Na klar René kann ich,
dir ist ja bekannt, das die Versorgungsspannung in der Regel mit VCC
bezeichnet wird. Dies ist nicht nur bei den Atmel-Controllern der Fall
sondern auch bei vielen anderen IC`s. Das hat sich so eingebürgert und
ist mittlerweile wohl Standard.
Als AVCC bezeichnet man ebenfalls eine Versorgungsspannung um
hervorzuheben, das es sich eben nicht um VCC sondert um eine
eigenständige Versorgungsspannung für den Analogteil handelt. Jetzt eben
auf den Atmel bezogen heist das nur, das der Analogteil eine eigene
Spannung benötigt. Die Spannung wird in der Regel gesondert aufbereitet
entweder mittels eigenem Spannungsregler und daher eigener Leiterbahn
oder es wird VCC über einen niederohmigen Tiefpass an den AVCC-Pin
geführt. Für den Tiefpass reicht ein Widerstand von 4,7 - 8,2 Ohm und
ein Elko von 22µF vom AVCC-Pin direkt nach Masse. Zweck der Übung ist
es, unvermeidliche Störungen auf der VCC Leitung vom Analogteil
fernzuhalten.
Das gilt aber auch für die AGND Leitung. Hier wird zum Ausdruck
gebracht, das die Masseleitung unbedingt getrennt von der normalen
Masseleiterbahn zu führen ist und und nur an einer Stelle (am besten der
-Pin des Siebelkos in der Stromversorgung) mit der normalen Masse
verbunden wird. Dies verhindert, das Störungen, die durch
Ausgleichsströme auf der Masseleitung verursacht werden, auf den
Analogteil durchschlagen.
Mit AVREF wird die Referenzspannung bezeichnet. Im einfachsten Fall wird
sie aus VCC gewonnen wenn die Ansprüche gering sind. Aber auch hier muss
Tiefpass-gefiltert werden. Besser ist es aber, die Referenzspannung
extern zu erzeugen z.B. mit einem AD 584. Die Spannung ist äußerst
stabil auch bei grösseren Temperaturschwankungen. Diese Lösung kostet
aber Geld, ich glaube, so ein AD 584 liegt bei 5 - 8 Euros......
Ich hoffe, ich konnte dich `erleuchten`,
Gruß,
Günter