C++ - Operatoren überladen auf µC?

Moderator Persönliche Seite #988144
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Das Überladen selbst verursacht keinen Overhead.

Was Overhead erzeugt ist das "late binding", d. h. zu einem Objekt
lässt sich erst zur Laufzeit feststellen, welche konkrete Implemen-
tierung zuständig ist.  Erstens kostet die Entscheidung Zeit, und
zweitens legt der AVR-GCC die virtuellen Methodentabelle im SRAM
ab.  Andererseits: wenn man wirklich late binding benötigt, wird
die manuelle Implementierung auch nicht performanter ausfallen.
Gast #988159
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Gast wrote:
> oop geht nicht auf AVRs ohne weiteres..

Wenn du mit "oop" overloaded operators meinst, kann das sein (Ich hab's 
noch nicht versucht). Meinst du aber object oriented programming, ist 
das voelliger Quatsch. OOP ist eine Frage des Programmierprinzips und 
eine Sprache kann das mit diversen Features unterstuetzen oder 
vereinfachen, prinzipiell ist objektorientierte Programmierung aber auch 
in Assembler moeglich.

Nach meiner Erfahrung hat der AVR-GCC ein Problem mit virtuellen 
Methoden - ich hab zumindest selbst einfachste Beispiele nicht 
hinbekommen, sondern nur obskurste Compiler-Fehler bekommen. Das 
betrifft zwar nicht direkt ueberladene Operatoren, aber was Fabian 
machen will, wird wahrscheinlich auch virtuelle Methoden benoetigen.

Ansonsten: Einfach mal ausprobieren.
OP #988180
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Jo das ist mir klar, new und delete werde ich nicht verwenden und wenn 
ich mich recht entsinne sollte man das auch lieber lassen, da der AVR ja 
nix zum aufräumen des RAMs hat, geschweige denn Paging...da wird der RAM 
schnell fragmentiert und irgendwann nippelt er ab.
Ich brauche nur die Strukturen von C++ und die Operatorenüberladung.
#988183
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Fabian S. wrote:
> Naja manuell ist zwar dann genau so langsam oder schneller, aber dafür
> deutlisch unübersichtlicher...
> Dises late bindung, passiert das nicht nur bei Vererbung und sowas?
> Und da ich das nicht vor habe zu machen sollte es auch nicht so viel
> langsamer werden oder?

Ich glaube selbst mit Vererbung gibt es kein Problem, solange kein 
virtuelen Methoden im Spiel sind.
Moderator Persönliche Seite #988186
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Fabian S. wrote:

> Dises late bindung, passiert das nicht nur bei Vererbung und sowas?

Ja, es ist nur mit abgeleiteten Klassen möglich.  Das Prinzip
besteht darin, dass man eine allgemeine Basisklasse definiert,
von dieser weitere Klassen abgeleitet werden.  Die Basisklasse
enthält jedoch gar keine Implementierung von Methoden oder
implementiert nicht alle Methoden: die konkrete Implementierung
obliegt den abgeleiteten Klassen.  Von der Basisklasse (die sich
dann eine abstrakte Klasse nennt) kann man kein Objekt
instanziieren, aber instanziierte Objekte der abgeleiteten Klassen
sind zuweisungskompatibel mit Variablen (oder Parametern) der
Basisklasse.  Dadurch kann man mit ihnen hantieren, ohne zur
Compilezeit wissen zu müssen, welche konkrete Implementierung
die dahinter liegenden Objekte zur Laufzeit haben werden.

Ja, klingt alles sehr abstrakt. ;-)

> Und da ich das nicht vor habe zu machen sollte es auch nicht so viel
> langsamer werden oder?

Es wird gar nicht langsamer.

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