kriege ich auch hin, aber dass mit den UART-Pins ist eine sehr gute
Idee.
Vielen Dank und liebe Grüße,
Stefan
Beschaltung des 7805:
http://www.mikrocontroller.net/wikifiles/c/c5/V_Regler.gif
Beschaltung AVcc:
Figure 96. ADC Power Connections im Datenblatt
In deinem Plan ist die Spule durch ein Stück Draht ersetzt und der
Kondensator fehlt.
Beschaltung Vcc:
100 nF zwischen Pin 8 und 7 möglichst nahe am AVR.
Also ich hab mir jetzt alles nochmal angeschaut.
Mein Ergebnis könnt ihr im Anhang sehen.
Könnte da bitte nochmal jemand drüber schauen? Ich hab so das Gefühl das
stimmt nicht ganz...
Was mich stutzig macht sind die grünen Linien, die durch D1, den 10p
Elko (:-) und das Ding an deinem Vcc Anschluss des Prozessors sitzt. Da
dürfte im Schaltplan was nicht stimmen. Schieb die Teile mal zur Seite
und sieh nach wie die Anschlüsse dort wirklich laufen.
Der 10p Elko (gibt es sowas überhaupt), welchen Sinn soll der denn
haben?
Und was ist das Teil am Vcc Anschluss des Prozessors?
R2-R8 haben alle 330 Ohm.
Das Ding (Kondensator, 100nF) sollte doch dahin, oder?
>>Beschaltung Vcc:>>100 nF zwischen Pin 8 und 7 möglichst nahe am AVR.
Und sorry :D Fragt mich nicht was mich geritten hat dort überall ein p
hinter zu schreiben. Gemeint ist aber "mikro".
Liebe Grüße!
Was ist denn das fette Ding zwischen Vcc und AVcc? Soll das die 10 µH
Spule aus dem Datenblatt sein? Die ist dann falsch angeordnet. Sie soll
Störungen von AVcc abhalten. In deiner Zeichung tut sie das nicht. Dort
hält sie Störungen vom Vcc Pin ab.
Der + Zweig der Spannungsversorgung sieht so aus:
10µH
5V ----+---------+-Spule (*)-+
| |
| 100nF | 100nF
+--||--+ +--||--+
| | | |
Vcc GND AVcc GND
(*) bzw. Drahtstück, wenn AD-Wandler nicht benutzt wird und keine
passende Spule zur Hand ist.
Deine Strategie, Punkte im Schaltplan zu setzen, solltest du nocheinmal
überdenken. Die Punkte kommen dort hin, wo sich Leitungen kreuzen um
anzuzeigen, dass an dieser Stelle die Leitungen tatsächlich verbunden
sind bzw. sich nur zufällig eine Kreuzung ergeben hat (wenn kein Punkt
dort ist). Sinnlos ist aber, an die Bauteilanschlüsse Punkte zu setzen.
Es ist völlig klar, dass das Bauteil an diesem Anschlusspunkt mit der
Leitung, die dort hin führt verbunden sein muss. Wer eine Leitung an
Anschlüssen so vorbeiführt, dass die Leitung zwar die Anschlüsse
berührt, das aber keine elektr. Verbdingung sein soll, dem sollte man
sofort die Lizenz zum Malen entziehen.
Karl heinz Buchegger schrieb:
> Deine Strategie, Punkte im Schaltplan zu setzen, solltest du nocheinmal> überdenken.
So ungefähr sollte das aussehen, wobei ein Punkt zuviel sicherlich nicht
so schlimm ist, wie ein vergessener Punkt. Streng genommen hattest du
nämlich den Siebelko C6 unten an der gemeinsamen Masseleitung gar nicht
richtig angeschlossen.
Super, danke für die zahlreichen Tipps.
Den ADC werde ich hier wohl kaum brauchen. Trotzdem weiß ich darüber
jetzt in der Zukunft bescheid.
Zugegeben, das mit den Punkten war wohl ein bisschen Willkür. Unnötige
habe ich entfernt, nötige hinzugefügt.
Inzwischen habe ich auch noch einmal alles schön angeordnet, verbessert
und ausgebaut (Taster/Status-LEDs).
Morgen kommt meine Teilelieferung per Post und ich werde das ganze
zusammenbauen. Ich werde berichten ;)
Liebe Grüße,
Stefan
Guten Morgen alle zusammen,
ich brauche noch einmal eure Hilfe.
Undzwar hab ich jetzt endlich Zeit gefunden meine Schaltung auf eine
Lochrasterplatine zu löten.
Einziges Problem, der Controller lässt sich nicht programmieren :(
Ich benutze den AVRISP MKII mit dem AVR Studio. Allerdings scheitert
mein ganzes vorhaben immer bei "Entering programming mode ... FAILED".
Wenn ich den Controller auf eine andere Lochrasterplatine, die ich mal
zum Spaß gelötet habe, aufsetze, funktioniert die Programmierung.
Auch ein kleines Testprogramm funktioniert wunderbar. An den Stellen
MISO und SCK, an denen ich noch 2 LEDs angeschlossen habe, hatte ich
zuerst einen Vorwiderstand von jeweils 1K, und habe diesen wie hier im
Tutorial geschrieben, auch Testweise bis auf 10K erhöht.
Langsam weiß ich nicht weiter, weil auch die Spannungen die am mega8
anliegen (soweit ich das beurteilen kann) in Ordnung aussehen.
Über hilfreiche Tipps zur Fehlereingrenzung würde ich mich freuen.
Grüße!
Stefan schrieb:
> Auch ein kleines Testprogramm funktioniert wunderbar. An den Stellen> MISO und SCK, an denen ich noch 2 LEDs angeschlossen habe, hatte ich> zuerst einen Vorwiderstand von jeweils 1K, und habe diesen wie hier im> Tutorial geschrieben, auch Testweise bis auf 10K erhöht.
Wie sieht diese Schaltung genau aus?
Die Programmerlietungen gehen hoffentlich direkt auf die µC-Pins
So sieht das ganze aus. Nur das auf meiner Platine der 10-polige
Anschluss nahe am Controller sitzt und über kurze Strecken mit den Pins
verbunden ist.