Hallo,
ich suche eine Ballastschaltung, die mir die Energie bei einem
Lastabwurf vernichtet. Der kleine 700-Watt-Motorantrieb des Generators
wird dabei sehr schnell heruntergeregelt.
Zum einen ist der eine Augang 12 VDC/ max. 55 A, der andere 220 VAC/
max. 3-4 A. Zudem möchte ich alle Schalt-Überspannungen damit
absorbieren.
Ich habe mir überlegt, die Ballastschaltung (Kondensatoren, Spulen,
Widerstände parallel geschaltet) müsste ab einer gewissen Spannung (z.B.
15 V am Ausgang) durch z.B. einen Varistor dazugeschaltet werden, dabei
aber einen sehr kleinen Widerstand haben, aber viele Verheiz-Elemente,
damit der Strom beim Lastabwurf schnell abfließen kann, und so den
Spannungszwischenkreis stabil hält. Weiß da jemand etwas? Ich finde
absolut NICHTS zu Schaltungen, sondern nur Fertigprodukte beim Googlen.
Dank Euch!
Ab wann die Spannung dann absorbiert werden muss, kann ich irgendwie mit
Varistoren oder Suppressordioden einstellen.
Ich habe das Problem, dass ich nicht weiß, wie groß ich die
Kondensatorbänke und Widerstände dimensionieren muss und welche
Schaltung überhaupt sinnvoll und nicht superteuer wäre.
Meine Idee:
- Varistor/ Supressordiode schaltet die Lastbank hinzu.
- 1 Kondensator benutzen, der 2 Sekunden lang die 55 A aufnehmen könnte.
Die nötige Kapazität berechne ich mit [F] = [(As)/V] -> (55A*2s)/12 V =
9 F. Der speichert den Strom, der beim Lastabwurf nicht mehr vom
Verbraucher aufgenommen wird.
- Der Strom wird über ein paar hochohmige Widerstände zurück zum Motor
transportiert. Es sollte dabei aber fast alles verheizt werden!
Übersteigt die Spannung am Kondensator seinen max. Wert, schalte ich mit
einer Supressordiode nochmal parallel dazu geschalteten Widerstände
hinzu.
http://www.conrad.biz/ce/de/product/401951/Hochlast-Widerstand-33-axial-bedrahtet5-W-1-St
37 cent (davon bräuchte ich genug)
http://www.conrad.biz/ce/de/product/421618/Hochlast-Widerstand-39-axial-bedrahtet50-W-ATE-Electronics1-St
4,15€ (davon bräuchte ich noch über 5-10 Stück parallel und in Serie
geschaltet)
Problem ist, dass die Hochleistungswiderstände echt teuer sind und ich
mir sicher bin, dass es deswegen eine "bessere" lösung gibt, als mein
Hokuspokus.
Warum soll die Widerstandsgeschichte Hokuspokus sein? In einem Vortrag
über Windenergieanlagen bzw. Windenergiepark ging es auch um genau das
Thema. Da wurden dann auch Kondensatoren geladen (einiges an m³
Platzverbrauch) und außen am Gebäude waren die meterlangen
Lastwiderstände angebracht. Von daher garnicht mal so verkehrt.
Aber die goldenen Lastwiderstände sind teuer, weil die kompakt, genau
und auf ein Kühlblech zu montieren sind. Außerdem gibt es die auch in
150W Ausführung. Nur ob man unbedingt beim C bestellen muss......
Oh, sorry!
Ich habe einen Generator, der von einer Verbrennungsmaschine mit 700
Watt angetrieben wird. Diese 3-Phasen-Wechselspannung richte ich erst
einmal gleich. Wirft man bei Vollast den Ballast ab und wird kein Strom
mehr abgenommen, steigt die Spannung im Zwischenkreis zu hoch an und
macht alles kaputt. Zudem will ich auch alle kurzzeitigen
Spannungsspitzen absorbieren können.
Ich möchte die Leistung nicht zum Generator zurückführen, da dieser
sonst zu schnell hochdreht (ist ein kleiner PMSM von über 1600W im
Motorbetrieb). Ich möchte die Leistung irgendwie in Hitze umwandeln. Nur
habe ich leider überhaupt keine Ahnung, wie man das macht.
Adrian85 schrieb:> Ich habe einen Generator, der von einer Verbrennungsmaschine mit 700> Watt angetrieben wird. Diese 3-Phasen-Wechselspannung richte ich erst> einmal gleich. Wirft man bei Vollast den Ballast ab und wird kein Strom> mehr abgenommen, steigt die Spannung im Zwischenkreis zu hoch an und> macht alles kaputt. Zudem will ich auch alle kurzzeitigen> Spannungsspitzen absorbieren können.
Genau das war auch eins der Ziele, die das von mir oben beschriebene
Gebäude macht (als Gebäude vllt. etwas zu undeutlich dargestellt). Bei
der Thematik ging es um exakt dasselbe, nämlich Windkraftanlagen (sorry,
Windenergieanlage, WEA) auf See, die über eine Gleichstromleitung an
Land angeschlossen werden. Das Gebäude war Wechselrichter und eben
Ersatzlast, wenn schlagartig die abgenommene Leistung sinkt. Damit keine
WEA in Arsch geht, muss man dagegen was machen.
> Ich möchte die Leistung nicht zum Generator zurückführen, da dieser> sonst zu schnell hochdreht (ist ein kleiner PMSM von über 1600W im> Motorbetrieb). Ich möchte die Leistung irgendwie in Hitze umwandeln. Nur> habe ich leider überhaupt keine Ahnung, wie man das macht.
Selbiges auch mit den Propellern auf See.
Aber dein Prinzip ist doch richtig. Wenn festgestellt wird, dass der
abgenommene Strom schnell unter einen Wert sinkt (Differential zweier
Messpunkte), muss die Ersatzlast herhalten.
Hi Klaus!
Klaus S. schrieb:> Wenn festgestellt wird, dass der> abgenommene Strom schnell unter einen Wert sinkt (Differential zweier> Messpunkte), muss die Ersatzlast herhalten.
Ich benutze zwar schon einen Magneten direkt hinter meiner
Zwischenkreisspule zur Drehzahlregelung, aber wie das mit dem
Differential funktionieren soll, kann ich mir noch nicht vorstellen.
Dazu müsste ja noch ein Strommesser an den Ausgang?!
Nehme ich, wie bis jetzt gedacht eine Supressordiode, die ab einer
bestimmten Überspannung den Ballast dazuschaltet, könnte ich dadurch
auch gleichzeitig das Signal zur Drehzahlminderung geben. Nehme ich ein
Differential zweier Ströme, müsste ich das doch mit einem superschnellen
Prozessor machen, der ständig die beiden Ströme vergleicht, oder gibts
da ne Schaltung zu?
Klaus S. schrieb:> Aber die goldenen Lastwiderstände sind teuer, weil die kompakt, genau> und auf ein Kühlblech zu montieren sind. Außerdem gibt es die auch in> 150W Ausführung. Nur ob man unbedingt beim C bestellen muss......
Ich brauche keine "genauen" oder kompakten Widerstände, sie sollten aber
irgendwie schon kühlbar sein. Wo sollte ich denn sonst bestellen, als
bei Conrad? Kannst du mal bitte was vorschlagen, falls du was weißt? :)
Die 9 Farrad warn auch totaler Blödsinn. 1-1,5 Farrad-Kondensatoren
(evtl. noch kleiner) werden es auch tun, da ich die Überspannung schon
abgeleitet wird.
Was ich aber an der ganzen Sache nicht verstehe: Ein Leistungswiderstand
lässt doch den Strom trotzdem durch und sollte im Idealfall nur wenig
Wärme produzieren. Habe ich also einen zu großen Widerstand, fließt der
Strom zu langsam ab. Schalte ich zu viele Widerstände parallel, sinkt
der Innenwiderstand und der Strom ist ratzfatz durch. Den Reststrom MUSS
ich dann wieder zum Generator zurückleiten. Zuviel ist aber nicht gut!
Wie gehe ich denn sicher, dass z.B. über 95% in Wärme umgewandelt
werden? In den Kopf schießt mir sofort Glühbirne/Heizdraht und nicht
Hochleistungswiderstand. Oder habe ich einen Denkfehler?
Adrian85 schrieb:> Hi Klaus!
Guten Tag!
> Ich benutze zwar schon einen Magneten direkt hinter meiner> Zwischenkreisspule zur Drehzahlregelung, aber wie das mit dem> Differential funktionieren soll, kann ich mir noch nicht vorstellen.> Dazu müsste ja noch ein Strommesser an den Ausgang?!
YES!
> Nehme ich, wie bis jetzt gedacht eine Supressordiode, die ab einer> bestimmten Überspannung den Ballast dazuschaltet,
Wenn die überhaupt in der Lage ist und den Strom bei der Dauer
verkraftet, also irgendwas an 55A für 2 Sek. oder sowas.
> könnte ich dadurch> auch gleichzeitig das Signal zur Drehzahlminderung geben. Nehme ich ein> Differential zweier Ströme, müsste ich das doch mit einem superschnellen> Prozessor machen, der ständig die beiden Ströme vergleicht, oder gibts> da ne Schaltung zu?
Beides geht. Aber mal zum Zeitvergleich: Warum einen superschnellen
Prozessor, wenn die Drehzahländerung im Bezug zum Prozessorspeed
arschlahm ist? Ab welcher Zeit entsteht denn ein Schaden?
Zum messen: digital, also mit A/D-Wandler und Filtern, weil Störungen
mit steilen Flanken ausgefiltert sein müssen. Könnte man machen, indem
man mehrere Messpunkte auswertet und wenn alle Messpunkte zueinander
einen entsprechend großen Unterschied liefern, könnte ein Lastabfall
stattgefunden haben. Das festzustellen dauert vllt. Millisekunden, die
Drehzahl zu mindern wohl vieeeeeel länger.
Analog geht das auch. Ein Hochpass um die niederfrequenten Anteile
erstmal los zu sein und ein Hochpass, um die Störungen los zu werden und
damit evtl. Fehlinterpretationen. Und mit dem Signal an einen
Differentiator, klikk2view:
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0412271.htm
Aber digital ist es wohl besser realisierbar, m.M.n.
> Ich brauche keine "genauen" oder kompakten Widerstände, sie sollten aber> irgendwie schon kühlbar sein. Wo sollte ich denn sonst bestellen, als> bei Conrad? Kannst du mal bitte was vorschlagen, falls du was weißt? :)
50Watt-Apparate für unter 2,65€/St.:
http://www.reichelt.de/50-Watt-axial/2/index.html?&ACTION=2&LA=2&GROUPID=5274> Die 9 Farrad warn auch totaler Blödsinn. 1-1,5 Farrad-Kondensatoren
Farad, nur ein R oder
Pfarrat, mit zwei R und PF für pfahren bzw. Hobby.
> (evtl. noch kleiner) werden es auch tun, da ich die Überspannung schon> abgeleitet wird.
Die müssen auch den Strom aufnehmen können.
> Was ich aber an der ganzen Sache nicht verstehe: Ein Leistungswiderstand> lässt doch den Strom trotzdem durch und sollte im Idealfall nur wenig> Wärme produzieren. Habe ich also einen zu großen Widerstand, fließt der> Strom zu langsam ab. Schalte ich zu viele Widerstände parallel, sinkt> der Innenwiderstand und der Strom ist ratzfatz durch. Den Reststrom MUSS> ich dann wieder zum Generator zurückleiten. Zuviel ist aber nicht gut!
Welchen Rest? Strom hin oder her, in einem Stromkreis ist der Strom an
jeder Stelle gleich groß. Aber es geht ja darum, dass die zur verfügung
stehende Leistung verbraten wird, also Ersatzverbraucher.
> Wie gehe ich denn sicher, dass z.B. über 95% in Wärme umgewandelt> werden? In den Kopf schießt mir sofort Glühbirne/Heizdraht und nicht> Hochleistungswiderstand. Oder habe ich einen Denkfehler?
Letztlich ist beides dasselbe. Statt Widerstände könnte man auch Lampen
nehmen, müsste nur von den Werten passen. Ob die Lampe anfängt zu
leuchten ist egal, nur durchbrennen eben nicht. Beides sind Widerstände,
der eine wird nur warm der andere so warm/heiß, dass es glüht.
Ich bin mir zwar noch immer nicht ganz sicher, was Du genau willst,
glaube aber verstanden zu haben, wo das Problem liegt.
Man könnte das eventuell auch ganz unelektronisch lösen: Ein geeigneter
Lastwiderstand hängt über ein Relais (Öffner) direkt am Generator
(Wechselspannung) belastet diesen so wie gefordert. Zwischen dem
Generator und dem Gleichrichter wird ein Stromwandler eingefügt, der mit
dem Relais verbunden ist. Wird nun die Last an der Gleichspannung
angeschlossen, fließt ein Strom durch den Stromwandler und das Relais
schaltet die Lastwiderstände weg. Wird die Last entfernt, fällt das
Relais ab und die Lastwiderstände übernehmen wider die Belastung.
Na mit echten Groß-Windenergieanlagen kann man das nicht vergleichen.
Der Rotor bietet eine extreme Massenträgheit, das Ding dreht bei
Lastausfall also recht langsam hoch. Dann werden die Flügel sehr schnell
auf Segelstellung gedreht und das Teil bremst dadurch augenblicklich und
recht laut fast bis auf Stillstand herunter.
Was ist das für ein Generator? Permanent- oder fremderregt? Bei einer
fremderregten Maschine würd ich den Erregerstrom kappen sobald die
Spannung im Zwischenkreis über einen bestimmten Punkt hochläuft, bzw.
die Generatorregelung (durch de Erregerstrom) müßte das bereits
verhindern. Geht aber nur wenn anschließend die Drehzahl nicht zu weit
hoch läuft.
Und ansonsten empfehle ich ein paar dicke FETs und einen geeigneten (zur
Not selbstgebauten) Drahtwiderstand mit Lüfterkühlung. Quasi ein
12V-Heizlüfter. Damit könnte man das ganze auch PWM-geregelt in mehrere
Stufen oder stufenlos abhängig von der Zwischenkreisspannung steuern,
dann hat's die Generatorregelung leichter, sich wieder zu fangen.
Jeder vernünftige FU hat einen Anschluß für einen Bremswiderstand und
enthält eine entsprechende Ansteuerschaltung. In der Doku zum FU ist
auch beschrieben, wie der Widerstand zu dimensionieren ist. Wenn das
nicht reicht, ist schlicht der FU für die Anwendung zu klein ausgelegt.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
...was ist daran so schwer erstmal zu bescheiben was überhaupt vorhanden
ist. Hier hat keiner eine Glaskugel.
Aufbau:
Struktur des Aufbaus posten, was hast du da alles vor ort, wie ist es
miteinder verbunden, Getriebe, Kabel, Schalter, Last, Anbindung ans Netz
oder...?
Ballast?
http://de.wikipedia.org/wiki/Ballast
Energieerzeuger:
Leistung:
Drehzahl:
Antrieb:
...
Energiewandler:
Elektromotor, 3 Phasen
Drehzal
Eigenschaften etc...
Gleichrichter:
Aufbau
Struktur
Bauteile
Kühlung
Ziwschenkreis:
Spannung, Strom, Aufbau...
wo zwischen, bzw. wie geht es da weiter
FU? oder was?
usw...
Gruß,
JJ
Danke für die vielen Antworten.
Da so viele Fragen aufgekommen sind, habe ich noch eine kleine
Zusammenfassung und theoretische Zechnung an den Anfang gesetzt.
Zusammenfassung:
Adrian85
> Ich habe einen Generator (PMSM - PermanentErregter SynchronMotor von> über 1600W im Motorbetrieb), der von einer Verbrennungsmaschine mit 700> Watt angetrieben wird. Diese 3-Phasen-Wechselspannung richte ich erst> einmal gleich (Synchrongleichrichter mit MOSFETs, damit nicht zu viel> Leistung verloren geht).> Ich möchte die Leistung nicht zum Generator zurückführen, da dieser> sonst zu schnell hochdreht (ist ein kleiner PMSM von über 1600W im> Motorbetrieb). Ich möchte die Leistung irgendwie in Hitze umwandeln.> Zum einen ist der eine Augang 12 VDC/ max. 55 A, der andere 220 VAC/> max. 3-4 A. Zudem möchte ich alle Schalt-Überspannungen mit den> Ballastwiderstand absorbieren.Klaus S. schrieb:> Zum messen: digital, also mit A/D-Wandler und Filtern, weil Störungen> mit steilen Flanken ausgefiltert sein müssen. Könnte man machen, indem> man mehrere Messpunkte auswertet und wenn alle Messpunkte zueinander> einen entsprechend großen Unterschied liefern, könnte ein Lastabfall> stattgefunden haben.https://www.dropbox.com/s/3grh6zbpfe8ihri/Schaltung%2012%20V%20-%2002Ballast.jpg
Ist bis jetzt nur eine Prinzipschaltung!!!
An K3 und K7 sollen Sensoren aufgestellt werden (hoffentlich gibt es
sowas?!), die den Strom messen. Evtl. werden diese eine Spannung
zurückgeben. Der A/D-Wandler befindet sich dann schon im
Microprocessor.(Bei den Filtern blick ich noch nicht durch, warum ich
die genau brauche. Der Lastabwurf stellt doch auch eine steile Flanke
dar und sollte nicht "herausgefiltert" werden? Oder wodurch treten
solche Flanken noch auf?) Durch die Differenz der Spannungen könnte ich
dann evtl. bestimmen, wie groß der Ballastabwurf war und dementsprechend
herunterregeln. Das ist deswegen so wichtig, weil später nochmal ein
Wechselspannungs-Ausgang von 230V hinter den Gleichrichter angebaut
werden soll.
Klaus S. schrieb:>> (evtl. noch kleiner) werden es auch tun, da ich die Überspannung schon>> abgeleitet wird.> Die müssen auch den Strom aufnehmen können.
Da ich jetzt noch nicht weiß, wie schnell meine Regelung am Ende
funktioniert, gehe ich erstmal von 1,5 Farad aus. Die halten dann
mindestens ca. 0,3 Sekunden ohne Regelung aus. Ausserdem muss ich mir
sowieso fürs Erste noch eine extra-Sicherheit überlegen (z.B. Sicherung
hinter dem Motorausgang), damit der superteure Kondensator nicht kaputt
geht. Wird sonst ehrlichgesagt nicht finanzierbar für mich.
magic smoke schrieb:> Und ansonsten empfehle ich ein paar dicke FETs und einen geeigneten (zur> Not selbstgebauten) Drahtwiderstand mit Lüfterkühlung. Quasi ein> 12V-Heizlüfter. Damit könnte man das ganze auch PWM-geregelt in mehrere> Stufen oder stufenlos abhängig von der Zwischenkreisspannung steuern,> dann hat's die Generatorregelung leichter, sich wieder zu fangen.
Ja genau, so etwas in der Art hab ich schonmal gemacht. Das kann ich
dann später auch sinnvoll benutzen, wenn mehrere Verbraucher
drannhängen.
Thorsten Ostermann schrieb:> Jeder vernünftige FU hat einen Anschluß für einen Bremswiderstand und> enthält eine entsprechende Ansteuerschaltung. In der Doku zum FU ist> auch beschrieben, wie der Widerstand zu dimensionieren ist.
Welche Doku meinst Du? Die könnte mir vielleicht echt nützlich werden.
Ich habe den Verdacht, daß gar kein so großer Kondensator gebraucht
wird. Und auch kein ADC und Prozessor oder ähnliches. Wenn ich das
richtig verstehe, soll doch 'nur' eine Überspannung abgeleitet werden.
Das läßt sich doch einfachst mittels Schmitt-Trigger, Mosfet,
Ballastwiderstand erreichen.
Zur Auslegung braucht's noch die Randbedingungen:
Ab welchem Wert soll die Überspannung abgeleitet werden?
Wie hoch ist die höchstzulässige Spannung?
Soll in einer oder in mehreren Stufen geschaltet werden?
Helge A. schrieb:> ... Wenn ich das> richtig verstehe, soll doch 'nur' eine Überspannung abgeleitet werden.> Das läßt sich doch einfachst mittels Schmitt-Trigger, Mosfet,> Ballastwiderstand erreichen.
An sich eine gute Idee. Daran hatte ich anfangs schon gedacht, aber ich
hätte dann das Problem, dass ich nicht wüsste, wie weit ich meinen
Generator beim "Lastabwurf" ODER schlicht "nicht kontinuierlicher
Stromaufnahme" herunterregeln muss.
Ich muss doch irgendwie wissen, wieviel weniger Leistung der Motor nach
einem Lastabwurf noch zur Verfügung stellen muss. Und da komm ich ja
nicht um die "Strommesser" herum.
Wenn ich die Strommesser habe, kann ich damit auch gleichzeitig sagen,
wieviel "Überleistung" abgeführt (programmierbarer Lastwiderstand mit
PWM) und um wieviel die Motorleistung reduziert werden soll.
Mit PWM würde NUR der zuviel-Strom umgelenkt werden. Mit Schmitt Trigger
ist der Verbraucher ganz von der Versorgung abgeschnitten(auch wenn kein
Lastabwurf stattgefunden hat). Habe ich einen Denkfehler, oder übersehe
ich hier irgendwelche Vorteile vom ST?
Ja vielleicht.
Es muß 'irgendein' Kondensator da sein, vielleicht gefühlt ca. 10.000uF.
Sobald dieser Kondensator eine Spannung von z.B. 16V(??) hat, schaltet
der ST den Lastwiderstand ein. Und bei 14V(??) wieder aus. Dafür reicht
ein enfacher Komparator und paar Widerstände aus. Alternativ eine recht
einfache Schaltung mit TL431 und einem Transistor, diese Schaltung ist
im Datenblatt vom TL431 beschrieben.
Im Überspannungsfall gibt's dann 15V am Elko, der eine Dreieckspannung
mit 1V Amplitude überlagert ist. - Die Reglergrenzen lassen sich
natürlich auch noch enger stecken.
Das ist die simpelst mögliche Zweipunktreglerschaltung. Der erzielte
Effekt ähnelt einer PWM, klar. Kommt aber ganz ohne Prozessor,
Signalaufbereitung, Strommessung und so weiter aus ;)
Wichtiger Aspekt einer Sicherheitsschaltung ist einfach und sicher. Das
ist mit wenigen Bauteilen besser zu erreichen. Zusätzlich kann dieses
Signal natürlich eine Art schnellbremsung des Motors mit auslösen - die
normale Regelung sollte sich aber im Normalfall unterhalb einer
Sicherheitsscaltschwelle abspielen.